EmpfindensvermögenEindrucks- u Erlebnisfähigkeit, Sensibilität; in Evozierung aller nichtrationalen SeelenkräfteMan thut unrecht an dem Empfindens und Erkennens Vermögen der Menschen zu zweifeln, da kan man ihnen viel zu trauen, nur auf ihre Handlungen muss man nicht hoffenTgb 8.4.79 Syn Delikatesse GWBEmpfindungsfähigkeitGWBEmpfindung Sensibilität Zartgefühl
Horst Fleig
empfindlichungefähr je ein Viertel der 130 Belege in A2 u B2 Aals Beeinträchtigung, Verletzung uä wahrgenommen od wahrnehmbar 1körperl unangenehm od schmerzl spürbar (gelegentl zugl iSv Unbehagen od Schmerz erregend); einmal ‘jdm etw e. machen’ iSv zu spüren geben, heimzahlenden 9. September .. Abends e-e, kalte Luft eintretend [< Abends e. kalt Var]N13,506,22 MeteorolTgb 1823Zaun von .. Agaven .. die kräftigen Stacheln der Blattränder sind e-e Hindernisse31,196,27 ItRabgehalten .. durch den Zuspruch meiner alten Übel, die mir meine .. Versäumniß des Carlsbades .. e. machen wollenB21,83,12Voigt26.9.09B9,174,21CarlAug6.2.90uö 2seelisch schmerzlich, peinvoll od unerfreulich; vereinzelt attr, einmal subst, öfter ‘etw ist, wird, fällt jdm e.’, auch iSv nahegehen; mehrf abgeblaßt iSv jdm leid tun bzw ‘etw ist e.’ iSv bedauerlich, schade[Marie üb Clav:] ich kann ihn nie wieder sehn .. Mein Herz würde reißen! [Sophie:] .. Der erste Anblick muß auf dich eine e-e Wirkung machen11,83,21 Clav III 1Deiner Schwester fällt der Tod ihres Mannes sehr e.B9,13,18ChStein31.8.88von dem wunderlichsten aller Unfälle [G hatte die in Weim Durchreisenden verpaßt] .. Ich muß mich einer unschuldigen Schuld schuldig machen. Es ist mir nicht leicht etwas e-eres begegnetB39,101,25ALevetzow3.2.25Von diesem Haufen [in Böhmen gesammelter Augiten] sich zu trennen wäre gar zu e. gewesenN9,115,13 Wolfsbg NachschrB6,159,15JFFritsch6.5.83B9,157,10Kayser18.10.89uö 3in Berührung mit 1 od 2: deutl wahrnehmbar, spürbar, heftig, merklich, erheblich; öfter attr ‘e-er Schaden’, ‘e-e Strafen, Schmerzen’ ua, adv auch iSv äußerst, höchst20° Kälte .. welches sehr e. absticht gegen bisherige laue WitterungB43,249,18Sternbg18.1.28Nach soviel Eingesendetem .. wird der Mangel an Platz immer e-erA(GJb30,22) Bericht [22.]11.12 Kdaß die Feindseligkeiten der Nachdrucker Ihnen keinen e-en Schaden zufügen mögenB8,281,3Göschen[27.10.87][Erkrankungen G-s u Christianes] beliebte es den verruchten Dämonen mich auf eine e. [< e-e] abgeschmackte Weise mit Fäusten zu schlagenB25,335,21Sartorius17.5.15 K18,245,20 MärchenuömBez auf einen anspielungsreichen Text: bemerkbar, erkennbarSowohl verstorbene als lebende Autoren flicht er [ThHood] in seinen Vortrag ein, wovon uns die Spitze nicht e. ist [> wovon der Bezug nicht zu finden ist 422,301; Stellen .. welche nicht auf uns wirken 422,82 Üb:Whims and Oddities]422,301 Var Bgereizt, sensibel reagierend; sehr empfänglich od anfällig 1gekränkt, ärgerlich; sichtlich betroffen, ungehalten od verbittert; mehrf ‘üb etw e. sein’erhielt ich Nachricht .. der gute Mann [Büttner] sei ungeduldig, ja e., daß ihm der mitgetheilte Apparat [für opt Versuche] nicht wieder zugesendet werdeN4,294,17 FlH VI Konfess dVerf[Regentin üb Egm:] Er nimmt das Ernstliche scherzhaft .. es vergeht wenig Zeit, daß er mich nicht e., sehr e. macht .. Sein Betragen ist oft beleidigend8,191,15 Egm I 2Amine. Sie [Lamons Rose] steht mir schön. Eridon (e.). Ja wohl — Amine. Doch, Freund, ich geb’ sie dir9,16 LauneVerl Regiebem vor 20451,147,3 ThS II 518,84,11 MädchOberkirch I 1uö 2zart, rasch od lebhaft empfindend, ungewöhnl aufgeschlossen; gelegentl iSv nervös, leicht zu beeindrucken, seelisch verletzbarDen Vortheil haben wir andre die wir kranck sind, wir sind e-er, zärtlicher und in gewisser massen glücklicherB(DjG32,4,31) Langer 29.4.70Angelica [Kauffmann] .. ist .. sehr für alles Schöne, Wahre, Zarte e.32,36,9 ItRGewiß nur der am e-sten gewesen ist, kann der Kälteste und Härteste werden; denn er muß sich mit einem harten Panzer umgeben, um sich vor den unsanften Berührungen zu sichernGespr(He2,466) Riemer 24.7.09[Pfarrer, üb eine Abhärtungsmaßnahme:] Der Vater mit Unrecht | Hat dem e-en Knaben den Tod im Tode gewiesenHermDor IX 51DjG31,377 Mitsch2 361 = Mitsch1 3337,285,17 FGA Geßner,Idyllenuömit der Nuance des Gefühlvollen, Zärtlichen u Leicht-zu-Rührenden; nur in Vbdgn wie ‘jds Herz ist e.’, ‘jds e-es und liebevolles Herz’[Mutter zu Herm:] warum du so heftig bewegt bist, | .. so hast du, ich glaube, gewählet, | Denn dein Herz ist getroffen und mehr als gewöhnlich e.HermDor IV 208[Egle üb Eridon:] Zu wenig rühren ihn der Liebe Tändeleien, | Die ein e. Herz .. erfreuen9,7 LauneVerl 78B11,208,8Iffland[Mitte Sept 96]leicht Anstoß nehmend, zimperlich, heikel; mehrf aus übertriebenem Ehrgefühl; vereinzelt ‘gegen etw e. sein’Da mochten denn [im Florenz des MA] .. schnell reich gewordne .. grobe Bürger mit armen und e-en Edelleuten sich
