| Goethe-Wörterbuch | · · · ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Basis bis Baßarie (Bd. 2, Sp. 82 bis 86) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Basis Base basis basisch Basko Basrelief basreliefartig Basreliefstil baß Baß Bassa Baßarie basse cour Bassin Bassist Bassora Baßpartie Baßsänger Baßstimme Bast Bastan Bastard bastartig Bastei Bastian Bastille Bastion Bastkleid Bastseil Bataille bataille Bataillon bataillon Bataillonschirurgus Batarde Batavia batavianisch batavisch Bätely Bathseba Batist Batistfläche Batschisch Batterie battieren Battista Batzen bau Bau Bauamt Bauamtsprotokoll Bauangelegenheit Bauanlage Bauanschlag Bauanstalt Bauarbeit Bauart Bauauftrag Baubedenklichkeit Baubedürfnis Baubegnadigungsgeld Baubeleg Baubericht Baubesichtigung Baubesorgung Baubo Bauch bauchartig Bäuchelchen bauchfällig bauchfüßig bauchig Bäuchlein Bauchredner bauchrednerisch bauchschütternd Bauchwarze Baucis Baudenkmal Baudenkwürdigkeit Baudepartement Baudilettant Baudilettantism Baudirektion Baudirektor Baudisposition Baudouceur bauen Bauentwurf Bauer Bauer Bauerbräutigam Bauerbrautpaar Bauerbube bauerburschenhaft Bauerdirne Bauerei Bauereignis Bauerfamilie Bauergarten | 1 als kunsttechn Terminus a Gebäudesockel, unterer tragender Teil eines Baukörpers; bes in theoret Erörterung der Entwicklung der ‘Piedestale’ aus dem Gebäudesockel1) Die Basen der ältesten Tempel waren Stufen .. Wenn die Tempel .. von der Art waren die man in antis nennt, ward die Base vorgerückt, und zwischen derselben ging die Treppe hinauf 47,72,17 u 73,13 Baukunst 1795 Basen ganzer Gebäude, woraus in der Folge die Zocken [Sockel] und Postamente entstehen 47,72,14 ebd Piedestale als Vorsprünge der Basen im Fall, wo keine Stufen vorkommen .. Der Übergang [zu freistehenden Piedestalen] sind offenbar durchschnittene Basen 47,74,12u19 ebd Bei Landhäusern [des Palladio] .. finden sie [freistehende Piedestale] sich ein einziges Mal, aber doch als idealische Continuation einer Base 47,75,13 ebd [üb die Fassade des Straßb Münsters] An den Seiten zeigen sich zwei große senkrechte, länglichviereckte Öffnungen, welche .. darauf hindeuten, daß sie zu der Base emporstrebender Thürme gehören 27,271,19 DuW 9 uö als elementares Bauglied, nur in Gespr Sie kennen seine [G-s] solide Manier, immer von dem Objekt das Gesetz zu empfangen .. So versucht er es auch hier [in der Baukunst], und aus den drei ursprünglichen Begriffen, der Base, der Säule (Wand, Mauer und dergleichen) und dem Dach, nimmt er alle Bestimmungen her Gespr(He1,620) Schiller 9.11.95 b Säulen-, Pfeilerbasis Die Säulen [des dorischen Tempels von Segesta] sollten eigentlich keine Basen haben wie man an der Nordseite sieht die fertig ist .. Auf der Mitternachtseite aber sieht es aus als wenn die Säulen Basen hätten, aber es ist die Ursache weil die Steine welche in die Zwischenräume cc. kommen sollten noch nicht eingesetzt sind .. Die Vorder und Hinterseite laßen auch ihre Säulen ansehn als wenn sie Basen hätten eigentlich sind aber nur die Stufen ausgeschnitten, und das bleibende Stück sieht aus oder ist eine Base T1,339,9 u 340,4u8u10 v Apr 87 Das sechste [Blatt] .. enthält architektonisches Detail, nämlich Säulenknäufe, Bündelpfeiler, Basen derselben 492,183,24 Boisserée,AnsichtenRisse KölnerDom [G/Meyer] [für: base] 46,153,15 Hackert TgbKnight uö c Statuenbasis, Denkmalssockel, Untersatz von Gefäßen u