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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Michel bis Middel (Bd. 1, Sp. 361b bis 362a)
 
  Michel [miχəl fast allg.; meχəl D. Si. Daneben: mi, mii, mièl, meχeltχən D. Si.] männl. Vorname Michael. Spruch:

Michel hinge (hinten), Michel vorne,
Michel zing (zünde) d'Sunn an,
Michel häng de Mond enus,
Michel butz d'Sterne

heißt es von jd., der zugleich überall sein soll Ri. Rom. Hom. u. s. — Zs. ElsWB  PfWB  RhWB Michelsdader Tag des Kalenderheiligen (29.Sept.): An M. gehn all Gaise ze Buck Av.
 
 
Mick [mìk fast allg.; myk Pfb. Lix.; mùg Ri. Ha. Hom.; mek D. Si.; meïk Bi. — Pl. mìkə, mekən, mùgə, meïkə; Demin. meïkəl Bi.] f. Fliege, Mücke, bes. Stubenfliege. Blini M. kleine Bremse. Wann de Micke arich sin, git's Rän. E Zorn han wie e Meïk sehr zornig werden für eine Kleinigkeit Bi. Besser Mücke gefong wie missich gong Lix. Ma kann da M. nit meh Blut hole als se hat Ro. Den elo wäs, wo än d'r Mek d'Blot helt er ist erfahren in Erpressungen Si. Us ere M. en’ Elefant mache Ri. Bauernregel: Dansen im Jänner de Mücke, muss d'r Bur noh'm Fuder gucke. — lux. 282 Mek; ss. Mäk, Kisch W. u. W. 100. — Zss. Mugge-dreck Ri. Rom. Hom. Fliegenkot. Mugge-fett: ebber M. schigge hole (Aprilscherz) ibid. PfWB  RhWB Micke-plaschter Fliegenpflaster Fo. Meke-pobeier n. D. Si. Fliegenpapier. Micke-schiss m. dasselbe wie Muggedreck.
 
 
mid [mît fast allg.; mìt Ka.; méït Bo. D. Si.] adj. u. adv. müde: m. wie e Hund; m. vam Nixdun Ri. Mach dich net so m. am Gesiht! sprich nicht soviel Ka.
 
 
Midän [midèn, Pl. –ə Ri. Hom. Rom. Ha. u. s.] f. Damenhandschuh ohne Finger. — frz. mitaine.

[Bd. 1, S. 362a]

 
  Middel s. Mittel.