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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Seich bis seiheⁿ (Bd. 1, Sp. 475a bis 475b)
 
  Seich, seichen s. Säch, sächen.
 
 
Seichert [ʒéïχərt, Pl. –ən Bo.] 1. Mensch, der den Urin nicht zurückhalten kann. 2. grüner Junge. ElsWB els. 2, 321 Seicher 2. s. Säch.
 
 
Seidel [ʒaidəl Pfb. u. s.] m. u. n. Getränk- u. Flüssigkeitsmaß, die Halbe: e S. Bier. An jedem Stein hängt e S. heißt es von einer Mauer, die einzustürzen droht. — baier. 2, 224 Seidel; lat. situla.
 
 
seierzen, seierzich s. sierzen, sierzich.
 
 
Seif s. Säf.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Seih [ʒeï Bo. Ett. Obh. Sp.; séï Ri. Ha.; ʒai Fo. D. Si. Sgd.; Zéij Pü. Merlb.] f. Seihe, feines Sieb für Kaffee, Milch u. dgl.: ebbs durch d’ S. losse seihen. Man unterscheidet: Kaffee - seih, Milch - seih, Sälad-seih. — Zss. Seihdichel Tuch, das man auf den Milchsieb legt, damit nichts Festes duchlaufen kann. Seihlumbe Hemdlappen, der aus der Hose heraushängt: mach di S.-l. enin! Ri. Ha. Seihpapier

[Bd. 1, S. 475b]
Fließpapier Bo. Seihschissel Milchsieb Sgd.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB seiheⁿ [ʒéïən Fo. D. Si.; ʒèijən Pü. séïə Ri. Ha. — Ptc. gəʒí, gəʒéït, gséïd] 1. tr. durchseien, filtrieren: Milich s. — 2. intr. durchlassen: der Bodde seihd nid der Boden läßt das Regenwasser nicht durch Ri.