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gut bis Gutbefinden (Bd. 4, Sp. 570 bis 588) | |||
gut Gute Gute-Schöne Gut Gutachten gutachtlich gutartig gutartig-gesellig Gutartigkeit Gutbedünken Gutbefinden gutbesetzt Gütchen Gütchen gutdenkend gutdünken Gutdünken Güte Gutedel Güterbesitzer Güterbreite Güterfülle Guterfundene Güterlast Gütersammeln Güterspende Gütersteuer Güterverlust Gutfärben Gutfärber Gutfinden gutgeartet gutgebaut gutgedacht gutgekühlt gutgelaunt gutgemacht gutgemalt gutgemeint Gutgesehene gutgesetzt gutgesinnt gutgesittet guthaben Guthaben gutheißen Gutheit gutherzig gutherzig-arm Gutherzigkeit Guthörende gütig Gütigkeit gutlaunig gütlich gutmachen Gutmann Gutmeinende gutmütig gutmütig-trocken Gutmütigkeit gutsagen Gutsakte Gutsangelegenheit Gutsankauf Gutsbeschreibung Gutsbesitzer Gutsbesorgung gutschmeckend gutschreiben Gutseigentümer Gutsgebäude Gutsgeschäft Gutsherr gutsherrlich Gutshof Gutskarte Gutskauf Gutskaufsache Gutspachter Gutssache Gutsübergabe Gutsverpachtung gutta guttätig guttun Gutweib gutwillig gutwollen gutwollend Gymnasiast Gymnasienjubiläum Gymnasium Gymnosophist Gymnotus Gynäkokratie Gynandria Gynäzeum Gypsum gyrans | A als funktional bestimmter Begriff: im Hinblick auf einen best Zweck, eine Situation brauchbar, dienlich, angemessen; öfter ‘g. zu, für’; auch im Übergang zum reinen Qualitätsbegriff (B) 1 von sachl Gegebenheiten u Zuständen: geeignet, zweckentsprechend, tauglich, funktionstüchtig a im gegenständl-physischen Bereich; auch im Bild [Chor der Hexen:] Ein Lumpen ist zum Segel g., | Ein g-es Schiff ist jeder Trog Faust I 4009f [Faust:] Für solche halbe Höllenbrut | Ist Salomonis Schlüssel g. Faust I 1258 über den Simpelberg, wo bei jeder Witterung eine g-e Passage ist .. Der Weg soll g. und durchaus für Pferde practicabel sein 19,257,12u14 BrSchweiz II Erfahrung bleibt die beste Wünschelruthe 4,285 Die erstenErzeugn dStotternhSaline 34 so viel G-es reichlich auch Natur verliehn, | Des Menschen Geist verbessert’s immer und erhöht’s 131,175 ProlHalle 1811 Vs 88 uö in unterschiedl Nuancen: fertig (zum Gebrauch, zum Verzehr) Mein Camin wird nun g. B7,96,9 ChStein [16.9.85] die Wirthin versicherte, daß es [das Essen] um Mittag g. gewesen sei, aber auch übergar trefflich schmeckte 19,233,15 BrSchweiz II~B4,104,8 ChStein 28.10.79 von der körperlichen Bildung: gehörig, funktionsgerecht der Kopf, der Leib, die Füße [der Schlupfwespe] waren recht und g. ausgebildet N6,415,27 MetamIns 3,119 Typus 6 uö von der Physis, von körperl Kräften, Säften: gesund, lebenskräftig [nach Krankheit] Damit .. die g-e Natur vollkommen aufgerichtet und gekräftigt werde, so stehen auch Sie mir bey mit freundlichem Willen und Wollen B37,282,17 Boisserée 12./13.12.23 Das Unglück .. ist eine wirksame Arzenei, welche die g-en [bonnes] Säfte zugleich mit den üblen angreift 24,84,9 Wj I 5 PilgTörin B5,213,1 ChStein 12.11.81 uö die Wirkung von Medizin, Heilwasser u anderen stimulierenden Faktoren angebend: bekömmlich, heilsam, heilkräftig [Marktschreier:] .. zeig’ euch hier | Ein Päckel Arzenei, köstlich und g.; | .. Wozu es alles schon g. gewesen, | Ist auf’m gedruckten Zettel zu lesen 16,29 JahrmPlund2 423u425 Im neuen Jahre Glück und Heil; | Auf Weh und Wunden g-e Salbe! 2,223 Sprichw 12 N13,322,5 SchwefelwasserBerka Schema 13.11.12 B7,284,1 ChStein [Apr 85 Korr Fränkel2 2,94] uö idVbdg ‘erste beste’ (mit dem Moment des Beliebigen) iSv für den betreffenden Zweck voll ausreichend Herr Jupiter .. | Sein’n ersten besten Strahl er nimmt 16,4 NeueröffnPuppensp Prol 48 uö b im Bereich praktisch-geistiger Dinge, Einrichtungen, Verhältnisse, Zustände: sach- u zweckgemäß, verwendbar, tauglich, vorteilhaft zu Erreichung eines best Zieles; gehäuft ‘g-e Ordnung’, öfter ‘g-er (Zu-)Stand’ u ‘g-es Mittel’, ‘g-er Weg’, ‘g-e Gelegenheit’ [Dresdner Wohnung des Prinzen Bernhard] Ich bewunderte die g-e Austheilung und anständige Einrichtung B23,326,3 Christiane 21.4.13 Die Prager Monatsschrift durchgesehen und mich über deren g-e Anlage gefreut Tgb 2. 3.27 Möge mein Vorsatz, der Chemie eine g-e Stätte in Jena zu verschaffen, ausgeführt werden! B26,293,2 Döbereiner 14.3.16 Bergrath Lenz, über Wiederbelebung g-er Einrichtungen .. beym Mineralien Cabinet Tgb 13.11.12 Ihre häusliche Angelegenheiten sind in g-er Ordnung, auf g-em Weege B8,11,24 CarlAug 2.9.86 33,26,9 Camp B15,19,5 Knebel 30.1.00 Faust I 2360=Fragm 839 B41,256,17 CarlAug 18.12.26 K uö mehrf ‘etw/es gerät, gelingt g., steht g. (mit etw)’ Einige Anstalten beym Wasserbau sind recht g. gerathen, andere weniger B14,194,17 Voigt 1.10.99 Ein jeder übe sein’ Lection, | So wird es g. im Rathe stohn 51,153 ZXen IX 958 B47,57,6 Otto 11.5.30 uö im präd Gebrauch mit relativ stärkerem Vorkommen des Komp (mit den Vbdgn ‘desto besser’, ‘besser ist besser’); auch in Bibelzitat od -anklang (nach 1.Mos 2,18); nicht selten ellipt Es ist g. dass es ist wie’s ist B1,195,16 FOeser 13.2.69 das erneute Gefühl: daß der Mensch allein sey, ist nicht g. B33,300,16 August [10.10.20] K Muth verloren — alles verloren! | Da wär’ es besser nicht geboren 51,107 ZXenNachl VIII 338 [Olear:] Götz hat ihn [Weisl] losgegeben. [Bischof:] Desto besser! so wird er bald hier seyn 132,283, [Bd. 4, Sp. 571] 2 bei Zeitbegriffen: passend, gelegen, günstig, förderlich [Alphons:] Er [Antonio] ist gekommen! recht zur g-en Stunde Tasso 564 sie [die ‘Ernte’ des röm Aufenthalts] in Garben zu binden, werden auch schon g-e Tage kommen 30,272,10 ItR hetze dich nicht zur schlimmen Zeit, | .. Hast’ in der bösen Stund’ geruht, | Ist dir die g-e doppelt g. 2,189 Guter Rat 8 B12,80,15 Pape 28.3.97 K uö idVbdg ‘bei/zu g-er Zeit’ auch iSv zeitig (am Morgen, Tage, Abend), rechtzeitig Heute früh als wir von Brieg bei g-er Tagszeit ausritten 19,279,9 BrSchweiz II B21,386,14 Christiane 18.9.10 uö 3 von Handlung, Tätigkeit, Vorgang, Verhalten: zweckmäßig, zielführend, sach- u situationsgemäß; bisweilen ellipt a angebracht, ratsam, tunlich, richtig; meist in präd Gebrauch, mehrf in Vbdgn wie ‘(für) g. (be)finden, halten, achten’, ‘jdm g. dünken’; gelegentl in allgemeinen (bisweilen hypothet) Aussagen, auch sprichwörtl fand er [Wilh] vor g., seine Reise weiter fortzusetzen 51,205,22 ThS III 3 [Sick:] Man freit nicht besser und schneller als zu Zeiten des Kriegs und der Gefahr 131,265,11 Götz3 III 8 [Bakkalaureus:] Gewiß! das Alter ist ein kaltes Fieber | .. Am besten wär’s euch zeitig todtzuschlagen 151,1 Faust II 6789 das alte Sprüchlein, mit großen Herren sei Kirschessen nicht g. 28,321,1 DuW 15 [Nobel zur Königin:] denkt ihr, es wäre | Wirklich zum Besten [Reinke de Vos: vor yuwe beste] gerathen, daß .. ReinF V 179 ReinF VII 141 [Reinke de Vos: duncket gud] B2,108,4 HBuff [Okt 73] uö als Satzadv nur in den Steigerungsformen; mehrf ‘besser/am besten tun’ [Prinzessin:] Ich bin geschwätzig, und verbärge besser | .. wie schwach ich bin und krank Tasso 1847 will ich fragen was so ein Kasten [Klavier] kostet, und wo man ihn am besten machen lässt, und wie manns am besten transportiert B1,130,8f Behrisch 3.11.67 B25,278,11 Knebel 22.4.15 B39,101,21 ALevetzow 3.2.25 uö in der Korrelation ‘besser — als’ zugl eine Präferenz ausdrückend; in rhetor Fragen u Beteuerungen meist negiert ‘nicht besser — als’ [Reineke:] Und ich dachte: du machst dich davon .. | Besser [Reinke de Vos: Beter] laufen als faulen ReinF XI 80 Das Vertrauen .. glaube ich nicht besser erwiedern zu können als wenn ich .. B14,16,19 Toel [Ende Jan/Anf Febr 99] K uö b (stärker) ergebnisbetont: förderlich, nützlich, erfolgreich, wirksam, effektiv; oftmals ‘g-er Rat’ (auch im Sprichwort), ‘g-e Wirkung, Folge’, ‘g-er Einfluß’ u ‘g-er (Fort-)Gang’; wiederholt in Wunschformel [Alonzo:] Habt ihr .. sie [die Vagabunden] gefangen? | Brav, das war ein g-es Stück! 11,281 Claud2 1587 [Evadne zu Elpenor:] Der beste Rath ist, folge g-em Rath 11,376,28f Elp1 I 2=Elp2 247 [G/Riemer] [Haltefest:] Zwar nehmen ist recht g., doch besser ist’s behalten 151,1 Faust II 10342 [Empfehlung für Darstellungsweise] Je knapper ie besser B7,212,19 Jacobi 5.5.86 [Gottfr, zutrinkend:] G-e Verrichtung. [Martin:] Gleichfalls! 39,12,1 Götz1 I~8,14 Götz2 21,36,2 Lj I 7~51,30,20 ThS I 9 B22,243,27 Kanzl Müller 10.1.12 48,246,18 Vorschlag,Künstlern Arb zu verschaffen B10,207,5 Batsch 26.11.94 K uö(häufig) adv, mit Vbdgn wie ‘g. (mit etw) gehen’, ‘sich g. anlassen, machen’, ‘es/seine Sache(n) g. machen’, auch ‘(jdm) g. sein, bekommen, an-, einschlagen’ ua [Beaum zu Saint George:] Spielen Sie Ihre Rolle g. 11,61,24 Clav II Es geht mit den Aufsätzen zur Zeitschrift [‘Propyläen’] ganz g. und muß besser gehen wenn sie einmal im Gange ist B13,220,2 Schiller 18.7.98 [Vater:] Geht’s? Kommst du zurecht? [Niklas:] Recht g.! 12,95,9 Fischerin [aus Karlsbad] Die Cur schlägt sehr g. an B10,279,8 Schiller 19.7.95 [Meph:] Wenn ihm der Schlüssel nur zum besten frommt! 151,1 Faust II 6305 B8,80,10 Seidel 9.12.[86] 17,189,1 GrCoph III 6 17,60,27 TriumphEmpfindsamk V 30,161,23 ItR~T1,306,14 v 19.10.86 uö(häufig) iron Den thörichten Aesthetiker [FCGriepenkerl] hast du g. bedient B45,257,14 Zelter 28.4.29 je nach Situation u Zielsetzung auch spezieller nuanciert: iSv geschickt, achtsam [morastiger Weg] französische Soldaten wateten .. neben unseren Wagen her .. und wußten so g. hin und her zu treten, daß ihr Fußwerk nur bis an die Knorren von der schmutzigen Wallfahrt zeugte 33,132,11 Camp uö iSv sorgsam, vor Schaden (od Verlust) bewahrend [Friederike:] sie [die Flinte] sei so leicht, sagt’ er [der Magister], so bequem, er wolle sie so g. halten 18,43,17 Aufgeregten II 5 die Gemählde sehr g. gepackt alle in Rahmen, keins gerollt pp. B4,325,9 Merck 27.10.[80] Sorge dafür, daß du Abends den Kleinen [den 6jährigen August] g. einpacken kannst B11,44,6 Christiane 7.3.96 20,147,9 Wj I 13 uö iSv umsichtig, diplomatisch klug Die Angelegenheit [Grundstücksfragen iZshg mit dem Ilmenauer Bergbau] .. wird sich durch ein g-es Benehmen gar leicht endigen lassen B5,162,3 Eckardt [4.7.81] B4,302,18 JFFritsch 1.10.80 uö iSv vorteilhaft, gewinnbringend Abrahams geweihtes Blut; | Seh’ ich sie im Bazar schachern, | Kaufen wohlfeil, kaufen g. 6,284 DivNachl Zu genießen 4 46,306,9 Hackert uö idVbdg ‘(jdm, einer Sache) zum Besten (dienen, gereichen, gedeihen)’ uä: zum Nutzen, Vorteil, Wohl [Stumpf zu Götz:] Nimm die Hauptmannschaft an .. Es wird zum Besten und Frommen aller sein 8,144,5 Götz2 V~131,326 Götz3 [Sirenen:] Lied um Lieder anzustimmen, | Dem unseligen Volk zu Gut 151,1 Faust II 7498 N7,188,10 PrincPhilZool II c von Ablauf, Wendung, Ausgang einer Unternehmung, eines Geschehens: günstig, glücklich, gelungen; in Vbdgn wie ‘g. (ab-, aus)gehen, ablaufen, anschlagen, geraten, gelingen’, ‘sich g. treffen, fügen’, ‘g. wegkommen’ [Scapin, nach der Täuschung des Doktors:] Ha! ha! ha! ha! | Nur unverzagt, | .. Das ist vortrefflich g. gegangen! 