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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Koscht bis koschteren (Bd. 1, Sp. 306a bis 306b)
 
  Koscht [khot fast allg.; khòtən (m.) Bo.; khode Ri. Hom. Rom. Ha.; khat D. Si.] f. Kost: e gudi, kreftichi K. Fo. Us em Koschde sin nicht mehr in der eignen Familie in Kost sein Ri. — Zss. Koschtfrau (Kascht-frâ) Kostgeberin; Koschtgänger;  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Koschtgeld;  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Koschthaus.
 
 
Koschteⁿ [khotəⁿ fast allg.; khedə Ri. Hom. Ha. Rom.; khètən Falk. Vbg. D. Si.; (o-) khètən Bo.] pl. Kosten, Unkosten, Aufwand: das sin gar vil K. — E Prozess mitsamt de Keschde Ri. Zss. ElsWB  PfWB  RhWB koschtefrei;  ElsWB  PfWB  RhWB koscht-billich.
 
 
koschteⁿ [khotəⁿ fast allg.; khaten D. Si. — Ptc. gəkhot u. khot, khat] intr. v. kosten, wert sein. ’s koscht em er hat Mühe, sich zu entschließen Ri. Hom. Ha. ’S koscht de Kopp nit es ist nicht so gefährlich ibid. ’S koscht noch Batze, Mummes viel Geld ibid. ’S koscht nit alles, wemmer noch meh hat wenn der

[Bd. 1, S. 306b]
Preis den Inhalt des Beutels nicht übersteigt ibid. Dismal koscht's e Budell diesmal muß eine Flasche bezahlt werden ibid. ’S koscht Armeschmalz viel Arbeit u. Anstrengung.
 
 
Koschter [khotər fast allg.] m. Küster. — lux. 241 ebenso; mnd. koster; mhd.  Lexer koster u.  Lexer kuster.
 
 
koschteren [khotərən D. Si.] intr. v. klauben, umherkramen, sich mit allerlei Kleinigkeiten im Hause beschäftigen. — lux. 241 ebenso; vgl.  ElsWB els. 1, 478 kuschtere; hess. 214 knustern kleine u. kleinliche Handarbeit vornehmen.