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veruneinigen44,336,2 CellAnh X[G verbittet sich] Kupfer, die nicht zum Text gehören .. Es kann seyn, daß andere nicht so e. sindB20,11,10Cotta24.1.08 [Korr Fehling 95][Wilh üb Schauspieler:] Jeder macht Anspruch auf die unbedingteste Achtung, jeder ist e. gegen den mindesten Tadel23,24,24 Lj VII 3HermDor IX 148B50,90,18 ChStein [Ende 15/Anf 16 Korr Fränkel 22,468]uö‘es (mit etw) e. nehmen’: etw (zu) schwer, (zu) genau nehmenSo sei der Christe wie der Heide sündlich. | Das Beste bleibt, wir geben uns die Hände | Und nehmen’s mit der Lehre nicht e.52,345 Das Tagebuch 6B46,213,17ASchopenhauer16.1.30 3auf physikal Reize (überwiegend Lichtquellen) heftig od fein reagierenddas entoptische Glas .. vergleicht sich dem Auge; es ist ein fein-getrübtes Wesen, sensibel für directen und obliquen Widerschein, und .. für die zartesten Übergänge e.N11,277,8 Purkinje,Sehen subjDanke für das .. so sehr e-e Instrument [ein Manometer]B40,192,22CarlAug25.12.25 KWundersam e-e Pflanze gegen das Licht. Man kann sie kerzengerad ziehen, wenn man sich die Mühe gibt, sobald sie sich gegen das Licht hin krümmt, sie herum zu stellenN6,338,27 Bryophyllum calycinumuö 4leicht zu beeinträchtigen, nicht resistent akörperl anfällig, angegriffen, schwach[nach schwerer Krankheit in der Kindheit] Tanzen war anfangs nur meine geringste Freude; mein Körper war zu e.22,264,13 Lj VI SchöneSeele[ChStein] war e. von der Kranckheit [vgl sie war noch kranck Tgb 2.8.81]Tgb 3.8.81uöauch iSv verwundbar, nur ‘jds e-ste Teile’ uä; auch metaphor[AWSchlegels ‘Comparaison entre la Phèdre de Racine et celle d’Euripides’] Der Verfasser greift die Überwinder des Continents auf ihrer e-sten Seite und in ihrer eignen Manier sehr lebhaft anB19,461,7ChStein19.11.07ReinF XII 171131,296,24 Götz3 IV 13uö bin seiner materialen Beschaffenheit leicht zu verderbenso ist sie [die gelbe Farbe] .. äußerst e. und macht eine sehr unangenehme Wirkung, wenn sie beschmutzt .. wirdN1,311,14 FlD 770N51,153,17 Elemente Fl 8uö → un-Syn zu A peinvoll schmerzlich unangenehm zu A2 bedauerlich zu A 3 bedeutend beträchtlich empfindbar erheblich heftig merklich zu B1 ärgerlich verdrießlich verstimmt zu B2 delikat empfänglich feinfühlend reizbar sensibel verletzbar zartfühlend zart zu B3 empfänglich reizbar sensibel zu B4a schwach verwundbar
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Empfindlichkeitzwei Fünftel der 45 Belege in Punkt 1; oft ‘E. gegen etw’ 1Empfänglichkeit für Sinnesreize anatwiss: von Organen u Organismen, überwiegend als Lichtempfindlichkeit des AugesDie E. des Auges gegen das Licht, die gesetzliche Gegenwirkung der Retina gegen dasselbe bringen augenblicklich ein leichtes Farbenspiel hervorN1,274,10 FlD 690Das Weiße hat die größte E. gegen das Licht .. daß eine weiße Fläche .. die hellste ist .. daß ihr Eindruck auf das Auge in der finstersten Nacht .. am letzten verschwindetN51,131,12 ElementeFl 7 [für: sensibility] N4,241,22 FlH VI DarwinN11,277,1 Purkinje,Sehen subjuöpflanzl od tierische Fähigkeit zur Empfindung od Reizaufnahme, insbes mBez auf Berührungsreize (u ihre Beantwortung)Große E. dieses Organs [des Gäbelchens der Weinranke]. Seine Fäden krümmen sich gleich am Ende wie Hörnchen. Aus dieser E. entspringt die Eigenschaft, sich zu ringeln und im Ringeln sich anzuklammernN7,136,21u24 Weinbau Schema 1828E. der Haut. Die Raupen zucken mehr oder weniger, wenn sie berührt werdenN6,432,15 EntomologStudienN6,339,6 Bryophyllum calycinum 1820N52,158,18 Fl Plp bals sinnl Wohlgefallen an etw, nur ‘E. gegen (Wohl-)Gerüche’Constitution der Einwohner | E. [Zärtlichkeit Var] gegen die Gerüche342,162,27 VorbereitgItal 1795/96ebd 233,10 2körperl od materiale Anfälligkeit aIdiosynkrasie gegen best WitterungseinflüsseZugluft .. gegen die er [Eduard] eine übertriebene E. zeigte20,78,14 Wv I 7 bEigenschaft (von Farben), leicht beschmutzt, beeinträchtigt zu werdenEine gleiche E. hat das Weiße gegen alle Berührung anderer abfärbender KörperN51,132,1 ElementeFl 8Ihre [der Farben] E. gegen Säuren und Basen ist .. bekanntN52,399,9 Fl Plp 3Aufgeschlossenheit, Sensibilität, einmal mBez auf das Ideal empfindsamer Herzensbildung[Gonzalo üb seine Tochter:] dieses innere Gefühl ihrer selbst .. diese E. gegen alles Schöne und Gute38,113,26 Claud1dass zum rechten guten Herzen auch Mitleiden gehört; dass das noch lange nicht der höchste Grad von E. ist, wenn man arme Leute und Lerchen füttertB1,195,3FOeser13.2.69 4verärgerte Reaktion, Verdruß, Indignation; überwiegend (selbst)krit in Vbdgn wie ‘jds erste, augenblickliche E.’ bzw ‘seine E. dissimulieren, sich alle E. verbieten’; als impulsive Reaktion