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Wörterbuch der deutsch-lothringischen Mundarten 
 
trinkeⁿ bis trisselieren (Bd. 1, Sp. 104a bis 104b)
 
  trinkeⁿ [trinkəⁿ fast allg.; drekən, trekən D. Si. Bo. Ma.; drakən Sufftg. — Ptc. gətrùk, gədrok] tr. v. trinken: ich han drei Schoppe getrunk Fo. Da wellen mer noch ent dranken! Sufftg. Um Kind ze drinke gen die Brust reichen Ri. Er hat gedrunk ist betrunken Sbg.
 
 
Drip Tropfen s. Trep(s).
 
 
Trip Darm s. Treip.
 
 
Tripel [trìpəl Fo. u. s.; driboli Ri.;] n. Putzkalk, Putzstein zum Metallreinigen (terra Tripolitana). —  ElsWB els. 2, 763 Tripoli, Trippel; lux. Triplé  LLU Ga. 456; frz. tripoli.
 
 
dripen [drìpən Falk. Vbg.; trìbə Lix.; trìpsə Fo.; trepə Sgd.; trebə, trebsə (treblə, trebslə) Bi.; drepsən Bo. D. Si.] intr. v. tröpfeln, träufeln, anfangen zu regnen, schwach regnen: es tripst schon.

[Bd. 1, S. 104b]
Spruch:

’S hat emol geränt,
de Hecken trepen noch,
Ich han emol e Schatz gehat,
ich wott, ich hett ä noch
Iplingen.

Se kommen gedrepst sie kommen langsam, einer nach dem andern D. Si.lux. 73 dröpsen; ss. trèpen, tripsen Kr. 133.
 
 
Trippen-schleiferten pl. heißen die Bewohner von Elwingen u. Gänglingen (Kr. Bolchen). T. schleifen die Gedärme nachschleppen. S. Treip.
 
 
trippleⁿ [trìple fast allg.; drìblə Hom. Ha. Ri.] 1. intr. a) mit dem Fuß auf die Erde stampfen als Zeichen der Ungeduld: er dribbelt vor Wut. b) trippeln wie trächtiges Rindvieh eine Zeit vor dem Kalben. 2. tr. feststampfen z. B. Heu, Grummet.  ElsWB els. 2, 762 trepple; baier. 1, 672.
 
 
 ElsWB  PfWB  PfWB trischaken [triakən Fa. u. s.; trižakən D. Si.; dreáglə Pfb.] 1. tr. durchprügeln. 2. refl. sich raufen. Das Wort kommt fast in allen deutschen Mundarten vor: baier. 1, 570;  ElsWB els. 2, 765; schwäb. 2, 389; hess. 415; ss. Kisch 157; schles. Weinh. 16; lux.  LLU Ga. 456. s. a. From. 3, 190; 4, 44. 25; 5, 459;  DWB Gr. Wtb. 2, 1420: drischaken urspr. jemandem im Trischackspiel, einem im 18. Jh. sehr üblichen Hazardspiele (z. ital. i tre sciacchi) das Geld abnehmen. Anlehnung an dreschen im Sinne von durchprügeln ist jedenfalls vorhanden.
 
 
Drischling [drìsli Lix. Pü. u. s.; drilè Busd. Vbg.; driliər Falk. Obh.; tríəli Av.; dréərlèk Rü.] pl. Gattungsname für eßbare Pilze. Rda.: die Kenn (Kinder) wachse wie D. Av. Er wäst wie'n D. d. h. rasch Falk. ElsWB els. 2, 766 Drüschling; baier. 1, 942 Trüschling.
 
 
trisselieren [trisəlírən Fa. Grt. La. Wl. Ersd. u. s.] intr. v. 1. rasch läuten durch Anschlagen der Glocke mit Hammer. 2. feierliches Läuten. — vgl. ndd. Trisel Wirbel brem. Wtb. 5, 111.