glühenvereinzelt Großschr; im Vers häufig ‘glühn’; mehrf subst; häufig PartPräs (verein-
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zelt komp u superl); von rund 275 Belegen vier Fünftel im dichterischen Werk, vor allem in Versdichtung (33 Belege in ‘Faust’) Aintr 1infolge von Brand, Entzündung, Erhitzung, Hitze (rot, heiß) glühen a(ohne offene Flamme) brennen, in Glut stehen αvon einem (unkontrollierten) Brandherd, in Schilderung von Feuersbrünsten u deren Widerschein; häufig mit der Konnotation von Gefahr, Verheerung, Verwüstung; einmal bildhaft in visionärer Umdeutungals zur Nachtzeit auf dem großen budenreichen Marktraum ein plötzlicher Brand Laden auf Laden ergriffen hatte .. Die Häuser des Marktes, vom Widerschein geröthet, schienen schon zu g., drohend sich jeden Augenblick zu entzünden18,331,3 Nov[Lynkeus:] Funkenblicke seh’ ich sprühen | Durch der Linden Doppelnacht, | Immer stärker wühlt ein G. | Von der Zugluft angefacht. | Ach! die innre Hütte lodert .. Das Capellchen bricht zusammen | Von der Äste Sturz und Last. | .. Bis zur Wurzel glühn die hohlen | Stämme, purpurroth im Glühn151,1 Faust II 11310u11334f[Metzler:] Seht wie die Gebürge von der wiederscheinenden Glut ihrer Schlösser in g-des Blut getaucht daherum liegen .... [zum Sohn Ottos von Helfenstein:] Sieh da hinaus wies Glüht. Kleiner Junge, sieh das schöne Feuergen — Ah.39,149,17 u 153,6 Götz1 V151,1 Faust II 81156,40 Vs 9 DivHafisuö βvon einer kontrollierten (noch) brennenden, glimmenden, gelegentl (wieder) aufflammenden Feuerstelle, -stätte, -quelle, mehrf ‘g-de Kohle(n)’; auch im Vergl u BildJohannisfeuer .. züngeln .. in die Höhe, scheinen g-d zu verlöschen und leben auf einmal ermuntert wieder auf35,174,22 TuJ 1804Einen Scheiterhaufen schichte du; | .. Bring’ in Flammen Liebende zu Ruh! | Wenn der Funke sprüht, | Wenn die Asche glüht, | Eilen wir den alten Göttern zu1,226 Braut vKorinth 195ein Kaminfeuer .. bringt, besonders wenn viele g-de Kohlen sich dabei befinden .. einen rothen Schein hervorN4,232,21 FlH VIWenn er [Wilh] sie [Mignon] ansah, glaubte er eine g-de, unter der Asche verglühende Kohle zu erblicken52,46,28 ThS IV 9Ein Mädchen, das zu mehrern Liebhabern .. noch einen frischen gewinnt, gleicht der Flamme .. Bald wird er wie seine verlass’ne Nebenbuhler am Grunde liegen und in angeschmauchter Trauer, in sich g-d, verglimmen51,55,13 ThS I 16151,1 Faust II 7025uögelegentl auch von einem schwach brennenden Flämmchen; einmal im Bild (in Anspielung auf die Ausgießung des Hl Geistes) für das latente Vorhandensein dichterischer Inspiration; einmal ‘ein Funke glüht’ bildl zum Ausdruck bestehender Hoffnung[Knabe Lenker, zur Menge:] Die größten Gaben meiner Hand | Seht! hab’ ich hier umher gesandt. | Auf dem und jenem Kopfe glüht | Ein Flämmchen das ich angesprüht, | .. Gar selten aber flammt’s empor, | Und leuchtet rasch in kurzem Flor151,1 Faust II 5632NatT 2930uö bin glühendheißem Zustand, erhitzt sein αvon (zum Zweck der Bearbeitung) bis zum Glühen (u Schmelzen) erhitztem Metall od anderen schmelzbaren Materialien; auch im Bild sowie in Anlehnung an die Redensart ‘man muß das Eisen schmieden, solange es glüht’Andere Körper bedürfen eines hohen Grades von Hitze um einen Schein von sich zu geben .. so .. fordern die Metalle einen hohen Grad von