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Beschränktheit bis beschuhen (Bd. 2, Sp. 469 bis 476)
 
  Beschränktheitauch -ck-; rund 100 Belege, s Vorbem zu ‘beschränken’
1 räuml EngeBetrachten wir .. die noch aufstehenden Reste der öffentlichen Plätze und Gebäude, so werden wir .. die wir breite und gränzenlose Straßen, Plätze .. zu erblicken gewohnt sind, uns nicht genug über die Enge und B. solcher Localitäten verwundern können 491,170,22 Zahn,Pompeji
2 in übertr Bed
a iSv Begrenztheit, Be-

[Bd. 2, Sp. 470]
grenzung
α für die Begrenztheit des menschl Individuums, seiner geistigen, sinnl u körperl Fähigkeiten u MöglichkeitenParis ist offen; Italien wird’s auch werden; solang uns der Athem bleibt, werden wir den Künstler in das Weite der Welt und Kunst und in die B. seiner selbst [Korr 53,537 f] weisen 48,253,7 MuR(1357)Wer die Wissenschaften und ihren Gang .. beobachtet hat, wird sogar die Frage aufwerfen .. ob es nicht bei der B. der menschlichen Natur gemäßer sei, z. B. den aufsuchenden und findenden von dem behandelnden und anwendenden Manne zu unterscheiden N1,291,8 FlD 729Sehrohre haben durchaus etwas Magisches .. Wir sind es die erblicken und sind es nicht, ein Wesen ists, dessen Organe auf höhere Stufe gehoben, dessen B. aufgelöst, das ins Unendliche zu reichen berechtigt ward 252,130 Wj [nur 1821]meine Bescheidenheit .. welche sich an den Problemen, wie es den Menschen geziemt, eigentlich nur übt, um sich selbst kennen zu lernen und zugleich seine B. mit der großen Breite, die ihm zu umschauen gegeben ist, kennen zu lernen und sich am Ende selbst ehrenhaft zu bescheiden B48,219,20 AHerder 7.6.31N52,401,3 Fl Plp36,252,20 BiogrEinzhB23,62,17 Voigt 14.8.12 K in Notizen nach Schellings ‘System des transzendentalen Idealismus’ N13,451,4 [Zit s v Begrenztheit] uö ebd
β Begrenzung, Maß in der Zielsetzung[Hofmstrn:] Aus Mäßigkeit entspringt ein reines Glück. [Eugenie:] Wenn du ein mäßig Ziel dir vorgesteckt. [Hofmstrn:] B. sucht sich der Genießende NatT 1078
γ thematisch, inhaltl (auch mit wertender Komponente)Differenzen bei Beschreibung des menschlichen Körpers .. wo sie .. wegen der B. des Gegenstandes .. nicht hinderlich sein mögen N8,35,15 VglAnatomie 747,215,16 ÄltGemälde
δ mengen-, zahlenmäßig 341,135,9 KuARheinMain40,68,16 Üb:Mahomet
b Eingeschränktheit
α durch äußere FaktorenDie Beschräncktheit worin die Menschen leben, der Druck der mehr oder weniger auf ihnen liegt, macht sie .. sehr oft hülfsbedürftig JbGG14,100 BiogrBetrachtg24,378,24 Wj II 7iS einer IsolationDie Farbenlehre soll aus der engen B. in der sie bisher durch mancherley Umstände gehalten worden, in das freye Feld der Beobachtungen und Betrachtungen versetzt .. werden N52,12,34 Fl PlpN1,300,9 FlD 746
β naturgesetzlWir wiederholen also, daß die B., Bestimmtheit und Allgemeinheit der durch die Fortpflanzung schon entschiedenen simultanen Metamorphose den Typus möglich macht, daß aber aus der Versatilität dieses Typus .. die vielen Geschlechter und Arten der vollkommneren Thiere .. durchgängig abzuleiten sind N8,88,27 Vortr VglAnatomie 8N13,215,25 Morph PlpN6,174,12 MetamPfl Nachtr‘B. auf etw’durch die B. der organischen Natur auf Einen Zweck wird das Uebergewicht eines und des andern Glieds bewirkt N(GOETHE14/15,143) Schönheit organNaturen
