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Band II
Band III
Einleitung zum Nachdruck
Zur gegenwärtigen Situation der mittelhochdeutschen Lexikographie

 

Einleitung zum Nachdruck

 

Die vorliegende Studienausgabe des Mittelhochdeutschen Handwörterbuchs ist ein unveränderter Nachdruck des lexikographischen Hauptwerks von Matthias Lexer. Zusammen mit dem bereits erschienenen Nachdruck des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs von Benecke/Müller/Zarncke (=BMZ)1 hat der Verlag nunmehr diejenigen beiden mittelhochdeutschen Wörterbücher wieder allgemein leichter verfügbar gemacht, die für die genaue Lektüre und das sorgfältige Studium der mittelhochdeutschen Texte und für die Erschließung neuer Quellen durch Editionen und Handschriftenuntersuchungen unentbehrlich sind und dies auch noch lange Zeit bleiben werden.
          Die in den beiden Wörterbüchern als Quellen benutzten lexikographischen Sammlungen und Textausgaben sind wohl zum Teil veraltet, unzugänglich oder nur mit großer Mühe identifizierbar, trotzdem beschränken diese Umstände die Brauchbarkeit der beiden Wörterbücher nur in begrenztem Maße. Weit bedauerlicher ist, daß viele nach Lexer neu oder erstmals umfassend lexikographisch erschlossene Texte in den beiden über 100 Jahre alten Wörterbüchern nicht oder nur unzureichend repräsentiert sind; darunter befinden sich z. B. auch die Werke der deutschsprachigen Mystiker und Übersetzer der populären Scholastik, die mit ihren Innovationen in der Wortbildung den Wortschatz des Mittelhochdeutschen erheblich bereichert haben.
          Nicht die beiden ausgezeichneten mittelhochdeutschen Wörterbücher, sondern ihre aus heutiger Sicht zu schmale Quellenbasis machen die Situation auf dem Gebiet der mittelhochdeutschen Lexikographie beklagenswert. Nach einer kurzen Einführung in Lexers Handwörterbuch (I) werde ich daher auch auf die vorhandenen oder in absehbarer Zeit fertiggestellten Hilfsmittel eingehen (II), die geeignet sind, die beklagenswerte Situation etwas zu verbessern.

 

I. Das Mittelhochdeutsche Handwörterbuch von Matthias Lexer

1. Zur Biographie Lexers und zur Entstehungsgeschichte seines Handwörterbuchs. Matthias Lexer2 wurde 1830 als Sohn eines Müllers in Kärnten geboren. Sein Studium begann er 1851 in Graz bei Karl Weinhold (1823-1901). Auf dessen Anregung hin legte er erste lexikographische Sammlungen an, die später zur Veröffentlichung

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seines Kärntischen Wörterbuchs führten.3 Nach dem Examen in Wien (1855) war er zwei Jahre Hilfslehrer in Krakau. 1857 ging er zur weiteren wissenschaftlichen Ausbildung an die Berliner Universität, wo er u. a. bei Moriz Haupt (1808-1874) und Franz Bopp (1791-1867) studierte und auch mit den Grimms verkehrte. 1862 bis 1866 war er an der Edition der deutschen Städtechroniken beteiligt, zu deren ersten fünf Bänden er auch die Glossare ausarbeitete.4 Seit 1863 lehrte Lexer als Professor zunächst in Freiburg, von 1868 bis 1891 in Würzburg und danach für kurze Zeit bis zu seinem Tode 1892 in München. In Würzburg war Lexer 23 Jahre lang tätig,5 und hier hat er seine beste Kraft fast ausschließlich der Lexikographie gewidmet.
           Die Anregung zum Mittelhochdeutschen Handwörterbuch ging von Salomon Hirzel (1804 -1877) aus, dem Verleger des Kärntischen Wörterbuchs. Dieser bot ihm noch in Freiburg 1867 die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Handwörterbuchs an.6 Lexer sagte zu und begann am 1. Januar 1869 seine Arbeit; das Wörterbuch samt den Nachträgen war nach zehn Jahren am 10. November 1878 abgeschlossen.7 Auf der Grundlage des Handwörterbuchs erstellte Lexer das Mittelhochdeutsche Taschenwörterbuch, das er ebenfalls noch 1878 herausbrachte und dann bis zur 4. Auflage (1891) selber betreute. Das Taschenwörterbuch enthielt den hauptsächlichsten Wortbestand des Mittelhochdeutschen mit Angabe der Bedeutung und wichtigeren syntaktischen Konstruktionen; nicht aufgenommen waren z. B. Wörter, die nur in lateinisch-deutschen Glossaren oder in Denkmälern des 15. Jahrhunderts belegt waren. Die 3. Auflage von 18858 wurde von Lexer gründlich überarbeitet, vervollständigt aus dem Handwörterbuch und ergänzt aus den inzwischen neu erschlossenen Quellen, so daß Lexer das Taschenwörterbuch in der neuen Gestalt »als ein supplement und korrektiv des HWB.« bezeichnen konnte.9 In dem Jahrzehnt nach 1878 arbeitete Lexer, wieder auf Vorschlag Hirzels, den 7.Band und den Anfangsteil des 11. Bandes des Grimmschen Wörterbuchs aus.10 Es ist jedoch die Lexikographie des Mittelhochdeutschen, mit der Lexers Name untrennbar verbunden bleibt, mit seinem

