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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
mirw bis Meschte-kaul (Bd. 1, Sp. 364b)
 
  mirw [mirw fast allg.; mirəf D. Si.; mìrb Ri. Hom. Ha.; miər Falk.] adj. mürbe, reif vom Obst: e mirwer Appel. — lux. 287 mîrf.
 
 
Mis [mís D. Si.] f. Lockruf für die Katze. — lux. 288 u. baier. 1, 1672 Mîs; ndd. Miessen, From. 5, 288, 28.
 
 
Misch s. Michel.
 
 
 PfWB  RhWB mischeⁿ [mìəⁿ fast allg.; meən D. Si.; mìəln Mü.] tr. v. mischen: de Karte m. Rda.: Wer sich inger de Kleie mischelt, werd von de Suen gefress Mü. ElsWB els. 1, 730 mischle; lux. 291 möschen.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Misch-masch m. allg. unordentliches Durcheinander. —  ElsWB els. 1, 730 ebenso; lux. 288 Mitschmatsch.
 
 
Mischt [mìt fast allg.; met Bo. D.; met u. mat Si.] 1. m. u. n. Mist, Dünger: M. in de Garte dun. ’S M. usmache den Stall von Mist säubern Lix.; ful wie M. (faul weï Mascht Si.) fast allg.; ze M. werre verfaulen: wann der Dreck se Mescht werd, lässt er sich fihre heißt es von einem eingebildeten Emporkömmling Bo. 2. Miststätte, Misthaufen. — Zss.  ElsWB  PfWB  RhWB Mischtbär Misttragbahre. Mischtgawel (Wenn man auf die Frage wer? eine ausweichende Antwort geben will, so sagt man: Mischtgawelandress Ri.) Mischtgreif (Mescht-gräf) Mistgabel. Mischthuffe Misthaufen: arm wie Job uff'm M. Ri. PfWB  RhWB Meschte-kaul f. D. Si. Mistgrube.