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Nachträge zum Rheinischen Wörterbuch 
 
geil bis be-geipig (Bd. 9, Sp. 1245)
 
  RhWB geil Adj.: zu 1.a. zu üppig im Wachstum, auch Saarbg-Weiten; se (die Pflanze) gait gail en de Lut (Luft).

Geil-hälse Pl.: Kettscher G.häls Neckn. derer von May-Küttig (od. zu geilen V?). RhWB Geil-platz m.: -stelle auf der Weide, auch Malm-SVith.  RhWB Geil-stelle f.: dass., auch sonst verbr. (auch dem Nhd.).

geilerig -ai Siegld-OSetzen Adj.: mitteldick, von Kartoffeln.
 
 
Gailef -eiləf vereinz. Neuw-Linz m.: Hund (aus der Gaunerspr., wo es aber sonst Talg bedeutet).
 
 
 RhWB geilen V schw.: anhaltend bitten (auch begierig zusehen), noch Gummb-Hesselb, Erk-OKrüchten.
 
 
 RhWB Geimer m.: Ingwer; dem Wort geht ahd. (11. Jh.) gingibero, afrz. gingebre > *gimber > *gīmer voraus (es entstammt dem Indischen; vgl. mndl. gingebare, ndl. gember).
 
 
 RhWB geipen

 RhWB Geip f.: 2. jīp sachl. die gabelförmige Steinschleuder der Knaben Kemp-Leutherheide.

 RhWB be-geipig Adv.: begierig, auch Aach-Breinig; begippig äisse.