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 BMZ ODE (Bd. 2, Sp. 430a)   FindeB ei (Bd. 1, Sp. 78)   Lexer ei (Bd. 1, Sp. 515) 
 Lexer NLexer FindeB ODE , OD , ODER conj. oder. ahd. odo, edo Graff 1,147. goth. aiþþau. daneben alde (s. dasselbe) und olde, old (s. dass.). in mitteld. schriften ader und selbst uder ( pf. Kuonr. 39, 5; s. Hahn gr. s. 5 ). vgl. Gr. 3,60 u. 274. swâ er lît oder stât od in der mennischi hât Diemer 364,17. diu tugent od daʒ alter od diu unkraft od diu zît arzneib. Diemer i. I. stoup od aschen das. i. XIII, u. ö.; im Iwein, desgl. im Wigal. überwiegt die form ode, im Walth. dagegen oder, was nicht bloss der jüngern überlieferung zuzuschreiben ist, denn auch in den Nib. herrscht schon in C oder weit vor. s. fundgr. 1,386. a. noch warnung 3264 und Teichner 96 erscheint ode. Wackern. nennt oder eine comparative erweiterung von ode. die in der lat. sprache so genau geschiedenen begriffe lat. aut und lat. sive fallen im deutschen zusammen. vgl. H. Rückert zu Ludw. 81,24 ( s. 151), wo eine menge beispiele von der bedeutung sive angeführt werden, wie gælîche ader îlende Leys. pred. 47,28. in doppelfragen des gegensatzes, wo weder, deweder, einweder entsprechen. weder hâstu dich dises willen selbe bedâht ode bistu ûf die rede brâht arm. H. leseb. 348,12. vgl. weder. sô müeʒe einer trunken wesen ode er künde niht genesen Teichn. 96. oder eʒ wære, es müsste denn sein, Erec 1269. ich sage dir für wâr, daʒ er wil nimmer ûf gehân oder er müeʒe dich bestân altd. bll. 1,330. beachte: min [en] kan ich wærlich oder mêr, dan wie si wil Frl. 358,12, wo noch gewöhnlicher wäre, vgl. die anm. daʒ nu lützel iemen oder aber vil selten niemen Stricker ed. Hahn 12,280. eintweder unz er stürbe oder aber den sige erwürbe Daniel 110. a. daʒ er dâ wolt ersterben oder aber den sige erwerben Karl 126. a. vgl. Hahn's anm. a. a. o. s. 98. wolden si dar zuo gedagen oder aber tugentlîchen von den mæren slîchen Cato 5.

 

 NLexer FindeB ei stn. -es, -ges (BMZ ib. ) pl. eier u. eiger ( sehr oft Mz. 1 ) das ei Trist. Engelh. Bon. veste als ein ei Kol. 77,2. stein als grôʒ als ein hennen ei Swsp. 359,12. sanc ze bodeme als ein ei Msh. 3,96 b . in allen waʒʒern suochet den grunt ein ei denne in des mers besunder, dâ swimmet eʒ ob, daʒ ist ein wunder Renn. 19661. diu wîʒe hût am eige Hpt. 8,41. vor zorne muoʒ ich zabelen als ein kint, dem man daʒ ei versaget Msh. 2,7 a . rô eier Buch v. g. sp. 4. hundert eier in einem smalz gebacken Msh. 3,311 a . verlorne eier ( speise ) Leitb. 96 a . Ukn. einl. XLIV. anm. 8. eier eʒʒen ( regeln dafür ) Tanh. hofz. 93 ff. der gouch iʒʒet der grasmücke eier Freid. 143. 24. swer sich ze lange wolde soumen, dem muoste von eiern troumen Türh. Wh. 78 a . der ist ein tôr sicherlîch, der sîne eier wannet Ls. 3. 561,11. vergleichung des eies mit firmament ( schale ), luft ( eiweiss ) und erde ( dotter ) Berth. 392, 25 ff. ;— bildl. das geringste, niht ein ei gar nichts, zur verstärkung der negation s. Zing. neg. 432 ff. Pass. K. 713 a . zu gr. ὠόν, lat. ovum Curt. 1,359. 2,185.