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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Kart bis Kartheiser (Bd. 1, Sp. 277a)
 
  Kart [khárt fast allg.; khát Bo. Falk.; khôərt Si. — Pl. khártə, khâtən, khôərtən] f. 1. Spielkarte: ze Kâte spilen Falk. D'Karde genn, mischle, abhewe, zehle, ufhewe Sbg. Karde schlawe einem gehörig die Meinung sagen Ha. Rda.: em annere in de Karte lun des Nächsten Tun beobachten. De Karte vergin sein Vermögen verschwenden Fo. 2. Landkarte: das Nescht lit nit uf der K. — 3. Fahrkarte. — Zss.: Karte-knupser Lix. u. s. Eisenbahnschaffner, der die Karten locht. Kartepetzert D. Si. dasselbe wie K.-knupser (s. petzen). PfWB Karteplätsch f. Fo. u. s. Kartenschlägerin: er isch bi der K.gewän. vgl. baier. 1, 333 Blätschen großes, breites Blatt; schwäb. Blätsch, From. 4, 492; schweiz. Blatsche ibid. — Karte-rasseler D. Si. u. Kartestoffel Lix. leidenschaftlicher Kartenspieler. Kartespiel allg. Kartenspiel: a es of's K. aus weï’n Deibel of en arm Seel Obd.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB karteⁿ [khârtə Fo. Lix. Sgd. u. s.] intr. v. Karten spielen: se sin schon wider am Karte Fo. Wonn die mol am K. sin, noh bringt se kän Minsch meh eweck Lix. ElsWB els. 1, 471.
 
 
Karter [khârdər Ri. Hom. Rom. Ha.] m. leidenschaftlicher Kartenspieler.
 
 
Karthaus f. Karthause (bei Rettel).
 
 
Kartheiser [khartaisər D. Si.] m. Karthäusermönch.