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Mittelhochdeutschen Handwörterbuch, dem 'Großen Lexer', und seinem Mittelhochdeutschen Taschenwörterbuch, dem 'Kleinen Lexer'.

2. Die drei Aufgaben des Mittelhochdeutschen Handwörterbuchs. Nach Hirzels Plan sollte das Mittelhochdeutsche Handwörterbuch eine dreifache Aufgabe haben: es sollte 1. Handwörterbuch, 2. alphabetischer Index zum BMZ und 3. Supplement zum BMZ sein. Hauptaufgabe aber war die eines H a n d w ö r t e r b u c h s11 auf der Grundlage des BMZ, erst in zweiter Linie war die Index- und Supplementfunktion maßgebend. Doch gerade wegen der I n d e x funktion mußte Lexer a 1 l e Lemmata des BMZ aufnehmen und konnte sie nicht reduzieren auf einen handlichen Umfang; ebenso mußte er wegen der S u p p l e m e n t funktion sich um V o l l s t ä n d i g k e i t bemühen, indem er erstens alle Quellentexte, und zwar auch die im BMZ vernachlässigten nichtliterarischen, einschließlich ihrer Überlieferungsvarianten12 berücksichtigte und zweitens die zeitliche Grenze des BMZ erweiterte durch Einbeziehung der Sprache des 15. Jahrhunderts. Dadurch ist der 'Große Lexer' zu weit mehr als einem 'Handwörterbuch' geworden.
           Um die drei Aufgaben miteinander vereinbaren zu können, mußte also Lexer Hirzels ursprünglichen Plan erweitern. Als Ziel des Wörterbuchs schwebte ihm vor, »die mittelhochdeutsche sprache in ihrer ganzen entfaltung zur anschauung zu bringen und eine, soweit diess überhaupt möglich ist, absolute vollständigkeit des sprachschatzes zu erstreben«.13 In den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts war dies für ihn allerdings noch nicht möglich gewesen, »denn eine absolute vollständigkeit des mhd. wortschatzes wird überhaupt nie erreicht werden können, so lange frische quellen zuströmen und auch die alten bei jeder neuen durchsicht noch ausbeute gewähren.«14
           Lexer setzt den im BMZ lexikographisch bearbeiteten Teil des mittelhochdeutschen Wortschatzes voraus, aber bei jedem Wort, das nicht zum Allgemeinwortschatz des Mittelhochdeutschen gehört, zitiert er die Quellentexte des BMZ mit ihren bloßen Siglen (z. B. NIB. IW. PARZ. TRIST. KRONE RENNEW. usw.) und schließt an diese seine Ergänzungen an. - Die E i g e n n a m e n des BMZ übernimmt er nicht; er beschränkt sich auf den Appellativwortschatz.
           Im folgenden beschreibe ich kurz die Hauptteile seiner Wortartikel, die im Unterschied zu denen des BMZ weniger gegliedert erscheinen, weil Lexer im Bedeutungsteil in der Regel auf eine hierarchisch durch Zahlen und Buchstaben überschaubar gegliederte Anordnung verzichtet und ohne deutlichere äußere Markierung, lediglich durch Semikolon (gelegentlich noch zusätzlich durch einen folgenden Bindestrich) getrennt die unterscheidbaren Inhaltsgruppen und syntaktischen Konstruktionstypen aneinanderreiht.