12,146 ScherzLR 584 [Therese:] ist die Heirath eines jungen Mädchens mit einem bejahrten Manne immer mißlich, und doch habe ich sie recht g. ausschlagen sehen 23,69,13 Lj VII 6 Die Zillbacher Sache scheint eine g-e Wendung zu nehmen B30,29,17 JFFritsch 26.6.83 [Kriegsereignisse] Wir kommen für dießmal .. g. weg B11,180,2 Voigt 30.8.96 131,284,24 Götz3 IV 2 8,196,12 Egm I B35,107,18 CarlAug 25.9.21 K 35,167,23 TuJ 1803 uö d von Betragen, Verhaltensweise, Sitte: gehörig, schicklich, fein, artig Er [der 15jährige August] hat sich gar g. betragen und die ganze Reise erheitert B19,46,17 Christiane 28.8.05 Leider hatte man uns die g-en Sitten, ein anständiges Betragen, nicht um ihrer selbst, sondern um der Leute willen anempfohlen 26,72,14 DuW 2 [Apotheker:] ein Freund vom Hause .. | Diesen sandte man .. als Freiersmann zu den Eltern | .. Jetzt ist aber das alles, mit andern g-en Gebräuchen, | Aus der Mode gekommen, und jeder freit für sich selber HermDor VI 271 Trompeten und Pauken erklangen, | Und den Hoftanz führte man auf mit g-en Manieren ReinF VII 7 Was sie [die ‘sogenannten Weltleute’] g-en Ton heisen? B4,160,17 [Bd. 4, Sp. 572] 4 in Charakterisierung von Menschen, ihren Fähigkeiten, Leistungen: (zu etw) befähigt, tüchtig, geschickt, geübt; auch mit metonym Bezug u im Bild [Doktor:] So habt ihr also g-e Leute? | [Marktschreier:] Ihre Talente, die seht ihr heute 16,11 JahrmPlund2 63 Er [Diener FSchreiber] hat g-e Anlagen zum Schreiben und Rechnen B27,314,10 Erffa 8.1.17 K einer der g-e Augen und eine tüchtige Stimme hat 251,120,17 Wj III 5 daß er [Wilh] früher von einem g-en und gründlichen deutschen Fechtmeister unterrichtet worden war 21,143,23 Lj II 4 anmuthige Darstellung, von g-er Hand geschnitten Trunz/Loos 181 Sammlg antiker geschnSteine 1807 [Meyer/G] 38,448 HanswurstsHochz Plp Vs 2 N4,21,6 FlH VI Faust I 2836=Urfaust 690 uö ‘g. auf den Beinen sein’ 26,275,19 DuW 5 ‘in g-en Händen’ uä B25,325,24 Münchow 13.5.15 uö ‘in den besten Jahren, Zeiten’ uä: auf der Höhe des Lebens, der Leistungskraft ein vorzüglicher Mann .. in seinen besten Jahren, etwa ein Vierziger 421,55,9 Üb:Pückler,BrVerstorb 35,19,20 TuJ 1791 uö — gelegentl vom Tier (Pferd, Hund ua) beschloß ich .. mich umzuziehen, ein g-es frisches Pferd zu nehmen 27,359,16 DuW 10 [für: buono] 43,349,4 Cell II 12 uö 5 in Kennzeichnung speziell geistiger Qualitäten a verständig, klug, instruktiv, weiterführend, überzeugend (hinsichtl Erreichen eines Ziels, Beförderung einer Sache); bes von Gedanke, Einsicht, Meinung, Lehre u von Plan, Vorsatz, Zweck [aus Dornb] einige neue g-e [botan] Gedanken bey meinen Wanderungen B44,288,7 Kanzl Müller [26.8.28] Hatt ich g-e Blicke in Geschäfften T1,117,11 v 13.5.80 [betr CFGWestfeld, Die Erzeugung der Farben, 1767] Des Verfassers Vortrag ist zwar nicht luminos .. doch ist seine Überzeugung g-er Art N4,213,20 FlH VI Sie [Musarion] ist’s die ihm [Phanias] die besten Lehren gibt 16,266 Maskenz 1818 Festz 269 [Paläophron:] G. ist der Vorsatz, aber die Erfüllung schwer 131,15 PaläophronNeoterpe 258 B22,268,21 Reinhard 13.2.12 HermDor VI 280 uö verbunden mit ‘Grund, Ursache’ uä iSv triftig, begründet [Lerse:] warten wir auf den Succurs [Sickingens] .. [Götz:] Daher ist nichts zu erwarten .. Es hat seine g-en Ursachen 131,296,3 Götz3 IV 12 16,238,15 Maskenz 1818 Progr uö b adäquat, (zu)treffend, genau; von Wort, Begriff, Darstellung, von Wahrnehmen, Wissen, Kennen, Verstehen ua; auch zum bloßen Gradausdruck (F2) abschwächend; oft komp [der Gesandte üb einen Aufsatz Werthers:] sehen sie ihn durch, man findt immer ein besser [besseres Werth2] Wort, eine reinere Partikel AA73,10 Werth1 II [betr Wilhelms Theaterdebüt] fast keiner, der sich es nicht besser vorstellte, als wir es erzählen könnten 52,5,7 ThS IV 1 [betr geplante Schweizreise] wenig aber g. zu sehen ist was ich dir vorzüglich rathe B7,366,1 Knebel 4.6.80 Dein sibyllinisches Blatt über Macbeth glaube nach meiner Weise recht g. auszulegen B40,217,13 Zelter 30.12.25 Höhere Absichten und ihre Folgen drückt wohl die Poesie am besten aus B36,246,13 CarlAug 26.12.22 48,101,28 Polygnot B29,380 CarlAug [27.6.18] K Var B2,288,7f Lavater [8.9.75 Korr B3,327] uö iron u pejor, ‘es/etw besser wissen (wollen)’ Ich habe nichts von euch gelernt, | Ihr wußtet’s immer besser 3,320 ZXen V 1260 Besser wissen, oder bessermachen, großer Unterschied 28,374 DuW 15 Schema uö idWdg ‘nicht viel besser machen’ abgeblaßt iSv anders B43,284,25 Zelter 20.2.28 6 vom ästhet Eindruck: angemessen, (in sich) stimmig, harmonisch [mit zwei Tapetenproben] Die Farben gehen g. zusammen, nur fürchte ich Gold und goldne Rahmen stehen nicht g. auf beyde B10,161,1f Meyer 15.5.94 [übersandte Bildskizze] Das ungeduldige Hündchen componirt .. mit dem Engel ganz g. B41,249,14 Oppenheim 9.12.26 [betr 4.Band der geplanten Werkausgabe] Er [‘Faust’] und die übrigen Holzschnittartigen Späße machen ein g-es Ganze B19,65,28 Cotta 30.9.05 Herr Cerf [der Komponist JALecerf] .. wird als musikalischer Dichter diese Skizze [veränderter Schluß von ‘Jery u Bätely’] seinen Zwecken am besten anzupassen verstehen B39,89,3 Carus 22.1.25 52,400 Notiz uö 7 in urteilenden u (prägnant) abschließenden, zusammenfassenden Äußerungen a eine Tatsache, einen Sachverhalt, eine Äußerung positiv bewertend, akzeptierend od einräumend: recht, richtig, in Ordnung; oft bei mitschwingendem u auch mit explizitem Vorbehalt, einmal im beschwichtigenden Gestus; paarig verbunden mit ‘schön’, ‘recht’ hat mich nach so langer Pause euer Brief wohl ergötzt, und ist g. dass alles so ist B2,63,14 Kestner [11.2.73] werden ihm [dem fiktiven poln Juden] hundert Sachen, die ihr so gut sein laßt, unerträglich sein 37,221,26 FGA PolnJude [Totschläge in Rom] Der Mörder erreicht [auf der Flucht] eine Kirche, und so ist’s g. 30,227,4 ItR~B8,67,21 ChStein 24.11.86 [Carlos:] Was das arme Mädchen für dich gethan hat, hast du ihr lange gelohnt .. [Clav:] Das ist all g.; im Ganzen magst du Recht haben .. nur .. 11,105,1 Clav IV [kupplerische Alte zu den sich abwendenden Bürgermädchen:] Nur nicht so stolz! Es ist schon g.! Faust I 874 Faust I 3459~Urfaust 1151 B27,65,21 Boisserée 24.6.16 uö in (zT abschwächenden) Wdgn: ‘jdm etw g. halten’ (vgl I1 ‘zu G-e halten’) wenn ich .. behaupten wollte: was ein vorzügliches Individuum [wie Ovid] hervorbringe, sei doch auch Natur .. so wurde mir dieß [von Herder] nun gar nicht g. gehalten 27,320,19 DuW 10 ‘etw/es g. sein lassen’, meist imperativisch: etw hingehen od auf sich beruhen lassen; entsprechend ‘es mag g. sein’ [Benedikt Meister zur Großmutter:] Sie macht sich zu viel zu schaffen .. Sei nur stille, sagte die Alte .. laß es nur g. sein, sie [die Kinder] werden eine rechte Freude haben [an den Puppen] 51,5,6 ThS I 1 Er .. schlug ganz unbarmherzig auf die Magd los .. ich .. sagte zu Felix: Laß es g. sein [lascia stare] 43,248,8 Cell II 5 B48,208,1 Zelter 1.6.31 17,137,5 GrCoph I 5 uö ‘es müßte nicht g. sein’ iSv nicht mit rechten Dingen zugehen B13,9,12 Schiller 6.1.98 oft als satzhafte Äußerung, bes im dramat Dialog: als Ausdruck von Anerkennung, Akzeptanz, auch von Kenntnisnahme (u Folgeleisten); idVbdgn ‘nun g.’, ‘g. denn’ gelegentl einräumend, ‘schon g.’ meist mit dem Moment von Vorbehalt, Abwehr [Carlos zu Clav:] Hier liegen zwei Vorschläge auf gleichen Schalen .. G.! Aber entschließe dich! 11,102,26 Clav IV [Franz:] Die Pferde sind gesattelt. [Adelh:] G. 39,169,2 Götz1 V [Crugant:] Und du, klettre auf einen Kastanienbaum. Wenn jemand kommt, so mach’ deine Nachtigall. [Basko:] G., g.! 38,139,18 Claud1 [Egm, auf Ermahnungen Olivas:] Nun g.! wir haben Schellenkappen, Narrenkutten auf unsrer Diener Ärmel sticken lassen .. was ist’s nun weiter? Ist ein Fastnachtsspiel gleich Hochverrath? 8,219,14 Egm II [der Herr:] Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange | Ist sich des rechten We- [Bd. 4, Sp. 573] b terminativ: genug, ausreichend [Blinzkopf, ein Fernrohr tragend, zu einem Soldaten:] Tritt vor, du sollst mein Stativ seyn .. Ja, ich übersehe den ganzen Raum .. G. nun. (Er entläßt den Soldaten.) 132,317,14 Götz3 III 11 Plp uö(vereinzelt) c in der Paarformel ‘kurz und g.’ s kurz B als Qualitäts- u Wertbegriff: vortrefflich, schätzenswert, bestimmten (hohen) Ansprüchen genügend; teilw mit anklingender Bed A; mehrf iUz ‘gering, schlecht’ 1 von Beschaffenheit, Zustand, Wert eines Dinges, einer Sache, auch mBez auf ein Tun; gelegentl im Bild a qualitätvoll, hochwertig; bes von gewerbl Erzeugnissen, Arbeiten; öfter ‘g-es Papier’, ‘g-er (Ab-)Druck, (Ab-)Guß’, ‘g-es Exemplar’ Die Wolle, sie ist g. und fein, | Jedoch die Arbeit nicht zu loben 51,193 Vs 1 Brauchte .. ein Paar recht g-e Manschetten — Mittel sorte hab genug B3,50,15 Fahlmer [Jul 76 Korr BeutlerEssays5 328] ein g-es Wiener Fortepiano T8,287,23 v 6.8.22 [Schloß Hohenheim] Die Parketts sind sämmtlich von Eichenholz, unabwechselnd .. aber sehr g. gearbeitet T2,117,18 v 1.9.97 B1,11,1 Cornelia 13.10.[65] B32,90,9 Weigel 3.11.19 K B17,5,7 Eichstädt 7.1.04 uö von Grund, Fundament, Bauwerk Welch ein Palast am End’ der Stadt | .. Auf g-es Fundament gebaut 16,47 NeuestePlund 73 [wildes Soldatentreiben] zog ich in ein g-es [buona] Haus hinter den Bänken 43,98,16 Cell I 7 B27,141,6 Zelter 9.8.16 uö von Boden, Landbau, Naturprodukten Sehr g-er tragbarer Boden N10,131,8 UmgebgWeim [Gegend von Teplitz] g-er Feldbau, beynah bis auf die Höhe des Gebirgs Tgb 15.5.13 Selz .. Trauben mit iedem Schritt und Tage besser B4,65,17 ChStein 25.9.79 B39,108,5 WChGünther 5.2.25 K uö in weiteren Bezügen von Gegebenheiten, Zuständen, von Welt, Schöpfung, Leben; in Altersgedichten auch prägnant; die Vbdg ‘beste Welt’ in Anspielung auf Leibniz’ Postulat von der besten aller möglichen Welten wir glaubten bemerkt zu haben, daß von alten Leuten eigentlich an der Welt nichts geschätzt werde, was liebenswürdig und g. an ihr ist 28,68,27 DuW 11 Genießet ja [auf Reise nach Italien] .. das G-e und Herrliche was die Welt Euch anbietet B47,54,20 August [10.]5.30 K Es ist g. | .. Da lagen nun .. | Gottes zwei lieblichste Gedanken [Adam u Eva]. — G.!!! rief er sich zum Meisterlohn [vgl 1.Mos 1,31 uö] 6,236 DivParab Titel u Vs 7 .. Wie es auch sei das Leben, es ist g. 4,107 Der Bräutigam 16 4, 179 Dieses ist das Bild der Welt 2u10 uö im Sprichwort g. Ding will Weile haben 24,42,15 Wj I 3 b von Speisen, Getränken (namentl Wein): nahrhaft, fein, edel; auch Wohlgeschmack einbegreifend (s C1a); bisweilen mit metonym Bezugswort (‘g-es Glas’, ‘g-e Tafel’ uä) [Madame Sommer:] Darf ich Sie nur um ein wenig Suppe bitten? .. [Lucie:] Nur recht g-e Brühe! [Postmeisterin:] So g. sie da ist 11,128,21f Stella I [Erster Knecht zu Franz:] Sein [Weislingens] edler Wirth ist ein großer Freund vom Poculiren .. junger Fant, könntet ihr uns nicht was g-es ächtes bey Seite bringen? 132,264,13 Götz3 I 1 Plp [Frosch zu Meph:] Schafft ihr ein g-es Glas, so wollen wir euch loben Faust I 2252=Fragm 731 wollte er [der alte Werner am Feierabend] g. essen, und wo möglich noch besser trinken, auch konnte er das G-e nicht allein genießen 21,57,17f Lj I 11 B35,57,2 August 21.8.21 B16,258,4 Christiane 13.7.03 uö c von Besitztum, Position: ansehnlich, einträglich, von ökonom Verhältnissen: prosperierend; auch ‘g. stehen um’, ‘sich g. stehen’ verschiedene g-e [assai buone] Besitzungen an der Brücke Rifredi [Florenz] 43,16,3 Cell I 3 zu keinem guten Dienste kann ich Ihnen nicht Hoffnung machen B4,25,2 Krafft 26.3.79 [der Abgemagerte:] Wie noch die Frau den Herd versah, | .. Da stand es g. um unser Haus: | Nur viel herein, und nichts hinaus! 151,1 Faust II 5650 B6,48,12 Merck 28.8.82 uö bei Zeitbegriffen, ‘g-es (Wein-)Jahr’ ua [Therese üb den Gutsbetrieb:] wir hatten einige sehr g-e Jahre, alles gelang nach Wunsch 23,50,17 Lj VII 6 üble Wirthin, die in g-en Zeiten nicht zurücklege 51,210,2 ThS III 4 341,34,27 Rochusf uö d speziell im Geschäfts-, auch Rechtsverkehr: vollwertig, vollgültig, solide, sicher α vom Münzwert; ‘g-es Geld’, ‘g-e Sorte, Münze’ uä, ‘g-er Gulden, Taler, Groschen’ (iUz geringwertigen Münzen u bes zu Papiergeld); idVbdg ‘für g-es Geld’ zum Quantitätsbegriff (F1) übergehend [Kaiser:] Und meinen Leuten gilt’s [Papiergeld] für g-es Gold? 151,1 Faust II 6083 G-e Geldsorten halten wie ein Damm die schlechtern ab und von den Geringen, so bald sie in Kurs kommen, werden die G-en nur allzubald verschlungen 47,395 PropylEinl Plp G’nug, er das Buch für g-es Geld | Für seine Freunde weiß bestellt 4,201 Ein teures Büchlein 15 B21,321,5 CarlAug 10.6.10 [Zit s v Bankzettel] A2,377,15 Münzgutachten Schema [8./23.11.93] B35,111,8 Grüner 25.9.21 uö β legitimiert, sicher (u daher rechtswirksam); auch ‘g-er Kredit’ [Reise durch ital Kriegsgebiet] mit g-en Pässen und Empfehlungsschreiben versehen B11,227,19 Meyer 12.10.96 Insatz [Pfandbrief] .. da er sicher und g. ist B29,51,17 JFHSchlosser 13.2.18 K B5,203,24 Carl Aug 12.10.81 γ ‘(jdm) für etw g. sein, werden’: für etw finanziell geradestehen, bürgen [im Namen der Witwe Aumann] bin ich ihm [dem Sohn] bei Herrn Barrozzi vor 4000 fl. g. geworden DjG34,311,25 RAnw [28.10.74] B19,217,19 Knebel 24.10.06 e heil, intakt, ordentlich α wohlbehalten, -erhalten, unversehrt; öfter ‘g. erhalten’ eine Schachtel mit Trauben möge sie g. bey dir ankommen B5,207,17 ChStein [29.10.81] [pompejan Ausgrabungen] öffentliche und Privatgebäude in g-em Zustande 491,168,22 Üb:Zahn,Pompeji B49,270,17 Sternbg 15.3.32 uö β frisch, unverdorben, nicht gealtert; von Vegetabilischem Was am 25ten Juli noch g. war, ist am 9ten August alles verwelkt und verfault N7,319,16 Versuche übWachstum dPfl uö(ebd) ‘sich g. erhalten/gehalten haben’, von älteren Menschen Er [Kaiser Napoleon] fragt: wie alt seid ihr? Sechzig Jahr. Ihr habt euch g. erhalten 36,272,1 BiogrEinzh B5,68,16 ChStein 7.3.