Färbekunst10 Belege gegen 43 ‘Färberei’. — G-s Hochschätzung des Gewerbes u dessen (in Lehrbüchern) tradierten Wissens (iGz dem distanzierten Verhältnis zur Wiss von den Farben, den herkömml Farbenlehren, vgl N1,291,18—293,9) basiert auf den hier im empir (G-s Wissenschaftsverständnis sympath) Umgang mit der Farbe, den Farbstoffen, dem Erzeugen von Farbtönen durch Färbung u Überfärbung gewonnenen Einsichten in das Wesen von Farbe überhaupt.eine spezielle Technik, ein bes Können voraussetzende Fertigkeit, Stoffe uä fachmännisch einzufärben aals angewendete Farbenlehre (neben dem Kolorit) Gegenstand wiss Interesses, bes in ihrem Verhältnis zur Chemie u anderen prakt od theoret Fachgebieten; unter hist Aspekten als tradiertes HandwerkDer Chemiker behandelt gleichsam privative Die unorganischen Körper .. Er beobachtet gleichfalls die sogenannten Elemente .. Dagegen untersucht er die Affinität des Lichtes zu andern Körpern .. die Affinität dieser farbigen Stoffe zu andern Körpern .. so würde theils die reine chemische Farbenlehre, theils die angewendete, die F. bearbeitetN51,85,24 ChromatSätzeVielleicht glückt es denjenigen, die sich mit den Denkmalen jener Zeit [13.-15.Jh] genauer bekannt machen, noch einiges aufzufinden; vielleicht kann in der Geschichte des Colorits und der F. noch manches beigebracht werden [zur Farbenlehre]N3,171,3 FlH IV[mBez auf die Farbenterminologie] In späteren Zeiten trat durch die mannichfaltigen Operationen der F. manche neue Schattirung [der Grundfarben] einN1,243,5 FlD 609N1,217,4 FlD 533N1,241,9 FlD 604uö bals vermittelbares Wissen, Können, auch im Vergl mit kirchl RitenWie unmöglich war es bisher die chemischen Erfahrungen mit den optischen zu verbinden, man sehe nur die ersten Kapitel einer jeden F., selbst der neuesten von Bertholet [Eléments de l’art de la teinture, 1791]B9,317,10Sömmerring2.7.92die Anleitungen zur F. .. Wie der katholische Christ .. sich mit Weihwasser besprengt .. so fangen die sämmtlichen Färbelehren mit einer respectvollen Erwähnung der Theorie geziemend an, ohne daß sich auch nachher nur eine Spur fände, daß etwas aus dieser Theorie herflösseN1,292,8 FlD 731N4,250,14 FlH VIuö Syn Färberei Färbewesen
Armin Giese
Farbekünstlerauch Farb-Meister des künstlerischen KoloritsNur steht Latour nicht als glückliches Beispiel eines großen F-s, er ist ein bunt übertriebener oder vielmehr manierirter Mahler aus Rigaud’s Schule45,298,4 Diderot,Malerei Anmwohl zugl für den Färbemeisterdie Chemiker und Farbkünstler [Farbekünstler VarLA II 4,362] .. verwerfen jene größere Anzahl von Grundfarben [der Newtonianer] .. Dufay und Castel beharren auf der einfacheren AnsichtN4,404,15 Fl AnzÜbers Syn Färbekünstler Kolorist
FärbelehreLehrbuch der TextilfärbereiN1,292,14 FlD 731 [Zit s v Färbekunst] Syn Färbebuch
Armin Giese