Hitze um zu g., wobey sie in verschiedener Maße weich und sogar flüssig werdenN52,170,28 FlD III Plp 38in einer Eisenschmiede, als eben die g-de Masse unter den Hammer gebracht wurdeN1,19,11 FlD 44[Glasbläserei] Diese ungeheuern Körper .. g-d schwingen .. zu sehen .. macht einen ängstlichen EindruckT8,295,4 v 15.8.22[Susanne üb die Predigt ihres Vaters:] Ausdrücke und Wendungen .. dießmal flossen sie .. so herzlich zusammengeschmolzen, ruhig g-d, von Schlacken rein, wie wir das erweichte Metall in der Rinne hinfließen sehen251,248, 7 Wj III 13B2,69,11Salzmann6.3.73uö βvon einem beheizten (gewerbl Zwecken dienenden) Ofen uädie .. Schmelzhütten .. die nur durch des g-den Ofens geringe Öffnung kümmerlich erleuchtet werden27,335,20 DuW 1053,189,21 Üb:verschZweige hiesigerTätigkuö γvon einem bedrohlich heißen Gegenstand od Untergrund; mehrf ‘g-des Eisen’, ‘g-der Boden’, auch im Vergl als etw mit Abstand, Vorsicht zu Behandelndes[Plutus:] Der [Herolds-]Stab schon ist er angeglüht. | Wer sich zu nah herangedrängt | Ist unbarmherzig gleich versengt - | .. [Geschrei u Gedräng:] O weh! Es ist um uns gethan. - | .. Mir sprüht es heiß in’s Angesicht. - | Mich drückt des g-den [heißen Var] Stabs Gewicht151,1 Faust II 5752[Mahomet zu Omar:] Im glüh’nden Sand [Dans des sables brulans], auf rauhen Felsenflächen, | Trag’ ich, mit dir, der strengen Lüfte Pein9,301 Mahomet 563Nichts ist zarter als die Vergangenheit; | Rühre sie an wie ein g-d Eisen: | Denn sie wird dir sogleich beweisen | Du lebest auch in heißer Zeit3,277 ZXen III 69533,299,22 BelagergMainzuö δvon magmatischen (in Vulkanausbrüchen zutagetretenden) Glutmassen, mehrf iZshg mit der vulkanist Erdentstehungstheorie; auch ‘uranfänglich, zentralisch g.’; einmal im Vergl: ‘wie g-de Wolken’ für eine entsetzenerregende Erscheinung[Vesuv] ja man glaubte mit halbweg bewaffnetem Auge die g-d ausgeworfenen Felsklumpen auf der Nacht des Kegelberges zu unterscheiden31,275,21 ItRUrsache der Vulkane .. Uranfängliches G. des Erdkörpers .. Jeder Vulcan steht mit dem g-den und noch aufsiedenden Erdkörper in ConnexionN9,302,5 Vulkane[Gespr üb die Erdentstehung] Mehrere wollten unsere Erdgestaltung aus einer nach und nach sich senkend abnehmenden Wasserbedeckung herleiten .. Andere heftiger dagegen ließen erst g. und schmelzen251,27,4 Wj II 9[Meph:] Als Gott der Herr .. | Uns, aus der Luft, in tiefste Tiefen bannte, | Da, wo centralisch g-d, um und um, | Ein ewig Feuer flammend sich durchbrannte151,1 Faust II 10077151,1 Faust II 86514,263 An Bergrat Lenz 12uö cvon der Sonne, für: sengen, warm strahlenWas bedeutet die Bewegung? | Bringt der Ost mir frohe Kunde? | .. Lindert sanft der Sonne G., | Kühlt auch mir die heißen Wangen6,182 Vs 9 DivSuleika [Marianne][Gerichtsrat üb Eugenies Verbannungsort:] Der Sonne g-des Geschoß durchdringt | Ein feuchtes, kaum der Fluth entriss’nes LandNatT 1983Du bist uns kaum entwichen, und schwermüthig ziehen | Aus dumpfen Höhlen (denn dahin | Flohn sie bei deiner Ankunft, wie vor’m G. | Der Sonne Nebel fliehn) | Verdruß und Langeweile2,149 An Zachariä 7~37,36 Ode an Zachariä 716,34 JahrmPlund2 516uö 2(strahlend, hell) leuchten; mehrf in engem Anschluß an die Bedeutungen von 1 ain intensiver, meist glühendroter Farbe erstrahlen, (auf)leuchten αvon der (auf- und untergehenden) Sonne u deren Widerschein; einmal von einer nächtl Illumination; vereinzelt mit metonym Bezug