insbes idWdg ‘(etw) mit einiger E. sagen’[vermutl in Zelters Namen verf] was ich im ersten Verdruß über die .. mißlungene Ausgabe .. gesagt habe .. meine erste E. [ist] nicht zurückzunehmenB35,358,7Nägeli[?]11.11.21 K[Dissens mit Cotta] ich mir in meinen Jahren in jedem Geschäft alle E. verbiete und nur darauf sehe .. wie der Gang desselben gefördert werden kannB40,242,25Boisserée12.1.26so sagte er mit einiger E. [quasi isdegnato]44,54,12 Cell III 5B12,146,25Kirms9.6.97131,250,3 Götz3 III 2uö 5seelische od moralische Verletzbarkeit, Reizbarkeit, insbes aus (übertriebenem) Ehr- od Selbstgefühlschicklich .. ein Gericht zu bestellen, in welchem sittliche junge Männer .. ihre allzu große E. mäßigen lernenA(53,287,18) Votum üb Abschaffg Duelle [Jan 92] K[im Hause Jacobis in Pempelfort] man verzieh sich die Eigenheiten, eine E. hielt der andern die Waage und die wechselseitigen Mißverständnisse blieben lange verborgen33,193,4 CampDie leidenschaftlichen Ausdrücke .. sind der gekränkten E. eines Autors zu verzeihen40,296,3 Antw iNamVoßuöals Aversion gegen den Anblick von WundenÜbungen .. durch die ich meine E. abzustumpfen versucht hatte; ich konnte der Operation [Herders] beiwohnen27,306,5 DuW 10 → Un-Syn zu 1 a Empfänglichkeit Irritabilität Reizbarkeit Sensibilität zu 2 a Idiosynkrasie zu 3 Delikatesse Empfänglichkeit Empfindsamkeit Empfindung Sensibilität Zartgefühl zu 4 Entrüstung(sd) Indignation zu 5 Reizbarkeit
Horst Fleig
empfindsam19 Belege, überwiegend aus den 70er Jahren bzw mBez auf diese von G als Höhepunkt der dt ‘Empfindsamkeit’ erlebte Epoche (vgl b) agefühlvoll, sensibel, zartfühlend; auch weichherzig u sympathet iS der ‘Empfindsamkeit’; einmal ‘e. für jdn’eine sehr e-e, zärtlich gütige, fein geistreiche Person — Jedes leidende und seufzende Geschöpf, wie möchte sie’s trösten, erquicken, neubeleben!37,343,21 PhysiognFragmHorn .. ist so zärtlich, so e. für seine abwesende Uranie, dass es komisch wirdB1,210,20KSchönkopf1.6.69 Korr B50,204DjG32,6,14 Langer 11.5.70uöidVbdg ‘e-e Stellen’
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(eines Schauspiels) auch iSv gefühlsbetont (u rührend)[während einer Deklamation] die Übrigen [Schauspieler] .. fielen theils mit komischen, theils mit e-en Stellen ein51,52,24 ThS I 15 bkulturhist identifizierend vor allem für den Kreis der Darmstädter ‘Gemeinschaft der Heiligen’ u ihre Verhaltensnormen, einmal im Vergl mit dem früheren pietist Zirkel um SvKlettenbg; auch ‘die E-en’, einmal in literar Travestie[um 1769 in Frankf] Frau Griesbach .. wußte, dachte .. mehr als die andern, die .. sich an eine gewisse Terminologie hielten, die man mit jener der späteren E-en wohl verglichen hätte27,200,22 DuW 8[Sommer 1774 im Hause La Roche bei Koblenz] Zu dem Congreß, der hier theils im artistischen, theils im e-en Sinne gehalten werden sollte, war auch Leuchsenring beschieden .. Ich wohnte diesen Vorlesungen [aus Briefen] gerne bei28,178,5 DuW 13[Haman zu Ahasverus:] die leidigen Irrlehren | Der E-en aus Judäa1) | .. Was hilfts daß wir Religion | Gestoßen von Tyrannenthron | Wenn die Kerls ihren neuen Götzen | Oben auf die Trümmer setzen. | Religion, Empfindsamkeit | Ist ein D*** ist lang wie breit16,402 JahrmPlund1 3228,182,17 DuW 13 c‘e-e Reisen’ für Sternes ‘A Sentimental Journey ..’2); einmal appellativ für entspr sensibilisierte Reiseaufzeichnungen G-s[aus Frankf] Ich habe .. bemerkt daß die Rechenschaft, die ich mir von gewissen Gegenständen gab, eine Art von Sentimentalität hatte .. daß ich .. noch in Gefahr komme e-e Reisen zu schreiben3)B12,244,27Schiller16./17.8.97Tgb 29.3.28 dpejor od polem: sentimental, larmoyant, zimperlich; auch in indirekter satir Zeichnung[geplantes PersVerz] Hans Arsch von Rippach | Hans Arschgen von Rippach. e.38,439,6 HanswurstsHochz PlpAuf das e-e Volk hab’ ich nie was gehalten, es werden, | Kommt die Gelegenheit, nur schlechte Gesellen daraus51,207 Xen 296 = 1,354 Vierjahresz Vs 121eine Magd, die bei einer großen Dummheit alle Manieren einer sich e. zierenden [Empfindsamkeit affichirenden Var] deutschen Fräulein hat19,257,26 BrSchweiz II‘Die e-e Gärtnerin’: geplanter Titel des 1827 veröffentlichten Ged ‘Hauspark’B12,107,4Schiller28.4.97‘jd ist von e-en Nerven’, von dem überempfindlichen, ätherischen Prinzen Oronaro17,18,22 TriumphEmpfindsamk II Syn zu a delikat edel empfindlich feinfühlend gefühlvoll zartfühlend zart zu c und d sentimental zu d ätherisch schwärmerisch 1) nach DjG33,454 gegen den Kreis um Leuchsenring gerichtet 2) von JJChBode 1768 auf Lessings Vorschlag hin eingeführte Titel-Übs, vgl Maurer/Rupp, Dt Wortgeschichte,2,1974,107. Zu Sternes Neuprägung zu frz ‘sensibilité’ vgl EErämetsä, Engl Lehnprägungen in der dt Empfindsamkeit des 18. Jh,1955,444 3) die anklingenden Vorbehalte beziehen sich wohl auf die dt Schriftsteller in der Nachfolge Sternes, vgl SSeidel,Der Briefwechsel zw Schiller u G,1984,3,263f