Werken der Kleinplastik; mehrf als Träger von Inschriften, Reliefs, vereinzelt in figürl Gestaltung die Restauration dieses Kunstwerks [Myrons Kuh] .. Ich wünschte es .. als Statue nicht als Basrelief zu sehen weil die Composition dann noch größere Vortheile hat, indem das Kalb in die Diagonale der Base zu stehen kommt B23,219,18 Meyer [1. Hälfte Dez 12 Korr SchrGG34,318] [mBez auf das Blücherdenkmal in Rostock] Vielleicht würde das Piedestal nicht rund, sondern viereckig gemacht, mit einfachem Simswerk verziert und .. auf einen .. etwas vorspringenden Untersatz gestellt .. Die viereckige Gestalt der Base bietet auch für die Inschrift mehr Bequemlichkeit dar als die runde B26,118,21 Schadow 25.10.15 Beilage Seitenbild [Relief] in der Base2): Ein schwer beladener Wagen 492,41,4 IgelerMonument Das Werk selbst [Cellinis Salzfaß] .. hatte ich auf eine Base [in una basa] von schwarzem Ebenholz gesetzt; diese war von gehöriger Stärke und von einem Gurt umgeben in den ich vier Figuren von Gold ausgetheilt hatte, die mehr als halb erhaben waren 44,105,8 Cell III 8 Man wird sich dabei des Einhornkopfes erinnern, den Cellini als Base des großen Hornes .. vorschlug 44,364,7 CellAnh XIV 1 Goldschmiedearb uö übertr auf den Bildaufbau: untere Begrenzung, Standfläche einer Figurengruppe [Beschreibung einer Federzeichnung] Charon stürmt auf ungebändigtem zaumlosen Pferde .. vorüber .. eine Gruppe alter Männer .. zieht er .. nach sich .. Ein Wolkenstreif dient als Basis, unter welchem hin sich die Landschaft aufthut 491,368,21 Charon Neugriech 2 Grundfläche eines geometr Körpers; überwiegend in Beschreibung von Prismen- u Kristallformen, auch mBez auf regelmäßig geformte, als kristalline Großform aufgefaßte Gesteinsmassen Die gewöhnlichen [Prismen] haben einen gleichseitigen Triangel zur Basis .. Ferner sind diejenigen die einen rechtwinklichten Triangel zur Base haben, besonders brauchbar N52,229,16f Fl Plp Das Sehen geschieht, wenn das Licht, welches zwischen dem Gesicht und dem Gegenstande ist, sich in konischer Gestalt hinerstreckt. Die Spitze des Luftkegels entsteht am Auge und die Basis an dem was gesehen wird N3,7,9 FlH I Chrysipp Bergkrystalle .. deutliche, sechsseitige Doppelpyramiden an den Basen, doch mehr oder weniger verschoben, vereinigt N13,277,31 JMüllerSammlg Plp Granitgebirge .. Die großen Massen, die zwar wieder in allen Richtungen durchrissen sind, haben zur Base einen Rhombus .. die aufwärts steigenden Seitenflächen stehen nicht rechtwinklig auf der Base, sondern bilden .. Rhomboiden N10,140,16u20 Harzreise 1784 uö 3 anatom: unterer, tragender Teil eines Knochens, Körperteils od Organs; überwiegend terminolog mBez auf die Basis des Zwischenkiefer- u Hinterhauptsknochens u die Schädelbasis (zT wechselnd mit den syn Termini ‘Korpus’ od ‘Körper’) sowie auf die Basis des Gehirns; wiederholt auch freiere Verwendung in Aktivierung der Inhalte von 1 a [üb den Zwischenkieferknochen] Seine Basis enthält die oberen Schneidezähne oder ist mit Knorpeln versehen die zum Zermalmen der Speisen dienen, oder enthält [wohl fälschl für: erhält] bei anderen Thieren eine andere ihrer Nahrung gemäße Gestalt N8,324 Morph Plp Die Base des Hinterhauptsknochen von einander gesägt zeigt unregelmäßige Zellen N13,20,2 Morph Plp [Skizze zur Theorie von der Wirbelnatur der Schädelknochen] Die Basis, der Körper aufzusuchen. Das korrespondirende übrige N8,331 das Gewölbe