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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Bobeⁿ bis Bock (Bd. 1, Sp. 54a bis 54b)
 
  Bobeⁿ [bóbə Bi. Ett. Lix. Ri.; bóbən Vbg.; bópən Obh. Ersd.; boəpən Bo.; pópə Wb. — Pl. gleich; Demin. bépχe, bébəl.] m. 1. Bezeichnung für alle Arten Käfer: e Bobe em Kopp han verrückt sein Lix. 2. kleiner, schwächlicher Mensch: es isch nur e B. Av. 3. Larve, maskierter Mensch Bo. 4. Kosename für kleine Kinder: du min goldicher Bope! Fo. els. 23 Bobe. — Zs. Helle-bèbche Johanniswürmchen (s. d.).
 
 
Bobert [bobərt Si.] m. Waldohreule (otus ferus). — lux. 48 Bubert.
 
 
Bobo [bòbo, bòwo fast allg.] n. 1. kleine Verletzung, Schmerz in der Kindersprache: wo hasch de dann Bobo? — 2. Brot in

[Bd. 1, S. 54b]
der Kindersprache Ri. Ro. Hom. lux. 37;  ElsWB els. 2, 4; frz. bobo.
 
 
pocheln [poəln Bo.] intr. v. stümpern, ohne Ernst arbeiten. — vgl.  DWB Gr. Wtb. 2, 199 u.  DWB 7, 1963: bocheln, bochseln, pochseln.
 
 
Pochler [polər, Pl. –tən Bo.] m. Stümper. s. pocheln.
 
 
Bochs Hose s. Buchs.
 
 
Bock I[bòk allg. Pl. bek] m. 1. Männchen der Ziege, des Schafes; auch für andere Tiere gebraucht: en alder B. ein altes Pferd Ri. 2. Kutschersitz, Kutschbock. 3. Steg am Saiteninstrument. 4. bockähnliches Gestell mit Längsbalken u. gespreizten Beinen: Sägebock, Holzbock: enen in de B. spanne jd. die Knie nach dem Körper od. Kopf zurückziehen u. sie anbinden, so daß er den freien Gebrauch der Beine nicht mehr besitzt Ri. 5. Tellerbrett. 6. Fehler, Verstoß: e B. schiesse. — Zss. Bocks-horn: ins B. jawe Ri.; Bock-sprung: e B. mache Dummheiten machen.
 
 
Bock II[bog, bogə Ri.] n. Kartenspiel. Die Karten werden in Häuflein eingeteilt, aufeinandergelegt, abgehoben usw.