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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
Finschter bis pinzich (Bd. 1, Sp. 161a)
 
  Finschter [fintər Fo. Sgd. Lix.; fentər D. Si.; fèndər Ri. Hom.; føntər Rü.; féitər Pfb. Falk. Weil. Bo.; fetər Gelm.; fiənda Marienth. — Pl. fintər, fintərə, féitərn, fèndərə, fetər — Demin. fintərχə, fentərlə.] n. u. f. 1. Fenster: ’s F. steht uf. — ’S klä(n) F. Oberlicht; zum Lüften eingerichteter Fensterteil Lix. 2. scherzh. für. Auge: er hat de F. verglast grit man hat ihm die Augen blau geschlagen Lix. Er hat gross Finschter große Augen. Der hat awer e Paar Fenschter im Kopp Ri. Gross F. schänne koin Hus große Augen verunstalten kein Gesicht Bo. Das Demin. Fenschterle bezeichnet speziell das Schiebfensterchen am größeren Fenster. — Zss.  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Finschterbrett;  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Finschterglas;  PfWB  RhWB Finschterloch n. Öffnung in einem Rohbau zum Einsetzen eines F.; ElsWB  PfWB  RhWB Finschtermecher Glaser; ElsWB  ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Finschterrahme;  ElsWB  ElsWB  PfWB  PfWB  RhWB  RhWB Finschterschib Fensterscheibe; PfWB  RhWB Finschterstän Fensterstein.
 
 
Finsle [finslə Fa. u. s.] pl. Füllsel von Fleischgerichten. — vgl. hess. 102 Fînzel, Finzelchen ein ganz kleines Stück;  ElsWB els. 1, 123 finzelig fein, dünn.
 
 
 PfWB  RhWB finzich [fintsiχ Grt.; fentsiχ Bo.] adj. allzu empfindlich, schwer zufrieden zu stellen. Kränkliche Leute sind finzich. — vgl. ndd. finzelich schwierig From. 5, 55. Häufiger wird pinzich (s. d.) gebraucht.