des Vorderhirnes. h) Os sphenoideum anterius fügen wir dem Ganzen von unten und hinten als Base zu .. m) Os sphenoideum posterius schließt sich an das vordere an. Die Basis des Gehirnbehälters nähert sich ihrer Vollkommenheit N8,26,21 u 27,2 VglAnatomie 6 1795 das os incisivum, die obere [Bd. 2, Sp. 83] 4 allg: unterer Teil eines körperl od räuml Gebildes; mehrf in Beschreibung von Berg- u Wolkenformen, vereinzelt mBez auf pflanzl Organismen Der Horn, Basalt-Kuppe mit breiter Basis N10,276 MinGeol Plp sehr selten wird ein Cumulus bei uns an seinem untern Rande geballt .. erscheinen, vielmehr legt er sich gewöhnlich flach und ruht mit einer stratusähnlichen Basis gleichsam auf einem fremdartigen schwereren Elemente, das ihn zu einer horizontalen Gestaltung nöthigt N12,87,22 Witterungslehre 1825 Man nehme die Pflanze [vicia faba] aus der Erde, da findet man die .. Cotyledonen; man öffne sie .. und man wird sie unmittelbar an ihrer Basis, wo sie mit der Wurzel zusammenhängt .. auf eine entschiedenere Blattform hindeutend finden N6,328,17 Zu MetamPfl 17 uö (anklingend an 1 a) für die unterste, tragende Gesteinsschicht im geol Erdaufbau Wegen des Granits, ob ich gleich überzeugt bin daß er die Basis unserer bekannten Oberfläche ist, werden wir aber doch wohl nachgeben und einen granit secondaire statuiren müßen B6,83,8 Merck [Nov 82] Der Granit war ihm [G als Anhänger der Wernerschen Lehre] bisher die feste unerschütterte Basis auf welcher die ganze bekannte Erdoberfläche ihren Ruhestand nahm N9,262,19 VerschBekenntn uö 5 konkr Ausgangspunkt, Grund-, Ausgangssubstanz (auch Nähr-, Wurzelboden), materielle Basis einer Erscheinung Vollkommenheit des Geschöpfs das nach der Mitte Base des Lebens ausgebildet ist. Unvollkommenheit, das nach den Extremitäten ausgebildet ist N13,230,5 Morph Plp Nees von Esenbeck. Algen des süßen Wassers Darlegung daß erst eine vegetabilische Base sich im Wasser erzeugen .. müsse damit ein Animalisches .. daraus entspringe N13,14,17 Morph Plp warum die Wurzelkeime sich abwärts .. entwickeln .. Sie [die Pflanze] verlangt eine Base der Existenz zur Befestigung, zur Hauptnahrung der Masse nach N6,307,16 PhysiolPfl Wenn der Basalt vulkanisch sein sollte, so mußten Grundlagen gesucht werden, woraus er entstehen können. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts reducirte Guettard seine Laven .. auf eine granitische .. Basis N9,188,11 Nose Körperliche Base der [Farben-] Erscheinung .. Viele, ja alle Körper N11,Tab zu 170—174 PhysikalWirkungen N11,173,16 ebd B22,107,23 Gautieri 8.6.11 K uö 6 Grundlage, Voraussetzung, Ausgangspunkt (versch akzentuiert, häufig in engem Anschluß an die konkr Bed): als Voraussetzung einer individuellen Entwicklung, durch äußere od innere Umstände, Veranlagung, Begabung vorgegebene Lebensgrundlage, wiederholt in der bildl Vorstellung eines Lebensgebäudes [Selbstcharakteristik G-s?] Immer thätiger nach innen und außen fortwirkender poetischer Bildungstrieb macht den Mittelpunct und die Base seiner Existenz; hat man den gefaßt, so lösen sich alle übrigen anscheinenden Widersprüche 422,506,2 Diese Begierde, die Pyramide meines Daseyns, deren Basis mir angegeben und gegründet ist, so hoch als möglich in die Lufft zu spizzen, überwiegt alles andre .. vielleicht bricht mich das Schicksaal in der Mitte, und der Babilonische Thurn bleibt stumpf unvollendet B4,299,10 Lavater [etwa 20.9.80] [üb