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3. Zum Lemmaansatz. Jeder Wortartikel beginnt mit dem normalisierten L e m m a/Stichwort und dessen allgemein verbreiteten Varianten in größerem Schriftgrad. Vom Normalmittelhochdeutschen abweichende Schreibungen und Formen, die z. B. einen jüngeren Gebrauch oder eine bestimmte Sprachlandschaft wie das Mitteldeutsche oder Niederdeutsche vertreten, sind durch V e r w e i s e (z. B. schw- s. sw-) oder V e r w e i s l e m m a t a (z. B. lîf s. lîp) berücksichtigt, die an die richtige Stelle im Wörterbuch bzw. zum Hauptlemma führen. Die Lemmata von Zusammensetzungen, Ableitungen und Präfixbildungen hat Lexer durch W o r t b i l d u n g s s t r i c h e gekennzeichnet, um die Bedeutungsbeschreibungen reduzieren zu können. Wenn sich nämlich die Bedeutung einer Wortbildung aus der Summe der gekennzeichneten Bestandteile ergibt, hat Lexer in vielen Fällen keine Bedeutungserklärung mehr hinzugefügt. Die W o r t b i l d u n g s z u s a m m e n h ä n g e sind auch noch kenntlich gemacht dadurch, daß die Wortartikel zu Grundwörtern von den unmittelbar anschließenden Wortartikeln ihrer Ableitungen oder Wortbildungsvarianten am Artikelende nur durch Semikolon statt Punkt getrennt sind.
           T r e n n b a r e P r ä f i x v e r b e n bzw. mit Präpositionaladverbien trennbar zusammengesetzte Verben werden in Reihen zusammengestellt unter dem Präpositionaladverb als Hauptlemma, dem die mit einem Wortbildungsstrich beginnenden gesperrt gedruckten Grundwörter als S u b l e m m a t a zugeordnet sind. Als Sublemmata werden z. B. auch usuelle/lexikalisierte adverbiale Ausdrücke behandelt, die in der Regel aber zusätzlich als Verweislemmata erscheinen: z. B. ist unter dem Hauptlemma morgen stf. als Sublemma morgenes adv. gebucht; morgenes und die zahlreichen anderen Varianten des Adverbs erscheinen aber auch als Verweislemmata. Mit Hilfe der vielen Verweise kann der etwas geübte Benutzer rasch die gesuchten Wortartikel und die in diesen durch Sperrdruck gekennzeichneten Sublemmata finden, auch wenn er es mit ungewöhnlichen Wortformen zu tun hat.

4. Alphabetisierung. Die Hauptlemmata sind in der Regel streng alphabetisch geordnet. Im Alphabet folgen den fünf Vokalbuchstaben mehrere Unterbuchstaben in einer bestimmten Reihe:

a   mit ä, â, æ
ë   mit  e, ê (so überwiegend)
i   mit  î
usw.

Bei den Konsonantenbuchstaben folgt auf z (Affrikata) als Unterbuchstabe ʒ (Spirans). Wörter, die mit c und f (nur in Lehnwörtern) beginnen, sind unter k bzw. v eingeordnet, nach der Fuge in Zusammensetzungen folgt f aber auf e. Für verschobenes p steht im Anlaut fast immer ph, im Auslaut pf.
           Bei gleichlautenden Lemmata, die verschiedenen Wortarten oder Flexionsklassen angehören, steht das ursprüngliche Grundwort immer an erster Stelle wie im BMZ (z. B. stille adj. - stille adv. - stille stf.), bei gleichlautenden schwachen Verba steht in der Regel das der 1. Klasse zuerst (z. B. stillen swv. 'stille machen' - stillen swv. 'stille werden') usw.

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5. Grammatische Angaben über Wortart und Flexionsklasse folgen dem Lemma. Bei den starken Verben werden außerdem die A b l a u t r e i h e n angegeben, allerdings nach einer älteren Einteilung,15 die von der heute in der Paulschen Grammatik gebotenen16 abweicht. Es entsprechen einander:

 

Ablautreihen

   Lexer    I,1   I,2   I,3   I,4   II   III  
redupl. Verba
  I,1   I,2   I,3   II   III  
   Paul      V    IV    III   VI    I    II   VII

6. Zur Indexfunktion. Um der Funktion eines alphabetischen Index zum BMZ zu genügen, wird hinter den aus dem BMZ übernommenen Lemmata und grammatischen Angaben in r u n d e n K l a m m e r n ein Hinweis auf die Stelle eingefügt, wo im BMZ das von Lexer übernommene Lemma zu finden ist. Es entsprechen einander:

I.    = Bd. IA-L (1854), bearb. von Wilhem Müller
II.    = Bd. II. 1M-R (1863), bearb. von Friedrich Zarncke
II.2    = Bd. II. 2 S (1866), bearb. von Wilhelm Müller
III.    = Bd. IIIT-Z (1861), bearb. von Wilhelm Müller.

