Färbewesenumfassend für den Bereich des (tradierten) Färbereihandwerks (mit dem Wissen um Färbemethoden wie Färbesubstanzen)N1,292,21 FlD 732 Syn Färbekunst (sd)
Armin Giese
farbgefülltvon der Drüse der Purpurschneckenunter den Eingeweiden .. ein gewisses Gefäß, das mit einem rothen Safte gefüllt ist .. Es läßt sich .. dieses f-e Gefäß .. von dem Thiere absondernN1,254,16 FlD 640
Elke Umbach
Farbgeschlechtauch Farben-iSv Grundfarbe, Elementarfarbe1)gaben sie [die Pythagoreer] als F-er [γένη τῶν χρωμάτων] an, das Weiße, das Schwarze, das Rothe und das GelbeN3,2,6 FlH I ~ N52,237,27 Fl PlpN3,56,17 FlH I GriechRömer [Riemer] Syn Grundfarbe 1) wohl in Abhängigkeit von der griech Quelle; γένος hat auch die Bed ‘Urstoff, Element’ (die Belege sind zusammen mit bzw von dem Gräzisten Riemer verfaßt worden)
Elke Umbach
FarbgesteinidVbdg ‘Farb- und Glanzgestein’: für farbige Edelsteine u Diamanten[Meph zum Kaiser üb einen auszugrabenden Schatz:] Ein leuchtend Farb- und Glanzgestein erhöht | Die Schönheit wie die Majestät151,1 Faust II 5045 Syn Edelgestein Lichtgestein
Elke Umbach
Farbgrundmaltechn: farbige GrundierungTizian und seine Nachfahren mahlten wohl auch mitunter auf gemodelten Damast, leinen und ungebleicht .. ohne Farb-Grund; dadurch erhielt das Ganze eine gewisses Zwielicht47,221,24 ÄltGemälde 1790
Elke Umbach
farbhervorbringendfarberzeugendFarb hervorbringende Mittel [Prismen]N52,96,18 FlD Plp Syn farberregend(sd)
Elke Umbach
farbigetwa 900 Belege, vereinzelt ‘-icht’ (zB N51, 43,26 BeitrOptik I 75) 1in der bild
[Bd. 3, Sp. 592]
Kunst, auch von kunstgewerbl, dekorativen Arbeiten bzw Motiven aiSv einfarbig, mehrf mit bes Farbintensität; im Pl von versch Objekten jeweils einer spezif Farbe[betr Einbanddecke eines Musenalmanachs] sie soll .. auf f. Papier abgedruckt und mit harmonirenden Farben illuminirt werdenB13,223,9Schiller21.7.98Die f-en Glaspasten [nach Gemmen der Stoschischen Sammlung] .. sind rein und schön, die rubinfarbigen höchst angenehmB41,230,2CGReinhardt16.11.26491,175,11 Üb:Zahn,Pompejiuösubst für eine bes akzentuierende FarbeDaß Sie bei Vorstellung der Iphigenia etwas f-es [> eine satte Farbe an der Kleidung] mit gebraucht, erfreut mich sehr. Das schreckliche, leere, melancholische Weiß verfolgt uns vom Augenblick des Negligés bis zu höchsten RepräsentationB16,450FUnzelmann14.3.03 K biSv mehrfarbig, von zartgetönten Aquarellen, kolorierten Zeichnungen, Tempera- u Ölmalereien, polychromen Glasfenstern ua; mehrf ausdrückl iUz schwarz-weiß, Bister- u Sepiafärbung, grau in grau, Camajeu, gold; auch als Kategorie im Kunsturteil, das Gemäldekolorit betreffendlustige Gegenden aus Neapel und Sicilien in f-en Zeichnungen .. die alle betrübte Gedanken vertreiben sollenB8,352,18FStein16.2.88In dem Kreuzgange der Abtei .. bewunderten wir die f-en Scheibengemählde28,78,26 DuW 11zwanzig Zeichnungen .. Man wünscht daß alle Sechs große f. seyen und überhaupt nur ein Drittel der Bestellung .. braun in braunB9,75,14Kniep[Anf Feb 89]Das Raphaelische Bild [Longhis kolorierter Kupferstich nach Raffaels ‘Sposalizio’] macht f. einen besonders guten Eindruck; die große Bescheidenheit des Colorits fügt sich so schön zu der übrigen demüthigen Anmuth des GanzenB41,17,27CarlAug22.4.26341, 175,8 KuARheinMainuöin mimet Zshg als Eigenschaft der Wirklichkeit bzw ihrer bildnerischen Wiedergabe; auch iZshg subjektiver ästhet Farbenempfindung u -gestaltung[Hypothese der Entwicklung zum Mehrfarbendruck] bei dem ewigen Streben der menschlichen Natur von der Abstraction .. zu der Wirklichkeit und also auch zu der f-en