Farbematerialeinmal Farben-Tgb 3.7.09 aFärbemittel, Farbstoffhaben einige Pflanzen die Eigenschaft, durch künstliche Behandlung fast durchaus in ein F. verwandelt zu werden .. Beispiele sind der Indigo und KrappN1,251,12 FlD 633N1,216,16 FlD 533N3,XXI,3 FlH Urzeituö bMalfarbe, im weiteren Sinne auch für Malstoffe[Kostenaufstellung für einen Studienaufenthalt des Malers Lieber in Dresden] Die Anschaffung von Farbe-Materialien, Firnissen, Pinseln und was er sonst bedürfteB42,352,8Carl Aug[28.4.27] KMittag Kaatz. Notirt was wegen F. und Gebrauch bey der Mittelgouache zu bemerckenTgb 10.8.08uö Syn zu a Farbestoff(sd) zu b Farbenmittel
Gertrude Harlass
Färbematerialauch GetrenntschrFärbemittel, FarbstoffEs gibt Körper, welche fähig sind ganz in Farbestoff verwandelt zu werden .. So entstehen F-ien aus allen Reichen, deren besonders das vegetabilische eine große Menge darbietetN1,221,9 FlD 546LA II 4,68,1 FlD PlpN1,394 FlD Varuö Syn Farbestoff(sd)
Armin Giese
färbenrund 600 Belege, überwiegend in Fl, vornehml in der Bedeutungsgruppe 3; häufig Zustandspass, auch präd u attr, iVbdg mit charakterisierenden (Farb-)Adjektiva auch mit Tendenz zur Verfestigung; mehrf subst 1auf eine Oberfläche Farbe aufbringen, auftragen afür das Anstreichen von Wänden, Flächen, auch als best Stufe im handwerkl Arbeitsprozeß[Maurer bei der Grundsteinlegung:] wir müssen es sogar noch gut heißen, wenn der Tüncher .. sich unser Werk zueignet, indem er es überzieht, glättet und färbt20,98,17 Wv I 9In den Bädern des Titus zu Rom [Domus Aurea] .. Lange gewölbte Gänge, große Zimmer sollten gleichsam nur geglättet und gefärbt, mit so wenig Umständen als möglich verziert werden47,239,18 VonArabeskB10,39,4Meyer14.11.92uöiZshg mit G-s opt Versuchen häufig mBez auf in best Weise mit Farbe präparierte Papiere, meist ‘gefärbtes Papier’, ‘gefärbte Fläche’, mehrf im Wechsel mit ‘farbig’, PartPrät (attr) auch iSv -farben, einfarbig, mehrfarbigwir .. ziehen erst eine dünne schwarze Tinctur darüber [üb das Papier]. Wir verdopplen, wir verdreifachen den Überzug, so daß das Papier immer dunkler grau wird, bis wir es zuletzt so schwarz als möglich f.N2,258,21 FlP 582eine schwarze und weiße, wie auch jede gefärbte FlächeN51,22,21 BeitrOpt I 42ein sehr lebhaft orange gefärbtes Stückchen PapierN1,27,16 FlD 58N1,15,15 FlD 38N51,112,25 FarbSchattuö bim künstlerischen Schaffensprozeß: Zeichnungen (in einem abschließenden Arbeitsgang, nach Umrißzeichnung u Schattierung), natwiss Illustrationen kolorieren, plast Bildwerke, (antike) Architekturteile polychrom fassen; ‘gefärbt’ auch iSv in Farbe, von einem ganz best KoloritRath Krause .. der mit leichter .. Fassungsgabe die vorstehenden Landschaften zu Papier brachte, schattirte, färbte33,301,27 BelagergMainzFrage .. ob nicht diese hier mit lieblicher Weichheit und Zartheit in Gemählden aufgeführten .. heiligen Männer [alter Tafelbilder] Nachbildungen von geschnitzten Bildnissen seien, die entweder ungefärbt oder gefärbt zwischen ähnlichen vergoldeten, architektonischen, wirklichen Schnitzwerken gestanden341,175,26 KuA RheinMain[mBez auf Basreliefs] man färbte den Grund sowohl hinter Figuren als Zierrathen, wie uns die neuesten Entdeckungen an den Tempeln von Selinunt Zeugniß geben. Und so färbte [< malte] man denn