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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Schalott bis Schambasche (Bd. 1, Sp. 433a bis 433b)
 
  PfWB  RhWB Schalott [álòt fast allg.; àlèt Fa. Pü. Rü.; àlat Oberd. Ri. Ha.; alèt Si. — Pl. álòtə, àlàdə, àlètən] f. Art kleiner Zwiebel (cepa ascalonia): An de Salat muss m'r a Schalotte mache. — lux. 373 u.  ElsWB els. 2, 407 ebenso; frz. échalotte.
 
 
Schälp [èlp Brettn.; elpən Bo.] m. fester Boden, Erdscholle. — ss. Schälp, Kisch W. u. W. 135; baier. 2, 414 u. hess. 372 Schulpe;  ElsWB els. 2, 412 Schülpe;  DWB Gr. Wtb. 9, 1962 Schulpe Erdscholle; ahd. sculpa.
 
 
Schalt [àlt Bi. Ett. Mü.; âl Bo. Ri. Ha.; ôl, uəl D. Si.] f. 1. Vorraum vor dem Keller für die steinerne Treppe; Eingang zu einer Räumlichkeit Ett. Mü. 2. Schale von Eiern, Nüssen, harte Schale überhaupt D. Si. Mü.: besser e halwes Ei als e leeri Schalt. Mü. ElsWB els. 2, 407 Schalt; 2, 412 Kellerschalt.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB schalteⁿ [àltə, àlə Ett. u. s.] tr. v. schieben, vorwärts stoßen: de Wôn nus schalle den Wagen aus der Scheune schieben. — baier. 2, 414 u.  ElsWB els. 2, 412 ebenso;  DWB Gr. Wtb. 8, 2100 schalten 1.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Schalter [àltər fast allg.; àldər, Demin. èldərlə Ri. Ha.] n. Fensteröffnung mit schief gestellten Querhölzern z. B. am Glockenturm. Wdg.: ’s Schälderle zumache heißt es vom Geistlichen, der dem Beichtkind den Schalter des Beichtstuhls verschiebt, es zur Beichte nicht zuläßt. — baier. 2, 415 u.  ElsWB els. 2, 412 Schalten verschiebbares Türchen; hess. 340 Schalter Fensterladen. s. a.  DWB Gr. Wtb. 8, 2104 Schalter 2.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Schalt-johr n. allg. wie hd. Schaltjahr: dat geschit all Sch.-j. ämol das geschieht sehr selten Si.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB schalus [alús fast allg.; žalús D. Si.] adj. eifersüchtig, neidisch, mißgünstig. —  ElsWB els. 2, 407 schalu; frz. jaloux.
 
 
 PfWB  RhWB Schalusi [àlusí Ri. Ha. u. s.] f. 1. Eifersucht, Mißgunst. 2. Fensterladen zum Aufziehen, gewöhnl. in der Zs. Schalusilade. —  ElsWB els. 2, 407; frz. jalousie.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Schalwari [àlwàri Sgd. Lix. u. s.; àlwaré Kr.; àriwari Ri. Ha. D. Si.]

[Bd. 1, S. 433b]
m. u. n. 1. Lärm. 2. Katzenmusik. Schalwari mache, Schalware schlên einer sich wieder verheiratenden Witwe oder einem Witwer im selben Fall mit Lärm und Geschrei ein Ständchen bringen. baier. 2, 447 u.  ElsWB els. 2, 426 Schariwari; frz. charivari.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Schamas [àmas Fo. u. s.] m. rot- od. blau karrierter od. gestreifter Baumwollenstoff zu Schürzen u. Kinderkleidern. —  ElsWB els. 2, 413 ebenso. Sch. < frz. siamoise.
 
 
Schambasche [ambâə Ri.] pl. Fensterpfosten. — frz. jambages.