Egmont] Die persönliche Tapferkeit, die den Helden auszeichnet, ist die Base, auf der sein ganzes Wesen ruht, der Grund und Boden, aus dem es hervorsproßt 29,175,21 DuW 20 28,311,8 DuW 15 29,158,11 DuW 19 B20,123,3 CarlAug [31.7.08] uö als grundlegende Voraussetzung künstler Entwicklungen, ursprüngl gattungsspezif Konzeption, prakt od theoret Ansatz, stoffl-handwerkl Basis; mehrf in bildl Opposition zu ‘Gipfel’, zT mit wertender Komponente Dieses natürliche Gefühl des Gehörigen und Schicklichen, welches die ersten Versuche von Kunst hervorbringt .. es ist so nahe mit dem Gefühl des Möglichen und Thulichen verknüpft, und diese zusammen sind eigentlich die Base von jeder Kunst 47,55,13 Üb:Kunst uHandw Nachahmer. [Überschr] Man kann dieses Talent als die Base der bildenden Kunst ansehen. Ob sie davon ausgegangen, mag noch eine Frage bleiben. Fängt ein Künstler damit an, so kann er sich bis zu dem Höchsten erheben 47,194,3 Samml 8 [üb Lessings ‘Laokoon’] Das so lange mißverstandene: ut pictura poesis, war auf einmal beseitigt, der Unterschied der bildenden und Redekünste klar, die Gipfel beider erschienen nun getrennt, wie nah ihre Basen auch zusammenstoßen mochten 27,164,19 DuW 8 sind doch jene Truggestalten keineswegs Hauptingredienzien seiner Werke, sondern die Wahrheit und Tüchtigkeit seines Lebens ist die große Base, worauf sie ruhen 411,57,28 Shakesp u kein Ende eine solche Anleitung [des Malers in bildhauerischen Arbeiten] wird ihm nützen, daß er .. wahr und richtig, ja zuletzt vollendet werden kann. Denn seinen Gemählden wird die Base nicht fehlen 47,248,12 Vorteile jgMalers bBildhauer 47,311,10 ÜbDilettantism Schema [G/Schiller] B27,188,23 CarlAug 5.10.16 422,419,9 Schema Volksb histInh B42,19,24 Boisserée 19.1.27 411,339,7 Üb:Harzreise uö als Erkenntnisgrundlage, Bezugs-, Ansatzpunkt, Urteilsbasis, Wissens-, Bildungsgrundlage; auch in bildl Anschluß an 1 b Metamorphose successive Verwandlung der Theile die Base aller Betrachtungen über Pflanzen und Inseckten N13,214,30 Morph Plp Ähnlichkeit der Thiergestalt mit der menschlichen .. Gegenstand der comparirenden Anatomie. Übereinstimmung und Abweichung. Woher die Base der Vergleichung zu nehmen .. Warum der Mensch nicht zur Base zu legen N8,315 Morph Plp Der Kritiker findet durch den Historiker seinen Weg gebahnt und durch die Arbeiten besonders des Physikers und Chemikers die Base seines Urtheils befestigt N51,90,22 ChromatSätze So ruhen meine Natur-Studien auf der reinen Basis des Erlebten; wer kann mir nehmen daß ich 1749 geboren bin .. daß ich .. jede neue Entdeckung im Fortschreiten sogleich vernommen und erfahren N6,218,23 MuR(401) Möge das Studium der griechischen und römischen Literatur immerfort die Basis der höhern Bildung bleiben 422,201,6 MuR(762) B25,97,24 ChHSchlosser 2.[12.]14 K B13,313,11 Schiller [Bd. 2, Sp. 84] 1) (B.) Ich, der ich sonst herumschwärme den ganzen Tag, und plane2) wie ein Raubvogel, muß heut den ganzen Nachmittag hier auf der Bärenhaut liegen 38,137,1 Claud1 (Sebastian.) .. Und euer Name ist B., wie man sagt? (B.) Für dießmal; Ew. Gnaden zu dienen 38,184,2u3 ebd [zur Umarbeitung von Claud1] Den B. zu einem klugen mystischen Marcktschreyer und Betrüger machen. Crugantino behielte seinen Charackter B7,168,16 Kayser 23.1.86 (Rugantino.) Die Ehre, das Vergnügen, | Sie sind auf meiner Seite; | .. (Basco.) Der Vortheil nach den Siegen, | Die Lust bei guter Beute, | Sie