[81] γ ‘g., besser werden’: heilen, gesunden [Bätely:] Deine Hand ist aufgeschlagen .. [Jery:] Laß, es wird von selbsten g. 12,332 JeryBätely 61 Var 39,165,16 Götz1 V uö(vereinzelt) δ idVbdg ‘(seine Sachen) g. halten’: in ordentl, gepflegtem Zustand 20,37,3 Wv I 3 uö(vereinzelt) f ‘das Beste’: der ausgesetzte erste Preis (beim Wettschießen) [Elisab:] wie der Schneider von Hailbronn der ein guter Schütz war, zu Cölln das Best gewann 39,20,2 Götz1 I ~hatte .. das Beste gewonnen 8,21 Götz2 [Vita: “war .. 100. fl. das Beste [Bd. 4, Sp. 574] 2 von Personen (u personhaft Gesehenem), von ihrem Status, ihren Eigenschaften, Verhaltensweisen a sozial gehoben, vornehm, angesehen, wohlhabend, auch: kultiviert, gesittet; ‘von g-em Stande, Hause’, ‘g-e Gesellschaft’ ua [Postmeisterin üb Lucie:] Sie scheint von g-em Stande, aber ohne Vermögen 11,141,6 Stella I [Olimpia üb Erw:] Er ist von g-em Hause, ihm würd’ es an Versorgung nicht gefehlt haben 38,78,22 ErwElm1 Mädchen von g-er Geburt [bien nées] 24,84,14 Wj I 5 PilgTörin 251,207,12u14 Wj III 10 uö distanzierend, ironisierend; auch ‘sich zu g. dünken, halten’ G-e Gesellschaft hab’ ich gesehn, man nennt sie die g-e, | Wenn sie zum kleinsten Gedicht keine Gelegenheit gibt 1,325 Vs 347 VenEpigr 75 es beliebte uns .. die Orte, wo er [Lessing] hinkam, zu vermeiden, wahrscheinlich weil wir uns zu g. dünkten, von ferne zu stehen 27,182,11 DuW 8 20,283,8 Wv II 7 uö b die (künstlerisch-)geistige, psychische Qualität hervorhebend: intelligent, geistreich, talentiert, kunstfertig; öfter ‘g-er Kopf’, ‘g-e Gesellschaft’ wenn das Genie, der g-e Kopf sich bestrebt das Alterthum wieder zu beleben 411,135,12 KlassRomantItal [Jean Paul Richter] ein sehr g-er und vorzüglicher Mensch, dem eine frühere Ausbildung wäre zu gönnen gewesen B11,103,24 Meyer 20.6.96 wollen wir .. nicht verfehlen, uns auch diesen Winter durch so sinnig, geistreich und geistig als möglich in g-er Gesellschaft zu unterhalten B45,53,18 FFHKüstner 15.11.28 Indem wir .. g-e Künstler bilden wollen, setzen wir in unsern Schülern ein mäßiges Naturell voraus B18,67,5 Schiller [8./19.10.94] K uö iSv tief (veranlagt), zart, sensibel G-e Gemüther sehen so gerne den Finger Gottes in der Natur 22,337,14 Lj VI SchöneSeele sein [Meyers Kunst-]Urtheil spricht unmittelbar zu unserm Bessern Selbst B10,327,15 Meyer 16.11.95 Ich .. freute mich sehr über die g-e Art wie sie [Angelica Kauffmann] das Gedicht [‘Iphigenie’] empfand B8,204,9 ChStein 19.2.87 uö(vereinzelt) c anerkannt, achtbar, ehrenhaft; ‘g-er Name, Ruf’, vereinzelt ‘g-er Geruch’ [Rektor Albrecht] hatte als Schulmann einen sehr g-en Ruf 26,198,25 DuW 4 Schwer erhalten wir uns den g-en Namen [<Ja vom g-en Rufe geht etwas verlohren Var], denn Fama | Steht mit Amorn, ich weiß, meinem Gebieter, in Streit 1,258 Vs 389 RömEleg XIX 422,59,8 Vorschlag [Zit s v Geruch 3] uö iSv zuverlässig, ‘von g-em Munde’ 412,385,24 Haydn,Schöpfg [Zelter/G] d allg positiv charakterisierend: löblich, trefflich, wert, brav, wacker Auf heut Abend ists bestellt .. laden Sie einige g-e Geister ein B5,19,13 ChStein [21.12.80] [üb eine porträtierte Person] eine g-e wackre Art von Menschen, der wohl in dem armseeligen Elemente unsrer kleinen Staaten schlecht fortkommen mögte B7,36,20 Knebel 2.4.85 daß man ein g-er tüchtiger Kerl seyn kann, ohne gerade ein Philister und ein Matz zu seyn B11,163,3 Schiller 17.8.96 Historisch betrachtet, erscheint unser G-es in mäßigem Lichte und unsere Mängel entschuldigen sich 422,216,19 MuR(842) 33,17,5 Camp 30,85,20 ItR~T1, 224,1 v 22.9.86 uö in Vbdgn wie ‘g-er Mann’, ‘g-e(r) Alte(r)’ uä typisierend od ins Floskelhafte übergehend Ein gutes Kunstwerk sieht sich so leicht an und mancher g-e junge Mann wird dadurch verführt zu glauben daß es auch leicht zu verfertigen sey B15,26,8 Vanderstraß 11.2.00 K 251,193,24 Wj III 10 B38,201,6 Rochlitz [21.7.24?] K uö idWdg ‘kein g-es Haar an jdm’ DjG31,382 Mitsch2 421=Mitsch1 89=9,69 Mitsch3 433 ‘zu g. für etw’ iSv zu schade [für: trop bon] 45,45,10 RamNeffe uö(vereinzelt) e in emotional bestimmten Gebrauchsweisen α Sympathie, Neigung, Teilnahme ausdrückend: lieb, liebenswert, verehrungswürdig; auch neben ‘lieb, hold, liebenswürdig, arm’ die g-en Kleinen [Odoards Kinder] wurden mit einigen Liebkosungen zu Bette geschickt 251,205,21 Wj III 10 [Götz bei den aufrührerischen Bauern; Elisab:] Der g-e Georg! Er wollte nicht von seinem Herrn weichen 8,149,3 Götz2 V~39,158 Götz1 [Apotheker:] Jeder spaziert nun hinaus, zu schauen der g-en Vertriebnen | Elend HermDor I 74 [Marchese bei Mignons Bestattung:] Welche schmerzliche Freude, dich .. diesen g-en lieben Körper .. hier wieder zu finden 23,258,3 Lj VIII 8 die aus den schönen g-en Augen [Susannes] ausquellenden Thränen 251,254,13 Wj III 13 53,114 TheatrAbenteuer 236 uö als (stehendes) Beiwort zu ‘Mann, Frau, Vater, Mutter, Alte, Kind’ uä u in der Fügung ‘unser g-er Fürst’, in typisierender, auch floskelhafter Anwendung [Wilh:] mich, den die Natur zum Liebling dieses g-en alten Mannes [des Großvaters] gemacht hatte 23,165,26 Lj VIII 3 [Merkur zum Publikum:] vernehmt, | Was mit den g-en Alten [Philemon u Baucis] sich begeben 131,96 Was wir bringen Halle [1814] Vs 36 [G/Riemer] Und es sagte darauf der g-e Vater mit Nachdruck HermDor I 44 B49,413,3 Marianne 13.1.32 K B15,67,1 Christiane 5.5.00 B21,334,23 Kirms 27.6.10 uö auch in (oft floskelhafter) Anrede; mehrf ‘g-er/ bester Herr’, ‘g-er/bester Freund’ ua u iVbdg mit Namen [an Karoline vStaupitz] O Schöne mit dem weißen Stabe, | Du kleiner, g-er, holder Schatz 4,226 Vs 2 G. Gustgen ich hab ihnen beschrieben wie’s um mich herum aussieht B2,276,4 Gfin Stolbg 3.8.[75] Hiebei, mein g-er Färber, erhalten Sie .. B51,466 JMFärber 23.1.20 [Merkulo zum Prinzen:] Bester Herr, Sie machen mir bange 17,67,22 TriumphEmpfindsamk VI 11,80,21 Clav II uö in erweitertem Bezug auf Gemeinwesen (Ort, Land) Der 14. October 1806 hatte die g-e Stadt [Weim] schwer betroffen 132,213,6 Vorspr EröffnWeimTheat 1807 Bem wünschte ich .. das g-e alte Böhmen wieder zu sehn B26,251,14 Woltmann 8.2.16 uö von Pflanze, Tier u sonst personhaft Vorgestelltem Das g-e Veilchen schätz’ ich sehr: | Es ist so gar bescheiden 1,174 Blümlein Wunderschön 64 Daß die g-e Pandora [G-s Festspiel] etwas zaudern würde, wenn sie wieder [von Teplitz] nach Hause käme B22,47,18 Zelter 28.2.11 18,250,11 Märchen uö β iron od abschätzig gefärbt, zum Ausdruck von Begrenztheit, Einfalt, Unbedarftheit uä; auch in Anrede u Ausruf [Alexis:] Sag’, wie kommst du zu dem Besen | Und, was schlimmer ist, zum Reim? [Dora:] Bin in Halberstadt gewesen, | Bei dem g-en Vater Gleim 51,163 AlexisDora InvektNachl Vs 4 Die g-en Modernen wissen .. nicht mehr, wornach sie greifen, noch welchem Heiligen sie sich widmen sollen Tgb 13.1.30 [Meph zu Gretchen:] Wie steht es denn mit Ihrem Herzen? [Gretchen:] Was meint der Herr damit? [Meph für sich:] Du g-s, unschuldigs Kind! Faust I 3007=Urfaust 861 wunderliche Leute die Theologen .. Die christliche Religion in ein Glaubensbekenntniß bringen, o ihr g-en Leute! 37,166,1 BriefPastors 3,354 ZXen VI 1650 uö 3 von geistigen u künstlerischen Äußerungen, Bestrebungen, Hervorbringungen, Werten a auf hohem od ansprechendem Ni- [Bd. 4, Sp. 575] b den Wertcharakter betonend: geistig-ideell wertvoll, beständig-solide, edel; mehrf ‘(jds) g-e Sache’; meist ‘das G-e’, wiederholt kombiniert mit ‘das Rechte, Wahre, Edle, Schöne’ ua [Wilh als Direktor beim jugendl Theaterspiel] Sein Eifer, seine Unverdrossenheit, seine Liebe zur g-en Sache .. erleichterten ihm alle Mühe 51,36,23 ThS I 10 [kunstsinnige Bürger Leipzigs] mehrere, im G-en und Rechten gleichgesinnte, schon gebildete Männer 27,162,6 DuW 8 Das Buch [Merciers antiklassizist Schrift ‘Du theatre’] mag immer für Deutschland brauchbar sein, das in den Taschen seiner französischen Pumphosen viel Wahres, G-es und Edles mit sich herumträgt 37,313,7 Aus G-s Brieftasche Der Dichter wird als Mensch und Bürger sein Vaterland lieben, aber das Vaterland seiner poetischen Kräfte und seines poetischen Wirkens ist das G-e, Edle und Schöne, das an keine besondere Provinz und an kein besonderes Land gebunden ist Gespr Eckerm Anf März 32 Unterschieden ist nicht das Schöne vom G-en, das Schöne | Ist nur das G-e, das sich lieblich verschleiert uns zeigt 52,361 Vs 1f 7,6,4 DivNot Einl 422,196,1 MuR(690) 23,125,14 Lj VII 9 uö in lakonisch-prägnanten Schlußwendungen der Altersbriefe Laß uns soviel als möglich an der Gesinnung halten in der wir herankamen .. Und so allem G-en und ächten empfolen! B39,216,26 Zelter [6.6.25] Treue Segnungen zu allem G-en und Schönen! B49,141,27 Zelter 15.11.31 uö iron anknüpfend an den Topos vom summum bonum “Wir streben nach dem Absoluten | Als nach dem allerhöchsten G-en” 3,152 Dem Absolutisten 2 c ästhetischen Forderungen (voll) genügend, künstlerisch gelungen, anspruchsvoll, bedeutend (wirkend); oft konkreter bezogen auf Idee, Gehalt, Ausführung; bisweilen in abstufender Charakteristik, einmal in redensartl Wdg besaß er [Baron vHäckel] g-e Gemählde, Kupferstiche, Antiken 26,114,16 DuW 2 Ein sehr g., mit mahlerischer Meisterhand radirtes, g. componirtes und beleuchtetes Bild 47,361,10 Üb:Frz satirKupferst In der Dichtkunst hatte er [Behrisch] .. ein gewisses allgemeines Urtheil über das G-e und Schlechte, das Mittelmäßige und Zulässige 27,132,28 DuW 7 [iZshg mit ‘Iphigenie’-Bearb] Wenn es eine Freude ist das G-e zu genießen, so ist es eine größere das Bessere zu empfinden, und in der Kunst ist das Beste g. genug 31,25,17—19 ItR 342,21,16 KuARheinMain Plp B7,143,15 Kayser 22.12.85 uö(häufig) in allg Betrachtung bezügl künstlerischer Qualitätskennzeichen In einem jeden g-en Gedichte muß die ganze Poesie stecken B27,158,4 WHumboldt 1.9.16 K Aus einem Kunstwerk, das wahrhaft g. ist, läßt sich viel heraussehen, und was es anregt ist immer unendlich B28,111,3 Rochlitz 1.6.17 bei einer vollkommenen g-en Composition, sie sei plastisch, mahlerisch oder architektonisch, muß die Mitte leer sein oder unbedeutend 492,20,11 Relief Phigalia B29,134,18 CarlAug [10.4.18] K uö ‘das G-e’, bes verbunden mit ‘das Edle, Schöne, Hohe, Große, Vollkommene’ ua, teilweise gesteigert iSv das Gültige, Vollkommene, Hohe, Ideale (auch iS der klass Kunstdoktrin) [aus Rom] das genialischte .. ist der Apoll von Belvedere .. Des übrigen vielen G-en und Herrlichen nicht zu gedencken B8,45,9 Weim Freunde 7.11.86 nach dem tollen Wagestück mit den Xenien müssen wir uns bloß großer und würdiger Kunstwerke befleißigen und unsere proteische Natur .. in die Gestalten des Edlen und G-en umwandeln B11,263,24 Schiller 15.11.96 alles wahrhaft schöne und g-e der ächten Poesie wird durch den überhandnehmenden Dilettantism profaniert .. und entwürdigt 47,312,30 ÜbDilettantism Schema 1799 [G/Schiller] [mBez auf das der antiken Tragödiendarstellung folgende Satyrspiel] Hier ist nun keineswegs der parodistische Sinn, welcher das Hohe, Große, Edle, G-e, Zarte herunterzieht und ins Gemeine verschleppt .. vielmehr wird hier das Rohe, Brutale, Niedrige .. durch die Gewalt der Kunst [dergestalt emporgehoben], daß wir dasselbe gleichfalls als an dem Erhabenen theilnehmend empfinden .. müssen 422,468,21 Zu:Eurip,Kyklops B41,145,4 Zelter 6.9.26 B38,178,18 Schultz 3.7.24 uö idVbdg ‘g-er Geschmack’ iSv an best ästhet Wert- u Urteilsmaßstäben orientiert; auch iUz ‘schlecht, verdorben’ es [das Theater] .. participirt, willig oder unwillig, an dem g-en oder verdorbenen Geschmack der Menge B43,246,5 Semler 17.1.28 18,15,6 Aufgeregten I 4 uö d unverfälscht, echt, rein; mehrf ‘g-e Wahrheit’ [Folge spitzfindiger Koranauslegungen] so daß der .. verständige Mann eifrig bemüht sein mußte, um nur wieder auf den Grund des reinen, g-en Textes zurück zu gelangen 7,63,19 Div Not [Zigeunerin zu Adelh:] Gieb mir deine Hand .. dass ich dir sage die Wahrheit die g-e Wahrheit 39,143,27 Götz1 V uö(bes in Götz) in Vbdgn wie ‘(auf) g. berlinisch, bergmännisch’ uä [in Zelters Brief] wo ich dich .. in der Oper, sodann bey einer großen Gasterey recht auf g. berlinisch im Schwelgen finde B39,103,1 Zelter 4.2.25 faßt ein tüchtig Schinkenbein, | Haut da g. taglöhnermäßig drein 2,190 Sendschreiben 22 28,55,23f DuW 11 B6,297,26 ChStein 12.6.84 uö 4 relig; idVbdgn ‘bessere Welt’, ‘besseres Reich’ iSv göttlich, himmlisch, jenseitig, auch ‘das Bessere’ [Frau Iris:] bin ich hier in’s All gestellt | Als Zeugniß einer bessern Welt 3,191 Palinodien 3 Vs 18 [für: miglior regnio] 43,374,17 Cell II 13 22,325,3 Lj VI SchöneSeele uö(vereinzelt) C eine subjektive Empfindung, einen Eindruck, eine positiv empfundene Gegebenheit charakterisierend: [Bd. 4, Sp. 576] 1 von sinnl Wahrnehmungen; oft ohne scharfe Trennung vom Qualitätsbegriff (B); mehrf im Bild a bezogen auf Speisen u Getränke: schmackhaft, lecker; öfter iVbdg mit ‘schmecken’ (auch vom Kuß) Sie [die Großmutter] wußte uns .. mit allerlei g-en Bissen zu erquicken 26,18,25 DuW 1 [die Pomeranzen] sind schon jetzt recht g., im März werden sie noch besser sein 30,236,16f ItR~B8,92,6 Herder uFr 13./16.12.86 mit Ihrer g-en Chokolade, ein erwünschtes Frühstück B16,211,6 Eybenbg 4.4.03 Es wäre schön was G-s zu kauen, | Müßte man es nur nicht auch verdauen 4,170 Ein Aber dabei 1 So ein Ragout von Wahrheit und von Lügen, | Das ist die Köcherei die mir am besten schmeckt 3,239 ZXen I 170~14,313 Faust I Plp 9,46 Mitsch3 100 B21,17,6 Christiane 1.8.09 uö b (zugl) von Gerüchen, Düften: wohlriechend (u -schmeckend) in ziemlicher Ferne ein Feuer .. von daher kam mir die Fülle des g-en Dunstes [von brutzelndem Fleisch] 33,101,26 Camp [Schultheiß:] G-er Toback ist .. dem Reisenden immer willkommen HermDor VI 215 B28,213,10 Knebel 8.8.17 uö c von visuell Wahrnehmbarem: hübsch, schön, ansehnlich, imposant uä; wiederholt ‘g. aussehen, sich ausnehmen’, ‘(jdn) g. kleiden’, ‘(jdm) g. stehen, lassen’ Ein kleiner Schuh sieht g. aus, und wir rufen: welch ein schöner kleiner Fuß! 19,218,18 BrSchweiz I [Form eines Diploms] einfach und anständig, fällt auch g. in die Augen B49,35,19 Bachm 12.8.31 [ein Husar] mit Behagen ritt er vorauf und machte dem mit sechs starken Schimmeln bespannten Wagen und sich selbst ein g-es Ansehen 33,123,2 Camp [Unsichtbares Chor:] nun wittert und lichtet es g.: | Sonne sie nahet dem himmlischen Thron 16,368 Epimen 688 11,108,11 Clav IV 22,15,23 Lj IV 2~52,173,17 ThS V 12 [für: maraviglioso] 43,78,25 Cell I 5 uö d wohlklingend; auch zugl heitere Stimmung ausdrückend (vgl C3) [Friederike, nach einem zärtl-traurigen Lied:] meine Elsasser- und Schweizerliedchen .. die klingen schon besser 27,353,13 DuW 10 20,29,27 Wv I 3 uö e allgemeiner vom Wetter, von meteorol-klimatischen Bedingungen: angenehm, schön, günstig (mit verfließenden Grenzen zu A u B); mehrf ‘schlecht’, ‘böse’ gegenübergestellt bei g-em wie bei schlechtem Wetter 29,78,14 DuW 17 logiren [Sie] sich in Humboldt’s Nähe, wo g-e Luft ist [Rom] B17,276,4 Eybenbg 26.4.05 Wenn wir in einem bessern Clima wohnten; so wäre viel anders B5,99,3 ChStein 28.3.81 B37,133,2 Grhzgin Louise 24.7.23 K uö bei Zeitbegriffen; bes idVbdg ‘g-e Jahreszeit’ uä [Rom] Wir gebrauchen die g-e Zeit in freier Luft 30,229,15 ItR~B8,70,20 Weim Freunde 2.12.86 die, nach einem hartnäckigen Winter eintretende g-e Jahreszeit B24,217,23 Miltitz 4.[4.]14 K T1,188,20 v 14.9.86 uö 2 von leiblich-seelischem Befinden; häufig ‘(jdm) g. sein’, ‘(jdm) g. gehen’, ‘sich g. befinden’ uä a körperlich wohl, gesund, zT ohne scharfe Scheidung von folgendem b [nach Zahnweh] heut früh bin ich recht g. B5,105,16 ChStein 5.4.81 sage ihm [Arzt Vogel], es gehe mir über Erwartung g. B44,215,28 Ottilie 18.7.28 K Befand mich nicht zum Besten Tgb 5.3.22 Fus viel besser Tgb 21. 8.76 11,112,1 Clav IV B3,219,13 ChStein 23.4.[78] uö öfter ‘g-es Befinden, Wohlsein’ uä, idVbdg ‘g-e/beste Gesundheit’ (namentl in Briefwunschformeln) übergehend zum bloßen Verstärkungsausdruck (vgl F2) Nachricht von Ihrem g-en Befinden in Carlsbad B35,39,16 Riemer 6.8.21 g-e Gesundheit und fortdauerndes Glück wünschend B44,63,13 JGLenz 11.4.28 [G geht nicht außer Haus] da ich mich nicht in den besten Umständen befinde B15,16,22 Schiller 20.1.00 B38,131,15 Grüner 4.5.24 B35,38,13 Grhzgin Louise 25.7.21 K uö ‘jdm g. bekommen’, von Speisen iSv bekömmlich sein wollte der erste Fisch .. mir nicht zum besten bekommen B16,7,1 SSander 15.1.02 B29,167,3 August 9.5.18 iron iSv schlimm, mBez auf Pflanzen [Götz zum Knappen Georg:] Und hiebst [mit dem Schwert] um dich herum? Da wird’s den Hecken und Dornen g. gegangen sein 8,10,4 Götz2 I=131,195 Götz3 b das Psychische einbeziehend: allgemeines (intensives) Wohlgefühl, Munterkeit, Behagen bezeichnend; im Altersgedicht prägnant [Brentanosches Landgut in Winkel] Hier bin ich sehr g., schön und bequem, man thut mir alles zu Lieb und Lust B25,33,13 August 6.9.14 [Rom] Mir geht es immer an Leib und Seele g. 32,76,12 ItR Es geht mir immer besser und wird mir am besten gehn wenn ich dich wieder bey mir sehe B6,219,5 ChStein 4.12.83 mein emsig Thun und Streben | Für sie allein ertrug ich’s durch die Gluth | Der heißen Stunde; welch erquicktes Leben | Am kühlen Abend! lohnend war’s und g. 4,107 Der Bräutigam 8 B41,114,1 Zelter 5.8.26 uö verbunden mit Zeitbegriffen: durch körperl-seel Wohlbehagen gekennzeichnet; in der Redensart ‘sich einen g-en Tag machen’, öfter floskelhaft ‘zum g-en Morgen/Abend’, ‘zur g-en Nacht’ jede [in übler Jahreszeit] g-e mir gegönnte Stunde B46,89,11 Rochlitz 29.9.29 B15,165,25 Rochlitz 25.12.00 B49,104,1 Riemer 4.10.31 B5,212,13 ChStein 7.11.81 uö 3 von Stimmung, Gemütslage, Befindlichkeit a innerlich wohl, ausgeglichen, vergnügt, auch in die Richtung von glücklich tendierend; in Wdgn wie ‘(jdm) g. sein’ (bes in der Frühzeit), ‘sich g. befinden, fühlen’ [der Herzog] ist zusammengefasst und g. und frisch Tgb 31.7.78 [Großmutter zu Wilhelms Vater:] Kinder müssen Komödien haben und Puppen .. ich weiß .. nicht .. warum ihnen [euren Kindern] nicht so g. werden soll wie euch 51,5,25 ThS I 1 [Lotte:] wenn ich was im Kopfe habe, und mir auf meinem verstimmten Klaviere einen Contretanz vortrommle, so ist alles wieder g. AA23,24 Werth1 I~Werth2 Welche Seligkeit glich jenen Wonnestunden, | Da er dankbar dir zu Füßen lag, | Fühlt’ sein Herz an deinem Herzen schwellen, | Fühlte sich in deinem Auge g. 4,98 Warum gabst du uns 42 B13,83,23 Schiller 28.2.98 B10,277,23 Christiane 15.7.95 uö idVbdg ‘g-es Gewissen’: ruhig, von (sachl, moral) Zweifeln unangefochten 39,28,18 Götz1 I uö verbunden mit ‘Mut, Humor, Laune, Stimmung’: heiter, positiv gestimmt (auch iron), gelegentl zugl iSv zu etw tauglich, produktiv (sich berührend mit A) Günst’ger Winde harrend, saß .. | Mir Geduld und g-en Muth erzechend, | Ich im Hafen 2,72 Seefahrt 3 [Papageno:] Ein hübsches Weibchen, lustige Kinder und g-er Humor. Wer hat mehr? 12,212 Zauberfl 627 [Lustige Person:] Nicht Wünschelruthe nicht Alraune | Die beste Zauberey liegt in der g-en Laune 14,290 Faust I Plp [Crugant:] .. gäb’ mich mit Lumpen nicht ab, wie ihr seid. [1. Vagabund:] Laßt ihn! Er ist g-en Humors 38,132,19 Claud1 [‘Wallenstein’] wird sehr hoch stehen wenn es fertig ist, ich wünsche Ihnen zum Nachsommer noch g-e Stimmung B13,256,13 Schiller 22.8.98 422,243,2 MuR(1006) 24,304,22 Wj II 4 uö blasser idWdg ‘g-er Dinge (sein)’ 27,87, [Bd. 4, Sp. 577] b (zugl) Geist u Gemüt erfreuend, anregend, fruchtbar, gehaltvoll; öfter ‘g-e(s) Unterhaltung, Gespräch’ (auch in Litotes) u bes bei Ausdrücken der Zeit: ‘g-e Stunde’, ‘g-er Tag’, ‘g-e Zeit’, ‘g-er Augenblick’ uä darf ich manches g-en und interessanten Gesprächs [in Pyrmont] nicht vergessen B15,243,18 Schiller 12.7.01 [aus Eisenach] Vier bis fünf Herzoge von Sachsen in einem Zimmer machen auch nicht die beste Conversation B3,247,17 ChStein 13.9.78 Mit Moritz hab’ ich recht g-e Stunden, und habe angefangen ihm mein Pflanzensystem zu erklären 32,85,11 ItR Es ist schwer, gegen den Augenblick gerecht sein: der gleichgültige macht uns lange Weile, am g-en hat man zu tragen und am bösen zu schleppen 422,123,8 MuR B19,40,17 Eichstädt 12.8.05 uö iSv heiter, froh, glücklich (stimmend) Lieben Sie mich und machen Sie sich keine Plage um meinetwillen, denn das Leben ist vorübergehend, und die g-e Zeit nicht wiederbringlich B3,262,9 ChStein [Mitte Dez 78] danke verpflichtet, daß Sie meiner in g-er gesegneter Stunde gedenken [Ersuchen um Taufpatenschaft] B34,107,20 Hoff 21.1.21 K G-er Tag 6,315 DivWiesbReg Nr93 [vgl 6, 196 Div Die Welt durchaus] uö 4 allgemein von Situation, Lage, Umständen, Verhältnissen a annehmlich, zusagend, befriedigend; auch in distanzierter Bewertung Laßt den Wienern ihren Prater; | Weimar, Jena, da ist’s g.! 1,151 Die Lustigen vWeimar 24 [aus Rom] geht es mir sehr g., ich habe bequeme und sichre Wohnung und die beste Einleitung zu allem und in alles B8,95,9 ChStein 14./16.12.86 [Vater:] G. gesessen ist halb gegessen 131,45,18 Was wir bringen [1802] Die Vorzüge eines egoistischen sogenannten g-en Lebens 10,449,111 NatT Schema [vergebl Hoffnung] daß .. eine Epoche der Ruhe eintreten werde, wo man in eine gewisse Freyheit übergehen und sich einen g-en Tag machen könne B17,213,18 Prz August [7.11.04] K B2,154,7 Höpfner [Anf Apr 74] B7,354,10 HBuff 9.8.75 uö in Litotes: Arges, Übles ausdrückend [Reineke:] gönnt’ ich Bellynen [dem Widder] | Wenig G-es [Reinke de Vos: nicht seer wol gunde] ReinF VIII 98 b stärker objektiv: erfreulich, erwünscht, günstig, positiv (sich mit A u B berührend); bes iVbdg mit ‘Nachricht, Botschaft, Neuigkeit’, ‘Zeichen, Omen, Vorbedeutung’ uä, auch ‘(alte) g-e Zeit(en)’ [Alphons zu Antonio:] Willkommen! der du uns zugleich dich selbst | Und g-e Botschaft bringst Tasso 567 Wenn man nur des g-en Tags immer zu brauchen wüßte, mit dem Morgen [dem morgigen Tag] ist’s so eine Sache B8,91,4 Herder uFr 13./16.12.86 Ihr freundschaftliches Schreiben .. hat mich an jene g-e alte Zeit erinnert, da B22,81,21 Beroldingen 3.5.11 Willst du immer weiter schweifen? | Sieh, das G-e liegt so nah 1,67 Vs 2 [Chor:] G-es und Böses kommt | Unerwartet dem Menschen 151,1 Faust II 8594 31,14,2 ItR uö ‘(mit jdm) g. gehen’, ‘es g. haben’, ‘g. d(a)ran sein’ Es geht mit uns allen g., denn was schlimm geht lass ich mich nicht anfechten B3,38,13 Merck 8.3.76 [Heermeister:] Der Lanzknecht fühlt sich frisches Blut, | Und Wirth und Dirnen haben’s g. 151,1 Faust II 6048 [Gräfin:] wer hat ist am besten dran 18,45,13 Aufgeregten III 1 1,206 Der getreueEckart 23 uö idVbdgn ‘das (all)gemeine G-e/Beste, öffentliche Beste’: Wohl(ergehen) Anordnungen, die man zum allgemeinen Besten räthlich glaubt B9,321,24 CThDalbg 19.7.92 K uö in (floskelhaft-) redensartl Wendungen: ‘was gibt’s/bringen Sie G-es/g-es Neues?’ uä, in einschränkender Beurteilung: ‘etw ist/klingt ganz hübsch/schön und g.’ und was giebt es sonst g-es Neues? B20,325,10 Christiane 5.5.09 Dieses alles klingt nun recht schön und g., wenn es nur auch so glatt abgegangen wäre B37,277,28 Boisserée 12./13.12.23 23,7,16 Lj VII 1 52,7,5 ThS IV 1 uö iron [Feria, üb den Orakelspruch:] Es ist arg. [Andrason:] Wartet nur .. es kommt noch besser 17,8,21 TriumphEmpfindsamk I uö häufig in Gruß- u Wunschformeln: ‘(einen) g-en Morgen/Abend/Tag, (eine) g-e Nacht (sagen, wünschen, bieten, geben)’, bes in den vertrauten Br der Frühzeit [Vater:] G-en Morgen, Bätely. [Bätely:] Vater, g-en Morgen! 12,3,21f JeryBätely ist mirs noch so euch eine g-e Nacht zu sagen, und der süsen Lotte, der [ihrer Silhouette] zwar heut schon viel g-en Tag und g-en Abend gesagt worden ist B2,56,2f Kestner [17.1.73 Korr DjG3,21] Hier Tante ein Zweig aus Lenzens Goldnem herzen [wohl Briefged an G]. Wie werth ist mir’s Ihnen so einen g-en Morgen bieten zu können B2,238,16 Fahlmer [Anf März 75] [Sibylle:] wenn Don Pedro des Abends fort muß, wie sie [er u Claudine] da einander mit langen Athemzügen und Blicken eine g-e Nacht geben 38,130,1 Claud1 B2,45,12 Kestner [15.12.72] uö redensartl ‘(dann) g-e Nacht’ iSv aus, zu Ende (mit etw) [Meph:] Nehmt [Mädchen] euch in Acht! | Ist es vollbracht, | Dann g-e Nacht | Ihr armen, armen Dinger! Faust I 3692 uö ‘alles G-e (und Freundliche/Erfreuliche/Günstige/Erwünschte/Schöne), das Beste (wünschen)’ uä, oft in Briefschlußwendung Alles G-e und Freundliche wünschend B27,313,3 Cotta 7.1.17 Das Schöne zum G-en B37,209,9 Schultz 8.9.23 Das Beste und Liebste! B23,228,27 Jacobi 6.1.13 B35,77,5 Zauper 7.9.21 uö D als Ausdruck von Zuwendung, freundlicher, liebevoller Geneigtheit, positiver Haltung gegen jdn od etw 1 von Gott u seinen Gaben, von göttl, übernatürl Wesen, höheren Mächten, von der Natur: gnädig, huldvoll, gütig; auch epithetonartig; oft ‘g-er Geist, Genius’; verschiedentl in Anrede Geb Ihnen der g-e Vater im Himmel viel muthige frohe Stunden B2,243,20 Gfin Stolbg 10.3.[75] [Claud, nachts Crugant begegnend:] Götter, ihr g-en! | Gewähret mir Schutz! 