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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Win bis Wind (Bd. 1, Sp. 542b bis 543a)
 
  ElsWB  PfWB  RhWB Win [win fast allg.; wain D.; wéïn Si.] m. Wein: roder, wisser, gröwer W. Ri. Ha. Waimer W. od. Wincho (s. d.);

[Bd. 1, S. 543a]
gestoppter W. Flaschenwein Grt. Beser W. han einen schlimmen Rausch haben Ri. Ha. Er trinkt bese W. er wird leicht hitzig Mett. Rda.: der werd noch Wasser en sin W. deïn Bo. (der werd noch Wasser in sini W. dun Ri.) der wird später sein jetziges Tun bereuen Bo., der wird in seinem Übereifer noch nachlassen Ri. — Zss. PfWB  RhWB Winappel Apfel, der sich bes. zur Bereitung von Obstwein eignet. ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB Winblum Weinschimmel. ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB Winessich.  ElsWB  PfWB  RhWB Winfass.  ElsWB  PfWB  RhWB Winflecke blaurote Flecken im Gesicht vom vielen Weintrinken. ElsWB  PfWB Wingart Steueraufseher für Getränke, Steuerbote (frz. garde-vin). ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB Winkeller.  ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB Winstän Weinstein.
 
 
Winäger m. Ha. Essig. — frz. vinaigre.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Wind [wìnt fast allg.; wet Bo. Gelm.; wat D. Si. — Pl. win, wində, wen, wan; Demin. wenχin Bo.] m. Wind: der W. hilt. Wdgn.: W. grije van ebbs; in de W. redde; in de W. schlawe Ri. Ha. Der W. scheppt Ränge der W. bringt Regen ibid. Das geht awer wie der W. allg. Der W. hat der Dach genumm der W. hat das Dach mit fortgenommen Ri. For zwei Su W. heißt es von einem Windbeutel Fo. D’ es em schon vil Wend langs d'Ohren geblas er hat schon viel mitgemacht Bo. Et as alles nemen Wand es ist alles eitel Wind Si. En as eweï de Wand er ist sehr behende ibid. D’ Winde gehn oder gehn nid von Bauchwinden gesagt Ri. Bitscher W. Südwind (für die Bewohner von Ha.); Schorbacher W. West- oder Regenwind. — Zs.