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die Aussicht über einen Theil der Campagna di Roma nach den Gebirgen des Sabinerlandes hin, welche im Schimmer des Abendlichts g.48,125,13 Üb:Hackert,LandschaftenAuf einmal sahen wir den Gipfel einer sehr hohen Klippe, völlig wie geschmolzen Erz im Ofen, g.19,262,13 BrSchweiz IIAuf einmal schien die Sonne durchzudringen, | .. Ein Glanz umgab mich und ich stand geblendet. | .. Denn alles schien zu brennen und zu glühn1,4 Vs 28 Zueignung [1784]Schüttlend bald die g-den Locken, entstieg er [Helios] des Ida | Wäldern, um klagenden Troern, um rüst’gen Achaiern zu leuchtenAchilleis 65Fest St. Peter und Paul .. Erleuchtung der Kuppel und .. Feuerwerk .. Die schöne Form der Collonade, der Kirche und besonders der Kuppel, erst in einem feurigen Umrisse und, wenn die Stunde vorbei ist, in einer g-den Masse zu sehn, ist einzig und herrlich32,9,1 ItR1,94 Bergschloß 47uöbezogen auf die Kraft poet Imagination[Dichter:] Wer läßt den Sturm zu Leidenschaften wüthen? | Das Abendroth im ernsten Sinne glühn? | .. Des Menschen Kraft im Dichter offenbartFaust I 151mBez auf eine visionäre Erscheinungkein irdischer Glanz ist es .. | Näher wälzt sich die Wolke, sie glüht. Ich staune dem Wunder! | Wird der rosige Strahl nicht ein bewegtes Gebild? | Welche Göttin nahet sich mir?1,281 Euphrosyne 13 βvon besonders leuchtender Farbgebung, in der MalereiGiorgione, ein Zögling des Giovan Bellini, bediente sich bei eben so kräftigen Schatten, noch g-derer TintenN3,359,12 FlH V16,152 Künstlers Apotheose 21uö γvon besonders farbintensiven Blüten u Früchten, auch erweitert von der Farbenpracht der NaturFern erblick’ ich den Mohn; er glüht. Doch komm’ ich dir näher, | Ach! so seh’ ich zu bald, daß du die Rose nur lügst1,346 VierJahrsz Frühling 19Kennst du das Land, wo die Citronen blühn, | Im dunkeln Laub die Gold-Orangen glühn1,161 Kennst du das Land 2Und so verdrängt mit liebevollem Streiten | Der feuchten Qualme Nacht; | Nun g. schon des Paradieses Weiten, | In überbunter Pracht3,78 Weltseele 27Was nutzt die g-de Natur | Vor deinen Augen dir, | .. Wenn liebevolle Schöpfungskraft | Nicht deine Seele füllt2,189 Monolog dLiebhabers 11,57 Nachgefühl 3uö bim Dunkeln leuchten αfunkeln, blitzen: von Sternen, dem Sternenhimmel od einer Lichtquelle, einmal vom Blitz (in Schilderung des jüngsten Gerichts)Der volle Mond stieg zu dem g-den Sternenhimmel herauf und vollendete das Magische der Umgebung24,331,28 Wj II 5[die zum Bergfest mit ihren Lampen heranziehenden Bergleute] Viel freundlicher als wenn ein Vulcan sich aufthut .. zeigte sich diese Erscheinung, und doch glühte sie nach und nach mächtiger, breiter und gedrängter, funkelte wie ein Strom von Sternen251,24,15 Wj II 937,9 HöllenfahrtChristi 1484,132 Adler, mit einer Leier 6uöin iron Übertragung auf das glanzvolle Sichhervortun eines Gelehrten[Meph:] Wer kennt ihn nicht den edlen Doctor Wagner, | Den Ersten jetzt in der gelehrten Welt! | .. Er leuchtet einzig vom Katheder; | .. Wie er vor allen glüht und funkelt, | Kein Ruf, kein Ruhm hält weiter stand151,1 Faust II 6652 βvon gespenstischen, teuflischen, magischen, elementaren Lichterscheinungen, leuchtenden Körpern u