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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Buchs-bam bis Pudder (Bd. 1, Sp. 70b bis 71a)
 
  Buchs-bam [bùgsbàm Ri.] m. Buchsbaum.
 
 
Buch-weh s. Buch II.
 
 
Buck [buk fast allg.; bok D. Si. — Pl. bik, bek] m. Bock: ze B. gehn. Rda.: wenn de Ilen (Eulen) ze B. gehn Ersd. (um eine unbestimmte Zeit zu bezeichnen). Reimspruch:

Gredele wehr! Gredele wehr!
Der Buck isch in dem Garte.
Er fresst de grine Blädder ab
Un losst de durre warte. Fo.


 
  Buckel [bùkəl fast allg.; bokəl D. Si. bùgəl Pfb. Ri. Sbg. — Pl. bukəl, bekəl, bykəl] m. 1. Buckel: das macht der Katz kän B. Rda.: Er hat nin Bickel uf der glatt Sit heißt es von einem mißgestalteten Menschen Lix. E. Bockel machen eweï eng Kâtz op engem Schleifstän Si. 2. Beule. 3. Hügel, in Flurnamen z. B. Galjebuckel wo früher der Galgen stand Ri. — Zs. B.-schmêr f. Tracht Prügel auf den Buckel Ri. s. Schmer.
 
 
buckeldich [bukəldiχ Lix. Falk. u. s.; bokleχ D. Si.; bùgliχ Ri.] adj. u. adv. 1. bucklig: sich b. lache. — 2. uneben. 3. gebückt: die alt Frau geht schun b. Krumm un. b. ganz mißgestaltet.
 
 
bucken [bukən Av.] intr. v. schmollen, trotzen. — baier. 1, 204 bocken schmollen (von Kindern), bockich schmollend; Mda. d. Stadt Salzungen: bukken, bocken From. 2, 285, 28.
 
 
Buck-hofeⁿ Pl. Pü. ein Knabenspiel. — Vier Knaben stellen sich gebückt hintereinander; vier andere springen darauf, dürfen aber den Halt nicht verlieren, sonst haben sie verloren u. müssen dann gebückt sich aufstellen.
 
 
Pucket [pùkət Ri. u. s.] m. Bündel, Anhäufung von Baumfrüchten. —  ElsWB els. 2, 31 ebenso; frz. bouquet.
 
 
Puddel [pùdəl fast allg.] m. 1. Pfütze, Lache, Jauchgrube: Mischtepuddel. — 2. Weibsbild, das entweder körperlich oder moralisch schmutzig ist Bi. — lux. Pudel Gassenmensch  LLU Ga. 359; vgl. hess. N. 212 puddeln mit Jauche berieseln; engl. puddle, puddlewater. P. < lat. palus (paludis)?

[Bd. 1, S. 71a]

 
  Pudder m. D. Si. Haarpuder. — lux. 346; frz. poudre.