Nachahmung der Oberflächen, war ein wiederholter theilweiser Abdruck derselben Platte .. wohl zu denkenN4,158,10 FlH VIEin Kunstwerk schwarz und weiß kann in der Mahlerei selten vorkommen .. Wenn sich der Künstler seinem Gefühl überläßt, so meldet sich etwas F-es gleich. Sobald das Schwarze in’s Blauliche fällt, entsteht eine Forderung des Gelben, das denn der Künstler instinctmäßig vertheiltN1,339,16 FlD 863uöiSv lebhaft gefärbt[Veroneses Skizze ‘Auferweckung des Lazarus’] Ein kleines, in die Breite langes Bild, sehr klar und f. .. Die Färbung scheint am ersten Anblick confus, bis man sich der ausgeführten Bilder dieses Meisters erinnert, da denn so wohl in den Farben überhaupt als in ihren Abstufungen .. eine große Mannigfaltigkeit erscheint47,348,26 Städelsch Kabinettein zusammengefaltetes, buntes, seidnes Tuch .. daß etwas darein gewickelt war, an allen Seiten hingen Schnüre und Franzen herunter, künstlich genug in viele Knoten geschlungen, f., prächtig und lieblich anzusehen18,362,21 ReiseMegapr47,378,15 DresdnGalerieuö 2in der Sachbeschreibung aals natürl Eigenschaft von Mineralien, Gesteinen, Pflanzen, Tieren uanun zu den Metallen .. welche sich im unorganischen Reiche beinahe privativ das Recht f. zu erscheinen zugeeignet habenN1,208,1 FlD 508Daß man den f-en Edelsteinen Heilkräfte zuschrieb, mag aus dem tiefen Gefühl dieses unaussprechlichen Behagens [des Auges an der Farbe] entstanden seinN1,308,6 FlD 759irgend ein mannichfaltig färbender Saft .. der die Oberfläche des Gehäuses [der Muscheln], wahrscheinlich durch unmittelbare Einwirkung des Meerwassers, mit f-en Linien, Puncten, Flecken und Schattirungen, epochenweis bezeichneteN1,253,21 FlD 63924,14,13 Wj I 2uöeinmal metaphor u mit wertendem Nebensinn von der polit-kulturellen Vielfalt der Deutschendie Deutschen [müssen] mehr als jemals, wo nicht in Anarchie, doch in sehr kleine Parteien zersplittert werden. Verzeihen Sie mir, daß ich so grau sehe; ich thue es, um nicht schwarz zu sehen; ja manchmal erscheint mir dieses Gemisch f. und buntB24,153,5Buchholtz14.2.14 bgefärbt, koloriert; von wiss Abbildungen u Modellenso habe ich f-e Tafeln hinzugefügt, um dem Beobachter .. zu Hülfe zu kommenN51,45,9 BeitrOpt I 78mit anatomischen Zergliederungen .. sie mochten in Wachs oder sonstiger Masse verfertigt sein, genug sie hatten durchaus das frische f-e Ansehen erst fertig gewordener Präparate251,88,16 Wj III 3N2,267,10 FlP 600uö 3in der literar, poet Schilderung, bes von Natur u Landschaft, mehrf, auch metaphor, vom Regenbogen: iS eines intensiven, harmonischen Farbeindrucks iUz bunt; als Mischung von Licht u Dunkel iUz großer Helligkeit u iUz Dunkel, Schwärzedaß sie [die Landschaft um Rom] bei heitern Tagen, besonders des Herbstes, so farbig ist, daß sie in jeder Nachbildung bunt scheinen muß32,139,5 ItRUnd was nicht war, nun will es werden, | Zu reinen Sonnen, f-en Erden [< Zur Sonne sey’s, zu düstrer Erden]3,81 Eins u Alles 17[Faust:] die Sonne mir im Rücken! | Der Wassersturz .. diesem Sturm ersprießend, | Wölbt sich des bunten Bogens Wechsel-Dauer, | .. Der spiegelt ab das menschliche Bestreben. | .. Am f-en Abglanz haben wir das Leben151,1 Faust II 4727Der doppelte Regenbogen, zwei farbige [KonjekturEuph23,512] Säume eines dunkelgrauen, beinah schwarzen himmlischen Bandstreifens waren herrlicher, f-er, entschiedener, aber auch flüchtiger als ich sie irgend beobachtet28,31,14u16 DuW 11Faust I 9366,17 Div Phänomen 4uömehrf von gesteigerten Licht- und Glanzphänomenen wie Juwelen, einer als festl empfundenen Landschaft, myth-wunderbaren Erscheinungen