In Lexers Wortartikel

rise swm. (II.728b)

bedeutet die Angabe in runden Klammern also, daß im BMZ, Bd. II.1, S. 728, Sp. b, der Wortartikel rise swm. zu finden ist.

7. Zum Bedeutungsteil und den übrigen Artikelteilen. An die BMZ-Referenz können zusätzliche von Lexer aufgrund seiner neuen Belege ergänzte Angaben zur Flexionsklasse treten und an diese noch ein kurzer F o r m t e i l mit morphologischen Varianten einschließlich ihrer Belegstellen. Darauf folgt nach einem Doppelpunkt, vor dem bei längeren Artikeln noch ein Bindestrich stehen kann, der B e d e u t u n g s t e i l. In Artikeln ohne Formteil beginnt unmittelbar nach der BMZ-Referenz der Bedeutungsteil mit den semantischen und syntaktischen Beschreibungen (in Kursive), den gegenüber dem BMZ berichtigten, ergänzten und vervollständigten Angaben und den neuen Kontextbelegen. Bei den Bedeutungserklärungen werden auch die belegten lateinischen Äquivalente aus Diefenbachs Glossaren angeführt. Die Belege zu den einzelnen Bedeutungen und

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Konstruktionen versucht Lexer in eine c h r o n o l o g i s c h e Reihenfolge zu bringen, auch die Serien der Quellensiglen aus dem BMZ versucht er abweichend von der Belegreihenfolge im BMZ chronologisch zu ordnen. - Am Ende des Bedeutungsteils folgen in den Artikeln zu den Grundwörtern nach einem Gedankenstrich, den er auch zur Markierung der Hauptteile in reichhaltigen Artikeln verwendet, Hinweise auf die E t y m o l o g i e und Wortfamilie, bei den Verben zusätzlich auch auf die belegten P r ä f i x b i l d u n g e n.

8. Zuwachs an neuem Wortschatz, die Nachträge. Was Lexer an Neuem gegenüber dem BMZ bringt, bilanziert er im Vorwort zum letzten Band:17 zu den ca. 250 im BMZ benutzten Quellen hat er noch ungefahr 470 weitere ausgewertet; mit Einschluß der Nachträge umfaßt das Wörterbuch circa 34.000 neue Artikel18. Im Laufe der zehnjährigen Arbeit am Handwörterbuch wurden rund 200 der neuen 470 Quellen erstmals herangezogen. Den Zuwachs für die bereits abgeschlossenen Teile des Handwörterbuchs brachte Lexer in den 1878 ausgearbeiteten Nachträgen unter. Die in den Nachträgen im Anhang zu Bd. III zusammengestellten neuen Artikel und die Ergänzungen zu den bereits vorhandenen betreffen die drei Bände in unterschiedlichem Maße:

Bd. I    A – M   Nachträge Sp.5–325/6
Bd. II    N – U   Nachträge Sp.325/6–389/90
Bd. III    V/F – Z   Nachträge Sp. 389/90–405/6.

Die Nachträge sind also vor allem bei der Benutzung von Bd. I immer heranzuziehen.
           Der Zuwachs ist sehr unterschiedlich auf die Wortarten verteilt. Da Lexer den BMZ voraussetzt, bietet sein Supplement aus sachlichen Gründen für die a u t o s e m a n t i s c h e n Wortarten den größten Zuwachs, denn diese machen den umfangreichsten und wandelbarsten Teil des Wortschatzes aus. Für die weniger zahlreichen, aber hochfrequenten S y n s e m a n t i c a, wie Pronomina, Funktionswörter und Partikel, deren Bestand über lange Perioden relativ stabil bleibt, gibt Lexer in der Regel bloß kurze Zusammenfassungen der ausführlichen Gebrauchsbeschreibungen des BMZ. So umfaßt z. B. der Wortartikel dër bei Lexer (Bd. I, 419) nur eine dreiviertel Spalte, im BMZ (1, 312a-321b) dagegen 19 Spalten. Wer sich über den syntaktischen Gebrauch der Pronomina, Adverbialpronomina, Konjunktionen, Präpositionen u. dgl. informieren will, sollte am besten gleich die ausgezeichneten und reichhaltigen Wortartikel des BMZ nachschlagen.