finden sich bei mir Claud2 Regiebem vor 573 uö in spieler Übertragung des Figurennamens auf eine Person des frühen Weim Freundeskreises Nach Tisch rammelten sich Crugantino und B. nachdem wir vorher unsre Imagination spazierengeritten hatten wie’s seyn möchte wenn wir Spitzbuben und Vagabunden wären B3,12,1 CarlAug [26.12.75] Korr Wahl 1,5 1) vgl G-s Äußerung üb Claud1 in einem Schema zu DuW 17: als ich im Gegensatz von den Handwerks Opern, romantische Gegenstände zu bearbeiten trachtete und die Verknüpfung edler Gesinnungen mit vagabundischen Handlungen, als ein glückliches Motiv für die Bühne betrachtete, das zwar in spanischen Gedichten nicht selten ist, aber uns neu war 29,217 2) Gallizismus zu frz planer: in der Luft schweben (vgl DjG35,436 Anm zu 137,11—12) 1) od frz ‘bas-relief’ iUz ‘ronde bosse’), zweitens das Flachrelief iUz Hochrelief (‘basso relievo’ etwa gegenüber ‘mezzo rilievo’ od ‘bas-relief’ gegenüber ‘hautrelief’) ― Ästhet bewertet G das Basrelief gegenüber der Vollskulptur als eine untergeordnete u (zB von der Architektur) funktional abhängige Gattung 1 für das Relief iUz vollrunden Skulptur a als Gattungsbezeichnung eine Folge von Handlungen .. oder von Theilen einer Handlung .. Auf der rechten Einsicht der Behandlung dieser Gattung ruht die ganze Kunst des B-s 47,93,11 ÜbGegenstde bildKunst einen Nachtrag von Freund Hirt über seinen Laokoon2) .. Bemerkenswerth ist es daß er seine Beyspiele von B-en hernimmt, die als subordinirte Kunstwerke schon allenfalls etwas weiter gehen dürfen; daß er aber von der Familie der Niobe schweigt, einem Kunstwerk auf der höchsten Stufe B13,28,23 Schiller 17.1.98 ist die Frage noch auszumachen: ob die [Bd. 2, Sp. 85] b mBez auf konkrete Reliefs ohne Beachtung des Reliefgrads, auch für ausgeprägte Hochreliefs Stuarts Beschreibung von Athen .. es sind die Grund- und Aufrisse des Parthenons äußerst merkwürdig, ingleichen die Abbildung der Basrelieve .. Sämmtlich scheinen sie vom größten Sinn, obgleich die Figuren des Centaurenstreites in den Metopen auffallender componirt erscheinen, als die festlichen Züge B11,312 Meyer 3./9.3.96 K [üb den in einem hohen Relief gearbeiteten Fries des Apollontempels in Phigalia-Bassai, Ende 5. Jh vChr] In München sind Abgüsse der Phigalischen B-s angelangt .. Es ist ein Abgrund von Herrlichkeit .. .. diese B-s sind nicht selbständige Werke, sie sind architektonischen Zwecken, einem allgemeinen Effect untergeordnet B29,105,19 u 106,20 Meyer 26.3.18 Zwischen den Triglyphen sind B-e [in der engl Textvorlage der ital term ‘basso relievos’], deren Zeichnung sehr rein und zierlich gewesen zu sein scheint 46,154,27 Hackert TgbKnight Pästum Bei Betrachtung von Kunstwerken .. des 3. und 4. Jahrhunderts läßt sich bemerken, wie lange die Künstler noch am alten guten Sinne festgehalten haben .. Sie sind keineswegs abstrus, sondern plastisch zu nennen. S. das capitolinische B. mit dem Prometheus3) pp. 48,252,6 MuR(1360) B27,24,10 JGFSchmidt 25.5.16 K uö 2 das flacherhabene Relief iUz Hochrelief a als Gattungsbezeichnung So war z. B. bey den Alten ein B. ein wenig erhobenes Werk, eine flache, geschmackvolle Andeutung eines Gegenstands auf einer Fläche, allein dabey konnte der Mensch nicht bleiben, es wurde halb erhoben, ganz erhoben, Glieder abgesondert, Figuren abgesondert, Perspective angebracht B12,383,7 Schiller 23.12.97 Du erwähntest neulich der B-e4); ihre Entstehung