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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
stawereⁿ bis Stech-messer (Bd. 1, Sp. 493b bis 494a)
 
  ElsWB  PfWB  RhWB stawereⁿ intr. v. Bi. verwirrt sein; unüberlegt, übereilt handeln; aufgeregt sprechen.
 
 
 PfWB  PfWB stawerich [tàwəriχ Bi.] adj. ängstlich, aufgeregt: stawerich lûn stier, ängstlich dreinsehn. — vgl. baier. 2, 718 verstawert verblüfft. Hieher gehört auch das nur einmal belegte stabel verrückt D.

[Bd. 1, S. 494a]

 
  ElsWB  PfWB  RhWB stawich [táwiχ Fo. u. s.; taiwi Ri.; tæwiχ Ha.; tepsech D. Si.] adj. staubig: es isch st. druss. s. Stab.
 
 
Ste s. Stej.
 
 
Stech s. Stach.
 
 
stecheln, Stechler s. stichleⁿ, Stichler.
 
 
stechelich [teχəliχ, teχəleχ D. Si. Bo.] adj. zum Sticheln geneigt.
 
 
Stechen [téχən D. Si.] n. Seitenstechen. — lux. 420. s. a. Stich.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB stecheⁿ [tèχə fast allg.; téχən D. Si. — Ptc. gətò] 1. tr. a) stechen mit einem scharfen Werkzeug, abstechen: die Micke han mich gestoch Fo. E Soü st. ein Schwein abstechen Bi. Das isch weder g'hau noch gestoch man weiß nicht, was man davon halten soll Ri. Ha. b) stechen beim Kartenspiel: i kann nid st., i han kä Trump Ri. 2. intr. wetteifern, streiten um den Platz, die Reihenfolge in der Kinderschule. Hatten mehrere Kinder die gleiche Zahl Punkte, so stach man mit einer Nadel in ein Buch; die Rangordnung richtete sich nach dem Anfangsbuchstaben der Seite, die man gestochen. 3. stecken D. Si.: ech wäsz net, wo e stecht ich weiß nicht, wo er steckt.
 
 
 ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Stecher [tèχər Bo. Fi. u. s.; teχərt Fa. — Pl. tèχərn, teχərtən] m. 1. altes Pferd. 2. magerer Mensch. ElsWB els. 2, 572 Stëcher 3 dürres Männlein.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Stech-messer [tèχmèsa Ko.] n. Schlachtmesser. s. stecheⁿ 1.