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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
uf-gawleⁿ bis uff-hellich (Bd. 1, Sp. 516a bis 516b)
 
uf-gawleⁿ, tr.  v.
uf-gefriereⁿ, intr.  v.
uf-gehn, intr.  v.
uf-ginn, tr.  v.
uf-grudleⁿ, tr.  v.
uf-halteⁿ, tr.  v.
Uf-hänger, m.
uf-hängeⁿ, tr.  v.
uf-hebeⁿ, tr.  v.
uf-helleⁿ
uff-hellich, adj.
Uf-henker, m.
uf-hereⁿ, intr.  v.
uf-hetzeⁿ, tr.  v.
Uf-hewes, n.
u'fihten, tr.  v.
uf-klappeⁿ, tr.  v.
uf-klickeⁿ
uf-ladeⁿ
uf-lafeⁿ, intr.  v.
uf-leitereⁿ, tr.  v.
uf-macheⁿ
uf-passeⁿ, intr.  v.
uf-raffeⁿ
uf-riersch, adj.  u.  adv.
uf-risseⁿ, tr.  v.
Uf-satz, m.
uf-scherreⁿ, tr.  v.
uf-schneiseⁿ, tr.  v.
uf-schriweⁿ, tr.  v.
uf-schwätzeⁿ, tr.  v.
uf-setzeⁿ, tr.  v.
uf-sperreⁿ
uf-steckeⁿ, tr.  v.
uf-stehn, intr.  v.
uf-stifteⁿ
Uf-stifter, m.
uf-stippeⁿ, tr.  v.
uf-stippleⁿ, tr.  v.
uf-stiwleⁿ, tr.  v.
uf-tappeⁿ
uf-trutzeⁿ, intr.  v.
uf-wachseⁿ, intr.  v.
uf-wäscheⁿ, tr.  v.
Ufwäsch-birscht
Ufwäsch-lumpe
uf-wickleⁿ, tr.  v.
uf-zieheⁿ, tr.  v.
Uf-zug, m.
U'gẹwengen, f.
U'graff, m.
U'gras, n.
U'gref, m.
Uhr, f.
Uhre-säckel
Uhre-schal
Uhre-schlissel
Uhr-kett
Uhr-macher
Uht, f.
ui
uiwe
U'leien, n.
Uleri
Ule-watz, m.
Ulich
um
Umero, m.
Um-gänger, m.
um-gesehn
Um-hang, m.
um-kippeⁿ
Um-laf, m.
Um-stand, m.
un-
un, conj.
Undädel, n.
Undles, m.
un-gatting, adj.
un-geheit, adj.
un-geherzt, adj.
un-geleit
Un-gelejeheit, f.
un-gemacht, adj.
Unger, m.
Unger-land
Un-glick, n.
un-glicklich
un-gut, adj.
un-heflich, adj.  u.  adv.
Unkel, m.
Un-koschteⁿ
Un-krischt, m.
Unkrut, n.
Un-muss, m.
unneⁿ, adv.
Unner
unner
Unner-buchse, f.
unner-dacheⁿ, tr.  u.  intr.
  uf-gawleⁿ tr. v. fast allg. 1. mit der Gabel nehmen: Hau ufg. — 2. entdecken, ausfindig machen. 3. eine Krankheit od. Ungeziefer annehmen. ElsWB els. 1, 194.
 
 
uf-gefriereⁿ [-gfrírə Ri. Ha.] intr. v. auftauen, auffrieren. —  ElsWB els. 1, 182.
 
 
uf-gehn [-gén fast allg.; –gen Ri. Ha.; opgôn D. Si.] intr. v. 1. ohne Überbleibsel verschwinden: nix uff nix geht uff Ri. Ha. Rda.: es geht uf wie uf Matze Hochzit wenn etwas gerade reicht. 2. anschwellen, dick werden (durch Gärung od. Backen): der Kuche geht uf. — 3. sich öffnen: die Äs (Eis) isch ufgang das Geschwür hat sich geöffnet. 4. sprossen:

[Bd. 1, S. 516b]
d’ Frucht, der Hawer geht uff Ri. Ha. 5. aufgehen von Gestirnen: d’ Sunn isch ufgang. — 6. auftauen vom Wetter: ’s Wedder geht uff Tauwetter tritt ein Ri. Ha. ElsWB els. 1, 190.
 
 
uf-ginn [-gin Fo. Ltf. Falk. Mtsh. u. s.; –gèn Ri.; –giwə Ha.; opgên D. Si.] tr. v. 1. aufhören mit etwas: ’s Geschäft ufg.; de Geischt ufgän Ri. Ha. 2. verzichten, beigeben: er hats ufginn. — 3. etwas auftragen: was had der Schumeischter fur morje ufgän? Ri.
 
 
uf-grudleⁿ tr. v. Lix. u. s. aufstochern, aufrütteln: alter Dreck soll m'r nit ufgr. —  ElsWB els. 1, 270 ufgrüdle 2.
 
 
uf-halteⁿ [-hàlə fast allg.; –hàlde Ri. Ha.; ophálən D. Si.] tr. v. 1. aufhalten: du halscht ne jo numme uf; ich kann mich nit ufh. nicht lange bleiben. fast allg. 2. offen halten: du kannscht ’s Fenschter ufh. — 3. für spätere Zeiten aufbewahren (in dieser Bedeutung häufiger ufhebeⁿ).
 
 
Uf-hänger m. Ri. Ha. u. s. Öse an den Kleidern, an Lampen u. dgl. zum Aufhängen. —  ElsWB els. 1, 356 Ufhenker. s. a. Ufhenker.
 
 
uf-hängeⁿ tr. v. wie hd. aufhängen: de Kläder ufh. fast allg.
 
 
uf-hebeⁿ [-hèbə Fo. u. s.; –hebə u. –hewe Ri. Ha.; –héwə Sgd. Lix.; ophéwən D. Si.] tr. v. 1. in die Höhe, vom Boden heben: de Rock, de Sack ufh.; ’s Kind ufh. aus dem Bett nehmen Ri. Ha. Soll ich hinge (hinten) ufhewe? droht die Mutter dem Kind ibid. 2. aufbewahren, für später aufheben: ’s isch nit vergess, ’s isch nur ufgehebt. — 3. davontragen: krank isch er word, er hat's von ere Verkältung ufgehaw. Lix. 4. offen halten. Rda.: drissich! heb de Sack uf! halt den Sack offen! d. h. lüge doch noch etwas mehr! Fo. ElsWB els. 1, 296 ufhebe 1, 2.
 
 
uf-helleⁿ [-hèlə Ri. Ha. u. s.] 1. tr. aufklären: die Sach muss ufgehellt were. — 2. refl. sich aufheitern: ’s Wedder hellt sich uf. —  ElsWB els. 1, 320 ufhëlle.
 
 
uff-hellich adj. Lix. u. s. aufhellend, sich erheiternd: ’s Wedder isch wider ufhellich.

[Bd. 1, S. 517a]