ist ganz einfach: Ein Bild soll .. auf irgend eine Weise vom Grund ab- und dem Auge entgegengehoben werden. Zeichnet man eine Figur auf roth zu brennenden Thon, so füllt man das Körperliche mit schwarzer Farbe aus; umreißt man eine Figur mit dem Griffel auf weichen Thon, so nimmt man den Grund weg. Auf diesem Wege sind die ältesten .. B-e entstanden. [Danach der in K gestr Satz Nach und nach lösen sie sich völlig von der Platte ab und wetteifern mit der Rundbildnerei] B43,27,23 u 28,8 Zelter 17.8.27 weil alles Interesse auf der Seite liegt, wohin der Kopf gewendet ist; deßhalb eignen sie [Tiere] sich zu Nischen- und Wandbildern so wie zum B., und gerade dadurch konnte uns Myrons Kuh, auch flach erhoben, so vollkommen überliefert werden5) 492,9,16 MyronsKuh uö als Formtypus idVbdg ‘in B.’ Wo befand sich die von Benvenuto Cellini für Fontainebleau in B. gegossene Nymphe6) B16,161,4 Tieck [Anf 03] b mBez auf konkrete Flachreliefs [üb den Abguß eines Londoner Terrakottareliefs mit Satyr, Mänade u Dionysosknaben, röm, wohl 2. Jh nChr] haben in meine Umgebung abermals eine große Anmuth gebracht, indem Sie mir einen authentischen Abguß des erwünschten B-s übersenden wollen .. Wir stehen schon eine Stufe näher an jenem ersten Gebilde, wornach dieses Thonwerk gefertigt seyn mag B42,274,4 Beuth 23.7.27 K [Bronzeschrein für die Reliquien des hl Zenobius, Florenz, Dom, 1432—42] Sehr herrl. B. von Ghiberti Tgb 12.8.13 Graf Tolstoy’s B-e7) 36,147,13 TuJ uö als Grisaillebild ein Blumenstück von Segers [Daniel Seghers] .. Es hat in der Mitten ein B. grau in grau von mehreren Blumengruppen umgeben B27,180,1 MHFuchs 28.9.16 K → GWB Hauptbasrelief vgl GWB Arbeit Bildwerk(flacherhobenes B.) Figur(flacherhabene F.) flacherhaben(F-e) Flachgebilde Relief Werk(halberhobenes W.) 1) Für die ältere Kunstterminologie vgl Lionardo da Vinci, Das Buch von der Malerei, ed HLudwig, Text u Übs, 1, 1882. In den Abschnitten üb den Wettstreit zw Skulptur u Malerei, bes Nr37—40, werden ‘tutto rileuo’ (Rundskulptur) u ‘basso rileuo’ als Gattungsbezeichnungen gegenübergestellt. AWSchlegel behandelt in seinen Berliner Vorlesungen 1801/02 das Relief unter dem Begriff ‘Basrelief’: “Es giebt Basreliefs mit zum Theil ganz frey stehenden, zum Theil halb durchschnittenen aber immer völlig gerundeten Figuren, diese machen aber im Grunde keine von der ronde bosse unterschiedene Gattung aus ..”, dann in der engeren Bed: “.. wir haben hier besonders die Grundsätze des eigentlichen Basrelief, d. h. der flach erhobenen Arbeit zu entwickeln.” (ed Minor, DLD 17,150) 2) Hirts im 12. St der ‘Horen’ 1797 veröffentlichter ‘Nachtrag’ polemisiert gegen G-s noch unveröffentlichten Laokoon-Aufsatz. G seinerseits lehnt Hirts die realist u episod Züge betonende Interpretation ab 3) Kindersarkophag in hohem Relief, Mitte 3. Jh nChr, Rom, Kapitolin Museum 4) Zelter hatte üb AWSchlegels Theorie des Basreliefs berichtet, G die entsprechenden Partien aus Schlegels Berliner Vorlesungen von 1827 im Auszug des ‘Berliner Conversations-Blatts für Poesie, Literatur u Kritik’ kennengelernt. Nach Minor entsprechen sie weitgehend den Ausführungen von 1801/02 (DLD 17,L, s a Anm 1) 5) G bezieht sich auf Münzbilder der illyr Stadt Dyrrhachion; vgl auch Wir .. sähen gern .. die flach erhabene Arbeit wieder zur Statue verwandelt 492,7 G-s Annahme, auf diesen Münzen des 4. Jh vChr sei Myrons Skulptur wiedergegeben, ist