38,173,2 Claud1 Geb’ euch Gott allen g-en Segen 4,205 Durchlauchtigster! es nahet sich 13 Nachts, wann g-e Geister schweifen, | Schlaf dir von der Stirne streifen 3,364 ZXen VI 1774 [Pfarrherr:] Ich tadle nicht gern, was immer dem Menschen | Für unschädliche Triebe die g-e Mutter Natur gab HermDor I 85 11,149,19 Stella II 37,3 Neujahrswunsch 1762 Vs 14 22,16,8 Lj IV 2 uö in affektivem Ausruf: ‘g-er Gott’ AA9,12 Werth I uö von Geschick, Fügung; ‘g-es Glück, Geschick, Schicksal’, vereinzelt ‘g-er Stern’, ‘g-e Aspekte’ wir haben unterweegs [in der Schweiz] mancherlei Anlas gehabt, dem g-en Glük einen Stein der Dankbarkeit zu widmen B4,142,7 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG16,89] Das g-e Schicksal laße aus dem bevorstehenden Feldzug keinen Krieg werden B9,306,12 Voigt [Ende Apr/Anf Mai 92] gedenken [Sie] mein .. bis uns ein g-er Stern wieder zusammenführt B36,181,7 Grüner 12.10.22 151,1 Faust II 6031 26,11,13 DuW 1 uö von der Zeit, im Hinblick auf ihre segensreiche Wirkung [Leonore:] Gewährte [Bd. 4, Sp. 578] 2 im zwischenmenschl Verhältnis, von Personen, deren Haltung, Verhaltensweisen, Handlungen; selten bei personifizierender Vorstellung a gewogen, geneigt, freundlich, lieb, gefällig; auch kombiniert mit ‘lieb, freundlich, wohlwollend, gnädig’; öfter ‘g-es Andenken’, ‘g-e Neigung, Meinung, Gesinnung (für, gegen jdn)’, ‘g-er Wille’ [Vansen:] steht geschrieben: Der Herzog von Brabant soll uns ein g-er und getreuer Herr sein 8,207,27 Egm II [Empfehlung Kraffts nach Jena] die Leute, zu denen ich Sie wies, sind g-e Hausleute, die auch um meintwillen Ihnen g. würden begegnet sein B3,263,21f Krafft 11.[12.78 Korr B7,378] Adieu. behalte mich in einem g-en Herzen B7,32,13 Knebel [8.4.86] Hab ich ihm [Carlyle] .. zu danken .. für den g-en und wohlwollenden Sinn, mit der [sic] er von meiner Persönlichkeit und meinen Lebensereignissen zu sprechen geneigt war B42,271,23 Carlyle 20.7.27 19,208,27 BrSchweiz I B17,114,25 Eichstädt 4.4.04 20,228,20 Wv II 4 uö idVbdgn ‘(jdm) g. (gesinnt) sein (bleiben)’, ‘g. denken (gegen, für jdn)’ Angelica [Kauffmann] ist gar lieb und g., sie macht mich auf alle Weise zu ihrem Schuldner 32,157,5 ItR Ich dancke Ihnen dass Sie soviel besser gegen mich sind als ich’s verdiene B3,74,5 ChStein [1.Hälfte Jun 76] [iZshg mit geplanter Berufung Herders nach Weim] nenne mir nur einen einzigen Theologen, der rechtgläubigen Nahmen hat und g. für dich ist B3,16,8 Herder [7.1.76] [aus Neapel] Hier sind mir die Menschen alle g. 31,49,1 ItR 52,85,13 ThS IV 14 151,1 Faust II 8951 [FfA I 71,350 u MA181,247 (nach Haupths H): gutgesinnt] uö ‘es g. meinen (mit jdm)’ 22,254,20 Lj V 16 151,1 Faust II 6831 uö idVbdgn ‘g. mit jdm sein, stehen’, ‘jdn im G-en erhalten’ uä iSv in freundl Verhältnis, Einvernehmen; in Vbdgn wie ‘g-es/bestes Vernehmen, Verhältnis (mit, zu jdm)’, auch ‘mit jdm einen g-en Stand haben’, ‘auf einem g-en Fuß leben’; ‘(viel) zu g.’ iSv nachsichtig, schonungsvoll [Clär:] Du warst gewiß heute bei der Regentin? .. Bist du g. mit ihr? [Egm:] .. Wir sind einander freundlich und dienstlich 8,241,11 Egm III daß man mit seiner Schönen nie besser steht, als wenn man seinen Rivalen lobt 422,230,18 MuR(933) Suche die Mutter [von FStein, Charlotte vStein] und übrige Frauen im G-en zu erhalten B26,80,3 Christiane 12.9.15 die Weiber .. Wenn sie zwey Kerls in g-em Vernehmen mit einander halten können AA47,16 Werth1 I~Werth2 [Mutter:] Man hat nichts als Herzensangst mit seinen Kindern .. Leider war ich zu g., bin immer zu g. 8,196,15f Egm I B6,20,2 Lavater 29.7.82 B48,54,22 GAChKestner 27.12.30 B5,293,20 ChStein 2.4.[82] 30,179,15 ItR uö in Fügungen wie ‘sich g. benehmen, betragen, aufführen, zeigen (gegen jdn)’, ‘jdn g. behandeln’, ‘jdm g. begegnen’, auch bildhaft ‘ein g. Gesicht machen’ ua, oft ‘jdn g. aufnehmen’ uä; idWdgn ‘jdn g. halten’, ‘mit jdm g. verfahren’ iSv anständig, rücksichtsvoll ich .. will .. gegen die nichts verschulden, die sich freundlich und g. gegen mich benommen haben 26,336,2 DuW 5 er [Gf vWerthern- Neunheiligen] führt sich recht g. auf. Wir haben noch keine Sekkatur auszustehn gehabt B5,73,5 ChStein 10.3.81 [Antiope zu Elpenor:] Dein Vater begegnete mir g. 11,382,13 Elp1 I 4=Elp2 448 [Valerio:] Retter Amor! | Wie machst du es mit deinen Dienern g.! 11,315 ErwElm2 623 Major .. der ihn [den Kammerdiener] g. zu halten versprach 24,276,12 Wj II 3 B9,12,3 ChStein 24.8.88 7,192,28 DivNot 11,107,14 Clav IV uö von verbalen Äußerungen; öfter ‘g-es Wort/g-e Worte’ (vereinzelt redensartl ‘für Geld und g-e Worte’); häufig ‘beste Grüße (und Wünsche/Empfehlungen)’, ‘g-e/beste Wünsche’ uä, meist abgeblaßt (zur Intensitätsbed F2 übergehend) in formelhaften (schließenden) Briefwendungen [Pylad zu Iph:] Erbarme meines Bruders dich. | O sag’ ihm bald ein g-es holdes Wort Iph2 848 Lieber Bruder schreib mir doch manchmal, grimm oder g., über alles und nichts! B(DjG35,19,17) Herder 1.4.75 ein junges Weib, | .. Die tritt mit g-em Gruß herein 16,124 HSachsPoetSdg 35 Mit den besten Grüßen und Empfehlungen ergebenst B32,106,17 Frommann 1.12.19 K Allen Freunden, ehe du von Frankfurt weggehst, wirst du die besten und verbindlichsten Sachen sagen B20,200,13 Christiane 7.11.08 B47,30,15 Gfin Chassepot 21.4.30 K B42,73,14 Zelter 2.3.27 B43,57,6 Schubarth 9.9.27 K B48,220,1 AHerder 7.6.31 B8,46,25 WeimFreunde 7.11.86 uö mehr od minder konventionell-abgeblaßt auch in den superl Adverbialvbdgn ‘auf das (aufs) beste (und schönste/freundlichste)’, ‘zum besten’, bes neben ‘grüßen, sich empfehlen, gedenken, empfangen, behandeln’ Grüßen Sie Ihre liebe Frau auf das beste und schönste von mir B11,125,4 Schiller 12.[7.]96 gedenken [Sie] meiner zum besten B32,123,13 Palmer 22.12.19 K [aus Teplitz] ich .. wurde aufs beste und freundlichste empfangen B23,43,4 Christiane 19.7.12 sie [die Söhne des Hofmarschalls] gefielen mir beide, und wir standen auf’s beste zusammen 22,265,17 Lj VI SchöneSeele hat der November mich nicht aufs beste behandelt B37,298,1 ALevetzow [31.12.]23 B20,21,4 Bardua 24.2.08 uö in der floskelhaften Wdg ‘so g. sein (und .. /etw zu tun)’, eine Gefälligkeit, einen Dienst erbittend [Thomas zu Bätely:] sei Sie so g. und geb’ Sie mir ein Glas Wein! 12,18,2 JeryBätely Sey doch so g. mir die Briefe die ich auf der [Italien-]Reise an dich geschrieben zu schicken B9,13,23 ChStein 31.8.88 B2,107,17 HBuff [Okt 73] uö subst ‘das G-e’ auch mit Ausdruck des Angenehmen, Erfreulichen, Wohltätigen (in Bed C spielend) od des Förderlichen (vgl A); Vbdgn wie ‘jdm G-es erzeigen, erweisen, tun’ ua, kombiniert mit ‘Liebes, Freundliches, Herzliches’, bes in Dankesbekundungen Wo man mir G-s [g-s AADiv3,39 EilferGhasel2 1] erzeigt überall | ’S ist eine Flasche Eilfer 53,33 DivNachtr Eilfer Ghasel1 1 [St Rochus] wendete sein Taschengeld an die Armen, denen er sonderlich viel G-es that 341,29,21 Rochusf [Reineke üb Krähe u Kaninchen:] Diese falschen Gesellen .. sie haben | G-es genossen von mir [Reinke de Vos: Ick hebbe .. Gud ghedan] ReinF IX 81 [Geschenk der Kaiserin Maria Ludovica] ein so unerwartetes und belebendes G-e B22,52,6 Zelter 28.2.11 [nach Rückkehr aus Jena] Haben Sie nochmals Dank für alles g-e B11,85,18 Schiller 10.6.96 B41,124,11 FJFrommann 20.8.26 K B21,273,9 ChSchiller 5.5.10 uö b lieb, liebevoll, im Freundes- u Vertrautenverhältnis u zw Mann u Frau; öfter ‘jdm g. sein’: in Sympathie, Neigung, Liebe zugetan der Bräutigam ist da. Ein braver lieber Kerl, dem man g. seyn muß AA47,8 Werth1 I~Werth2 Da ich ihm [Knebel] herzlich g. bin so wünsche ich ihm .. [zu seiner Heirat] das möglichste Glück B13,50,6 Schiller 31.1.98 Ich bedarf gar sehr eines g-en Wortes von meiner Lotte daß sie mich recht lieb hat B6,279,1 ChStein 21.5.84 [Clär:] Und wenn er [Egm] zu mir [Bd. 4, Sp. 579] c in der adv Wdg ‘im g-en’, seltener ‘im besten’, vereinzelt ‘im g-en und bösen/lieben/besten’ α wohlwollend, in freundl Gesinnung, auch anerkennend; meist verbunden mit ‘gedenken’, ‘denken’, bes in briefl Wunschformel Dencken Sie manchmal im G-en an mich B2,261,15 HKnebel 3.5.75 [mögen] Sie meiner im G-en und Lieben gedenken B37,20,8 Gfin Bernstorff 17.4.23 [in ChMeiners ‘Versuch üb die Religionsgeschichte .. ’] ich .. finde dich nun freylich nit, weder im g-en noch bösen B (DjG35,19,13) Herder 1.4.75 B10,126,9 Jacobi 18.11.93 uö β gütlich, friedlich, ohne Streit od Zwang Das gewöhnliche Geschrei dieser Leute [Seeleute u ihre Weiber] im G-en und Bösen, ihre Händel, Heftigkeit, Gutmüthigkeit 30,144,24 ItR~T1,291,19 v 10.10.86 [für: amorevolmente] 43,162,7 Cell I 11 uö 3 im Verhältnis zu objektiv Gegebenem od Angestrebtem a mit urteilender od wertender Komponente: wohlwollend, günstig, positiv, auch: anerkennend (in Berührung mit B); oft bezügl künstlerischer od wiss Leistungen, bei Bezug auf Charakter, Wesen, Verhalten einer Person teilw nicht deutl geschieden vom emotionalen Vorstellungsgehalt unter D2a; ‘g. (G-es) denken, sprechen, g-e Meinung von jdm, etw’ uä, ‘einer Sache g., für sie g. gesinnt sein’ ua [üb ‘Götz’] Es ist alles nur gedacht .. Emilia Galotti ist auch nur gedacht .. Drum binn ich dem Stück nicht g. .. und meinem eben so wenig B(DjG32,257,12) Herder [etwa 10.7.72] Tausend Dank .. daß Sie sich meines Farbenwagstücks .. erinnern und hie und da ein g-es Wort dafür aussprechen wollen B19,418,16 Reinhard 27.9.07 [ChLippe, Erzieher am Fellenbergschen päd Institut] dessen klare Ruhe, Entschiedenheit .. Sicherheit .. mich .. in der g-en Meinung so für ihn wie für das Institut .. bestärkten 36,133,19 TuJ 1817 [Leonore zu Tasso:] Sie denken alle g. und gleich von dir, | Und jegliches vertraut dir unbedingt Tasso 2364 Sie [die Großtante Lange u die Nichte] haben viel Liebs und G-s von meiner Lotte geredt B2,104,25 Kestner 15.9.[73] B31,186,11 Mellish [16.6.19] K 31,139,8 ItR uö iSv (dichterisch) lobpreisend Gibst du dem Schach ein g-es Wort | Und gibst es dem Vesire 6,45 Div An Hafis 51 bei Ausdrücken des Aufnehmens, Rezipierens; auch stärker mit dem Moment von Resonanz, Zustimmung Der Vater nahm seine Relation [von erfolgreichen Geschäften] g., doch nicht mit solchem Beifall auf, wie er hoffte 18,212,11 Unterhaltungen [nach Gastspiel der Weim Bühne in Leipzig] Die g-e Aufnahme meiner Stücke hat mir eine besonders angenehme Empfindung gemacht .. Artig ist es, daß sogar das kleine Schäferspiel [‘Die Laune des Verliebten’] .. g. empfangen ward B19,413,19u25 Rochlitz 21.9.07 B45,131,22 Zelter 18.1.29 uö in (variierter) sprichwörtl Wdg Wenn ein gutes Wort eine g-e Statt findet, so findet ein frommes Wort gewiß noch eine bessere 422,214,6f MuR(825) uö b von sachbezogener Einstellung, Ausrichtung, Bemühung, Intention: einer Sache, einem Ziel, Zweck gewidmet, aufgeschlossen, positiv zugeneigt; iVbdg mit ‘Gesinnung, Meinung’ uä aus g-er Gesinnung gegen den Bergbau A(LA I 1,90,13) 1.NachrBergbIlmenau 24.2.85 [G/Voigt BergwKomm] nichts worum sie einander nicht bringen .. Und meist aus Albernheit, Unbegriff und Enge und wenn man sie anhört mit der besten Meinung AA79,11 Werth2 II B35,123,16 Rehbein 30.9.21 K uö idVbdgn ‘g-e/beste Absicht’, (gehäuft) ‘g-er/bester Wille’, nicht selten auch andere Vorstellungsinhalte berührend: mit dem Nebensinn des sittlich Motivierten (E) od (nur superl) übergehend zu bloß verstärkender Funktion (F2) Daß ich von deinen g-en Absichten auch etwas durch’s Ohr vernehme, dazu macht [Kapellmeister] Eberwein Anstalt B35,139,8 Zelter 14.10.21 [Schüler, einen Meister um ein Urteil bittend:] Verdien’ ich’s nicht durch alles was ich kann, | Verdien’ ich’s wenigstens durch meinen g-en Willen 16,154 KünstlersApotheose 81 [Wilh, die Ansichten seines Vaters wiedergebend:] nichts aber .. sei wünschenswerther als die Verbreitung des allgemeinen g-en Willens, unabhängig von jeder andern Bedingung 251,54,23 Wj II 11 bei dem besten Willen verzweifelten wir an dem Erfolg 33,7,12 Camp B24,270,3 Voigt 13.5.14 uö E in (vorwiegend) ethisch-moralischer Anwendung: sittlich gut, moralischen Normen, Vorstellungen, dem (göttl) Sittengesetz gemäß (handelnd); öfter in Gegenüberstellung zu ‘böse’, seltener zu ‘schlecht’ 1 rechtschaffen, tugendhaft, moralisch lauter, integer a von best Personen, auch vom Menschen allgemein u von seinen Kräften; in Vbdgn wie ‘g-er Mann, Mensch’, ‘g-es Herz’, ‘g-e Seele’ u neben ‘brav, redlich, ehrlich, edel, rein’ uä Ob’s ein braver g-er Mann? | Das muß das Herz dir sagen 16,231 Maskenz russNationen Brautlied 67 Die g-en Weiber [Die g-en Frauen, als Gegenbilder der bösen Weiber Var] 18,275 Titel [Götz, für sich:] Marie! .. du g-e edle Seele würdest dich selbst in deinem Unglück eines fremden Glückes herzlich erfreuen 131,246,14 Götz3 II 14 Denn die Menschen sie sind g., | Würden besser bleiben, | Sollte nicht, wie’s einer thut, | Auch der andre treiben 6,100 Vs 9f DivUnmut Bleibe g-er Geist euch hold, | Der im Stillen lehret: | Sich an’s Reine zu gewöhnen, | Und im Echten, Guten, Schönen | Recht uns einzubürgern 4,297 Erwiderung der festlGaben 17 37,355,18 PhysiognFragm B8,83,18 CarlAug 12.12.86 B2,265,8 Fahlmer 24.5.75 22,326,12 Lj VI SchöneSeele uö im bibl Bild (Matth 25,33) sagt der göttliche Richter .. Ihr G-en Schafe seyd mir ruhig zur Rechten gestellt 1,456 Vs 256 VenEpigr 48 Var religiös bestimmt (nach älterem Gebrauch) iSv fromm, gottgefällig; auch im iron-bildhaften Kontext [der alte Dichter zum ‘wilden Zug’ der Neueren:] Kommt als g-e Pilger wieder, | .. Tief gefühlte Reuelieder | Künden uns die Brüder an 2,30 DtParnaß 218 22,341,13 Lj VI SchöneSeele uö b von sittl fundiertem Verhalten, Tun, Fühlen; auch kombiniert mit ‘edel’, ‘recht’, mehrf ‘g-e Tat’, ‘g-es Werk’ als Muster aller menschlichen Tugenden, eines g-en und edlen Betragens, lernte ich einige Frauen .. kennen 22,303,8 Lj VI SchöneSeele Daß ihr Menschen, rief ich aus, um von einer Sache zu reden, gleich sprechen müßt: Das ist thörig, das ist klug, das ist g., das ist bös! AA52,29 Werth1 I~Werth2 g-e, edle, der Menschheit würdige Gefühle 21,165,5 Lj II 4=51,203,8 ThS III 2 [Hauptmann spött-kritisch zu Pater Brey:] da ist nichts recht und g., | Als was Herr Pater selber thut 16,72 PaterBrey 301 52,6,4 ThS IV 1 422,152,7 MuR(317) uö ‘das G-e (tun, wirken, denken)’; subst ‘Gutstun’ [Göttin der ‘Wahrheit’:] Ich kenne dich, ich kenne deine Schwächen, | Ich weiß was G-es in dir lebt und glimmt! 