auch, goldete Kleider, Schilder, Augen sogarB43,310Zelter17.8.27 K36,200,27 TuJB12,279,1Schiller30.8.97N1,49,22 FlD 113B44,321,11Cornelius26.9.28uöfür einen in best Weise erfolgenden FarbauftragB16,442NMeyer[Ende 02/Anf 03] K 2etw in der Masse (od von der Oberfläche) her einfärben, (vollständig, gleichmäßig) mit Färbematerial, färbenden Substanzen, Stoffen durchdringen, auch refl: eine (best) Farbe annehmen aals Handwerk, Kunstfertigkeit des Färbers: Fasern, Textilien uä mittels Farbstoffen farbig, bunt machen, ihnen (durch Eintauchen in ein Farbbad) eine gewünschte Farbe geben; (in kulturhist Sicht) als (ursprüngl) zufälliger Vorgang des Befleckens od empirisches handwerkl-techn Verfahren; mehrf mit Hinweis auf spezif Eigenschaften des Färbestoffs, mit Hervorhebung der charakterist Stofflichkeitswirkung des GefärbtenJedes Beflecken ist eine Art von F., und die augenblickliche Mittheilung konnte jeder bemerken .. Auf dem Körper bewirkte man sie durch Tatuiren und Einreiben. Für die Gewänder fanden sich bald farbige Stoffe [Farbstoffe], welche auch die beizende Dauer mit sich führen .. Besonders aber machte sich der Saft der Purpurschnecke merkwürdig, indem das damit Gefärbte nicht allein schön und dauerhaft war, sondern auch zugleich mit der Dauer an Schönheit wuchsN3,XXI,5u16 FlH UrzeitDie erste Behandlung der Phänomene der allgemeinen Natur ist poetisch .. Die darauf folgende Beobachtung führt zum Practischen, wie hier zum F., indem der Mensch mit wenigen körperlichen Dingen umgehn konnte, ohne ihre färbenden Eigenschaften gewahr zu werdenN52,234,9 Fl PlpHalbkunst .. die Tapetenwirkerei [Bildteppiche]. Indem man nämlich in den Fall kam, die zartesten Schattirungen der Gemählde nachzuahmen, und daher die verschiedenst gefärbten Stoffe oft neben einander zu bringen; so bemerkte man bald, daß die Farben nicht alle gleich dauerhaft warenN1,241,1 FlD 604anders färbt die Cochenille die Leinwand, anders die Wolle, anders die Seide [> färbt sich .. auf Var > erscheint .. auf 45,295,8]45,366 Diderot,Malerei Farbe Anm VarN1,343,18 FlD 874N1,251,16 FlD 633uö‘weiß f.’ iSv weißmachen, in iron Zshg1,188 Edelknabe u Müllerin 18im Bild[verworrene Zustände um Wilh] aus so widersprechend gefärbten Faden war das Gewebe gewebt52,94,23 ThS IV 16 bflüssige, ätherische Substanzen (Glas, Wasser ua) durch Beimischung durchfärben, tönenPurpurino [antiker Glasfluß] .. Daß es ein durch Metallkalk [Metalloxid] gefärbtes Glas oder schlackenhaftes Wesen sey, ist wohl nicht zu läugnen .. bey Gelegenheit der gemalten und gefärbten Fensterscheiben ist es sehr lebhaft zur Sprache gekommen, daß man diese Farbe auch durch Eisen hervorbringen könneB19,327,20u24Blumenbach9.5.07die Baumeister des 13. Jahrhunderts .. wo sind diejenigen Arbeiter, die das Glas färbten, mahlten, in Bley setztenB25,411Catel[Apr 15] KDas durchsichtige Wasser wird gefärbt werden, wie die Liquoren [farbige Tinkturen] hinein kommenN51,143,22 ElementeFl 32Durch Metallkalke gefärbte FlammenLA II 4,94 FlD Plp492,74,24 PlastAnatomieN51,139,9 ElementeFl 20uöprägnant, iGz ‘beschmutzen’, als Resultat harmon FarbmischungSo lange