1 Mittelhochdeutsches Wörterbuch. Mit Benutzung des Nachlasses von Georg Friedrich Benecke ausgearb. von Wilhelm Müller u. Friedrich Zarncke. Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1854-1866 mit einem Vorwort und einem zusammengefaßten Quellenverzeichnis von Eberhard Nellmann sowie einem alphabetischen Index von Erwin Koller, Werner Wegstein u. Norbert Richard Wolf, Stuttgart: Hirzel 1990.


2 Vgl. den Nachruf von Karl Weinhold, Matthias v. Lexer, in: Zeitschrift für deutsche Philologie 25 (1893), S. 253-255; ferner Herbert Kolb, in: Neue Deutsche Biographie Bd. 14, Berlin 1985, S. 419-421; Klaus Matzel, Matthias Lexer: Leben, Werk, Bedeutung, in: Carinthia 181 (1991), S. 127-146.


3 Kärntisches Wörterbuch. Mit einem Anhange: Weihnacht-Spiele und Lieder aus Kärnten, Leipzig 1862.


4 Chroniken der deutschen Städte vom 14. bis in's 16.Jh. Bd. 1-5: Bd. 1-3 Nürnberger Chroniken, Bd. 4- 5 Augsburger Chroniken, Leipzig 1862-1866.


5 Vgl. Gabriele Polster, Matthias von Lexer und die Errichtung des Seminars für deutsche Philologie an der Universität Würzburg. M.A.-Arbeit an der Philos. Fakultät II der Universität Würzburg 1987, bes. S. 52-55.


6 Vgl. Lexers Vorwort zum Mittelhochdeutschen Handwörterbuch, Bd. 1, S. V.


7 Die Daten sind festgehalten in Bd.III, Sp. 1225/6, und den Nachträgen, Sp. 405/6.


8 Matthias Lexer, Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch in der Ausgabe letzter Hand. Nachdruck der 3. Auflage von 1885 mit einem Vorwort von Erwin Koller, Werner Wegstein u. Norbert Richard Wolf . Stuttgart: Hirzel 1989.


9 ebda. S. XV.


10 Deutsches Wörterbuch, Bd. 7: N. O. P. Q. Bearb. von Matthias Lexer, Leipzig 1889; Bd. 11,I,1: T - treftig. Bearb. von Matthias Lexer, Dietrich Kralik u. der Arbeitsstelle des DWb., Leipzig 1935, Sp. 1-676 von T bis zum Ende der Gruppe tölp- stammen von Lexer.


11 Ein Handwörterbuch wird im Deutschen Wörterbuch, Bd.4,2: H. I. J. Bearb. von Moriz Heyne, Leipzig 1877, Sp. 430 definiert als 'kleineres, bequem zu brauchendes wörterbuch'.


12 Im Hinblick auf diese spricht er Bd. I, S. VI, von einem »fast gar nicht untersuchten schacht« der Quellenwerke.


13 Bd. I, S. V f


14 Bd. III, S. III.


15 Vgl. die Tabelle für die starken Verba Bd.I, S. XXIX.


16 Vgl. Hermann Paul, Mittelhochdeutsche Grammatik. 23. Aufl. neu bearb. von Peter Wiehl u. Siegfried Grosse, Tübingen: Niemeyer 1989, §§ 244 ff, in den vorhergehenden Aufl. §§157 ff.


17 Bd. III, S. III.


18 Das ist etwas mehr als der überlieferte Wortschatz des Althochdeutschen, der auf 32.000 Wörter geschätzt wird; vgl. Jochen Splett, Lexikologie des Althochdeutschen, in: Sprachgeschichte. Ein Handbuch zur Geschichte der deutschen Sprache und ihrer Erforschung, hrsg. von Werner Besch, Oskar Reichmann, Stefan Sonderegger, 2. Halbband, Berlin/New York 1985, S. 1029-1038.