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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Schleckel bis Schleider (Bd. 1, Sp. 448b bis 449a)
 
  ElsWB  PfWB Schleckel [lækəl Bi. Ett. Mü. Rein. Wolm.] m. Obstmus, gewöhnlich aus Zwetschen hergestellt, daher Kwetschenschleckel. Aber auch gekochter Birnensaft. —  ElsWB els. 2, 460 ebenso; baier. 2, 505 der Schleck, das Schleckel;  DWB Gr. Wtb.

[Bd. 1, S. 449a]
 DWB 9, 549 Schleckel Leckerei, Näscherei. — Zs. Schleckelschmer Stück Brot mit Obstmus bestrichen. s. d. folgende.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB schleckeⁿ [lèkən fast allg.; lègə Ri. Ha.] tr. v. lecken, naschen: hasch de wieder geschleckt? Die Finger na ebbes schl. Bi. ElsWB els. 2, 461 u. baier. 2, 505 ebenso;  DWB Gr. Wtb. 9, 549 schlecken.
 
 
Schlef(t) [lef, left; Pl. leftən; Demin. leftχən Si.] f. Schlupfwinkel: ’t as fer an en Schl. ze krichen. — lux. 385 Schloff; baier. 2, 511 Schluff;  ElsWB els. 2, 469 Schlupf; mhd.  Lexer sluft.
 
 
Schleffer s. Schliffer.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Schlegel [légəl Lix. u. s.; léχəl Ha.; leïl Ri.] m. 1. Holzkeule, womit man beim Holzspalten die Keile eintreibt; auch die Schlachttiere werden damit betäubt. Rda.: mit dem (Holz)schlegel wingge mit dem Zaunpfahl winken Ri. 2. große Flasche, Schnapsflasche Ha.  ElsWB els. 2, 459 u. baier. 2, 519 ebenso;  DWB Gr. Wtb. 9, 339 Schlägel.
 
 
Schleh s. Schlew.
 
 
schleh [léï Si.] adj. nicht ganz trocken, vom Leinen, Stroh, Heu u. dgl. — lux. 382 schleⁱ; vgl. baier. 2, 539 schlêw, schlêwig matt, stumpf, kraftlos; mhd.  Lexer slê, –wes.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Schlei [léï Pü. u. s.] f. Schleie (Fisch): glatt wie e Schl. —  ElsWB els. 2, 448.
 
 
schleichen, Schleicher s. schlichen, Schlicher.
 
 
 PfWB  RhWB Schleider [laidər fast allg.; daneben laudər D. Si.] f. Schleuder z. B. Hunnischleider.