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Empfindsamkeit10 Belege; nur aus den 70er Jahren od mBez darauf aseelisch-emotionale Kultiviertheit, auch idVbdg ‘gebildete E.’Wenn sie [die Kunst] aus inniger, einiger, eigner .. Empfindung um sich wirkt .. da mag sie aus rauher Wildheit, oder aus gebildeter E. geboren werden, sie ist ganz und lebendig37,149,13 Von dtBaukunst 1773B2,106,8Kestner15.9.[73] Korr B50,208metonym für eine schauspielerische Übung, Gemütsbewegungen gestisch (übertrieben) auszudrücken[Andrason, der die Übung leitete:] Kommt! diese E. zuletzt hat mich hungriger gemacht, als meine Reisen bisher17,14,25 TriumpfEmpfindsamk I bÜberfeinerung, Verweichlichung, Larmoyanz; fast nur in Angriffen auf die sentimental gewordene ‘empfindsame’ Lit; auch als Titelbestandteil von G-s Satireder Mensch .. befestigt sich gegen die Natur .. [bis] seine Kräfte, von keiner Widerwärtigkeit zum Naturgebrauche aufgespannt, in Tugend, Wohltätigkeit, E. zerfließen37,211,2 FGA Sulzer,SchöneKünste [G/Merck]Der Triumph der E. | Eine dramatische Grille17,1 Titel16,402 JahrmPlund 38uö‘E-en’: metonym für einige Haupttitel der ‘empfindsamen’ Lit[Andrason, üb die Bücher im Innern der Mandandane:] das werden Zauberbücher sein. (Er hebt eins auf.) E-en! .. Siegwart .. Die neue Heloise! .. Die Leiden des jungen Werther! — Armer Werther!17,55,27 TriumphEmpfindsamk V Syn zu a Empfindlichkeit Empfindung Zartgefühl zu b Verweichlichung Weichlichkeit
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Empfindsamkeitskrankheitzur Kennzeichnung der patholog Sentimentalität der dt ‘Empfindsamkeit’ zu Beginn der 70er JahreAls der Dichter den Werther geschrieben, um sich wenigstens persönlich von der damals herrschenden E. zu befreien, mußte er die große Unbequemlichkeit erleben, daß man ihn gerade diesen Gesinnungen günstig hielt411,331,24 ÜbHarzreise
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Empfindungvon 920 Belegen üb die Hälfte in 3, iUz ‘empfinden’(sd) nur knapp ein Zehntel in 4, dafür die ästhetische Verwendung (5) stärker belegt u mit eigenen Bedeutungsnuancen; reicher differenziert auch Punkt 7, insbes mBez auf das ‘empfindsame’ Verhalten (b). — In den Bed 1—5 dominiert der Akt des Empfindens, gelegentl Akzentuierung des empfundenen Inhalts (bes bei 2 u 4), außer 6 u 7 selten als Vermögen od Fähigkeit zu empfinden 1Wahrnehmung sinnl od körperlich-vitaler Phänomene und Befindlichkeiten aVerspüren, (unterscheidendes) Gewahrwerden von Sinnesreizen u -qualitäten, mehrf in Betonung der durch das Organ (insbes Auge) geleisteten Vermittlung; meist in der FarbenlehreAuf dem Rückweg nach Sonnenuntergang E. einer starken anwehenden Wärme an gewissen StellenTgb 12.8.07Die Farben, die wir an den Körpern erblicken, sind nicht etwa dem Auge ein völlig Fremdes, wodurch es erst zu dieser E. gleichsam gestempelt würde .. Dieses Organ ist immer in der Disposition, selbst Farben hervorzubringenN1,308,11 FlD 760Das Licht, indem es von einem Körper zurückscheint, wird gemäßigt .. erregt die E. der gelben und ferner der rothen FarbeN1,160,3 FlD 381Newton behauptet, in dem weißen farblosen Lichte .. seien mehrere farbige (die E. der Farbe erregende), verschiedene Lichter wirklich enthalten, deren Zusammensetzung das weiße Licht (die E. des weißen Lichts) hervorbringeN2,8,21 FlP 17 [für: sensation] N2,209,22 FlP 456Gespr(He2,166) Riemer Dez 06 [für:αἰσθητῶς]N3,35,9 FlH I Theophruöals umfassendes, die Einzeleindrücke vereinendes Gefühl eines Fluidums, einer best AtmosphäreJahres- und Tageszeiten gelingen dem Verfasser besonders .. Nicht allein das Sichtbare daran, sondern das Hörbare, Riechbare, Greifbare und die aus allen sinnlichen Eindrücken zusammen entspringende E. weiß er sich zuzueignen40,300,5 Üb:Hebel,Ged bGefühl der körperl(-seel) Verfassung od Gestimmtheit, Verspüren einer best körperl Anwandlung od Begierde; auch für ein best Bewegungsgefühl
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[Kur in Eger] ich finde mich viel leichter und heiterer als vor vier Wochen. Möge uns diese E. durch den Winter begleitenB35,324August26./27.8.21 K VarDer Cörper .. fühlt eine angenehme E., wenn er im Tanze sich nach gewissen Gesetzen dreht. Diese E. sollte ein Blinder haben der durch ein wohlgebautes Haus geführt würde47,328,3f Baukunst 1795 Plpzum Appetit .. zu der E. [la sensation], die mir immer gegenwärtig ist45,147,28 RamNeffeMich aber befiel abermals die unangenehme E. der Seekrankheit31,223,14 ItR22,211,3 Lj V 1324,277,9 Wj II 3uö(selten) 2allg: mentale, seelisch-bewußte Reaktion u Vergegenwärtigung; negiert auch iSv ohne Bewußtsein, leblos[Erdbeben