Körperteilen; fast ausschließl in ‘Faust’, einmal in einer Beschwörungsformel:‘das dreimal g-de Licht’ (für die Trinität?1)), einmal iZshg der Erscheinung des ‘feurigen Wunders’ im Szenenschluß der Klass Walpurgisnacht2)[die Muse schildert das schreckliche Wirken der Naturgewalten:] Erdschlünde thun sich auf .. | Wie Salamander lebt es in der Gluth, | Und streitet häßlich mit vulkanischer Wuth. | .. Was ist mir? was leuchtet ein wunderlich Licht? | So leuchtet der Furie Feuergesicht. | Und, unter dem Kopfschmuck phosphorischer Schlangen, | Weiß g. [erglühen Var] die Augen und rothbraun die Wangen131,121 ProlBln 1821 Vs 151[Meph, zu den Dickteufeln:] Nun wanstige Schuften mit den Feuerbacken! | Ihr glüht so recht vom Höllenschwefel feist151,1 Faust II 11657[mBez auf die Verjüngung Fausts] Die Zauberin, die das Wunder geleistet, mit g-dem Becher16,239,27 Maskenz 1818 Progr[Faust zum Pudel:] Du siehst daß ich nicht vergebens drohe. | Ich versenge dich mit heiliger Lohe! | Erwarte nicht | Das dreimal g-de Licht!Faust I 1319151,1 Faust II 8477152,64 Faust II 8476f Var1,213 Die ersteWalpurgisnacht 82uö γvon phosphoreszierendem GesteinDie genannten Phosphoren und überhaupt alle Substanzen, welche im Dunkeln g-d erscheinen, nachdem sie dem Licht der Sonne oder einer andern starken Beleuchtung ausgesetzt werden, leuchten schon in diesem Lichte selbstN4,328,18 Fl Suppl Wirkg farbBeleuchtung [Seebeck]B9,318,22Sömmerring2.7.92uö 3in bildhafter Metaphorik, überwiegend im Anschluß an die Bed A1, vor allem in frühen Werken u Br avon physischem Hitzegefühl, -empfinden u dessen Äußerung αin der Beschreibung von brennendem Schmerz; im Vergl[mBez auf das gesellige Treiben in Offenbach] Mir wars .. wie einer Ratte die Gift gefressen hat .. ihr innerstes glüht von unauslöschlich verderblichem FeuerB2,292,26Gfin Stolbg17.9.75 βin der Beschreibung der Wirkung körperl Anstrengung[Heimkehr der Schaulustigen] Seht, wie allen die Schuhe so staubig sind! wie die Gesichter | G.! und jeglicher .. wischt sich den Schweiß abHermDor I 419,34 LauneVerl 466 γredensartl: ‘jdm glüht das Messer unter den Händen’: jd ist ungeduldig, begierig, etw zu tun16,47 NeuestePlund 66 bvon (sich häufig auch physisch manifestierenden) leidenschaftl Empfindungen, Erregungszuständen; PartPräs auch iSv leidenschaftlich, sehnsüchtig od ausschließl intensivierend; in überwiegend konventioneller Metaphorik αin der Schilderung von Liebesleidenschaft, heftigem Liebesverlangen, gelegentl von Liebesschmerz; mehrf ‘g-de Tränen’, ‘g-de Leidenschaft’ uä; auch ‘jd glüht’Sie schlummert, er [der Traumgott] küsste die Wangen, | Sie glühten von heissem Verlangen, | Erhizzet, o Gottheit, von Dir, | Nach sterblichen Küssen von mir37,42 Die Liebhaber 10heut vor acht Tagen war Lili hier .. Wie ich durch die g-dsten Trähnen der Liebe, Mond und Welt schaute und mich alles seelenvoll umgabB2,293,4Gfin Stolbg17.9.75Dieß wird die letzte Thrän’ nicht sein, | Die g-d Herz auf quillet [herzauf quillet?]4,95 Sehnsucht 2 [Korr 52,327][Cäcilie:] Was hat sie [Stella] verschuldet, um eben die blühendsten Jahre .. geschieden zu sein .. von dem, den sie so g-d liebt?11,189,4 Stella V[Beaum:] Dank sei dir, Gott im Himmel, daß du dem Menschen mitten im g-den unerträglichsten Leiden ein Labsal sendest .. Rache!11,114,12 Clav IV 22,16 Sonette XIV 141,253 Vs 321 RömEleg XVFaust I 1751AA144,23 Werth IIuöidVbdgn