od der Wirkung ma Glasfenster iSv farbenreich[von den Steinen einer mineralog Sammlung] Doch unterscheidest und merkest genau: | Dieser ist roth und ein andrer ist blau, | Einer, der klärste, von Farben so rein, | F. erblitzet der edelste Stein4,47 Wiegenlied dem jg Mineralogen Walter vGoethe 24es grünten und blühten | Feld und Wald .. | Festlich heiter glänzte der Himmel und f. die Erde [Festlich glänzte das himmlische Blau, vielfarbig die Erde Var]ReinF I 5[Herold:] Vierbespannt ein prächtiger Wagen [mit dem Knaben Wagenlenker] | .. F. glitzert’s in der Ferne, | Irrend leuchten bunte Sterne, | Wie von magischer Laterne151,1 Faust II 5516[Meph zum Kaiser:] Wirf dich in’s Meer .. | Meerwunder drängen sich zum neuen milden Schein, | .. Da spielen f. goldbeschuppte Drachen151,1 Faust II 601730,168,28 ItRuöim GleichnisGedichte sind gemahlte Fensterscheiben! | Sieht man vom Markt in die Kirche hinein | Da ist alles dunkel und düster; | .. Kommt aber nur einmal herein! | .. Da ist’s auf einmal farbig helle, | Geschicht’ und Zierrath glänzt in Schnelle3,171 Vs 9 Parabol 1 4im natwiss Zshg: von physiol, physikal od chem Erscheinungen aals Eigenschaft
[Bd. 3, Sp. 593]
physiol, auch patholog Phänomene, zB mBez auf die sukzessiv erscheinenden Farben beim Abklingen einer Blendung, mBez auf die ‘geforderten’ Gegenfarben u die vielfarbigen subjektiven HöfeAuf das blendende Bild hatte ich fünf Secunden gesehen, darauf den Schieber geschlossen; da erblickt’ ich das f-e Scheinbild schwebend, und nach dreizehn Secunden erschien es ganz purpurfarben. Nun vergingen wieder neun und zwanzig Secunden, bis das Ganze blau erschienN1,17,19 FlD 41eine ganz farblose Landschaft wird durch diese mit und gegen einander wirkenden Bestimmungen [die Luftperspektive, die physiol Forderung der Gegenfarben] vor unserm Auge völlig f. erscheinenN1,343,12 FlD 872In diesen Fällen erscheinen die [subjektiven] Höfe in bunten Strahlen. Jene f-e Erscheinung, welche die Sonne im Auge macht, indem sie durch Baumblätter dringt, scheint auch hieher zu gehörenN1,45,15 FlD 100Die Ärzte nennen Chrupsie, wenn in typhischen Krankheiten, besonders der Augen, die Patienten an den Rändern der Bilder, wo Hell und Dunkel an einander gränzen, f-e Umgebungen zu sehen versichernN1,54,21 FlD 131N1,20,12 FlD Titel vor 47N3,253,5 FlH VN12,5,19 Wolkengestuö [vgl auch abklingen GWb 1,93,4] ‘f-e Schatten’, in FlD den physiol (‘geforderten’) Farben zugerechnet (dagegen 1792/93 noch in Analogie zu den prismat Farberscheinungen Blau u Gelb als apparente Farben iSv 4 b definiert) [vgl auch blaufarbig, gelbfarbig] daß das weiße Papier als eine röthlich gelbe Fläche wirkt, durch welchen Schein jene blaue Farbe im Auge gefordert wird .. Bei allen f-en Schatten daher muß man auf der Fläche, auf welche er geworfen wird, eine erregte Farbe vermuthenN1,31,1 FlD 67N1,32,23 u 36,4 FlD 72u76N4,486,1 FlH VI Plpuö bphysikal: iS Newtons als Eigenschaft refrangierten Lichts u iS G-s als Eigenschaft der unter best opt Bedingungen zw Licht u Dunkel und in trüben Medien erscheinenden Phänomene, bes von spektralem Licht u von spektralen Bildern bzw deren ‘Rändern’ und ‘Säumen’; auch iZshg chromat ‘Aberration’im dritten Experiment [Newtons] .. wird uns ein völlig f-es Spectrum vorgeführt und an demselben die diverse Refrangibilität bewiesenN2,188,15 FlP 381Es [das Spektrum] ist nichts anders als eine Randerscheinung, und keines Bildes Mitte wird f., als insofern die f-en Ränder sich berühren oder übergreifenN4,396,21 Fl AnzÜbers[G blickt durch ein Prisma] daß zuletzt die Fensterstäbe am