in der archäol Forschung auf Ablehnung gestoßen (s BPick, G-s Münzbelustigungen, JbGGes 7,1920,218) 6) Vgl die halberhobene Nymphe in Bronze 44,368,17 CellAnh XIV 2 In Cellinis Lünette ist reines Flachrelief mit einem vollrund gearbeiteten Hirschkopf verbunden 7) Schuchardt 2,343 Nr268: “5 achteckige Medaillons mit Reliefs auf blauem Grunde”. Vgl auch Ich habe von einem Grafen Tolstoi ein medaillenartig, wenig erhobenes Kunstwerk .. gesehen, das mich in Verwunderung setzte B29,176 Uwarow 18.5.181) 37,81,11 Ephem 1770 [Meph zum Studenten:] Der Mutter Tisch müsst ihr vergessen, | .. Statt .. iung Gemüs | Geniessen .. Brennesseln süs, | Sie thun einen Gänse stuhlgang treiben, | Aber eben drum nicht bass bekleiben [haften bleiben] Urfaust 316 51,118 ZXenNachl 493 2 in der Bed des Positivs (überwiegend) a gut, wohl [anläßl von Herders Berufung nach Weim] Wollten euch nun bewillkommen b., | Bereiten euer Haushalt trocken und naß 4,206 AnHerder 13 b recht, sehr, ungemein; ausschließl iVbdg mit den Verben ‘verdrießen’, ‘betrüben’, ‘(er)freuen’ [Realist:] Das Wesen [der Teufels- u Hexenspuk der Walpurgisnacht] ist mir recht zur Qual | Und muß mich b. verdrießen; | Ich stehe hier zum erstenmal | Nicht fest auf meinen Füßen Faust I 4352 Sind die im Unglück, die wir lieben, | Das wird uns wahrlich b. betrüben 2,290 Umgekehrt 2 Möchten Sie .. an den Productionen des lieben Sohnes [Theodor] Sich in der Österreichischen Hauptstadt b. erfreuen B23,50,24 Körner 4.8.12 3,140 Dem 31. Okt 1817 Vs 4 uö → GWB fürbaß vgl zu 1 besser eher mehr zu 2 a gut tüchtig wohl zu 2 b höchlich sehr ungemein 1) wörtl Zit aus dem ersten Traktat des Paracelsus, Opera I, 1603,214; G interpretiert die Stelle falsch, Paracelsus bezieht sich auf zwei bekannte Volkslieder (vgl DjG31,509)1) Schlegel .. singt [am Frankf Theater] als zweiter B. noch gut genug 341,235,1 ReiseSchweiz 1797 4 ‘gezwungener B.’ in Übs für ‘Basse contrainte’, Terminus der frz Musiklehre für ostinaten Baß (oft wiederkehrendes, kaum variiertes Baßthema) Herr Rameau hat dieses Orchester .. mißbraucht; er machte die Begleitungen so confus, so überladen .. .. drei oder vier Motive, durch drei oder vier Instrumente über einander gehäuft .. Alle diese beliebten Feinheiten der Kunst .. diese Doppelmotive, diese gezwungenen Bässe, diese Gegenfugen sind nur ungestalte Ungeheuer 45,206,9 RamNeffeAnm 5 tiefe Tonlage eines Instruments, im Vergl Napoleon behandelte die Welt wie Hummel seinen Flügel .. Er war immer in seinem Element .. und jedem Zustande gewachsen, so wie es Hummeln gleichviel ist, ob er ein Adagio oder ein Allegro, ob er im B. oder im Discant spielt Gespr Eckerm 7.4.29 6 Streich- od Blasinstrument in tiefer Tonlage Wollen Sie bei Gelegenheit meinen Violoncellmeister Buschen fragen, ob er die Sonaten für zwei Bässe noch hat, die ich ihm spielte .. Ich treib die Kunst etwas stärker als sonst B2,14,3 Salzmann 3.2.72 [Schilderung des sog Pfeifergerichts in Frankf] meldet eine wunderliche Musik gleichsam die Ankunft voriger Jahrhunderte. Es sind drei Pfeifer, deren einer eine alte Schalmei, der andere einen B., der dritte einen Pommer oder Hoboe bläs’t 26,34,16 DuW 1 B4,168,19 Kayser 20.1.80 → GWB Generalbaß GWB Grundbaß Kontra- vgl zu 1 Baßstimme zu 3 Bassist Baßsänger zu 6 Kontrabaß Violoncello 1) möglicherweise auch als Bezeichnung einer zweiten Besetzung
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||