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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Huffeⁿ bis Hihnerhisel (Bd. 1, Sp. 251b bis 252a)
 
  Huffeⁿ [hufəⁿ Bo. Bi. Fo. Lix. Ko. Rem. u. s.; hùfd Hom. Ri.; hufè Fi. — Pl. hifəⁿ, hufdə, hifdə; Demin. hifχə, hifχin, hiflə] m. 1. Haufen: e grosser H. voll. Rdaa.: der Deiwel geht niemol of e kläne H. schisse Ko. Zum grosse H. kumme sterben Ri. (vgl. frz. rejoindre la grande armée). I schiss der e H., dass mer kann e Bam enin setze derbe Abfertigung Rom. 2. (Auf dem Felde) ein Haufen von 9 Garben mit 3 quer darüber gelegten; also im ganzen 12. 3. (verächtlich) kleiner Kerl: es eïsch nummen e H. Bi. Das Demin. Hiffle ist Kosename für Kinder: kumm, du mi H.! Ri. ElsWB els. 1, 308 Hufe.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Huft [hùft, Pl. hiftə fast allg.; hef, Pl. gleich D. Si.] f. Hüfte. —  ElsWB els. 1, 311 Huft; lux. 183 Höff. — Zs. ElsWB  PfWB  RhWB Huftknoche (Hifde-knoche Ha. Ri. Rom.).
 
 
Huhn [hûn Fo. Ersd. u. s.; hun Pfb. Sp. Weil. Wal.; houn Bo. Si.; ho D.

[Bd. 1, S. 252a]
Pl. hînər, hînrə, hina, hénər, héïnər, heər; Demin. hinəl, héïnχin, héïntχən] n. Henne, Huhn. Rda.: Solang de Hina henatsich kratzen, geht et net bessa Wal. Er geht bi de Hihnern schlafen Ersd. Mit de Hihnre uff der Seddel gehn Sbg. frühzeitig sich zur Ruhe begeben. Usg'sehn wie e geroppdi H. sehr nachlässig gekleidet sein Ri. Hom. Ha. Er es nit schold, dass de Hina henatsich kratze Weil. Schrib's mit schwarzer Krid ens Gamin, dass d’ Hehner ’s net verscherre Pfb. Klug Heïhner leïjen oich alt en de Brennezzeln jeder kann alsmal einen Fehler begehen Bo. E gezappt Hohn (ein ins Wasser getauchts H.) ein betrübter, mutloser Mensch Si. — Zss. Hihner-arsch. Hihnerbrih Hühnerbrühe. Hihnerdieb: er geht doher wie e H. wie jemand, der etwas verbrochen hat. ElsWB  PfWB  RhWB Hihnerei.  ElsWB  PfWB  RhWB Hihnerhaut.  ElsWB  PfWB  RhWB Hihnerhus. Hihnerhisel (Auf die Frage: wo gehsch anne? lautet die Antwort: uffs Hihnerhisel Dreck picke Hom. Ri.)