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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Glis bis Glockeschall (Bd. 1, Sp. 208b bis 209a)
 
  Glis Geleise s. Gleis.
 
 
Glitsch [glit fast allg.; glet D. Si. — Pl. əⁿ] f. 1. Schmutzrand an den Kleidern, der vom Gehen herrührt fast allg. 2. Wollbüschel an der Schlafmütze,

[Bd. 1, S. 209a]
Troddel, Quaste Obh. Fo. u. s. — 3. Eisbahn s. glitschen. —  ElsWB els. 1, 263 Glitsch das Ausgleiten; lux. 148 Glötsch Gleitbahn. — Zs. Glitsche-kapp Fo. u. s. Mütze mit Quaste: er hat de G. an.
 
 
glitscheⁿ [glítəⁿ fast allg.; gletən D. Si.] intr. v. 1. ausgleiten: ich bin uf dem glatte Bode geglitscht. — 2. mit oder ohne Eisschuhe auf dem Eise gleiten.  ElsWB els. 1, 263; henneberg. From. 7, 278; schles. Weinh. dial. 28 glitschen; ss. glätschen; lux. 148 glötschen.
 
 
glitschich, gletschech adj. glatt, schlüpfrig: es isch g. drus. —  ElsWB els. 1, 262 glitschig; ebenso henneb. From. 2, 278 u. schles. Weinh. dial. 28; lux. 148 gletschech.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB glitzereⁿ [glitsərəⁿ fast allg.; gletsərən Bo. D. Si.] intr. v. glitzern, glänzen: se glitzert wie e Karfunkelstän em Oweloch heißt es von einer auffallend schmutzigen Person Lix. u. s. — lux. 148 glötzern.
 
 
 ElsWB  PfWB  RhWB glitzerich [glitsəriχ Fo. Sbg. u. s.; gletsəriχ Bo.; glitsərdiχ Lix.] adj. glitzernd, glänzend, flimmernd, schillernd: hui, wie der Kreschbämche (Christbaum) g. isch! Lix. — henneberg. glitzerig From. 2, 279.
 
 
Glock [glok Fo. Sgd. Lix. Pfb. Flh. u. s.; klok Falk. Bo.; glak D.; klàk Si. — Pl. –əⁿ; Demin. glekχə, glegəl, klèkəlχen] f. Glocke zum Läuten od. zum Bedecken: das, was ich d'r jetzt sö’n, bruchscht de nit on de grosse G. se henke Lix. De Klocke gehn de Oschtereier hole Pfb. Flh. u. s. wenn die Glocken vor Ostern nicht mehr läuten. Eng Kläkelchen lauden heïeren ein Gerücht hören D. Si. Er hat e G. hêre lidde, awer e weiss nit wo Ri. Rom. — Zss. Glocke-blum Campanula; Glockesäl n. Glockenseil; Glockeschall;