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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Ge-lischte bis Gelp (Bd. 1, Sp. 193a bis 193b)
 
  ElsWB  PfWB  RhWB Ge-lischte [-lìtə Fo. Falk. u. s.; –lidə Sbg. g(ə)lot Si.] pl. Gelüste, Verlangen, große Lust: haschte kän G.? willst du nicht mitessen? —  ElsWB els. 1, 620 Geluschte; lux. 130 Geloscht.

[Bd. 1, S. 193b]

 
  ElsWB  PfWB  RhWB gelischten, gelöschten tr. v. gelüsten: es gelischt mi no ebbs Sbg.
 
 
ge-lischterlich, gelöschterlech adj. lüstern. —  ElsWB els. 1, 621 gelüschterlich. s. Gelischte.
 
 
ge-liwert s. gelibert.
 
 
 ElsWB  PfWB Gell [gèl Hom. Ha. Ri.] m. gellender Schrei: e G. uslosse. —  ElsWB els. 1, 211 Geller.
 
 
Gelle-gotts-kand n. D. Si. (eigentl. goldenes Gotteskind) Glückskind; dasjenige, welches im Wettstreit das erste ist. — lux. 150 Gölle-guts-kand.
 
 
gelleⁿ [gèləⁿ u. gìlə fast allg.; gèldə Sbg.; gélən D. Si. — Flexion: gèlə, gìlt, gilt — gəgol, gəgolt u. gol] intr. v. gelten, wert sein: Was gelte d’ Eier? ’S gilt! Prosit! Do gilts awer! da muß gearbeitet werden! Ri. Was gilts, der hat mich erwitscht! es ist nahezu sicher ... Ha. Hom. Ri.
 
 
gellich [gèliχ, gèleχ D. Si.] adj. u. adv. rein, unvermischt, lauter: et as gellije Wêss reiner Weizen; verstärkt: pur gellech Wâsser ganz reines W. —  ElsWB els. 1, 211; baier. 1, 891; lux. 136; schwed. gäll = hell. — vgl. hell, hellig.
 
 
Ge-lochs [-los Si.] n. die unbrauchbaren Blätter des Kohlkopfs, die durch Einschnitt am Strunk entfernt werden. s. lochen.
 
 
ge-loscht, gelöschten s. gelischte, gelischten.
 
 
Gelp [gèləp, Pl. gèlpən Si.] f. Holzkanne mit Reifen gebunden, das gewöhnliche Trinkgefäß der Bauern bei der Feldarbeit. — lux. 136 Gèlp; hess. 127 Gilpe; hd. Gelpe, Gilpe  DWB Gr. Wtb. 41, 3052. — vgl. ndl. gelpen in großen Zügen trinken.