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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Bohn bis Boin (Bd. 1, Sp. 55a)
 
  Bohn [bón fast allg.; boun D. Si. — Pl. bónə, bounən; Demin. bénχə, béïntχən] f. Bohne. Rda.: das geht in de Bohne die Sache nimmt eine schiefe Richtung Fo. Änem d'Bone fehen jemanden derb zurechtweisen Si. E jeder Bênche git sin Tênche jedes Böhnchen gibt sein Tönchen d. h. der Genuß von weißen Bohnen verursacht das Abgehen von Winden Lix. Bohne dun mich krone (krönen); Win un Wissbrot sin min sicherer Tod (der schlaue Ehemann bezeichnet als ihm schädlich, was ihm am besten mundet, u. hintergeht so das Weib, das ihm zu schaden sucht, ihm aber in Wirklichkeit dasjenige gibt, was er wünscht) Ri. Bohne insetze s. bohneⁿ. — Zss. Bohne-brit Bohnenbrühe; Bohnekritche (B.-krittel) Bohnenkraut (Satureja hortensis), Gewürz für eingemachte Bohnen, Gurken usw. Bohnelied: ebbs geht iwers B. Bohnenas starkgewölbte Nase Av.; Bohnestecke (Bone-stach): 1. Bohnenstange: me mänt, er hat B. im Buckel er ist steif. Mett. 2. langer Mensch: die isch so durr, wie e B. Bohne-stroh (Bone-streïh): er isch grob wie B. — Aberglaube: An de dreï Da’ vor Chrischti-Himmelfahrt soll mer de Bohne setze, noh steie se met Chrischtus en de Heh Lix.
 
 
bohneⁿ [bónə Ri. u. s.] tr. v. jd. beim Kopf fassen u. ihm die Daumen fest in die Grube hinter dem Ohrläppchen eindrücken (wie man Bohnen in den Boden setzt), so daß er vor Sehmerz aufschreien muß Ri.
 
 
Boïbel Baumwolle s. Bawoll.
 
 
Boïm Baum s. Bam.
 
 
Boin Bein s. Bän.