1,7 Zueignung 90 G-es [Bd. 4, Sp. 580] 2 zu allgemein positiver Charakteristik hin sich abschwächend (der Bed B2d angenähert): anständig, ordentlich, gesittet, artig; mehrf von Kindern; einmal im Vergl [alte Frau üb ihren irren Sohn:] Es war ein so g-er stiller Mensch, der mich ernähren half AA109,26 Werth1 II~Werth2 [Pathos üb den Reisenden:] G-e Sitten und Lebensart läßt er hoffen 131,57, 17 Was wir bringen [1802] [Weihnachtskind:] Ein Engel kommt, die Flüglein Gold, | Der g-en Kindern lohnt 16,252 Maskenz 1818 Prol 74 So launisch, wie ein Kind das zahnt; | .. Und sittig, wie ein Mennonist, | Und folgsam, wie ein g-es Lamm; | .. Leb’ ich B1,170,7 FOeser 6.11.68 Pand 430 uö 3 absolut, kategorial; meist ‘das G-e’ (‘Bessere’) als hohe, zentrale Wertkategorie; mehrf neben (bzw iUz) ‘das Schöne’, ‘Edle’, ‘Wahre’, ‘Große’ u iGz ‘das Böse’, vereinzelt auch substantivisch ‘G. und Böse’, ‘G. und Edel’ a als Wirk- und Wesenselement des Menschen, Ausdruck des Humanen; bes figurenspr in einer solchen Gesellschaft [Kreis um die Fstin Gallitzin mit Fürstenberg u Hemsterhuis] war das G-e so wie das Schöne immerfort wirksam und unterhaltend 33,230,26 Camp [Philosoph:] der unthätige, untaugende Mensch wird das G-e, das Edle, das Schöne weder an sich noch an andern gewahr werden! Wo käme es denn her, wenn es nicht aus uns selbst entspränge? Fragen Sie Ihr eigen Herz! ist nicht die Handelsweise zugleich mit dem Handeln ihm eingeboren [<ist nicht die Richtschnur des G-en und edlen mit ihm gebohren]? 47,177,9 Samml 6 [der Alte:] Nur diejenige Erzählung verdient moralisch genannt zu werden, die uns zeigt, daß der Mensch in sich eine Kraft habe, aus Überzeugung eines Bessern, selbst gegen seine Neigung zu handeln 18,188,22 Unterhaltungen Sie [die Studenten] hören von den Lehrstühlen der Philosophen [Kants u seiner Anhänger], daß in dem Menschen die Selbstbestimmung zum G-en zu suchen sei. Daß kein äußeres noch so weises, selbst kein göttliches Gebot, sondern daß ihm sein eigen Herz das Rechtthun empfehle und befehle A(53,286,22) Votum [Jan 92] K Sonst machte mich mein entschiedener Haß gegen Schwärmerey, Heucheley und Anmaßung auch gegen das wahre ideale G-e im Menschen, das sich in der Erfahrung nicht wohl ganz rein zeigen kann, oft ungerecht B15,5,2 Jacobi 2.1.00 uö(selten) als auszeichnendes sittl Wertpostulat Edel sei der Mensch, | Hülfreich und g.! | .... | Der edle Mensch | Sei hülfreich und g.! 2,83 u 85 Das Göttliche 2u56 im dialektischen Verhältnis zum Bösen, auch bezogen auf Welt u Natur; in der paradoxen Aussage Mephistos — im Lichte seiner anschließenden Selbstcharakteristik — auch umkehrend auf die eigene, teuflische Zielrichtung bezogen1) [Seyton:] Unser Geist scheint .. zwei Seiten zu haben, die ohne einander nicht bestehen können. Licht und Finsterniß, G-es und Böses, Hohes und Tiefes, Edles und Niedriges und noch so viel’ andere Gegensätze scheinen .. die Ingredienzien der menschlichen Natur zu sein 18,282,3 GutWeiber Das was edle Philosophen von der Welt gesagt haben, gilt auch von Shakespearen, das was wir bös nennen, ist nur die andre Seite vom G-en .. Er führt uns durch die ganze Welt 37,134,20 ShakespTag Alle deine Ideale sollen mich nicht irre führen wahr zu seyn, und g. und böse wie die Natur B3,33,10 Lavater 22.2.76 [Faust:] wer bist du denn? [Meph:] Ein Theil von jener Kraft, | Die stets das Böse will und stets das G-e schafft. | .. Ich bin der Geist der stets verneint! | .. So ist denn alles was ihr Sünde, | Zerstörung, kurz das Böse nennt, | Mein eigentliches Element Faust I 1336 B2,164,14u16 SLaRoche [Jun 74] [Zit s v böse GWB Bd2,840,4f] 37,210,14 FGA Sulzer,SchöneKünste [Zit s v böse GWB Bd2,840,8] uö(vereinzelt) erweitert zum Inbegriff des Aufbauenden, Positiven, Schöpferischen; bes ‘das g-e Prinzip’ (iGz ‘das böse Prinzip’), im Vergl u in bildkünstlerisch-allegor Darstellung (als Motiv relig-romant Malerei von G abgelehnt) Das monarchische und das demokratische Prinzip sind wie das g-e und böse Prinzip, wie Gott und Teufel, die auch nicht miteinander fertig werden können Gespr(He5,65) Riemer undat [in der Bildhauerei] nicht ein einziger ernstlicher Versuch .. zu andächteln, und allegorisch mit dem g-en und bösen Princip zu spielen 491,51,13 Neudt relig-patriot Kunst [Meyer/G] Conflict des bösen und g-en kann nicht ästhetisch dargestellt werden: denn man muß dem Bösen etwas verleihen und dem G-en etwas nehmen, um sie gegeneinander ins Gleiche zu bringen 27,389,3u5 DuW 7 Plp B24,186,6u9 Meyer 7.3.14 [Zit s v böse GWB Bd2,840,51f] b als objektiver, absoluter Wert, als Idee: das Sittlich-Ideale, Zeitlos-Beständige, auch als Ausfluß od Ausdruck des Göttlichen; iVbdg mit ‘schön’, ‘das Schöne’ an die Tradition der Kalokagathia anknüpfend; einmal in der prägnanten Fügung ‘das Wahre, G-e, Schöne’ Die Natur scheint zu wollen, daß ein Geschlecht in dem andern das G-e und Schöne gewahr werde 26,272,9 DuW 5 Lieb’ ich doch das schöne G-e | Wie es sich aus Gott gestaltet 6,102 Vs 3 DivUnmut Die Gefühle von dem Adel seines Wesens, von der Höhe seiner Bestimmung, das Mitgefühl des G-en und Großen unter den Menschen hervorzubringen, ward auf’s neue in ihm [Wilh] lebendig 52,77,16 ThS IV 13 Indessen schritt sein [Schillers] Geist gewaltig fort | In’s Ewige des Wahren, G-en, Schönen, | Und hinter ihm, in wesenlosem Scheine, | Lag, was uns alle bändigt, das Gemeine 16,166 EpilSchillersGlocke 30 [Eos zu Prometh:] Groß beginnet ihr Titanen; aber leiten | Zu dem ewig G-en, ewig Schönen, | Ist der Götter Werk; die laßt gewähren! Pand 1085 6,67 Div Höre den Rat 8 N4,100,6 FlH VI [Zit s v Charakter GWB Bd2,982,32] 51,236 Xen 214(32) uö(selten) im Referat von KPhMoritz’ ästhet Traktat, [Bd. 4, Sp. 581] F als Quantitäts- od Gradbegriff 1 bei Meß- u Zählbarem: beträchtlich, ansehnlich, reichlich; öfter ‘um ein g-es Teil’, ‘um ein G-es’; iVbdg mit Zahlwörtern gelegentl nachgestellt; bei Erstreckungs- u anderen Maßangaben, auch übertr; idVbdg ‘der beste Teil’: größt [Wandrer:] Wie weit ist’s hin? [Frau:] Drei Meilen g. 2,176 Der Wandrer 150 Sie thaten g-e Züge [aus der Weinflasche] 33,65,9 Camp Meinen Faust habe ich um ein g-es weiter gebracht B13,136,20 Schiller 5.5.98 22,60,12 Lj IV 10~52,213,17 ThS VI 5 uö bei Zeitbegriffen, mehrf ‘eine g-e Zeit, Weile’ verwendete ich eine g-e Zeit des Tages .. auf die Advocatur 28,189,9 DuW 13 Des Morgens, g. um Achte [a buon’otta] 43,221,23 Cell II 4 Es [Ged ‘Weltseele’] ist seine g-en dreyßig Jahr alt B41,36,7 Zelter 20.5.26 hast du in 3 g-en Monaten nichts nach ihr gefragt B1,156,24 Behrisch März 68 uö im finanziellen u ökonom Bereich wie sicher blühet ein Handel, der auf ein g-es Capital gegründet ist 21,248,5 Lj III 2=52,103,2 ThS V 1 [Pedro zu den Vagabunden:] Ich lohne g., und kann noch besser lohnen 11,261 Claud2 1228 einen g-en Absatz, unter der Bedingung eines Rabats B11,214,16 Voigt 25.9.96 uö auch mit qualitativem Einschlag (Bed B) einige Wagen g-e Beute 33,55,5 Camp eine g-e Ernte 341,34,28 Rochusf [vor dem Aufbruch nach Italien] Wills Gott komme ich nicht zurück als mit g-em Gewinnst B8,1,19 Knebel 13.8.86 G-en Vortheil bringt ein heitrer Sinn 2,242 Sprichw 428 B5,70,2 ChStein 8.[3.81] uö 2 Grad u Intensität kennzeichnend, den Begriffsinhalt des Bezugswortes voll erfüllend od steigernd: groß, hoch, kräftig, fest, recht, sehr uä Ich speis’te mit g-em Appetit [di buona voglia mangiare] 43,373,25 Cell II 13 [aus Frankf] Als Einquartirung .. haben sie [die Franzosen] g-es Lob B12,249,22 Voigt 17.8.97 K Ich wünsche den besten Erfolg der Cur B51,345 ECChJohn 9.8.13 [Lothario zu Werner:] ich hoffe Sie noch zum g-en Patrioten zu machen 23,147,8 Lj VIII 2 Wenn man dergleichen Dinge [Invektiven] in Bündlein bindet brennen sie besser B10,318,2 Schiller 28.10.95 B10,203,9 Schiller 26.10.94 B21,325,18 Christiane 12.6.10 B19,48,3 CarlAug 28.8.05 uö bei ‘Freund(in), Geselle’, auch floskelhaft; mehrf im kommunikativen Kontaktsignal ‘g. Freund’ (als Antwort auf ‘Wer da?’), in Nähe zu Bed D2a Sonntags mit g-en Freunden ein Glas Wein zu trinken und eine Pfeife zu rauchen 51,176,28 ThS II 8 27,322,26 DuW 10 Faust I 3207=Urfaust 1056 uö bes in der psych Sphäre, von Empfindungen, Strebungen, Handlungen, Zuständen; in Vbdgn wie ‘g-e Hoffnung’, ‘g-er Glaube’, ‘g-es Vertrauen, Zutrauen’, ‘mit g-em Bedacht’ [Erzählung von ‘Iphigenie’] Du hättest sehn sollen wie der Alte [Gatte von AKauffmann] alles so g. sentirte B8,145,6 ChStein 20.1.[87] [Karlsbad] habe ich immer noch g-e Lust, hier länger zu verweilen B19,386,3 ChStein 10.8.07 [Sievers als Sprecher der Bauern zu Götz:] Hiermit zwei Stunden Bedenkzeit. Und überlegt’s g. 131,328,18 Götz3 V 2 g-e Hoffnung, in Gewissheit des Ausharrens T1,77,16 v 13.1.79 schied ich [aus Kassel] .. in g-em Frieden 33,248,22 Camp ReinF IX 303 [Reinke de Vos: mit grotem beschede] 47,183,4 Samml 7 Tgb 28. 7.29 uö ‘g-es Glück’, wiederholt ‘auf g. Glück’ 11,281 Claud2 1589 29,31,10 DuW 16 uö oft superl, bes in den Wdgn ‘besten Dank sagen, abstatten’, ‘aufs beste, zum besten danken’ B11,76,21 WHumboldt [27.5.96] K B10,166,24 Fichte 24.6.94 uö abgeschwächt in der Formel ‘zu g-er Letzt(e)’: (ganz) am Schluß B6,327,18 ChStein [31.7.84] uö G auf das Vorhandensein bestimmter, günstiger Umstände weisend, fast ausschließl adv: leicht, mühelos, einfach, bequem, ohne Schwierigkeiten, ohne weiteres [Thoas:] Zur Sklaverei gewöhnt der Mensch sich g. | Und lernet leicht gehorchen, wenn man ihn | Der Freiheit ganz beraubt Iph2 1787~39,388,6 Iph1 V 2 [Muse:] Der Leier Klang, der Töne süßes Licht, | .. Und Glück und Unglück tragen so sich besser 16,336 Epimen 25 [Eduard:] für ein Viertes wäre auch noch recht g. Platz [am Tisch] 20,30,5 Wv I 3 Wie sollte sie [Lotte] ihrem Manne .. eine Scene [mit Werther] bekennen, die sie so g. gestehen durfte AA149,15 Werth2 II B10,326,13 Christiane 9.11.95 ‘g-es Spiel haben (jdm .. machen)’, ‘g. reden haben’ hat die Natur g. Spiel sich vor unsern Augen zu verstecken B13,77,8 Schiller [21.]2.98 23,108,19 Lj VII 8 uö ‘am besten’: am leichtesten, ehesten die horizontale Lage .. in welcher man Freude und Schmerz am besten genießt und trägt B8,325,7 CarlAug 25.1.88 er glaubte .. durch eine poetische Umschreibung .. sich am besten aus der Sache zu ziehen 24,307,8 Wj II 4 Wer sie [Fama] am höchsten verehrt, den weiß er [Amor] am besten zu fassen 1,260 Vs 443 RömEleg I B40,331,11 Kanzl Müller 22.3.26 uö H ‘so g. ( .. ) als (wie)’, seltener ‘wie’, einmal ‘nicht besser als’: zum Komparations- od Gleichsetzungsausdruck verblaßt 1 ebenso wie, sowohl — als [Pferdegetrappel; Gottfr:] es können Feinde seyn so g. als Freunde 39,14,10 Götz1 I in der alten Welt so g. wie in der neuen 251,216,10 Wj III 12 12,210 Zauberfl 585 uö 2 nahezu, gewissermaßen, faktisch Erwin und Elmire ist so g. als fertig 32,109,21 ItR [Sophie:] Da sitz ich nun [als Frau von Söller], und binn nicht besser als begraben DjG31,367 Mitsch2 187~9,51 Mitsch3 195 12,12,6 JeryBätely uö I in festen präp Wendungen 1 Verbalvbdgn mit ‘zu Gute’ (‘zu Gut’/‘gut’) a ‘(jdm, einer Sache) zu G-e kommen’, vereinzelt ‘gehen’, ‘gedeihen’: zum Vorteil gereichen, förderlich, nützlich sein [Oberon, die Kaiserinmutter Maria Feodorowna ansprechend:] jedes Gute das Ihr thut, | Kommt vielen andern auch zu g. 16,268 Maskenz 1818 Festz 314 [Bereitung einer Schlafstatt] Der große Juchtensack, den uns Hackert geliehen, kam dießmal sehr zu G-e 31,173,5 ItR Bemühungen des vergangenen Jahrhunderts [um die Sprache], welche nunmehr der ganzen Nation, besonders aber einem gewissen Mittelstand zu [Bd. 4, Sp. 582] b ‘(jdm) etw zu G-e machen, tun’ uä, auch ‘etw zu G-e haben, behalten’ (absol) α als finanzielle Gutschrift, Forderung Dem Künstler .. habe ich 15 Dukaten zu g-e gethan B30,44,4 Bertuch [Anf Jan 89?] Aus der .. Rechnung sehen Sie, daß Sie nach Abzug der 200 Laubthlr. bey mir noch zu g-e behalten B11,228,9 Meyer 12.10.96 B5,89,6 Lavater 18.3.