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‘für jdn, füreinander g.’, ‘nach etw g.’[Werth zu Lotte:] ich fühl’s, du kannst den nicht hassen, der so für dich glühtAA153,8 Werth1 II~Werth2[Tancred:] Schon in Byzanz hat Solamir für sie [Amenaide] .. geglüht [adora ses attraits]9,424 Tancred 1367Wie glühst du nach dem schönen Munde, | Der bald verstummt und nichts versagt1,50 Brautnacht 111,57 Nachgefühl 129,34 LauneVerl 476uö βin Schilderung des Wirkens innerer Antriebskräfte wie Tatendurst, Mut, Ehrgeiz; mehrf zur Kennzeichnung von Jugend; auch im Blick sich äußernd, iVbdg mit ‘Auge’; gelegentl ‘auf etw g.’, ‘g. etw zu tun’[üb Schiller] Nun glühte seine Wange roth und röther | Von jener Jugend, die uns nie entfliegt16,166 EpilSchillersGlocke 49[Egm:] Und frisch hinaus, da wo wir hingehören! in’s Feld, wo .. das Verlangen vorzudringen, zu besiegen .. zu erobern, durch die Seele des jungen Jägers glüht8,282,2 Egm V[üb die Figuren in Klingers Werken] Seine Mädchen und Knaben sind frei und lieblich, seine Jünglinge g-d, seine Männer schlicht und verständig28,255,11 DuW 14[Obergeneral:] Hier .. Siehst du den Phalanx, wohlgemuth zu streiten. | .. Zu Tausenden glüht’s hier auf große That151,1 Faust II 1036439,75,25 Götz1 IIFaust I 463~Urfaust 11052,54,25 ThS IV 11uögelegentl auch von Affekten wie Empörung, Wut, Haß[Clav:] Marie! Marie! [Beaum:] Das ist seine Stimme! .. Wie mit dem Klang der Stimme sich eine g-de Wuth in meine Adern goß! .. [Clav:] Ich fürchte deine g-den Augen nicht11,121,27 u 122,4 Clav V[Tasso zum Fürsten:] Ich trug ihm [Antonio] warm die schönste Freundschaft an; | Er warf mir meine Gaben vor die Füße; | Und hätte meine Seele nicht geglüht, | So war sie deiner Gnade, deines Dienstes | Auf ewig unwerthTasso 147852,23,4 ThS IV 49,20 LauneVerl 260uöunpers ‘es glüht’, mBez auf jds sich selbst anklagende Verzweiflung[Faust:] Mag ihr [Gretchens] Geschick auf mich zusammenstürzen | Und sie mit mir zu Grunde gehn. | [Meph:] Wie’s wieder siedet, wieder glüht!Faust I 3366~Urfaust 1432 cvom Wirken, der Wirkung höchster schöpferischer od naturhaft-vitaler Energien αvon Enthusiasmus u Inspiration des Künstlers[Wandrer:] Eines Tempels Trümmer! | .. G-d webst du | Über deinem Grabe, | Genius! über dir | Ist zusammengestürzt | Dein Meisterstück, | O du Unsterblicher!2,172 Der Wandrer 55Der über alle Begriffe das Vergangene sowohl als das Gegenwärtige und in Gefolg’ dessen auch das Zukünftige mit g-dem Geistesblick durchdringende Dichter hat seinem unbegränzten Talent neue Regionen erobert412,97,9 Üb:Byron,Cainverzeyht, wenn meine Leyer | Nicht von jenem heil’gen Feuer | Der geweyhten Dichter glüht37,18 Annette Lyde 5[für: ardent]412,184,19 Anz:Oeuvres dramat de Guö βvon einem meist durch Natur-, Liebeserfahrung gesteigerten Lebensgefühl, auch von der Erfahrung eines erfüllten Lebens; meist ‘g-des Leben’; mehrf in Werthwenn ich jene Berge .. all jene Thäler .. sah .. die Vögel um mich, den Wald beleben hörte .. mir alles das innere g-de, heilige Leben der Natur eröfnete, wie umfaßt ich das all mit warmen Herzen .. und die herrlichen Gestalten der unendlichen Welt bewegten sich alllebend in meiner SeeleAA59,27 Werth1 I~Werth2Diese Nacht! .. hielt ich