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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Stell-brett bis Stemm-iseⁿ (Bd. 1, Sp. 496a bis 496b)
 
  ElsWB  PfWB Stell-brett n. Lix. Vorder- u. Hinterbrett am Wagen. —  ElsWB els. 2, 203.
 
 
Stelle [delə Ri.] m. Trotzkopf. — vgl. baier. 2, 748 das Stellen ungeschickte Art des Benehmens.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB stelleⁿ [telə fast allg.; tèlən D. Si. — Ptc. gətelt, getat] tr. v. 1. stellen allg.: sich uf de Kopp st. sich verwundern. ’S Bän st. Ri. Ha. 2. stillen, zum Stehen bringen: ’s Blut st.; Hunger un Durscht st. Ri. Ha. Ebber st. einem den Mund stopfen ibid. D'Milch st. die Milch zum Gerinnen bereit machen ibid. 3. liefern, zur Verfügung stellen. 4. refl. a) sich gebärden: e stellt sech onsenech er gebärdet sich wie toll D. Si.; b) sich zum Militärdienst melden: det Johr muss en sech st. ibid.
 
 
Stel-stand [teltat D. Si.] m. Stillstand.
 
 
Stelt [telt D. Si.] f. Stille. s. a. Stillchit.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Stelz [tèlts fast allg.; dêls Ri. — Pl. –əⁿ] f. Stelze: uff de Stelze gehn Ri. (op Stelzen gohn Si.) hochmütig sein.

[Bd. 1, S. 496b]
Ebber Stelze gen jd. ermutigen, zum Widerstand reizen Ri. Ha. Stelze han Ermutigung, Unterstützung haben in seinem Widerstand ibid. Der Plural bedeutet auch lange, dünne Beine. — Zs. Stelzfuss künstliches Bein.
 
 
 PfWB Stemm [tèm, Pl. –ən Bo.] f. Stauungsdamm. — mhd.  Lexer stemmunge. Ettingen besitzt den Ausdruck Stemmächer [tèmèχər] m. Rain, Bodenerhöhung als Ackergrenze. (Das Wort ist sonst nicht belegt.)
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB stemmeⁿ [dèmə Ri. Ha.; temən Bo. D. Si.] tr. v. 1. stemmen, stauen: Wasser st. — 2. mit dem Stemmmeißel arbeiten Ri. Ha.
 
 
 PfWB  RhWB Stemm-iseⁿ n. Ri. Ha. u. s. Stemmeisen.