[81] übertr: jdm etw vorteilhaft anrechnen; etw als Aktivposten besitzen daß er [der Dichter] mancherlei Anmaßungen .. zuletzt auf die Geliebte bezieht .. Herz und Geist des Lesers wird ihm dieses zu g-e schreiben 7,143,4 DivNot 24,125,7 Wj I 7 β nutzen, nutzbar, verwertbar machen große Weitung [unter Tage, durch Abbau entstanden] .. Hier konnte die ganze Masse zu G-e gemacht werden, weil die Greißen stockwerkartig metallhaltig waren N9,152,6 ZinnwaldeAltenbg Dem Poeten schadet der Aberglaube nicht, weil er seinen Halbwahn .. mehrseitig zu G-e machen kann 412,55,20 Möser B46,60,13 JMFärber 22.8.29 K B44,248,11 ANicolovius [7.8.28] K techn: aufbereiten [gesengte] Cocons von Seidenwürmern .. welche dann eigentlich zu g. gemacht und abgesponnen werden B40,292,14 CarlAug 7.2.26 K 27,331,18 u 334,24 DuW 10 c ‘jdm, einer Sache etw zu G-e halten’, einmal ‘zu G-e gehen lassen’: nachsehen, verzeihen [Orbassan:] Und diese rauhe Schale müßt ihr mir | Zu G-e halten [pardonnez à] 9,371 Tancred 242 37,288,4 FGA Geßner,Idyllen 31,42,27 ItR uö d ‘sich etw zu G-e tun’: sich eine Stärkung, Erquickung, einen Genuß, eine Freude gönnen, es sich wohl sein lassen; ‘jdm etw zu G-e tun’: jdm etw Angenehmes, eine Wohltat erweisen [Erster Knecht:] Ich habe unserm Offizier Wein und Brodt geholt. [Zweiter Knecht:] So, er tuht sich was zu g-s [zu Gut 8,94 Götz2] vor unserm Angesicht, und wir sollen fasten! 39,95,14 Götz1 III [Frascati] Hier wo man recht in der Fülle sitzt, kann man sich was zu G-e thun, auch brenne ich recht vor Leidenschaft mir alles zuzueignen 32,84,22 ItR Das alte Weib lebte .. in einem kleinen Häuschen zurückgezogen, wo sie .. ihren Kindern und Enkeln mitunter was zu G-e that 51,4,3 ThS I 1 26,273,11 DuW 5 uö e ‘sich auf/mit/über etw, jdn zu G-e tun’: sich etw positiv anrechnen, sich etw einbilden, stolz sein auf etw, jdn [Ankunft auf dem St Gotthard] der Freund [Passavant] that sich höchlich darauf zu G-e, daß alles so wohl gelungen .. sei 29,127,13 DuW 19 Mercur, | .. Auf seinen Scepter und seine Ruthe | Thut er sich öfters was zu G-e 16,51 NeuestePlund 196 [Götz:] Wir haben nachher uns oft was drüber zu G-e gethan [Auftreten gegenüber dem Bischof von Bambg] 8,25,28 Götz2 I 22,286,12 Lj VI 19,301,20 BrSchweiz II uö 2 superl Vbdgn a ‘jdn zum besten haben’, selten ‘halten’: jdn zum Narren haben, anführen, necken, sich üb jdn lustig machen; auch vom Naturphänomen [Meph, den Weinzauber ankündigend:] Euch soll sogleich Tokayer fließen. [Altmayer:] .. Ich seh’ es ein, ihr habt uns nur zum Besten Faust I 2278 so ein Amphitheater recht gemacht, dem Volk mit sich selbst zu imponiren, das Volk mit sich selbst zum Besten [zum besten T1,194,19 v 16.9.86] zu haben 30,59,16 ItR [Beschäftigung mit Lichtbrechung] hier war .. der Aufenthalt jener bezaubernden Prinzessin, welche im siebenfarbigen Schmuck die ganze Welt zum Besten hatte 35,258,10 TuJ 1806 4,242 Erlaubt sei dir 3 uö b ‘(jdm) etw zum besten geben’: ausgeben, ausspenden [Meph zu den Studenten:] gäb’ ich diesen werthen Gästen | Aus unserm Keller was zum Besten Faust I 2250=Fragm 729 uö öfter: (Gefälliges, Ansprechendes) vortragen, (dar)bieten; auch ‘sich zum besten geben’ befahlen sie ihr [der Mandolinenspielerin], einige lustige Stückchen zum Besten zu geben 26,90,28 DuW 2 [Theaterdirektor:] Die Damen geben sich und ihren Putz zum Besten | Und spielen ohne Gage mit Faust I 119 [aus Karlsbad] Die Professoren Weiß aus Berlin, Schweigger von München geben höchst unterrichtende Gespräche zum Besten B29,272,7 August 28.8.18 DjG31,415 Mitsch2 898~Mitsch1 546~9,105 Mitsch3 862 uö 132,309,10 Götz3 Plp [Elpore:] Wollt ihr Macht? Der Mächt’ge hat sie. | Wollt ihr Reichthum? Zugegriffen! | Glanz? Behängt euch! Einfluß? Schleicht nur! | Hoffe niemand solche Güter; | Wer sie will, ergreife sie Pand 384 35,229,16 TuJ 1805 uö für Nahrungsmittel, schmackhafte Speise; ‘sauer-süßes G.’ für ein Kompott [Röse:] welche schöne saure Milch er [Schnaps] sich zurecht gemacht hat, mit geriebenem Brot und Zucker .. Das liebe G.! man muß es nun wegwerfen 17,303,3 Bürggeneral 13 4,255 Große Leidenschaft 15 mit dem Moment des Geheimnisvoll-Sinnhaltigen das [verschlossene] Kästchen .. ward ein großes Buch herbeigeschafft, das anvertraute G. eingeschrieben 24,226,19 Wj I 12 ‘zugebrachtes G.’, rechtsspr für Mitgift, im iron Bild des Gehörnten [Alcest zu Söller:] Er ist die Frau nicht werth. | So schön, so tugendhafft .. | So viel ihm zugebracht .. [Söller:] auch der Kopfschmuck war ein zugebrachtes G. DjG31,416 Mitsch2 914~DjG31,350 Mitsch1 562 einmal mit Unterscheidung von mobilem Besitz u Grundbesitz; wiederholt ‘liegende Güter’ für Grundeigentum (vgl Bed B) [Lenardo:] Wir mögen .. bei völligem Überschauen den Grundbesitz als einen kleineren Theil der uns verliehenen Güter betrachten. Die meisten und höchsten derselben bestehen aber eigentlich im Beweglichen, und in demjenigen was durch’s bewegte Leben gewonnen wird2) 251,180,6 Wj III 9 DjG33, 401,1 RAnw [13.11.73] A1,228,8u15 Ausarbtg übGesch dGeneralrevision [Anf Apr 83] b nicht spezifiziert, nur pl; öfter neben ‘Name, Stand, Ehre’ ua; in (bildhaften) Wdgn wie ‘an Leib und Gütern zu Grunde gehen’, ‘viele Güter auf ein Haupt häufen’ [Sekretär:] Willkürlich handeln ist des Reichen Glück! | .. Genug besitzen hieße darben. Alles | Bedürfte man! Unendlicher Verschwendung | Sind ungemess’ne Güter wünschenswerth NatT 782 [Marie üb Clav:] Für mich rang er nach Namen, Stand, Gütern 11,57,23 Clav I [Karl üb die ‘französische Nation’:] sie werde die edlen Deutschen, die sich für sie erklärt, zu schätzen wissen .. sie mit Ehren, Gütern und Zutrauen überhäufen 18,108,13 Unterhaltungen [Götz zu Elisab:] Suchtest du den Götz? Der ist lang hin. Sie haben mich nach und nach verstümmelt, meine Hand, meine Freiheit, Güter und guten Namen 8,166,5 Götz2 V~39,165 Götz1 32,414,11 ItR Plp 20,346,15 Wv II 12 DjG34,201,3 RAnw [2.5.74] uö idVbdgn ‘irdische, weltliche, zeitliche Güter’, auch (zugl Bed A2aγ einschließend) ‘leibliche und geistige Güter’, ferner ‘Güter dieses Lebens’ [Adelh zu Weisl:] Sind wohl die irdischen Güter so häufig daß man verschwenderisch damit umgehen darf 132,303,11 Götz3 Plp [Dramengestalten des Barons von C***] Personen, der Gunst der Fürsten, des größten Reichthums und des größten Glücks werth, die aber auch auf alle diese weltliche Güter mit dem reinsten Herzen und hellsten Sinne Verzicht zu thun bereit waren 52,139,6 ThS V 7 [ein beschenkter kath Bettler] sagt: er werde für euch beten, Gott und seine Heiligen bittend bestürmen, bis sie euch mit den besten leiblichen und geistigen Gütern überschütten 411,264,21 FrommeBetrachtgn [Alphons zum bekränzten Tasso:] Wer früh erwirbt, lernt früh den hohen Werth | Der holden Güter dieses Lebens schätzen .... [Antonio:] Des Lebens Mühe | Lehrt uns allein des Lebens Güter schätzen Tasso 504u2949 N4,8,11 FlH VI uö im Gleichnis des Fruchtbaums [ein Apfelbaum üb die ihn umschlingende Efeupflanze:] die Verrätherin .. schmeichelt mir Leben und Güter, | Schmeichelt die strebende Kraft, schmeichelt die Hoffnung mir ab 1,289 Amyntas 39 c im kollekt Sg: Reichtum, Habe; auch in sprichwörtl u redensartl Wdg (‘um alles G. der Welt’); in Vbdgn wie ‘erworbenes, eigenes, fremdes G.’ [Kanzler, vom Kaiser unterzeichnete Urkunde verlesend:] Der Zettel hier ist tausend Kronen werth. | Ihm liegt gesichert, als gewisses Pfand, | Unzahl vergrabnen G-s im Kaiserland 151,1 Faust II 6060 [Achill:] Wunsch des unbedingten Besitzes | Weit vertheileten G-s Achilleis 602 [Esther:] Bedenke mich am Ende | Mit einem Capital in deinem Testamente. [Mardochai:] leider! ist mein G. .. sämmtlich confiscirt 16,35 JahrmPlund2 538 Gut verloren — etwas verloren! | .. Ehre verloren — viel verloren! | .. Muth verloren — alles verloren!3) 51,107 ZXenNachl VIII 331 131,174 Prol Halle 1811 Vs 62 DjG31,412 Mitsch2 861~9,101 Mitsch3 821 [für: fortune] 45,53,22 Ram Neffe 251,166,17u19 Wj III 7 uö öfter (formelhaft-)paarig verbunden mit ‘Geld, Hab(e), Leben, Blut’ ua, wiederholt innerhalb reihender Aufzählung [Faust:] Auch hab’ ich weder G. noch Geld, | Noch Ehr’ und Herrlichkeit der Welt Faust I 374 Ein Mägdlein trug man .. | Zu Grabe; | Die Bürger schauten .. | Sie saßen eben in Saus und Braus | Auf G. und Habe. | Da dachten sie: .. | Trägt man uns nächstens auch hinaus, | Und wer denn endlich bleibt im Haus | Hat G. und schöne Gaben: | Es muß sie doch einer haben 3,183 Parabol 12 Vs 5u9 [Oheim:] Was soll es heißen, Besitz und G. an die Armen zu geben?4) Löblicher ist, sich für sie als Verwalter betragen. Dieß ist der Sinn der Worte Besitz und Gemeingut; das Capital soll niemand angreifen 24,100,19 Wj I 6 [Reinke de Vos: lyff unde gud] ReinF VII 176u205 252,280,17 Wj Plp uö 2 im geistig-ideellen Bereich; teilw in Berührung mit 1 od in daran anknüpfenden Bildvorstellungen a seelisch-geistiger od kultureller Wert; selten im kollekt Sg α mBez auf innere Verfassung, Gemütslage [Iph:] O segnet, Götter, unsern Pylades | .. seine Seel’ ist stille; sie bewahrt | Der Ruhe heil’ges unerschöpftes G. Iph2 1387 Ein leichtbewegtes Herz | [Bd. 4, Sp. 585] β für emotionale Zuwendung, Liebe, gelegentl für fürstl Gunst(bezeugung) wir .. wohl Ursache haben, an den unvergänglichen Gütern der Liebe, Neigung und Freundschaft festzuhalten B22,122,4 CarlAug 27.6.11~B22,439 ASeebald 26.6.11 [Handelsmann:] O ich Unglückseliger! .. Warum erkenne ich erst im Alter jene Güter, die allein den Menschen glücklich machen? .. 18,161,24 Unterhaltungen Sey .. mir die bisherige Gnade und Huld vollständig erhalten, damit ich Zeitlebens ein so unschätzbares G. dankbar verehrend anerkennen möge B26,21,18 Fst Reuß 18.6.15 K [Ernennung zum Kommandeur des Leopoldsordens] wobey ich .. in meiner frohen Verwunderung gedachte, wie auch dieses G. Ew. königl. Hoheit früherer Verwendung schuldig geworden B26,48,1 CarlAug 20.7.15 B7,231,12 ChStein 25.6.86 uö γ von intellektuellen, (sittl-)ideellen, religiösen Inhalten, Werten; attribuiert ‘himmlische, geistige, höhere Güter’, ‘überirdisches G.’ ua Eine Idee, wie sie ausgesprochen ist, wird ein wundersames Gemeingut .. [man] bedient sich dessen nach eigner Art und Weise folgerecht .. Dadurch aber beweis’t sich eben der inwohnende kräftig-lebendige Werth des erworbenen G-es N6,270,2 MetamPfl Wirkg 1830 Für andre wächs’t in mir das edle G., | Ich kann und will das Pfund nicht mehr vergraben! | Warum sucht’ ich den Weg so sehnsuchtsvoll, | Wenn ich ihn nicht den Brüdern zeigen soll? 1,6 Zueignung 69 [Knabe Lenker:] Bin die Verschwendung, bin die Poesie; | Bin der Poet, der sich vollendet | Wenn er sein eigenst [<Hab und] G. verschwendet 151,1 Faust II 5575 [üb die Bürger Elberfelds] die mit irdischem Erwerb beschäftigt, die himmlischen Güter nicht außer Acht ließen 28,292,14 DuW 14 N4,130,8 FlH VI 32,187,3 ItR 27,319,15 DuW 10~36,445 BiogrEinzh Plp 9,437 Tancred 1616 uö auch mit Bezugswechsel hinsichtl aufgezogener, unterwiesener Kinder Vier gefällige Kinder hast du zum Gaukeln erzogen | Alter Gauckler und schickst nun sie zum Sammlen umher. | Meine Güter [<Meinen Reichtum] trag ich bey mir! so sagte der Weise6), | Meine Güter [<Meinen Reichtum], sagst du, hab ich mir selber gemacht 53,14 Vs 107f VenEpigr 30 δ von einem Kunstwerk od künstlerischen Wesenselementen [Tasso:] lockte man mir .. | Mein einzig Eigenthum, mir mein Gedicht | Mit glatten Worten ab .. | Mein einzig G. ist nun in euren Händen, | Das mich an jedem Ort empfohlen hätte Tasso 3318 [Kaufangebot einer antiken Statue] ein erwünschtes G. .. jene Tänzerinn im Pallaste Colombrano 32,423,4 ItR Plp braucht sich der Deutsche nicht zu schämen, der .. besonders was Poesie betrifft, Gehalt und Form von Fremden genommen hat. Ist doch das fremde G. unser Eigenthum geworden 422,417,11 LyrVolksb B17,110,22 Zelter 28.3.04 b mBez auf einen wertvollen, nahestehenden, geliebten Menschen, auch auf eine Personengruppe; mehrf als Ziel eines intensiven, ausschließl Strebens; ‘bestes, edles, reines, wahres, göttliches G.’ [Przin zu Tasso üb das männl u weibl Geschlecht:] Ihr wagt es, für die Ewigkeit zu handeln, | Wenn wir ein einzig nah beschränktes G. | Auf dieser Erde nur besitzen möchten, | Und wünschen, daß es uns beständig bleibe. | .. Wenn’s Männer gäbe, die ein weiblich Herz | Zu schätzen wüßten Tasso 1027 Sie [Liebende] wünschen den Besitz eines einzigen G-es, und wähnen alles Übrige .. entbehren zu können .. alle Verhältnisse scheinen in Nichts zu verschwinden, indem das gewünschte G. zu Einem, zu allem wird 18,98,17u20 Unterhaltungen [Bauer Simpel zu CarlAug:] wir bäurisch treues Blut | Sind doch immer euer bestes G. 4,205 Durchlauchtigster! Es nahet sich 16 38,125,26u126,3 Claud1 Tasso 1894 12,343u364 Lila [1778] 1,225 Braut vKorinth 177 uö vom (hingegebenen) ‘Selbst’ 22,18,11 Lj IV 2~52,177,12 ThS V 13 in sinnl-erot Hinsicht ich liebe, | Mich des versicherten G-s lange bequem zu erfreun 1,257 Vs 380 RömEleg XVIII c vom Leben, Lebensgenuß, von best (freudvollen, beglückenden) Erfahrungen, Gegebenheiten; einmal ‘G. und Glück’ [Mitteilungen des Dresdner Schusters u ‘bewußtlosen Weltweisen’] die heitere Art, womit er sein eignes enges, armes, mühseliges Leben betrachtete .. die unverwüstliche Überzeugung, daß das Leben an und für sich ein G. sei 27,168,12 DuW 8 [Götz:] wenn uns dießmal die Gefahr zusammen bringt, wenn sie Herrn und Knecht an Einem Tisch versammelt, so laßt uns erwägen, daß Lebensgenuß ein gemeinsam G. ist, dessen man sich nur in Gesellschaft erfreuen kann 131,298,4 Götz3 IV 14 Geht die Sonne des Morgens auf und verspricht einen feinen Tag; erwehr ich mir niemals auszurufen: da haben sie [die Menschen] doch wieder ein himmlisches G. worum sie einander bringen können AA79,7 Werth2 II [Faust zu Wagner:] was man weiß kann man nicht brauchen. | Doch laß uns dieser [Abend-]Stunde schönes G. | Durch solchen Trübsinn nicht verkümmern! Faust I 1068 16,90 Satyros 229 B1,142,24 Behrisch [11.11.]67 NatT 200 d im Topos ‘das höchste G.’, auch ‘(erstes und) größtes G.’, ‘erstes und letztes G.’: als Inhalt, (End-) Ziel des (individuell-)menschl Strebens; in Anknüpfung an die seit der Antike tradierte Güterlehre für Kardinal-, Idealwerte wie Tugend, Glück, Reichtum, Gesundheit, auch für göttl Gnade [Bänkelsänger:] Das Laster weh dem Menschen thut; | Die Tugend ist das höchste G., | Und liegt euch [den Christen] vor den Füßen 16,17 JahrmPlund2 169~AAJw1,202 JahrmPlund1 115 Gönnet mir, o Quiriten! das Glück, und jedem gewähre | Aller Güter der Welt erstes und letztes der Gott [Amor]! 1,257 Vs 388 RömEleg XVIII Armuth ist die größte Plage, | Reichthum ist das höchste G.! 1,181 Schatzgräber 4 Ist nicht Gesundheit allen uns das höchste G.? 131,175 ProlHalle 1811 Vs 92 muß .. das größte G., was ein Mensch erlangen kann [Heiligung von oben] .. durch geistige Erbschaft auf Erden erhalten .. werden .. in der Weihe des Priesters ist alles zusammengefaßt 27,123,13 DuW 7 von klassischer Schönheit (verkörpert in Helena, Pandora); einmal idVbdg ‘einzig hohes G.’ [Chor zu Helena:] Verschmähe nicht, o herrliche Frau, | Des höchsten G-es Ehrenbesitz! | Denn das größte Glück ist dir einzig beschert, | Der Schönheit Ruhm der vor allen sich hebt 151,1 Faust II 8517 [Prometh:] Kleinode schafft dem Manne täglich seine Faust. [Epimeth:] Unwürd’ge, schafft er nicht das höchste G. dafür. | .. Eines übertrifft [die anderen Güter] .. Die Schönheit .. [Prometh, auf Pandora anspielend:] In Fraun-Gestalt nur allzuleicht verführet sie Pand 585 48,109,3 Polygnot ÜbVerherrlichung dHelena 152,106 Faust II 9061 Var in versch individuellen od situativen Sichten, Bewertungen [Faust üb sich formenden, auf Gretchen hin- [Bd. 4, Sp. 586] 3 übergreifend, umfassend bzw unbestimmt; auch ‘alle Güter’, ‘jedes G.’ od im kollekt Sg; einmal ‘jedes G. ganz auskosten’ [Egmont, vor der Hinrichtung:] Freunde, höhern Muth! .. Schützt eure Güter! Und euer Liebstes zu erretten, fallt freudig 8,305,17 Egm V [der frühere Verlobte zu Dorothea:] schätze das Leben nicht höher | Als ein anderes G., und alle Güter sind trüglich HermDor IX 289 Dankt dem Geschicke | Männiglich G. 1,108 Zum neuen Jahr 28 B3,183,14 ChStein 7.11.77 uö iZshg unbedingten Bestrebens, auch von Verzicht, Entsagung Fausts Charakter .. stellt einen Mann dar, welcher, in den allgemeinen Erdeschranken sich ungeduldig und unbehaglich fühlend, den Besitz des höchsten Wissens, den Genuß der schönsten Güter für unzulänglich achtet seine Sehnsucht auch nur im mindesten zu befriedigen 152,198 Helena Plp 1,6 [Frau des Handelsmannes zum Prokurator:] Sie haben mich fühlen lassen .. daß wir fähig sind, jedem gewohnten G. zu entsagen und selbst unsere heißesten Wünsche von uns zu entfernen 18,187,4 Unterhaltungen 7,152,1 DivNot im Ausdruck einer nicht hierarchisierenden, (bürgerl-)praktizist Sichtweise (vgl A2d) [Prometh:] Das höchste G.? Mich dünken alle Güter gleich Pand 586 B Landgut, ländliches Besitztum; als Ritter- bzw Adels- od als Bürgerbesitz, auch im Lehns- od Pachtverhältnis [Maria zu Karl:] leb du einmal auf deinem Schloß, als ein frommer christlicher Ritter. Auf seinen eigenen Gütern findet man zum Wohlthun Gelegenheit genug 8,21,25 Götz2 I der Fürst** .. hat mich gebeten .. mit ihm auf seine Güter zu gehen AA85,30 Werth I [Herm:] wie herrlich liegen die schönen, | Reichen Gebreite nicht da, und unten Weinberg und Gärten, | Dort die Scheunen und Ställe, die schöne Reihe der Güter HermDor IV 188 [Lenardo:] hörte ich .. daß der Pachter eines unserer Güter, mit dem der Oheim lange Geduld gehabt hatte, endlich wirklich ausgetrieben .. und das G. anderweit verpachtet werden sollte 24,199,1u4 Wj I 11 Nußbr Mädch Ew. Herzogl Durchl. wollen aus dem .. Adjudicationsschein .. gnädigst ersehen, wie ich das vormals Cramerische Lehn- und Freygut zu Oberrosla mit allem Zubehör .. erstanden .. habe. Ich komme .. meiner Schuldigkeit nach, bey Ew Herzogl. Durchl. die Lehn an diesem acquiriten G-e hierdurch geziemend zu muthen B51,148 CarlAug 30.7.99 K ReinF X 399 NatT 2903 B14,128,24 CarlAug 10.7.99 K JbGG6,211 Merkzettel 17.6.98 uö ‘geistliche Güter’; einmal im grotesk-komischen Revolutionsgleichnis [Schnaps:] Nun sehe ich mich in der Gegend um und finde — [bringt aus dem Schrank ein Brot hervor] einen Edelhof [reibt es u verrührt es in saurer Milch] .. Nun fehlen noch die geistlichen Güter [nimmt Zucker] .. Der wird .. auch gerieben .. Und drüber gestreut .. Und so ist die sauersüße Milch der Freiheit und Gleichheit fertig 17,288,28 Bürggeneral 9 Tgb 27.6.08 uö verbunden mit (spätabsolutistischen, bürgerl) Reformideen, -versuchen, bezügl Neugliederung, effektiver Bewirtschaftung, Besteuerung, einmal iZshg mit handwerkl-industriellem Entwicklungsprojekt; in der formelhaften Vbdg ‘frei gekaufte Güter’ für steuerunbelastete Güter [betr geplante Umwandlung der großen Weimarer Domänen in kleinere Pachteinheiten]7) Wir kommen endlich hier an die Zerschlagung der Güter, die bey Euch etwas gemeines ist. Könntest du mir einen Aufsatz verschaffen von den Grundsätzen .. B7,13,3 Merck 13.2.85 Da .. aus .. [dem] Martinischen Brief zu ersehen gewesen, daß dorten [im Raum um Darmstadt] die herrschaftlichen Güter weder erb noch eigenthümlich an einzelne verlassen noch auf einen Erbbestand, das heißt Stammvätern und ihren Familien ausgegeben worden, sondern daß man die Art vorgezogen habe, die zu zerschlagende Güter auf lebenslängliche Lehen für Mann und Frau auszuthun .. so wird man es nur um desto nöthiger finden, sich nach der dortigen Einrichtung auf das genaueste zu erkundigen B7,28,22u26 CarlAug 15.3.85 [Werner:] so wollten Sie .. lieber, daß unsere frei gekauften Güter steuerbar wären? .. [Lothario:] durch diese Gleichheit mit allen übrigen Besitzungen entsteht ganz allein die Sicherheit des Besitzes .. [Werner:] Wie wird es .. mit den Zinsen unseres Capitals aussehen? .. [Lothario:] Um nichts schlimmer! .. wenn uns der Staat gegen eine billige regelmäßige Abgabe das Lehns-Hocus-Pocus erlassen, und uns mit unsern Gütern nach Belieben zu schalten erlauben wollte ..8) 23,146,2u16 Lj VIII 2 [Brief des Abbé an Wilh] durch eine von der Natur weniger begünstigte Gegend, wo ein Theil der [vom Oheim für Lenardo bestimmten] Güter gelegen ist .. ward in der neuern Zeit ein Canal projectirt .. Zu beiden Seiten jener Wasserstraße .. mögen Spinnerinnen und Weberinnen sich ansiedeln, Maurer, Zimmerleute und Schmiede .. Werkstätten bestellen .. 24,376,20 Wj II 7 23,18,13 u 19,6u12 Lj VII 3 uö ‘jdn in seine Güter einsetzen’ iSv jds Status als Gutsbesitzer (wieder)herstellen 132,302,37 Götz3 Plp im Bildzshg erweitert auf Besitztum überhaupt: in iron Veranschaulichung beschränkt-kleinbürgerl Daseins Ach sieh! wie schöne pflanzt sich ein | Das Völklein dort im Schattenhain; | Ist wohl zurecht und wohl zu Muth, | Zäunt jeder sich sein kleines G., | Beschneid’t die Nägel in Ruh und Fried’ 16,4 NeueröffnPuppensp Prol 32 mit speziellem Bezug auf sittlich Gutes Wenn du .. das Gute thust, | Sieh, das soll dich adeln! | Hast du aber deinen Zaun | Um dein G. gezogen, | Leb’ ich .. | Keineswegs betrogen. | Denn die Menschen .. | Würden besser bleiben, | Sollte nicht, wie’s einer thut, | Auch der andre treiben 6,100 Vs 6 DivUnmut C Ware, Handelsgut (in Anschl an A1); nur pl Die Kaufleute .. hatten eben ein Schiff geladen, das mit Wolle und andern Gütern nach Rouen bestimmt war 46,119,23 Hackert Der Ort [Zug] .. ist der Stapelort von den Gütern, die nach Zürich gehen und daher kommen T2,185,12 v 7.10.97 uö → GWB *BauGut GWB Bauergut GWB Erbgut GWB Erdengut GWB Familiengut GWB Feldgut GWB Fideikommißgut GWB Freigut GWB Gemeingut GWB Gemeindegut GWB Glücksgut GWB Gnadengut GWB Grundgut GWB Hauptgut GWB Hausgut GWB Heiratsgut GWB Jesuitengut GWB Judengut GWB Kaisergut GWB Kammergut GWB Kaufmannsgut GWB Kirchengut GWB Klostergut GWB Königsgut GWB Landgut GWB Lebensgut GWB Lehngut Menschen- Mittel- Pacht- Pfründe- Privat- Ritter- Stadt- Stamm- Stein- Wunder- Syn zu A Wert zu 1c Habe Habschaft GWB Habseligkeit Kapital Reichtum Vermögen zu B Besitzung Gehöft Grundbesitz Hof Landgut zu C Artikel Ware 1) vgl SprSalom 10,2 sowie Wander 2,197 (Nr255) u 199 (Nr295) 2) s dazu s v [Bd. 4, Sp. 587] 3) vgl Wander 2,192 (Nr167) 4) bezieht sich vor allem auf die Ideen ROwens, mit denen G aus ‘Hzg Bernhards Reise durch Nord-Amerika 1825 u 1826’ bekannt war (sd Bd 2, bes 130—154) 5) wohl in Anlehnung an Rousseaus ‘Nouvelle Héloïse’ (1. Teil, 1. Abt, 26. Brief): “O Julie! que c’est un fatal présent du ciel qu’une âme sensible!” 6) Nach der Bias von Priene zugeschriebenen Sentenz “omnia mecum porto mea”, was er in Anspielung auf sein Wissen, seine Tugenden bei der Flucht aus der Heimatstadt gesagt haben soll (Cicero, Paradoxa Stoicorum I,8). 7) zu dem (weitgehend ergebnislosen) Vorhaben der Weimarer Administration s FHartung, Das Grhzgtum Sachsen unter der Regierung Carl Augusts 1775—1828, 1923,79f 8) bezügl der (gutswirtschaftl) Anschauungen des Reformadels im ‘Wilhelm Meister’ s WVoßkamp, Utopie u Utopiekritik in G-s Romanen Wilhelm Meisters Lehrjahre u .. Wanderjahre, in: Utopieforschung, ed Voßkamp, 3, 1985,227—249; dort auch weitere Literaturangaben (Anm 30) 1)] Volumina, deren G-es zu begünstigen, das Unartige aber zu beseitigen seyn wird B28,270,6 Voigt 5.10.17 3 von guter Qualität a iSv gut geraten verschiedene seiner [AWSchlegels] kleinen Gedichte .. zwischen 1798 und 1803 .. sind zum Theil g-e Früchte desselben [des ‘altertümelnden christkatholischen Kunstgeschmacks’] 491,36,18 Neudt relig-patriotKunst [Meyer/G] b ‘g-e Laune’ wohl (mit Bezugsverschiebung) iSv Neigung zum, Verlangen nach dem Guten, Wertvollen Bibliothek [des Rektors der Stendaler Lateinschule] .. woraus er [Winckelmann] nach dem Antriebe seiner g-en Laune las, am meisten alte Sprachen 46,85,28 Winckelm Dritter Aufs [FAWolf] 4 (vergleichsweise) harmlos, nicht (lebens)bedrohlich Herders Kinder haben die natürlichen doch g-en Blattern B6,154,1 Knebel 21.4.83
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