von Lissabon] Sechzigtausend Menschen .. gehen mit einander zu Grunde, und der glücklichste darunter ist der zu nennen, dem keine E., keine Besinnung über das Unglück mehr gestattet ist26,42,8 DuW 1[Sperata] genoß nur wenige Speisen, und ihr Geist machte sich nach und nach auch von den Banden des Körpers los. Auch fand man sie zuletzt unvermuthet erblaßt und ohne E., sie .. war, was wir todt nennen23,280,19 Lj VIII 9im Kant- u Schellingexzerpt für fundamentale (hinsichtl der Objektivierung unterschiedl beurteilte) Wahrnehmungsmodi[Ausz aus KrV] Alle Anschauungen sind extensive Größen. | Anticipationen der Wahrnehmung | Princip. In allen Erscheinungen hat das Reale, was ein Gegenstand der E. ist, eine intensive Größe, d. i. einen GradN13,463,8 Plp[Schema nach ‘System des transzendentalen Idealismus’, 1800] Selbanschauung potentirt. 1. Des sich selbst begränzens. 2. Anschauen der Begränztheit. blos empfindend. Kennt kein Objeckt. ist bloß E. der BeschräncktheitN13,451,4 Plp 3Gefühl, Regung, Leidenschaft, Gemütsbewegung od Stimmung; bes in Br oft in Vbdgn wie ‘(jdm) eine vergnügliche, verdrießliche E. erregen, geben, machen’, fast nur in der Dichtung ‘seinen (eigenen) E-en nachhängen’, ‘sich einer E. ergeben’ uä; auffällig oft in der floskelhaften Vbdg ‘(un)angenehme E.’[üb ‘De l’influence des passions ..’ von FrvStaël] man sieht eine sehr leidenschaftliche Natur, die .. von den Leidenschaften schreibt und das Gewebe der menschlichen E-en und Gesinnungen trefflich übersiehtB11,275,4Meyer5.12.96Wie [beim Menschen] über den Kiefern alle E-en auf- und absteigen und sich auf den Lippen versammeln!37,346,25 PhysiognFragm[Wilh üb seine Puppen:] mit welcher überirdischen E. entdeckte ich, daß darin [in Kästen der Speisekammer] meine Helden- und Freudenwelt auf einander gepackt sei?21,23,3 Lj I 5 ~ 51,17,3 ThS I 5Verzeihung .. Es ist mir unerträglich dir auch nur im geringsten eine unangenehme E. zu machenB6,88,15ChStein10.11.82eins der Grimmischen Kindermährchen [‘Von einem, der auszog ..’] .. der naturfeste Bauerjunge, der immer von Schaudern .. hört .. neugierig, was denn das eigentlich für eine E. sei422,89,26 Üb:Scott,Supernatural20,195,25 Wv I 18B1,211,12KSchönkopf1.6.69uö(sehr häufig)Neigung, Liebesleidenschaft, sinnl Erregung; öfter ‘die heißeste, zärtlichste, süßeste E.’, mehrf ‘E.(-en) für jdn’, einmal ‘E. an jdm’ für Werthers LiebeFriedrickens Reden .. hatten nichts Mondscheinhaftes .. es war nichts darin was eine E. angedeutet oder erweckt hätte, nur bezogen sich ihre Äußerungen mehr als bisher auf mich27,355,12 DuW 10Konnt ich dafür, daß .. eine Leidenschaft in dem armen Herzen [Leonore] sich bildete! Und doch .. Hab ich nicht ihre E-en genährt?AA3,13 Werth I[Merkulo:] die zärtlichste E. in einer Laube wird oft durch eine herabfahrende Spinne gestört17,19,7 TriumphEmpfindsamk IIIch habe so viel und die E. an ihr verschlingt alles, ich habe so viel und ohne sie wird mir alles zu nichtsAA102,26 Werth2 II51,244,5 ThS III 922,217,3 Lj V 1328,211,5 DuW 13uö(fast nur in der Dichtung)unter oft erörterten Aspekten wie Verworrenheit u Mischung von Gefühlen, Wiederaufleben u VerblassenSo fuhr sie fort den Vater .. zu loben, und eine sehr gemischte E. von Zufriedenheit und Eifersucht in dem Herzen des jungen Mannes hervorzubringen24,288,13 Wj II 3[Ottilie] glaubte die Stimme des Gehülfen aus der Pension zu hören. Eine wunderliche E. ergriff sie .. Wie im zackigen Blitz fuhr die Reihe ihrer Freuden und Leiden schnell vor ihrer Seele vorbei20,274,17 Wv II 620,351,19 Wv II 12uömoral Gefühl, Gewahrwerden des ethisch od sozial Gebotenen, auch als Bestrebung; öfter in Qualifikationen wie ‘die höchste, eine edle E.’, einmal ‘jds innere E.’ iSv Stimme des GewissensEine richtige E. legte ihm auf, den Oheim so wie die Nichte zu unterhalten47,158,5 Samml 5die edelste von unsern E-en, die Hoffnung, auch dann zu bleiben, wenn das Schicksal uns zur allgemeinen Nonexistenz zurückgeführt zu haben scheint37,129,3 ShakespTagWilhelm stand ganz erstaunt, denn seiner E. nach war er eigentlich der beleidigte Theil; er hatte sich zu beschweren ..!52,14,1 ThS IV 2[nach dem Diebstahl] Je mehr ihm seine innere E. widersprach, desto mehr häufte Ferdinand künstliche Argumente auf einander18,200,26 Unterhaltungen18,208,11 UnterhaltungenB28,308,3Rochlitz24.11.17uöGefühl des ErhabenenMir machte der Zug durch diese Enge [Gebirgspaß] eine große ruhige E. Das Erhabene gibt der Seele die schöne Ruhe, sie wird ganz dadurch ausgefüllt, fühlt sich so groß als sie sein kann19,224,13 BrSchweiz II = B4,70,21ChStein3.10.