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man harmonische Tincturen hinein goß, hat man das Wasser gefärbt, und da man widersprechende Farben hinein brachte, hat man das Wasser beschmutzt; man hat ihm eine Unfarbe mitgetheiltN51,144,8 ElementeFl 32 cspeziell von Blut: tränken, röten; auch hyperbolman wird unserem Dichter .. nicht verargen, wenn er .. um die Sklavenfessel der Wirklichkeit zu zersprengen, den Rhein gelegentlich mit Tyrannenblut färbt40,272,24 Üb:Voß,Ged [G/Voß dJ]Execution .. Das sprudelnde Blut, das den bleichen Nacken des Schuldigen färbt, besprengt die Einbildungskraft der Zuschauer mit unauslöschlichen Flecken51,150,26 ThS II 516,225 Maskenz RomantPoesie 165fIph2 1029uömetaphor u im Bild: als geistig-seelische Verdunkelung, BefleckungTiberius .. Sein Blut, schwarz wie sein Haar, färbt ihm alle Vorstellungen nächtlich37,355,10 Physiogn Fragm39,350,14 Iph1 II 1 [befleckt Iph2 755] 3Farben (auf etw) hervor-, zur Erscheinung bringen, etw (vorübergehend) in einen farbigen, farbig modifizierten Zustand versetzen, auch ‘sich (selbst) f.’: farbig werden, eine (best) Färbung annehmen aüberwiegend geschehnishaft, für Vorgänge in der Natur αim organ u anorgan Bereich; verschiedentl PartPräs (attr) von den Stoffen, die zum Färben dienen; ‘gefärbt’ auch iSv von schöner Farbe, buntDie Säfte welche zur Zeugung gehören .. oder die Blumenblätter f., können auch in die Stammblätter dringen .. artig ist Salvia Horminum, wo zuletzt, wenn der Blütenstand aufhört, die obern Blätter des Stengels sich anmuthig roth f. Auch das Buntfärben der Blätter im Herbste scheint mir aus dieser Ursache zu entstehen. Die Blätter haben ihre überflüssige Feuchtigkeit verloren; sie sind also gewissermaßen in den Zustand der Blumenblätter gelangt. Der übrige f-de Saft, den der Blütenstand nicht ganz aufgezehrt, tritt hinein und färbt sieN7,371 Morph PlpDie Gehäuse der Schalthiere sind schön gezeichnet und gefärbt .. Bei Betrachtung der Muschelschalen .. bemerken wir, daß zu ihrem Entstehen eine Versammlung unter sich ähnlicher thierischer Organe sich wachsend vorwärts bewegte .. Wir bemerken aber auch zugleich, daß diesen Organen irgend ein mannichfaltig f-der Saft beiwohnen mußte, der die Oberfläche des Gehäuses .. mit farbigen Linien, Puncten .. epochenweis bezeichneteN1,253,6 u18 FlD 638fFarblose Metallkalcke durch Blau Säure gefärbt. In welchem Zustande sie sind wenn sie den Gläsern Farbe mittheilenN52,101,27 FlD Plpchemischen Entstehung der Pigmente .. Verwandlung des Bleiweißes in Massicot .. Diese Operation ist von der größten Zartheit, und so auch die Steigerung, welche immer fortwächs’t, die Körper, welche bearbeitet werden, immer inniger und kräftiger färbtN1,231,2 FlD 576N1,250,6 FlD 629N52,191,27 FlD PlpN1,254,4u13u15 FlD 640Tgb 2.12.17uö‘f-de Körper, Stoffe’ für FarbpigmenteSind diese farbigen Körper von der Art daß sie ihre Eigenschaften ungefärbten oder anders gefärbten Körpern leicht mittheilen; so nennen wir sie f-de Körper, oder nach dem Vorschlage Herrn Hofraths Lichtenberg PigmenteN51,16,17 BeitrOpt I 28N4,251,12 FlH VIuöin alchimist ZshgNichts ist, was vom Lato [fester Teil des Quecksilbers] .. die Farbe wegnehmen könne, aber Azoc [flüchtiger Teil des Quecksilbers] ist gleichsam seine Decke, nämlich zuerst, wenn er gekocht wird: denn er färbt ihn [eum colorat] und macht ihn weißN3,211,28 FlH IV [für: tingere] N3,210,13 FlH IV βmBez auf die menschl Haut, Gesichtsfarbe; bes von den Wangen, als Ausdruck innerer Emotionen, vorgebl Lebensfrischeein fremder lustiger Anblick diese Äthiopier schwarz gefärbt [χρῶματος ἀτόπω] zu sehen491,104,4 Philostrat[Elisabeth nach Essex’ Tod:] doch wer gesteht sich frei, | Daß diese Liebe nun die letzte sei; | Daß .. kein erregtes Blut, | Das überraschtem Herzen leicht entquoll, | Verräthrisch mehr die Wange f. soll131,179 EpilEssex 70[iZshg mit der Balsamierung Mignons] Eine balsamische Masse ist durch alle Adern gedrungen, und färbt nun an der Stelle des Bluts die so früh verblichenen Wangen23,256,22 Lj VIII 82,25 DtParnaß 71uö bfür die Erregung (auch: Mitteilung) von Farben in dem Medium des Trüben, unter best opt (Versuchs-) Bedingungen, als atmosphär Erscheinung αals Phänomen des spezif bedingten Lichtes selbst; auch ‘gefärbtes Licht’, ‘gefärbte Lichter’ (für die Spektralfarben), ‘gefärbte Strahlen’, ‘gefärbtes Gespenst’ für Spektrum; meist im Referat Newtonscher od in polem Reaktion auf Newtonsche PositionenDer Physiker beschäftigt sich mit den Bedingungen unter welchen das Licht farblos, vorzüglich aber gefärbt erscheint .. Gefärbt erscheint es sehr oft unter verschiedenen Bedingungen .. In und an dem Lichte werden Farben erregt 1. durch Mäßigung des Lichtes 2. durch Wechselwirkung des Lichtes auf die Schatten .. Ferner werden .. Farben erregt, bei Gelegenheit, 3. der Beugung, Inflexion, 4. des Widerscheins, Reflexion; 5. der Brechung, Refraction. Diese drei bringen nicht immer Farben hervor, sondern sie müssen noch besonders bedingt werden. Dem Lichte werden Farben mitgetheilt 6. durch farbige durchsichtige KörperN51,86,5u9 ChromatSätze[G in Ablehnung der Positionen Grens:] Die Spaltung und Theilung des weißen Lichtstrahls in mehrere gefärbte kann nicht ein Erfolg der Brechung genannt werdenN52,344,7 Üb: GrenDr. Seebeck in der camera obscura. Versuche wegen der mehr oder weniger wärmenden Kraft der gefärbten Lichter [prismat Spektrum]Tgb 20.8.06Das durchs Prisma gegangene Licht färbt sich erst an den Rändern, dann streben die verbreiteten Strahlen den weißen Raum zu deckenN4,465,6 FlH PlpAffinität des gefärbten Lichts zu den PhosphorenN52,165,6 Fl Plp Titel [für: coloured Spectrum] N4,442,31 FlH VI PlpB15,190,2 u 191,8u24u27Ritter7.3.01 KN4,233,8 FlH VIN4,465,10 FlH Plpuöim Referat älterer Vorstellungen üb die Natur des Lichts u dessen FärbungDie Dunkelheit aber verwandelt das Licht in eine glänzende Farbe .. dergestalt, daß das Licht, wenn es durch einen etwas dunklen Körper .. durchgeht, nothwendig gefärbt [inficiatur] wird, und so gefärbt [infector], nicht allein vom Auge, sondern auch oft von jedem andern Körper, farbig aufgenommen wirdN3,259,16 FlH V DeDominis [für: tintar; colorar] N4,236,21u23 FlH VI Carvalho [Vulpius?] βim chromat Experiment an (durch Refraktion, Reflexion) verschobenen Flächen, ‘Bildern’ an der Grenze zw Hell u Dunkel; häufig ‘gefärbtes Bild’, auch ‘gefärbtes Sonnenbild’, ‘gefärbte Fläche’, ‘gefärbter Saum, Rand’ iSv mit Spektralfarben versehen, umgeben, in Spektralfarben aufgelöst; oft mit Spezifizierungen wie ‘ganz, völlig, umgekehrt, spezifisch, (gesetzmäßig) verschieden, (ganz und) stetig, heraufwärts, herunterwärts, energisch, nach den bekannten (subjektiven) Gesetzen’[Versuch mit Büttners Prismen] ich erwartete, als ich das Prisma vor die Augen nahm, eingedenk der Newtonischen
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Theorie, die ganze weiße Wand nach verschiedenen Stufen gefärbt .. zu sehen .. .. Ein Helles mußte über das Dunkle, ein Dunkles über das Helle geführt werden, wenn die Erscheinung [prismat Farbe] eintreten sollte: denn keine perpendiculare Gränze war gefärbtN4,295,25 u 297,21 FlH VINewton findet, indem er einen Sonnenstrahl durch ein Prisma unter bestimmten Umständen durchgehen läßt, das aufgefangene Bild desselben .. mit verschiedenen Farben gefärbtN51,166,27 ÜbNewt DivRefrangibEin Bild, das durch die Refraction von seiner Stelle gerückt wird, wird an den Rändern, die sich in der Breite bewegen, dergestalt gefärbt, daß der voraus nach dem Dunklen zu strebende Rand blau und blauroth zu seyn, der hinten nach und in das Bild selbst hinein strebende Rand aber gelb und gelbroth zu seyn erscheintN52,67,6 Fl Plpdaß man ein verrücktes und gefärbtes Bild auf mancherlei Weise wieder zurecht rücken und farblos machen könne, ist uns kein Geheimniß. Daß ferner ein solches entfärbtes Bild auf mancherlei Weise durch neue Verrückung wieder von vorn anfange gefärbt zu werden .. ist uns auch nicht verborgenN2,295,9u13 FlP 679Daß aber beide Schattenbilder [des doppelbrechenden Kalkspats], wenn man sie genugsam von der Stelle rückt, an ihren Rändern gefärbt werden können, dieß läßt sich durch das .. Seebeckische Doppelspathprisma auf’s deutlichste zeigen, indem man dadurch Bilder von ziemlicher Größe völlig trennen kann. Beide erscheinen gefärbt .. alles geschieht bei der Doppelrefraction nach den Gesetzen der einfachenN51,242,26 u 243,2 EntoptFarbB43,192,21Henning27.11.27N1,140,12 FlD 340uö(häufig) γals epopt Phänomenzwei convexe Gläser, oder ein Convex- und Planglas .. Bei’m gelindesten Druck erscheint die Mitte selbst grün gefärbtN1,179,22 FlD 435N52,398,18 Fl Plp δals Wirkung des Lichts, farbiger Beleuchtung, überwiegend in der freien Natur als atmosphär Erscheinung (auch in Berührung mit 1 b), mehrf ‘gefärbte Schatten’ iSv farbig (sd); auch ‘mit etw f.’, ‘von, durch etw gefärbt’Wenn nun .. das Sonnenlicht besonders beym Untergang durch das trübe Mittel der Athmosphäre die Gegenstände gelb, rothgelb, ja purpurroth färbt, so werden wir alle Fälle farbiger Beleuchtung und