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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
schureⁿ bis schuschtern (Bd. 1, Sp. 469b bis 470a)
 
schureⁿ, tr.  v.
Schurm, m.
Schurnal, m.
schurpen, intr.  v.
Schurz, m.
schuschieren, intr.  v.
Schuschtepé, m.
Schuschter, m.
Schoschter-brêt, n.
Schoschterpech
schuschtern
schoschteren
schusen, intr.  v.
Schuss, m.
Schussel
Schust
Schustin
Schutt, f.
Schutt II, n.
Schutz, m.
schutzeⁿ, intr.  v.
schuwen
Schuwer, f.
schwabbeldiχ, adj.
schwabbeln, intr.  v.
Schwabbler, m.
Schwach, f.
schwach, adj.  u.  adv.
Schwachhät, f.
Schwächt, f.
Schwadill, f.
Schwadron, f.
Schwadron, f.
schwadroniereⁿ, intr.  v.
schwadroneïeren, intr.  v.
Schwaher, m.
Schwähereⁿ, f.
Schwalb, f.
Schwamm
schwammen
Schwamp
schwampech, adj.
Schwank, m.
schwank, adj.
Schwanz, m.
Schwanz-gurt, m.
schwänzleⁿ, intr.  v.
Schwarm, m.
Schwart, f.
Schwartmawe
Schwarz, m.
schwarz, adj.  u.  adv.
Schwarz-amschel
Schwarzmerl
schwarzbärti(ch)
Schwarzbrot
Schwarzhawer
Schwarzpeterle
Schwärz
schwärzeⁿ
Schwäs
schwasiereⁿ, tr.  v.
Schwatte, m.
Schwattel, m.
schwätzeⁿ, intr.  v.
Schwätzer, m.
Schwawler, m.
Schweb, f.
Schwebel, m.
Schwefel-helzel, n.
schwebes, adv.
Schwein
Schweins-pirchen, f.
Schweiss, m.
Schweisslecher
Schweissdichel
schweiseⁿ
schweissleⁿ, intr.  v.
Schwell, f.
Schwelles, m.
Schwemm, f.
Schwemm-box, f.
Schwemm-schul, f.
schwemmen, tr.  v.
Schweng, f.
schwengen, tr.  v.
Schwenkel, m.
schwenken, tr.  v.
schwenkleⁿ
schwer, adj.  u.  adv.
Schwer-mut
schwermidi(ch)
schwerbeln, intr.  v.
schwereⁿ
Schwer-neder, m.
Schweschter, f.
Schweschterschmaidel
Schweschterschkend
Schwetz, f.
schweweⁿ, intr.  v.
  ElsWB  PfWB  RhWB schureⁿ [ûrə fast allg.; auəren D. Si.] tr. v. 1. scheuern, putzen, reinigen, reiben: ’s isch Kirwesomschda, m'r muss ’s Blechedinges (blecherne Geschirr) sch. Lix. 2. Heu od. Klee in lange Reihen legen. s. Schur II. — 3. Unfug treiben. An den drei Fastnachtstagen wird geschurt: die jungen Burschen dringen heimlich in die Häuser ein, bes. in diejenigen, wo ihre »Liebsten« wohnen, u. bringen in der Küche alles in Unordnung; das Wasser wird auf den Boden gegossen, das Geschirr aus den Schränken geholt u. überall herumgestellt, einzelnes sogar zerbrochen. Darnach macht man sich unter Hohngelächter weg Ri. Ha.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Schurm [ûrm Bo.; úrmən Falk;; úamən Va.] m. Schutz, Obdach, geschützte Stelle vor dem Winde u. dem Wetter: stell dich in de Schurmen! Falk. ElsWB els. 2, 433 Schurm, Schurmen = Schërme;  DWB Gr. Wtb. 9, 208.  DWB 2052 Schurm für Schirm; mhd.  Lexer schurm neben  Lexer schirm.
 
 
Schurnal [žùrnal Fo. u. s.] m. Zeitung: haschte de Sch. schon gelest? — frz. journal.
 
 
schurpen [úrpən Si. u. s.] intr. v. schurpfen (bezeichnet überh. das Geräusch, das ein harter Gegenstand beim Rutschen über den Boden macht): mat de Feïss iwer de Bodem sch. — lux. 400 schurepen Geräusch beim Zerreißen der Kleider; baier. 2, 470 schurpffen.

[Bd. 1, S. 470a]

 
  Schurz [ùrts Ett. u. s.; úərts, Pl. iərts D. Si.] m. 1. Schurz, Handwerkerschürze. 2. eine Art Frauenrock, Unterrock Ett. baier. 2, 472 Schurz Weiberrock;  DWB Gr. Wtb. 9, 2059 Schurz 2ª.
 
 
schuschieren [žužírən Falk.; žužéïərən D. Si.; uírə Ri. Ha.] intr. v. urteilen: er muss iwer alles sch. — frz. juger.
 
 
Schuschtepé [utəpé Grt.; žužtəpé Falk.] m. Notar, urspr. Friedensrichter. — frz. juge de paix.
 
 
 PfWB  RhWB Schuschter [ùter Falk. Pü. u. s.; otər Bo. D. Si.; Pl. ùtərn, éïtər] m. Schuster: Sch. bleif bei denge Läschten Si. — Zss. Schoschter-brêt n. Kniebrett des Schusters Si. Schoschterpech.
 
 
schuschtern, schoschteren v. schustern: sech eppes op d'Seit sch. etwas heimlich beiseite schaffen Si.