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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Herbscht bis Herd (Bd. 1, Sp. 238b bis 239a)
 
  Herbscht [hèrbt fast allg.; hèrwət Busd.; hèərwe Falk.; hèrbən Bo.; hert Ltf.; hèrt D. Si.] m. 1. Herbst. Bauernregel: Wann's am erschte September ränt, ränt's de ganze H. — 2. Weinlese, Weinertrag, überh. Ernte: der H. isch uff die Weinberge sind geöffnet zur Weinlese Ri. Hom. Rom. (das Vieh darf auf die Weide Ha.) Halwer H. halbe Ernte: dis Johr gits nurre halwe H. Hom. Ri. — Zss.  PfWB  RhWB Herbschtblum Herbstzeitlose. Herbschtlit Erntearbeiter. Herbschtmonat (-mônt) September u. Oktober.

[Bd. 1, S. 239a]
Herbschtowet Herbstabend. Herbschtsôt Herbstsaat. PfWB  PfWB  RhWB Herbschtwedder.  PfWB  PfWB  RhWB Herbschtzit.
 
 
herbschteⁿ [hèrbtəⁿ fast allg.; hèrbdə Pfb. Sbg. Fi.; hèrtən D. Si.] tr. v. herbsten, Trauben lesen. Rda.: Kannsch mich h. kannst mich gern haben Pfb. ElsWB els. 1, 371; baier. 1, 1159.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB Herd I [hêrd Sbg. u. s.] m. Feuerheerd, Kochheerd.
 
 
Herd II[hért Falk.; hêrt Fo. u. s.; hært, hièrd Si.] f. Herde: mit der H. gehn. Sin Vieh mit der H. dun zur Gemeindeherde geben Ri. Ha. Rom. e H., e ganz H. viele. ibid. —  ElsWB els. 1, 371 Hërd.