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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Stunne-risser bis sturken (Bd. 1, Sp. 510a bis 510b)
 
  ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB Stunne-risser [-risər Fo. Lix. Ri. Pü. u. s.] m. Arbeiter, der nur kurze Zeit, eine

[Bd. 1, S. 510b]
Stunde etwa, tüchtig arbeitet u. dann nachläßt. —  ElsWB els. 2, 289 Stunderisser. s. a. Hatzerisser, Sturmerisser u. Stonnewirkert.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Stupp [tùp D. Si.] m. 1. kurzer, dicker Mensch. 2. Hund mit gestutztem Schweif. Das Demin. Stippchen bezeichnet überhaupt etwas Kurzes: e St. Worscht. — Zs. Stupp-schwanz Stutzschwanz, Pferd mit kurzem Schweif D. Si.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB stuppeⁿ [tùpəⁿ Fo. Falk. u. s.; sdùbə Ri. Ha.] tr. v. 1. stoßen, drücken: am Wawe (Wagen) stubbe Ri.; bes. mit dem Fingerknöchel od. dem Ellenbogen stoßen, um die Aufmerksamkeit zu erregen: stupp en emol, er hert nix Fo. 2. hetzen, anreizen, Streit suchen: das isch uf uns gestuppt auf uns gemünzt. An änem st. an jd. herumsticheln. 3. jd. etwas fühlen lassen: i will's ihm schun stubbe Ri. Ha. ElsWB els. 2, 609 stupfe; ss. stupen Kr. 128. s. a. stupsen u. stippeleⁿ.
 
 
 PfWB  RhWB Stupperteⁿ [tùpərtəⁿ Sgd. Lix. Rem. Ipl. u. s.; tubətə Ro.] pl. 1. Kartoffelgericht: Kartoffeln mit Mehl »gestäubt« und gekocht. 2. Nudeln Ro. 3. dicke Knödel Rem. vgl. baier. 2, 720 die Speisen stuppen d. h. bestreuen. s. a. From. 4, 228 stuven.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB stuppich [tùpiχ fast allg.; tupeχ D. Si.; tùbiχ Bi.] adj. klein, untersetzt; kurz und dick. — lux. 432 stuppech; engl. stubbed.
 
 
 PfWB  RhWB stupseⁿ [tùpse Fo. u. s.; typfə Pfb.] tr. v. heimlich stoßen: stups'n emôl, m'r wolle em eppes sân. s. stuppen.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Sturek, Sturkes [turek, turkəs Si.] m. ungestümmer Mensch, störriger Kerl. — hess. Nr. 288 Storags; lux. 432 Stura: vgl. ndd. stûr steif, grimmig From. 6, 485.
 
 
Sturk Storch s. Storich.
 
 
sturkelen taumeln s. stirkelen.
 
 
sturken [tuərkən Si.] intr. v. stieren (mit den Augen): wo stuerkschte hin? — lux. 433 ebenso.