allerlebhaftesten f. erschienen, indessen am lichtgrauen Himmel draußen keine Spur von Färbung zu sehen warN4,296,4 FlH VIWenn man dieses [das Bild des Vollmonds] durch ein convexes Glas zusammenzieht, so erscheint der f-e Rand in der größten SchönheitN1,129,17 FlD 312Jedes gemäßigte Licht kann als f. angesehen werden, ja wir dürfen jedes Licht, insofern es gesehen wird, f. nennen. Farbloses Licht, farblose Flächen sind gewissermaßen AbstractionenN1,274,13u15 FlD 690N2,8,21 u 163,6 u 181,7 FlP 17u305u356N3,294,3 FlH Vuö‘f-e Schatten’ (in G-s Auffassung von 1792/93, vgl GWBSp 593,15f)N51,110,18 FarbSchattuövon epopt, paropt, katoptr u entopt PhänomenenDie [Seifen] Blase, indem man sie hervorbringt, ist farblos: dann fangen f-e Züge, wie des Marmorpapieres, an sich sehen zu lassen, die sich endlich über die ganze Blase verbreitenN1,191,18 FlD 463Die Erscheinung der f-en Ringe [die Newtonschen Ringe] kann am schönsten hervorgebracht werden, wenn man ein convexes und concaves Glas .. zusammenbringtN1,184,1 FlD 445wenn Dünste oder Wolken um den Mond schweben; so spiegelt sich der Abglanz der Scheibe in denselben. Die Höfe, die wir alsdann erblicken, sind einfach oder doppelt, kleiner oder größer, zuweilen sehr groß, oft farblos, manchmal f.N1,160,20 FlD 383daß auch im Innern des Glases .. wenn es schnell verkühlt, durch Reflexion zwischen 2 Spiegeln, sich f-e Bilder erzeugeB25,190,19Knebel8.2.15N1,169,4 u 194,12 FlD 408u470uövon Körpern, Flächen, Gläsern, Liquoren ua als wirkenden Objekten bzw Medien iS einer spezif Farbedaß die reizende Energie, womit f-e Körper auf unsre Augen wirken, mit der Helligkeit, womit das Weiße auf das Auge wirkt, nicht zu verwechseln seiN51,143,6 ElementeFl 31Man nehme eine jede specificirte f-e Fläche, man stelle sie in die Sonne und lasse den Widerschein auf andre farblose Gegenstände fallen. Dieser Widerschein .. ein Halblicht, ein Halbschatten, der .. die specifische Farbe der Fläche mit abspiegeltN1,235,8 FlD 590Schiebt man [vor das einfallende Sonnenlicht] .. f-e Gläser vor, so folgt auch ganz natürlich, daß sich der Wärmegrad vermindre, erstlich weil die Wirkung des directen Lichts schon durch das Glas etwas gehindert ist, sodann aber vorzüglich, weil ein f-es Glas, als ein Dunkles, ein wenigeres Licht hindurchläßtN1,267,13u17 FlD 674von der höchsten Wichtigkeit .. daß wir die Erfahrung, alle f-e Flächen seien dunkler als die weißen die mit ihnen einem gleichen Licht ausgesetzt sind, recht fassenN51,143,2 ElementeFl 31N1,232,10 FlD 581N52,38,10 Fl Plpuö cim chem Zshg von den Pigmenten als Farbstoffträgern, die sich mischen, die anderen Körpern mitgeteilt od entzogen werden könnenSind diese f-en Körper von der Art daß sie ihre Eigenschaften ungefärbten oder anders gefärbten Körpern leicht mittheilen; so nennen wir sie .. PigmenteN51,16,15 BeitrOpt I 28Für die Gewänder fanden sich bald f-e Stoffe, welche auch die beizende Dauer mit sich führen, vorzüglich der Eisenrost, gewisse Fruchtschalen, durch welche sich der Übergang zu den Galläpfeln mag gefunden habenN3,XXI,10 FlH UrzeitBleichen .. wodurch alle Theile, die wir nur einigermaßen f. nennen können, aus ihnen [den Körpern] ausgezogen und abgesondert werdenN51,131,2 ElementeFl 5wird man niemals im Stande sein aus f-en Pigmenten ein weißes Pigment zusammenzusetzenN51,146,7 ElementeFl 35N51,85,19 ChromatSätzeuö
Elke Umbach
farbig-abklingendmBez auf ein unter vielfältigen Farberscheinungen langsam verschwindendes LichtAufmerksamkeit auf Sonnenuntergang. Die farbig-abklingende HelleN11,300,12 NatwissEntwicklungsgang [1821]