sie in meinen Armen .. Gott! bin ich strafbar, daß ich auch jetzt noch eine Seligkeit fühle, mir diese g-de Freuden mit voller Innigkeit zurük zu rufen, Lotte! Lotte!AA115,6 Werth1 II~126,18 Werth2[Herzog:] Dich hab’ ich todt gesehn! .. [Eugenie:] Lebendig siehst du sie vor deinen Augen | .. Und vor dem glüh’nden liebevollen Leben | Entweiche des verhaßten Todes BildNatT 584[Geist:] In Lebensfluthen, im Thatensturm | Wall’ ich auf und ab, | .. Geburt und Grab, | Ein ewiges Meer, | Ein wechselnd Weben, | Ein g-d LebenFaust I 507131,84, 11 Was wir bringen 19151,1 Faust II 11855uö Btrans 1etw (ein Material) bis zum Glühen erhitzen; fast ausschließl substUm durch G. und Ablöschen Eisenstäbe magnetisch zu machen, müssen sie verhältnißmäßig dünn zur Länge seinN11,186,9 MagnetGläser, welche vortreffliche entoptische Figuren erzeugten, wurden geglüht und langsam abgekühlt, sie hatten nun diese Eigenschaft verlorenN51,235,8 EntoptFarb [Seebeck]N51,291,16u18 EntoptFarb 28B35,294,20Henning23.3.22uöPartPrät zur Bezeichnung des Zustands nach erfolgtem Erhitzen u WiederabkühlenProfessor Döbereiner mit geglühten GlasplattenTgb 11.4.17N1,209,16 FlD 512uö 2im lyrischen Duktus des Sturm u Drang3): ‘einer Person, einer Sache etwas g.’ iSv leidenschaftlich entgegenbringenHast du nicht alles selbst vollendet, | Heilig glühend Herz? | Und glühtest jung und gut, | Betrogen, Rettungsdank | Dem Schlafenden da droben?2,77 Prometheus 34Wenn die Räder rasselten | Rad an Rad rasch um’s Ziel weg, | Hoch flog | Siegdurchglühter | Jünglinge Peitschenknall, | .. Glühte deine Seel’ Gefahren, Pindar, | Muth. — Glühte? - | Armes Herz!2,71 Wandrers Sturmlied 109f
Caroline Vollmann
glühend-biegsamin glühendem Zustand biegsam, von Glasmasse[Glasblasen] Das alles geschieht mit der zerbrechlichsten, glühend biegsamsten MasseT8,295,14 v 15.8.22
Caroline Vollmann
glühend-heißGetrenntschr avon der Sonneneinstrahlung412,33,31 Eurip,PhaethonVersuch bvon einem schmerzend heißen Gegenstand, einmal im VerglZu der Apfel-Verkäuferin | Kamen Kinder gelaufen, | .. Sie hörten den Preis | Und warfen sie wieder hin | Als wären sie glühend heiß3,185 Parabol 14 Vs 102,207 Krittler 13
Caroline Vollmann
glühend-mildeWohlerleuchtet, glühend-milde [Hell erleuchtet aber milde Var] | Zog der Fluß im Abendschein4,68 Wohlerleuchtet 1
Caroline Vollmann
glühend-rot[Nichte:] Und im Camine | Was muß ich sehen! | Ein glühend Herze | Schwebt in der Flamme | .. [Abbé, für sich:] Ach dieß Herz! Es ist das meine | Glühend roht von eignem Feuer | [Graf:] O an dem gebratnen Herzen | Gleich erkennet sich der Thor17, 390 GrCoph Plp Vs 92
glühend-stark[Psyche üb Satyros:] Wie glühend stark umher er schaut!16,85 Satyros 150 → GWBanglühenGWBaufglühenGWBdrchglühenGWBdurchglhenGWBentglühenGWBentgegenglühenGWBerglühenGWBhervorglühen umher- ver- neuglühend rachglühend schmerzlichglühend siegdurchglühtSyn zu A1a brennen zu A1aα gluten zu A1aβ glimmen zu A1c brennen gluten sengen zu A2 leuchten strahlen zu A2bαuβ blitzen flackern flammen funkeln glänzen glimmern 1) Arens (I,155) wendet sich gegen die Auslegung als Anrufung der Trinität, ebenso verwirft FfA (I 72,250) eine festlegende Interpretation. 2) vgl Anm s v flammen u ASchöne, Das Kollektivwerk Faust, in: HJSimm (Hg), Insel-Almanach 1999,81f 3) vgl DWb 4.1. 5,454