[79]Der Audienzsaal des Rathhauses [in Padua] .. daß der ungeheure überwölbte Raum eine eigene E. gibt. Er ist ein abgeschlossenes Unendliches .. drängt uns, auf die gelindeste Weise, in uns selbst zurück30,93,7 ItR37,145,9 Von dtBaukunst 1773uö 4sensible, nuancierte Erfahrung od Vergegenwärtigung komplexer Bezüge u Sachverhalte a(noch undeutl, unreflektierte) Vorstellung od Auffassung, Anmutung, Eindruck, bes ‘dunkle, unwillkürliche, natürliche E.(-en)’; gelegentl iSv (spontane) Überzeugung, Gewißheit, Ansichtwenn sie [die Philosophie] .. unsere ursprüngliche E. als seyen wir mit der Natur eins, erhöht, sichert und in ein tiefes, ruhiges Anschauen verwandelt .. ist sie mir willkommenB15,280,25Jacobi23.11.01wenn wir uns dem Alterthum gegenüber stellen .. so gewinnen wir die E., als ob wir erst eigentlich zu Menschen würden422,190,21 MuR(660)die gelbe Farbe .. Durch eine geringe .. Bewegung wird der schöne Eindruck des Feuers und Goldes in die E. des Kothigen verwandelt, und die Farbe der Ehre und Wonne zur Farbe der SchandeN1,312,2 FlD 771die dunkeln E-en und Ahnungen des unendlichen Zusammenhangs der Geister- und Körperwelt (Mystik)Gespr(He2,272) Riemer 6.12.074,66 Erst Empfindung, dann Gedanken 1uö(selten) bgläubiges, andächtiges, ehrfürchtiges Gefühl od relig Erlebnis; vereinzelt als Begeisterung, Erweckung, Inbrunst, insbes beim Phänomen des Zungenredens; öfter pl; auch in
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Spezifizierungen wie ‘religiose, göttlichste E.(-en)’in dem Augenblicke wußte ich, was Glauben war .. Bei diesen E-en verlassen uns die Worte .. sie waren ganz ohne Phantasie, ohne Bild, und gaben doch eben die Gewißheit eines Gegenstandes, auf den sie sich bezogen, als die Einbildungskraft, indem sie uns die Züge eines abwesenden Geliebten vormahlt22,317,3 Lj VI SchöneSeeleLuther hatte die Schwärmerei zur E. gemacht, Calvin machte die E. zu Verstand37,164,4f BriefPastorsDer verheißene Geist erfüllt die .. Jünger mit der Kraft seiner Weisheit. Die göttlichste E. strömt aus der Seel’ in die Zunge37,187,1 Zwo biblFragen37,189,10 ebd39,190,3 MahometFragmN52,235,16 Fl Plpuö cfür AnteilnahmeIch freue mich sehr Ihrer Theilnahme an meinen Arbeiten und kann versichern daß die E. wechselseitig istB12,379,15AWSchlegel16.12.97 d(sachl) Einsicht, annähernd genaue Kenntnis od gedankl Vorstellung, insbes ‘deutliche, nähere E.’Der erste moralische Blick in die Welt so wenig als der erste phisikalische bringt unserm Kopf oder unserm Herzen eine deutliche E. .. nur sehr lange hernach lernt man erkennen was man siehtB1,248,15Hetzler dÄ28.9.[70] K[betr Steuereinziehungen] die Cammer .. gleichfalls die nähere E. hat was es heisst vor eine Casse zu stehn und wie sehr man sich vor einer ieden neuen Einrichtung bei einer solchen zu hüten hatA1,78,27 Ausarbeitg übSteuereinziehg [11.6./3.7.79]22,74,6 Lj IV 13 ~ 52,232,14 ThS VI 8uö(selten) 5im ästhetischen Bereich aschöpferisch sich verwirklichende künstlerische Wahrnehmung u Vorstellung, Inspiration; vereinzelt ‘malerische, bildende E.’ od (mBez auf die charakteristisch prägende Gestaltung) ‘Eine E.’Ösers tiefe E., die im Portrait mehr den Charakter als den Menschen bildet38,387,17 FGA Kupferst SchubartIch saß [Kinder zeichnend] ganz in mahlerische E-en [E. Werth2] vertieft .. auf meinem Pfluge wohl zwey StundenAA14,21 Werth1 IAlles was du denkst und sinnest, | Was du der Natur und Kunst | Mit E. abgewinnest, | Druckst du aus durch Musengunst2,160 Alles was 3zog sie [Aurelie] .. alle Schleusen ihres individuellen Kummers auf .. eine Darstellung, wie sie sich kein Dichter in dem ersten Feuer der E. hätte denken können22,252,3 Lj V 16laßt diese Bildnerei [der Wilden] aus den willkürlichsten Formen bestehen, sie wird ohne Gestaltsverhältniß zusammenstimmen, denn Eine E. schuf sie zum charakteristischen Ganzen37,149,7 Von dtBaukunst 1773B2,175,14Schönborn10.6.[74]uöbei der schauspielerischen od musikal Darbietung: beseelender, dem Werk angemessener Ausdruck, getreue Auffassung; auch in Kritik einer falschen, ausdrucks- u wirkungsbetonenden Tendenz in der bildKunst[Serlo zu Wilh:] Lassen Sie uns .. ja nicht zu sehr auf Geist und E. dringen! Das sicherste Mittel ist, wenn wir [den Schauspielern] .. den Sinn des Buchstaben erklären .. Wer Anlage hat, eilt alsdann selbst dem geistreichen und empfindungsvollen Ausdrucke entgegen22,181,15 Lj V 7und so führten beide [Charlotte u der Hauptmann] mit E., Behagen und Freiheit, eins der schwersten Musikstücke zusammen auf20,93,28 Wv I 8feine Talente, nur sind sie auf dem sentimental-theatralen Wege .. wenn man E. statt der Anschauung geben will und eine fremde Kunst zum Muster .. macht48,22,21 Kunst inDeutschld22,239,19 Lj V 16uö bim Kunstwerk wirkendes, es belebendes emotionales Element od Moment, (dominierende) Stimmung od Gefühlslagezu deinen Ausarbeitungen .. Geschichte des Mr. Ruse .. eine nackte Erzählung ohne E. .. die ich .. nicht recht begreifen