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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Sack bis sacker (Bd. 1, Sp. 425a)
 
  ElsWB  PfWB  RhWB Sack [ʒàk fast allg.; sàg Ri. Ha.; ʒák D. Si. — Pl. ʒèk, seg; Demin. Zèkχə, ʒèkəl, segəl, Zèkəlχin] m. 1. Sack für Getreide, Kartoffeln u. dgl. Rdaa.: e Katz im S. kafe etwas unbesehen an sich bringen allg. Er isch em Narr iwer de S. geloff La. (um e Narr iwer de S. gewitscht Ri.) ist nicht ganz gescheit. Ane fälle wie e S. schwer hinfallen Ri. Ha. Sack u Säl (od. Schnurr) verspille alles im Spiel verlieren ibid. D'Judde han ne n'im S. er ist in den Händen der Wucherer ibid. Hoch im Kobb un dief im S. hochmütig und mittellos zugleich ibid. ’S Kleid macht e S. hat eine sackartige Falte, sitzt schlecht ibid. Den eidele S. as e Streitmächer der leere Sack (d. h. die Armut) ist ein Streitstifter Si. Wen de S. ophält, den as eso got ewei den dran dät der Hehler ist so gut wie der Stehler ibid. 2. Tasche in den Kleidern: hasch de a e S. in der Buchs? fragt man den Jungen, der zum ersten Mal eine Hose anhat. 3. ein Gewicht (Doppelzentner): e S. Grumbire. — Das Demin. Säckel bedeutet auch Hodensack u. wird als Schimpfwort gebraucht: du bisch e dummer Säckel! — Zss.  PfWB  RhWB Sackleiter kleine Wagenleiter, wie sie der Müller aufstellt, um Säcke zu fahren. ElsWB  PfWB  RhWB Sackmesser. Sacknasduch Taschentuch Mtsh. PfWB  RhWB Sackpuffer kleine Taschenpistole. PfWB  RhWB Sackschip Bauernkittel Ebersw. PfWB Sackschnur.  PfWB Sackseicher heißen die Bewohner von Busweiler (Kr. Forbach). ElsWB  PfWB  RhWB Sackuhr.
 
 
 PfWB  RhWB säckeln [ʒèkəln Bo. D. Si. u. s.] 1. tr. säckeln, den Geldbeutel füllen, die Taschen eines andern leeren, Geld abgewinnen.  DWB Gr. Wtb. 8, 1620 ebenso. — 2. refl. sich dicht auf einander legen: dat säckelt sech. — lux. 368.
 
 
 ElsWB  PfWB sacker = frz. sacre, sacré in Zss.: