Ergötzungauch -getz-, göz(z)- 1Vergnügen, Unterhaltung, Lust, Befriedigung für Sinne, ästhet Empfinden, Seele, Geist; häufig ‘zu(r) E.’[Festlichkeiten zum Empfang Carl Aug-s] Bisher wäre von Beschäftigung der Augen die Rede gewesen; wir kommen nun an die E. und Betäubung der OhrenA(JbGG20,130) Promem [10.7.14]nun .. werden Anatomica zur Erholung und E. der Seele vorgenommenB6,274,6ChStein[7.5.84]Auch die ganz kleine Rolle des General Tiefenbach .. wurde von Haiden zur großen E. des Publicums ausgeführt40,66,9 Üb:PiccolomB2,128,7EJacobi[Ende Nov 73]B2,117,16JFahlmer31.10.73B23,320,19Christiane17.4.13 (vgl 320,22)uöPl auch iSv Lustbarkeitenin einem ewigen freudigen Leben von Tanz, Gesang, Festen und Ergetzungen12,52,27 Lila I342,157,22 VorbereitgItal 1795/96 2Belohnung (in Form von Geld od Sachwerten), Erkenntlichkeitwill ich ihm nächstens eine kleine E. für seine gehabte Mühe bereitenB25,142,10Voigt10.1.15 KB38,280,23Wesselhöft28.10.24 K → GWBAbendergötzung Pracht-Syn zu 1 Behagen Belustigung Erbauung Erfreulichkeit Erfreuung Ergötzen Ergötzlichkeit Ergötznis Erheiterung Erlustigung Erquickung Freude Genuß Lust Lustbarkeit Unterhaltung Vergnügen Vergnügung Wohlgefallen zu 2 Ergötzlichkeit (sd)
ergrauennur PartPrät (subst) aals Zeichen des Alter(n)s: mBez auf die Haare[Sphinxe üb Seismos:] Nun erhebt sich ein Gewölbe | Wundersam. Es ist derselbe, | Jener Alte, längst Ergraute, | Der die Insel Delos baute151,1 Faust II 75326,164 Vs 4 DivSuleika 3,6 Ballade 85vom Baumstamm, -stock48,168,12 Ruisdael als Dichterübertr auf die Zeit iSv vergangenIm ernsten Beinhaus war’s wo ich beschaute | Wie Schädel Schädeln angeordnet paßten; | Die alte Zeit gedacht’ ich, die ergraute3,93 Vs 3 bmBez auf die Abenddämmerung[Wagner zu Faust:] Doch gehen wir! Ergraut ist schon die Welt, | Die Luft gekühlt, der Nebel fälltFaust I 1142 cbildhaft-pejor, mBez auf Motive und Farbgebung der Nazarenerhätte sich der durch Frömmelei erschlaffte Geist [dt Künstler] nicht auf ergrauten Moder zurückgezogen, so würden wir zu einer Sammlung .. Gelegenheit gegeben haben, die .. eine Geschichte älteren und neueren Colorits .. in Beispielen vor Augen gelegt hätte36,171,25 TuJ
Ursula Werske
ergreifengelegentl -ff-; auch (PartPrät) subst A(vorwiegend) konkr 1vom Menschen amit den Händen nach etw greifen, fassen (u es festhalten); einmal absol; auch im (symbol) BildMit Händen zu e., mit Fäusten zu zerschmettern .. das war seine [Herkules’] Bestimmung491,120,5 Philostrat[Herold:] Wie greift und hascht die liebe Menge! | .. Was der und jener auch ergriffe [Was einer noch so emsig griffe Vs 5595] | Das hat er wirklich schlechten Lohn, | Die Gabe flattert ihm davon152,21 Faust II Var[Almaide:] Wir wollen .. schwesterlich für dich sorgen und deine Pfade segnen. [Lila:] Es ist vergebens, ich kann nicht e. was ihr bietet. Eure Liebe, eure Güte fließt mir wie klares Wasser durch die fassenden Hände12,67,15 Lila II251,36,10 Wj II 104,138 Offen steht sie 4uö(häufig)iSv einsammelnUnterwegs ergriff [brachte .. zusammen N6,106,10] er [JMDietrich] mit Eifer und Spürkraft alle Kräuter, Blumen und BlütenN6,381 Botan Studien [1813] Var‘jds Hand, Arm, e.’, in versch Motivation, auch im BildDer Hausarzt trat ein, ergriff seine Hand, vorsichtig den Puls fühlend24,317,4 Wj II 5anstatt der edel-schönen Hand ein Almosen zu reichen, ergreift er sie werbend411,225,12 ÜbBalladesie .. ergriff seinen Arm, um sich darauf zu stützen20,140,9 Wv I 12491,91,16 Philostrat
[Bd. 3, Sp. 301]
33,221,1 CampNatT 2626uöin bildl Wdgn: ‘etw bei den Haaren e.’151,1 Faust II 11434‘Zügel, Steuer e.’N6,394,35 Entstehen MetamPflNatT 1662uö‘etw mit beiden Händen e.’B22,223,1Voigt21.12.11B26,337,17Zelter14.4.16im Bild des Fadens iS des Anknüpfens, (Wieder-)AufnehmensDa ergriff er gleich den sentimentalen Faden von seiner Mutter, seinen dortigen Freunden .. zu sprechenB40,275,12CarlAug31.1.26 KHatte sie .. manches Ungemach tief empfunden .. so hatte sie sich mit inwohnender Kraft immer wieder zu fassen und den Lebensfaden wieder zu e. gewußt36,308,15 AndenkAnna Am 1807N6,396,12 Entstehen MetamPfluö ―in erweitertem Sinn: zugl den Beginn einer Tätigkeit bezeichnendHoratio, der beliebte Violinist .. wenn er gar sein Instrument ergriff52,236,3 ThS VI 9Technik [zur Geognosie:] .. Den Eisenstab ergreife .. | Erbohre dir ein reichliches Geschick4,287 Die erstenErzeugn dStotternhSaline 81Achilleis 4128,12,17 DuW 11uö‘die Feder e.’, um etw (eigenhändig) zu schreiben, einmal iSv dichtenMein Schreiber ist von mir weggezogen und so muß ich, nach vielen Jahren, selbst wieder die Feder e.B17,111,15Zelter28.3.04Jetzt da .. viele Leser .. selbst die Feder e-d, | Auf das Büchlein ein Buch mit seltner Fertigkeit pfropfen1,297 Vs 2 Epist I52,42,16 ThS IV 9uö‘die Waffen, das Schwert e.’ iSv kämpfen, in den Krieg ziehenAchill .. bittet, daß Zeus die Troer beschütze, so lange er die Waffen nicht ergreift411,267,24 Ilias Ausz 1B24,84,6Seebeck3.1.[14]uöin Wdgn, die das beabsichtigte Weggehen, den Aufbruch signalisieren: ‘die Tür e.’21,210,6 Lj II 1152,69,9 ThS IV 13‘Hut und Stock e.’27,268,10 DuW 9‘Stab und Ränzel e.’ReinF VI 23 bnach jdm greifen, ihn fassen; auch von myth Figuren; mehrf ‘jdn bei (an) etw e.’ α[Tanz beim Richtfest] bald genug wechselte Eduard, indem er Ottilien ergriff und mit ihr die Runde machte20,157,3 Wv I 15sie [die Liebenden] hielten einander umfaßt. Wer das andere zuerst ergriffen, wäre nicht zu unterscheiden gewesen20,136,12 Wv I 12wie ein guter .. Landmann .. seinen Schnittern das ersehnte Mus .. bringen will, von dem Engel aber bei’m Schopfe ergriffen, den Propheten in der Löwengrube speisen muß411,260,2 FrommeBetrachtgnUrfaust Kerker Regiebem vor 902,92 Liebebedürfnis 7uöverhüllend für den ZeugungsaktRhea Sylvia wandelt, die fürstliche Jungfrau, der Tiber | Wasser zu schöpfen, hinab, und sie ergreifet der Gott1,236 Vs 58 RömEleg III ―erweitert iSv mit einem Besucher zu einer anregenden Begegnung kommenHerr Hofrath von Müller, den Sie, eine kürzere oder längere Zeit, mit großer Theilnahme e. werdenB17,52,3Zelter7.2.04 βgewaltsam, in tätl AbsichtAls der gegenseitige Sachwalter sich weigerte, ergriff er ihn, schlug ihn31,130,20 ItRAls der Undankbare floh, o Göttin ewiger Treue, | .. Du ergriffst ihn gewaltig und hast ihn übel gebändigt; | Graue Locke hält nun ihn den Beweglichen fest4,121 Vs 326,103,5 DuW 29,359 Mahomet 1747uö cjdn aufgreifen, gefangennehmen, verhaften[Loredan:] Ganz nah am Lager Solamirs ergriff [surpris] | Den Boten unsre frische Doppelwache9,390 Tancred 654Was lockst du die Kinder! du Bettler, du Thor! | Ergreift ihn, ihr eisernen Schergen! | Zum tiefsten Verließ den Verwegenen fort!3,5 Ballade 59Ein Jüngling von sechzehn Jahren wird zufällig in einem Hause ergriffen, wo die Polizei eine Verschwörung ahnet412,367,9 Üb:Livre des Cent-et-unFaust I 4549uö 2von Tieren: (Nahrung) mit den Zähnen, bei Nagetieren auch mit den vorderen Gliedmaßen greifen, aufnehmen; mehrf absol u subst; meist in natwiss BetrachtungAm skelettirten Kopfe des Thiers bemerken wir zuerst denjenigen Knochen, durch welchen es seine Nahrung ergreiftN8,173,18 AllgKnochLehre 1Wenn das Thier ergreift [angreift Var] und hantirt, sind sie [Unterarmknochen] getrennt .. und beweglichN8,216,16 UlnaRadiusN8,250,22 SkelNagetiere [für:συλλαμβάνω]53,141,8 FabPhaedrusuövon InfusorienN7,303 InfusTiere 3von Naturgewalten, bes vom Feuer: etw, jdn erfassen, auf etw übergreifen; mehrf im Bild, einmal im Verglhatte das Feuer gewaltsam mehrere Häuser ergriffen22,216,18 Lj V 13Wind und Ströme, | Donner und Hagel | Rauschen ihren Weg, | Und e. | Vorüber eilend | Einen um den andern2,84 Das Göttliche 23in kurzem .. ergriff ihn [Wilh] der Strom jenes großen Genius [Shakespeare], und führte ihn einem unübersehlichen Meere zu, worin er sich gar bald völlig vergaß und verlor21,291,17 Lj III 8 = 52,148,10 ThS V 7B33,28,10Zelter3./11.5.20Iph2 1901uö 4von anderen (mehr od weniger) personifiziert vorgestellten Erscheinungen, Gegebenheiten, nur rezipr: sich berühren, ineinander übergehen[Beobachtung an den Blättern von Tussilago farfara] daß sie sich vorwärts und rückwärts nach einander sehnen und wenn sie sich erreichen können sich einander e. sich umrollen und gleichsam festhaltenB9,112,6Knebel[8.5.89][Faust:] Denn wo Natur im reinen Kreise waltet | E. alle Welten sich [Unmittelbar berühren beyde sich Var]151,1 Faust II 9561[betr den Erwerb von Kunstwerken] Indessen muß auch hier Sehnsucht und Befriedigung .. mit einander abwechseln, sich gegenseitig e. und loslassen33,235,21 CampN2,139,1 FlP 242B39,95,12Martius29.1.25uö(selten)iSv sich ergänzendas Original, die Übersetzung, eine Worterklärung, eine Umschreibung e. sich wechselsweiseN3,199,3 FlH IV Portius Bin übertr Verwendungen 1vom Menschen asich etw aneignen αetw in Besitz nehmen, erwerbenEinen sehr tiefen Sinn hat jener Wahn, daß man, um einen Schatz wirklich zu heben und zu e., stillschweigend verfahren müsse35,150,7 TuJ[Przin:] Nicht weiter, Tasso! Viele Dinge sind’s, | Die wir mit Heftigkeit e. sollen: | Doch andre können nur durch Mäßigung | Und durch Entbehren unser eigen werdenTasso 1120Finden wir nun .. das allgemeine patriotische Gefühl unmittelbar auf den Boden gegründet, dann erscheint uns jenes E. und Behaupten des Raums, im Großen und Kleinen, immer bedeutender und ehrwürdiger251,179,20 Wj III 933,324,13 BelagergMainzuö βals (seel-)geistiger Vorgang: sich etw zu eigen machen, etw aufgreifen, übernehmen, auch zum Zweck des Nutzens, Anwendens[aus Ital] Was ich nur irgend mir eigen machen kann faß ich und ergreif ich und bring ich dir mitB8,73,9ChStein2.12.86Ich ergriff die Howardische Terminologie mit Freuden, weil sie mir einen Faden darreichte den ich bisher vermißt hatteN12,6,26 WolkengestDes Wahren bedient man sich so lange es brauchbar ist, aber leidenschaftlich rhetorisch ergreift man das Falsche, sobald man es für den Augenblick nutzen .. kannN11,125,23 MuR(553)1,67 Willst du immer 3B25,119,14Zelter27.12.14B26,288,28Zelter11.3.16uö biS des Erfassens der Außenwelt αetw sinnl wahrnehmen, bes ‘mit den Augen, mit Blicken e.’Daß er [JPurkinje] zuerst aus dem Gesichtssinne herauswirkt
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.. ist mir um so viel erfreulicher, weil es auch gerade derjenige Sinn ist, durch welchen ich die Außenwelt am vorzüglichsten ergreifeN11,272,22 Purkinje,Sehen subjich suche sie [Landschaft] mit meinen Augen zu e., zu durchbohren19,201,10 BrSchweiz I1,172 Blümlein Wunderschön 11N8,138,23 ZwKnoch [1819]uö(selten) βetw seel-geistig erfassen, begreifen, erkennener [der Mensch] .. macht sich selbst eine Sprache, um das, was er mit der Seele ergriffen, wieder nach seiner Art auszudrücken47,79,1 Nachahmg,Manier,Stilweil es besonders .. auf Ausbildung des Subjects ankommt, daß es so rein und tief als möglich die Gegenstände ergreife und nicht bey mittlern Vorstellungsarten stehen bleibeB11,234,9Jacobi17.10.96in der Geschichte des Denkens und E-s [> Begreifens N7,37,9]N7,238 SpiralTend VarB23,225,6DFriedlaender4.1.13N11,317,11u28 StudSpinoza [1784/85]uö γkomplex, als sinnl-seel-geistiges Aufnehmen u Verarbeiten der Außenwelt, bes beim Künstler, auch im Hinblick auf künstlerische Darstellungjenen lebhaften Trieb, von Kindheit an die äußere Welt mit Lust zu e., sie kennen zu lernen46,20,5 WinckelmIndem der Künstler irgend einen Gegenstand der Natur ergreift, so gehört dieser schon nicht mehr der Natur an47,17,18 PropylEinl[Nordischer Künstler:] Was ich ergreife das ist heut | Fürwahr nur skizzenweise; | Doch ich bereite mich bei Zeit | Zur italiän’schen ReiseFaust I 4275B11,177,19Sömmerring28.8.96 [Zit s v Empiriker] 47,79,11 Nachahmg,Manier,Stil40,248,5 Üb:Grübel,Geduö cetw anpacken, in Angriff, in Arbeit nehmen, beginnen; vereinzelt in stark bildhafter Vorstellung αNun gesellen sich aber zur menschlichen Beschränktheit noch so viele zufällige Hindernisse, daß hier ein Begonnenes liegen bleibt, dort ein Ergriffenes aus der Hand fällt27,277,15 DuW 9Sämmtliche Künste lernt und treibet der Deutsche; zu jeder | Zeigt er ein schönes Talent, wenn er sie ernstlich ergreift1,314 Vs 152 VenEpigr 33Tasso 1674B22,396,2CarlAug[Dez 11] K36,231,18 BiogrEinzhuöabsol[Chor der Elfen:] Alles kann der Edle leisten, | Der versteht und rasch ergreift151,1 Faust II 4665B8,242,23CarlAug11.8.87 βzugl iS des Erwählens, Herausgreifens, bes mBez auf eine Kunstrichtung, -gattung, ein SujetWelcher Mensch in der Welt, der ohne innern Beruf ein Handwerk, eine Kunst oder irgend eine Lebensart ergriffe, müßte nicht .. seinen Zustand unerträglich finden?21,80,16 Lj I 14 ~ 51,170,14 ThS II 7[Geistlicher:] Denn nach langer Berathung ist doch ein jeder Entschluß nur | Werk des Moments, es ergreift doch nur der Verständ’ge das RechteHermDor V 60[Philine zu Wilh:] könnten Sie sich doch entschließen, zu uns zu treten, eine Kunst zu e., zu der Sie geboren sind52,242,6 ThS VI 10 [für: scégliere] 4,331 Aus Manzonis Carmagnola 11 [Korr 52,330]27,74,19 DuW 747,115,9 ÜbLaokoonuö diSv etw nutzen αprägnant, ‘den Augenblick e.’[Meph zum Schüler:] Vergebens daß ihr ringsum wissenschaftlich schweift | .. Doch der den Augenblick ergreift, | Das ist der rechte MannFaust I 2017 = Urfaust 411N3,121,26 FlH II46,52,8 Winckelmuö(selten) βabgeblaßt idVbdgn ‘Gelegenheit, Anlaß e.’ uä, meist mit abhängigem Inf-SatzEr [Wilh] ergriff diese Zwischenzeit, um jenen Geistlichen zu besuchen, bei welchem der Harfenspieler in der Kost war22,240,5 Lj V 16B4,277,9SLa Roche1.9.8030,173,22 ItRuö(häufig) eals bloßes Funktionsverb in Vbdgn wie: ‘Mittel, Weg(e) e.’ uäB29,102,28Ottilie26.3.18B8,236,27CarlAug6.[/7.]7.87uö‘Maßregeln e.’B4,5,28CarlAug[9.2.79 Korr A1,52,9]uö‘Partei e.’32,52,5 ItRuö‘Flucht e.’B7,18,17Knebel[28.2.85]uö‘Wort, Rede e.’ReinF IV 79uö 2mit nichtpers Subj ajdn befallen, üb jdn hereinbrechen, jdm zustoßen; von Krankheit, Krieg, Gefahr, Widrigkeitein heftiger Katarrh ergriff [> überfiel 35,88,13] mich35,294 TuJ Varin diesen letzten Zeiten, da der unbarmherzige Krieg .. uns endlich und sie ergriff36,308,18 Andenk AnnaAm 1807[Eugenie:] Ein großes Unheil hatte mich ergriffen, | Vom Felsen stürzte Roß und ReiterinNatT 911Tasso 150940,178,21 Üb:Tieck,DramaturgBllB8,175,2Kayser6.2.87uö bsich jds, einer Sache bemächtigen, auf jdn, etw Wirkung ausüben, Einfluß nehmen; bes mBez auf chem-physikal Vorgängemit Sonnenuntergang ergreift unleidliche Fäulniß das arme Thier [Kanarienvogel]18,250,13 MärchenBringt man ein Stück solchen [Kalk-] Steines in verdünnte Schwefelsäure, so ergreift diese den Kalk und erscheint mit ihm als Gips20,53,1 Wv I 4[nach Krankheit] der ich kaum von der Nachtseite zurückgekehrt mich auf der Tags- und Sonnenseite schon wieder vom wirbelnden Leben ergriffen fühleB37,50,2JO’Donell19.5.23Damals hatte das Brownische Dogma ältere und jüngere Mediciner ergriffen35,88,16 TuJN9,249,6 GebirgsGestaltg18,37,24 Aufgeregten II 3uöiSv jdn (auch jds Einbildungskraft) in seinen Bann ziehen, fesseln, interessieren[Wagner zu Faust:] Was stehst du so und blickst erstaunt hinaus? | Was kann dich in der Dämmrung so e.?Faust I 1146Ich wünsche sehr zu hören daß der Wallenstein Sie ergriffeB11,244,12Schiller26.10.96Die Erscheinungen des Wandelns und Umwandelns organischer Geschöpfe hatten mich mächtig ergriffenN6,395,8 Entstehen MetamPfl45,65,26 RamNeffeuö cjdn innerlich erfassen: von Gefühlen, Gemütsbewegungen u -zuständender Mensch, der .. aufmerkt .. von Freude und Schmerz ergriffen wird und uns davon eine leidenschaftliche Mittheilung aufdringtN3,220,27 FlH IV Cardanus[Antonio:] Du findest mich, o Fürst, gelassen stehn | Vor einem, den die Wuth ergriffen hatTasso 1410Mich ergreift, ich weiß nicht wie, | Himmliches Behagen1,121 Tischlied 1uö(häufig)von (seel-)geistigen Regungen, Zuständendie Idee der Pflanzenmetamorphose, welche mich in Sicilien ergriffen hatte32,389,10 ItR VarDie Verwirrung, die den Geist [beim Anblick des zerstörten Mainz] ergriff, war höchst schmerzlich33,316,9 BelagergMainzFaust I 25uö djdn innerlich erschüttern, tief bewegen, rühren, auch mit dem Nebensinn des Schauderns; mehrf PartPräs (subst) u im Zustandspass[Faust zu Meph:] Doch im Erstarren such’ ich nicht mein Heil, | Das Schaudern ist der Menschheit bestes Theil; | Wie auch die Welt ihm das Gefühl vertheure, | Ergriffen, fühlt er tief das Ungeheure151,1 Faust II 6274Die heiterste Nacht, von allen Sternen leuchtend und funkelnd, umgab den Schauenden [Wilh] .. Ergriffen und erstaunt hielt er sich beide Augen zu .. Was bin ich denn gegen das All?24,181,1 Wj I 10Wird mein Herz endlich einmal in e-dem wahren Genuss und Leiden, die Seeligkeit die Menschen gegönnt ward, empfinden, und nicht immer auf den Wogen der Einbildungskrafft und überspannten Sinnlichkeit, Himmel auf und Höllen ab getrieben werdenB2,293,19Gfin Stolbg18.9.75daß es mich tiefrührend e. muß, das Problem meines Lebens .. vor der
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Nation so klar und rein aufgelös’t zu sehen411,368,6 Teiln Wj23,211,23 Lj VIII 5B49,79,28Zelter[17.9.31]33,23,12 Campuö eetw angreifen, zerstören, vernichten[Tod beider Kinder] worüber ihr [der Eltern] zartes Gemüth dergestalt ergriffen [angegriffen 251,240,16] wurde, daß sie ihr Leben nicht lange fristeten252,182 Wj III 13 Var[Madame Sommer:] Die Unglücksfälle, die das Vermögen einer armen Verlassenen ergriffen, achtete ich nicht11,167,19 Stella IIIIph2 852 → voraus- besitzergreifend herzergreifend lebhaft-ergreifend festergriffen halbergriffen schmerzergriffen unergriffen BesitzergreifungSyn zu A 1 angreifen GWBaufgreifenGWBgreifen erfassen zu A 1 a anfassen zu A 1 b GWBanpacken packen zu A 1 b α umfassen zu A 1 b β erpacken zu A 1 b γ gefangennehmen verhaften zu A 2 aneignen angreifen anpacken aufnehmen zu B 1 a aneignen zu B 1 a α erwerben zu B 1 a β angreifen aufgreifen eigen(zu e.machen) zueignen zu B 1 b wahrnehmen zu B 1 b β begreifen GWBdrchdringen erkennen zu B 1 c angreifen anpacken zu B 1 c βGWBerwählen wählen zu B 1 d GWBbenutzen nutzen ersehen wahrnehmen zu B 2 a anpacken befallen hereinbrechen(h. auf, übjdn) überfallen zu B 2 b affizieren bemächtigen(sich b.) bemeistern(sich b.) fesseln zu B 2 c beherrschen erfassen zu B 2 d affizieren angreifen GWBberühren rühren bewegen erschüttern zu B 2 e angreifen
Ursula Werske
*Ergreiferzu ergreifen B 1 a β[üb ChStolbg] der tiefste, innigste, schnelleste Empfinder, E. Homers29,151,2 DuW 19 [Lavater]
Ursula Werske
ergreiflich 1greifbarGar zierlich behandelt es [das Eichhörnchen] e. kleine appetitliche GegenständeN8,250,2 SkelNagetiere 2begreiflich, faßlichindem er [WScott im Roman] durch fingirte Motive das historisch Wahre näher an einander rückt und zu einem Faßlichen vereinigt, da es sonst in der Geschichte weit aus einander steht und sich kaum dem Geist, am wenisten aber dem Gemüth e. darstellt422,478,22 Üb:Scott,Napoleon → un-Syn zu 1 greifbar greiflich zu 2 begreiflich faßlich
Ursula Werske
Ergreifungzu ergreifen B 1 a βdie eigentliche Usurpation [in der Wiss] liegt nicht in E., sondern in Behauptung eines unrechtmäßigen Besitzes .. Man hat sich einmal zu irgend einer Lehre bekannt, man muß sie behaupten, wenn man auch ihre Schwächen empfindetN11,254,4 MeteoreLiterarHimm
Ursula Werske
*Ergriffenwerdenzu ergreifen B 2 dGespr(He2,974) FBBuchholtz 13.10.14
ergrübelnetw durch Nachsinnen herausfinden; substVon Kindheit auf empfinden wir die größte Freude über Gegenstände .. daher die neugierigen Fragen der kleinen Geschöpfe .. Mit den Jahren aber wächs’t die Lust am E., Entdecken, ErfindenN11,247,8 MeteoreLiterarHimm‘Theorien e.’, abschätzigGespr Kanzl Müller 17.5.29 Syn ausdenken ausersinnen ausklügeln aussinnen erdenken ersinnen
Ursula Werske
ergründen 1etw bis auf den Grund, in die Tiefe dringend erforschen, das Wesen einer Sache, eines Menschen erkennen, auch: etw herausfinden[Meph:] Nach ihrer [der Mütter] Wohnung magst in’s Tiefste schürfen; | .. Kein Weg! In’s Unbetretene, | Nicht zu Betretende .. .. [Faust:] Nur immer zu! wir wollen es e., | In deinem Nichts hoff’ ich das All zu finden151,1 Faust II 6255[Raphael:] Ihr [der Sonne] Anblick gibt den Engeln Stärke, | Wenn keiner sie e. mag; | Die unbegreiflich hohen Werke | Sind herrlich wie am ersten TagFaust I 248die Wesenheit des Dichters [Shakespeare] und seiner Dichtung, welche doch niemand e. wird40,128,10 EnglSchauspEr [Horn] wundert sich daß ich so verändert bin. | Er sucht die Ursach zu e.B1,45,5JJRiese28.4.66B49,96,11Boisserée27.9.31A(GJb30,33) Bericht [22.]11.12 K20,123,23 Wv I 10uörefl: sich der Erkenntnis erschließenOb nicht Natur zuletzt sich doch ergründe?4,15 Herrn Staatsminister vVoigt 6 2iSv begründen, die Grundlage für etw schaffen; im Hinblick auf die Versform des Ghasels, in dem das wiederkehrende Reimwort stets Träger einer neuen Bedeutung sein muß1)Zum zweitenmal soll mir kein Klang erschallen, | Er müßte denn besondern Sinn e. [> begründen 6,40]6,377 Div Nachbildung 5 Var 3iSv gründen; im BildNachdem du dir deine Citadelle durch den Aufwand deines ganzen Lebens erbaut und ergründet [> gegründet B49,265,16 R]B49,444Zelter11.3.32 K → unergründlichSyn zu 1 erforschen 1) vgl DivWb 104