kannB1,111,5Cornelia[12.]10.67ein dramatisches Werk .. Am Ende soll die E., in der Mitte die Vernunft, am Anfange der Verstand vorwalten und alles gleichmäßig durch eine lebhafte Einbildungskraft vorgetragen werdenB40,167,10Elsholtz11.12.25 ~ 422,251,2 MuR(652)sprang er auf und rief: Das Lied [‘Des Jägers Abendlied’ von Reichardt] singst du schlecht! .. Der erste Vers sowie der dritte müssen markig .. vorgetragen werden, der zweite .. weicher; denn da tritt eine andere E. einGespr(Bi2,294) EGenast [Jan 15]B11,13,15Wranitzky[24.1.96]24,260,7 Wj II 3uö cin ästhetischer Rezeption: Gefühls-, Erlebniseindruck, Regung, auch Phantasievorstellung, Assoziation; überwiegend pl; oft in Erörterung der stimulierenden Kraft, Verbindlichkeit u des Realitätsbezugs dieser EindrückeJe schönere Formen nun der Künstler den Figuren gibt, je edler und zarter er ihre Gefühle zu halten versteht, desto .. schönere E-en wird er in uns erregen48,224,1 Zur Preisverteilg 1799hat die bildende Kunst den großen Vortheil, daß sie .. uns zu sich herannöthiget, ohne unsere E-en heftig anzuregen .. Ein Gedicht dagegen macht einen weit vageren Eindruck, es erregt die E-en und bey Jedem andere, nach der Natur und Fähigkeit des HörersGespr Eckerm 5.7.27[Shakespeare-Lektüre] So saß Wilhelm, und mit unbekannter Bewegung wurden tausend E-en und Fähigkeiten in ihm rege, von denen er keinen Begriff und keine Ahnung gehabt hatte21,299,1 Lj III 9 ~ ThS V 822,189,3 Lj V 937,131,21 ShakespTaguöSg: (charakterist) Gesamteindruck, Stimmung od (gattungsspezif) Illusion, auch das gedämpfte ästhetische Wohlgefallenwenn das leidige Ungeheuer [Schauspieler Bendel] .. durch Mißtöne und Mißgebärden das Publicum aus der Harmonie der E. herausnöthigen würde52,18,12 ThS IV 3[Anwalt:] Sie möchten also die E., in welche Sie durch eine Oper versetzt werden, nicht gerne Täuschung nennen? [Zuschauer:] Nicht gern, und doch ist es eine Art derselben47,260,24 ÜbWahrh u Wahrscheinlichk dKunstwerkedie Gruppe des Laokoon .. ein Muster .. von .. Gegensätzen und Stufengängen, die .. bei dem hohen Pathos der Vorstellung eine angenehme E. erregen und den Sturm der Leidenschaft durch Anmuth und Schönheit mildern47,105,7 ÜbLaokoon47,163,3 Samml 527,341,23 DuW 10uökunstkrit Gefühl, Überzeugung od Auffassung, vereinzelt pl für jds Ansichten; als prononciertes Urteil insbes ‘nach meiner E.’, ‘meine E.(-en) darüber’durch den Zug der Kraniche würde alles ganz in’s Natürliche gespielt und nach meiner E. die Wirkung erhöhtB12,260,4Schiller22.8.97[Übersendung des ‘Götz’] keine Rechenschaft geb’ ich Ihnen .. von meiner Arbeit, noch sag’ ich Ihnen meine jetzige E-en darüberB2,10,23 Herder [Anf 72 Korr DjG32,70,31]B4,115,14Lavater2.11.79uö 6Sensibilität, (individuelles) Vorstellungs- od Urteilsvermögen, insbes in Reihung mit ‘Verstand, Phantasie, Einbildungskraft’; fast nur mBez auf Lit u bildKunstIn dem Briefe .. schreibst du deine Meinung darüber [LauneVerl] die deiner E. viel Ehre machtB1,112,19Cornelia[12.]10.67Man stellt gar oft ein Bild, das unsere E., unsere Phantasie bei Gelegenheit eines Kunstwerks erschuf, an den Platz des Werkes selbst47,37,23
PropylAnzWirkung schlechter und guter Kunstwerke auf E. und Einbildungskraft47,4,11 PropylEinl InhVerzB2,57,13SLaRoche19.[1.73 Korr DjG33,19,25]B10,336,13Schiller21.11.95uö 7für das Individuum od ein Kollektiv charakterist-verbindl Gefühlskultur od Erlebnisweise aallg als Gemütsverfassung, (zeittypische) seel Haltung od Norm, gelegentl bloß rollen- od situationsbezogen; öfter in Vbdgn wie ‘Stufe der E.’, ‘individuelle Gesinnungen und E-en’, ‘E-en einer best Weltepoche, der Urzeit’Clärel .. schön wie Lissel .. auf einer höhern Stufe der E., des Gedankens und Ausdrucks411,150,13 Üb:Arnold,PfingstmontagAuch Nala [Episode aus dem Epos ‘Mahabharata’] studirte ich .. und bedauerte nur, daß bei uns E., Sitten und Denkweise so verschieden von jener östlichen [indischen] Nation sich ausgebildet haben36,193,7 TuJdas vergebne Aufstreben nach einer E., die .. bei gewissen Völkern .. das Resultat vieler .. zusammentreffender Umstände war und ist .. Römerpatriotismus! Davor bewahre uns Gott37,270,21 FGA Sonnenfelsdie bildende Kunst .. uns unmittelbar in die Zustände, die Gesinnungen, E-en, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Weltepoche versetzt, worin das Product entstandenB43,10,19Kronprinz Friedr WilhvPreuß14.8.27 KB5,145,1Voigts21.6.81uö b‘empfindsame’, sich dem Gegenstand hingebende, seine Reize nuanciert, erfassende u sich darin genießende leidenschaftl Erfahrung od Einstellung, auch als einzelne Emotion; das sympathet Ideal bes in Vbdgn wie ‘ganz E. sein’, ‘jds schmachtende E.’Noch nie war .. meine E. an der Natur, bis auf’s Steingen, auf’s Gräsgen herunter, voller und innigerAA45,14 