farbigen Schattens gewahrN1,396 FlD VarAlles was unser Auge [in Ital] übersieht, ist so harmonisch gefärbt, so klar, so deutlich, und wir vergessen fast, daß auch Licht und Schatten in diesem Bilde seiN51,5,6 Beitr Opt I 4[Rheinfall zu Schaffhausen] Die untergehende Sonne färbt einen Theil der beweglichen Massen gelb, in tiefen Strömungen erschienen grün, und aller Schaum und Dunst war licht purpur gefärbtT2,153,2u4 v 18.9.97Das Mondlicht färbt jede weiße Fläche mit einem entschieden gelben ScheinN4,232,24 FlH VIZu den farbigen Schatten gehören zwei Bedingungen, erstlich, daß das wirksame Licht auf irgend eine Art die weiße Fläche färbe, zweitens, daß ein Gegenlicht den geworfenen Schatten auf einen gewissen Grad erleuchteN1,30,8 FlD 64N4,224,1 FlH VI31,170,18 ItR37,89,16 Ephemuöin bildl u zeichenhafter Verwendung, auch mit Dat commodiIhm [dem Schuldigen] färbt der Morgensonne Licht | Den reinen Horizont mit Flammen, | Und über seinem schuld’gen Haupte bricht | Das schöne Bild der ganzen Welt zusammen51,25 Wer nie sein Brot 9[Metzler:] Es dämmert. der Osten Färbt sich bleich39,153,26 Götz1 V18,257,21 MärchenB37,299,22ALevetzow[31.12.]23uö crefl für Farbveränderungen als Ergebnis chem Zersetzungsvorgängein diesem [prismat Farbenbild] veränderte sich das Hornsilber [Silberchlorid] folgendermaßen: Über dem oben beschriebenen braunen Streifen .. hatte sich das Hornsilber .. bläulichgrau gefärbtN4,338,27 Fl Suppl [Seebeck]uö ebd → GWBabfärbenGWBanfärbenGWBauffärbenGWBBuntfärbenGWBdrchfärbenGWBentfärbenGWBGutfärbenGWBLandschaftsfärben miß- Purpur- Rot- Schön- über- um- ver- blaufärbend grünfärbend blaßgefärbt blaugefärbt blutgefärbt buntgefärbt gelbgefärbt gleichgefärbt nachbar-schwarzgefärbt rotgefärbt schöngefärbt ungefärbt vielgefärbt weißgefärbt zartgefärbt Anfärbung Entfärbung Umfärbung *Gefärbe GefärbtheitSyn zu 1 bemalen zu 1 a anfärben GWBanstreichen streichen anmalen zu 1 b ausmalen illuminieren kolorieren zu 2 u 3 tingieren zu gefärbt bunt farbig
Armin Giese
FarbenabstufungNuancierung, Gradation der FarbenWir kennen .. keine Verdunklung derselben [der Farben] durch Schwarz, welches immer zugleich eine Beschmutzung mit sich führt und unnöthig die Zahl der F-en vermehrtN51,97,10 ChromatSätzeN3,265,12 FlH VidVbdg ‘Farbenmischung und -abstufung’s Farbenmischung Syn Farbennuance Farbenschattierung Farbenstufe Farbenton
Gertrude Harlass
Farbenabteilung-th-physische F.’: Kategorie der physischen Farben in G-s chromat SystemMeinen Aufsatz über entoptische Farben .. wenn Sie die Phänomene mit Gewandtheit vortragen, so wird es gewiß eines der interessantesten Capitel physischer F. [vglN51,224,21-25]B35,294,27Henning23.3.22
Gertrude Harlass
Farbenabweichungnur in freier Übs nach Blair: (durch verschieden brechende Lichtstrahlen) an Objektivgläsern entstehende chromat AberrationN4,268,9 FlH VI Syn Aberration Abirrung Abweichung
Gertrude Harlass
FarbenangelegenheitLetzterer [Eckerm] zeigte gar schön, wie er die F. geistreich behandelt1)Tgb 12.8.27 1) vgl Houben, G-s Eckermann, 1934,110 u 119