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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Schuh bis Schuhschmêr (Bd. 1, Sp. 468b)
 
  PfWB  RhWB Schuh [û u. ùk Fo.; ùk Sgd. Lix.; ùg Ri. Ha.; u Falk. Marienth.; ou Obd.; oun Bo. Si.; œ Pfb.; o Nj. Ka. — Pl. û, ùk, ùn, ou, o; Demin. ikəl, iklè, éïnχən, éïkəl] m. 1. Schnürschuh u. Schuh überh. Rdaa.: mit Schuh un Strimb i(n) de Himmel gehn heißt es von sehr frommen Leuten Ri. Weszen, wo de Sch. än drekt Bo. A. hat die Scho met Weiden gebonn er ist sehr arm Obd. Er butzt de Schuh an äne ab er behandelt einen grob Ett. Äm an d’ Schon sächen (eigentl. jd. in die Schuhe pissen) jd. aus seiner Stelle zu verdrängen suchen Si. 2. Maß, 1 Fuß = ⅓ Meter. Wdg. er isch zehn Schuh ärjer wor er ist viel schlimmer geworden Ri. — Zss Schuhbengle Schuhschnüre Ri. Ha. u. s. Schuhbirscht Schuhbürste, auch als Verneinung in der Wdg.: jo mit der Sch-b.! vgl. From. 3, 14. Schuhbutzer. Schuhbrunzer Schuhpisser. Reimspruch:

Andoni, Beckedoni
Birebisser, Hoseschisser
Schuhbrunzer! Ri.

Schuhfleker Schuhflicker D. Si. Schuhise kleines Hufeisen auf den Absätzen Ri. Schuhlammel f. Si. 1. kotige Masse, die sich an die Schuhsohle anheftet; 2. eine Sorte länglicher Kartoffeln. Schuhmacher . Schuhnôl Schuhnagel. Schuhschmêr Fett zum Einschmieren des Leders.