Werth Idas schöne Thal .. O es ist mit der Ferne wie mit der Zukunft! Ein grosses dämmerndes Ganze ruht vor unserer Seele, unsere E. verschwimmt sich darinne, wie unser Auge, und wir sehnen uns, ach! unser ganzes Wesen hinzugeben1)AA30,27 Werth1 I ~ Werth2er schuf sich .. Gestalten aus seiner schmachtenden E. und erhöhten Phantasie, staffirte seine Gemählde damit, und so wurden seine Idyllen37,285,24 FGA Geßner,Idyllen[Papagei zur Nachtigall:] Beseelerin der Nächte .. Wecke, rufe hervor jedes schlummernde Gefühlchen! .. mache mich von der Kralle bis zum Schnabel ganz zur E.!17,90,18 VögelAA103,22 Werth IIGespr(Gr4,151) Gerning Jun 95uöim elitären, oft unter Tränen genossenen seel (Gemeinschafts-)Erlebnis; auch als Bedürfnis, sich aufgewühlt u unverstellt zu offenbarenWir traten an’s Fenster .. ich sah ihr Auge thränenvoll, sie legte ihre Hand auf die meinige und sagte - Klopstock! Ich versank in dem Strome von E-en, den sie in dieser Loosung über mich ausgoß .. neigte mich auf ihre Hand und küßte sie unter den wonnevollsten ThränenAA28,25 Werth1 I ~ Werth2die Freundin meiner Jugend .. ich habe das Herz gefühlt, die große Seele .. War unser Umgang nicht ein ewiges Weben von feinster E., schärfstem Witze ..?AA9,16 Werth1 I ~ Werth2Seit den ersten unschätzbaaren Augenblicken, die mich zu Ihnen brachten, seit ienen Scenen der innigsten E., wie offt ist meine ganze Seele bey Ihnen gewesenB2,39,7SLaRoche[etwa 20.11.72]Ich zwinge mich, Ihnen in der ersten E. zu schreiben. Weg Mantel und Kragen! Ihr Niesewurzbrief .. Mein ganzes Ich ist erschüttert .. Spanische Tracht und Schminke! Herder .. Bin ich bestimmt, Ihr Planet zu sein, so will ichs seinB1,264,1 Herder [etwa Okt 71 Korr DjG2,116]37,216,27 FGA Jägerin17,18,5 TriumphEmpfindsamk IIuöin krit u polem Bewertung: rührselige, schwächl u morbide Stimmung od Gemütsbewegung, Empfindelei; insbes in best (feierl) Situationen, einmal ‘zur Stunde der E.’[bezieht sich wohl auf JGJacobi, den Verf des Ged ‘Der Schmetterling’] dass so ein Schmetterling die E-en und Gedancken woran unser einer den Arsch wischt .. dem Publikum vor marcktschreiert38,483,27 SpäneMußten Sie denn das Wort (.. wenn’s zur Stunde der E. gesagt war, desto schlimmer) .. : ‘Wenn ich todt bin, müssen Sie mein Leben beschreiben ..’ für eines Mannes strengstes Ernstwort nehmen?37,280,20 FGA Leben uCharakter KlotzensStiller Rückblick aufs Leben .. Wie des Thuns, auch des Zweckmäsigen Denckens und Dichtens so wenig, wie in zeitverderbender E. und Schatten Leidenschafft gar viele Tage verthanTgb 7.8.7937,148,16 Von dtBaukunst 177317,29,10 TriumphEmpfindsamk IIIuö → GWBFamilienempfindungGWBFrühlingsempfindungGWBHautempfindungGWBJugendempfindungGWBKindergehirnempfindungGWBLiebesempfindungGWBLieblingsempfindung Mit- Nach- Neben- Religions- Sinnes- Total- Vor-Syn Gefühl zu 1,2,4u5 Wahrnehmung zu 1,3,4u5 Eindruck zu 1 a Apperzeption Sensation Sinneswahrnehmung zu 2 Besinnung Bewußtsein zu 3 GWBGemütsbewegungGWBBewegung Leidenschaft Neigung Stimmung zu 4 2Ahndung2Ahnung Aperçu Auffassung Aufnahme Begriff Bewußtsein Einsicht Vorstellung zu 4a Anmutung zu 4c Teilnahme zu 5 Kunstgefühl Kunstsinn zu 5 b und c Stimmung zu 5 c Empfindungszustand zu 6 Empfänglichkeit Empfindensvermögen Empfindlichkeit Empfindsamkeit Sensibilität Zartgefühl zu 7 a Auffassung Empfindungsweise GWBGemütsartGWBGemüt Sinnesart Vorstellungsart 1) zu Werthers “Drang nach Lebensganzheit” s PMog,Ratio und Gefühlskultur, 1976,122ff. Zur “Weltsüchtigkeit von Werthers Geist” u einer “Gefühlserfüllung von außen” vgl die Belege bei RChZimmermann,Das Weltbild des jungen G,2,1979,168ff
Horst Fleig
EmpfindungsalphabetidVbdg ‘Verstandes- und Empfindungsalphabet’Er hat ein Verstands- und Empfindungsalphabet erfunden, wodurch er zeigt, daß die Buchstaben nicht willkürlich, sondern in der menschlichen Natur gegründet sind und alle gewissen Regionen des innern Sinnes angehören32,184,10 ItR Moritz alsEtymolog
Horst Fleig
Empfindungsfähigkeit 1(künstlerische) Sensibilität[Stapfer üb G] einen Menschen .. begabt mit reiner E. [d’une sensibilité vraie], einer mächtigen Einbildungskraft, einem tiefen Nachdenken412,183,14 Anz:Oeuvres dramat de G 2in Moritz’ Ästhetik der für das Schöne empfängliche, aber der produktiven ‘Bildungskraft’ unterlegene Geschmack[Referat] der Geschmack oder die E. für das Schöne47,87,16 Üb:Moritz,Nachahmg dSchönen32,312,27 u 307,24 ItRuö(ebd) Syn zu 1 Empfindensvermögen(sd) zu 2 Empfindungskraft Empfindungsvermögen
Horst Fleig
Empfindungsformpl für Wesenszüge des Gemüts, als Überschr einer dichotom SchematisierungE-en | Centripete passive ganz ohne Inhalt denckbar Unbedingte Einsamkeit .. Grabes Hügel | Centrifuge active. am Inhalt manchmal sich manifestirend. Sehnsucht .. GewissenN13,457,20 Plp