c Eingeengtheit, Enge
α geistig-intellektuellIn dem Buch des Erreurs et de la Verite [von Louis Claude de St Martin] .. welche Wahrheit! und welcher Irrthum! Die tiefsten Geheimnisse der wahrsten Menschheit mit Strohseilen des Wahns und der Beschräncktheit zusammen gehängt B5,109,2 Lavater [9.?4.81]Wer .. nicht dahin gekommen ist, einzusehen, daß wir Menschen einseitig verfahren, und verfahren müssen, daß aber unser einseitiges Verfahren bloß dahin gerichtet seyn soll, von unserer Seite her in die andere Seite einzudringen .. der sollte einen so hohen Ton [wie Jacobi] nicht anstimmen. Aber dieser ist leider gerade die Folge von jener B. B22,322,13 Knebel 8.4.12Wenn ich mich bei’m Urphänomen zuletzt beruhige, so ist es doch auch nur Resignation; aber es bleibt ein großer Unterschied, ob ich mich an den Gränzen der Menschheit resignire oder innerhalb einer hypothetischen B. meines bornirten Individuums N11,131,19 MuR(577)suchen Sie sich .. von Irrthümern los zu machen .. Der beste Kopf ist, auch mit dem besten Willen, in großer B. befangen, und wer hat nicht mehr als einmal im Leben sich selbst die angebotene Aufklärung verkümmert B35,28,16 CFBurdach 21.7.21Sich in seiner B. gefallen ist ein elender Zustand; in Gegenwart des Besten seine B. fühlen ist freylich ängstlich, aber diese Angst erhebt [Korr 53,538] 48,253,12f MuR(1359)B15,291,19 WHumboldt 29.11.01 KN4,304,12 FlH VI mBez auf den geistigen Gehalt einer Lehrefür diejenigen, welche die B. dieser Lehre [Newtons] übersehen N4,54,2 FlH VIPl konkretisiert für beschränkte UrteileMan hielt von Seiten der Menge .. die Naturwissenschaften und besonders das Experimentiren .. für .. schädlich der Schullehre, der Erziehung, der Religion, dem praktischen Leben und was dergleichen B-en mehr waren N4,22,11 FlH VI
β entwicklungs-, standesgebundene Beschränktheit: Naivität, Einfachheit, Selbstgenügsamkeit; ausschließl positiv od positiv umgedeutetDas Knabenalter ist .. darum weniger liebenswürdig als die Kindheit, weil es ein mittler, halber Zustand ist. Das Kindische klebt ihnen noch an .. allein sie haben mit der ersten B. die liebevolle Behaglichkeit verloren 51,38,6 ThS I 11Wie sehr ich wieder, auf diesem duncklen Zug [Harzreise], Liebe zu der Classe von Menschen gekriegt habe! die man die niedre nennt! die aber gewiss für Gott die höchste ist. Da sind doch alle Tugenden Beysammen, Beschräncktheit, Genügsamkeit, Grader Sinn, Treue .. B3,191,10 ChStein 4.12.7751,55,20 ThS I 16B42,172,3 Rauzan 30.4.27 K Pl konkretisiert für entsprechende Dichtungsinhalte B46,370,9 Ségur 28.12.29 KUnbefangenheit, Naivität als Disposition des produzierenden KünstlersIch glaube daß alles was das Genie, als Genie, thut, unbewußt geschehe .. Die Dichtkunst verlangt im Subject, das sie ausüben soll, eine gewisse gutmüthige, ins Reale verliebte B., hinter welcher das Absolute verborgen liegt. Die Forderungen von oben herein zerstören jenen unschuldigen productiven Zustand B15,213,20 Schiller [3.od4.4.01]
γ als innere Dimension des Menschen, Charakterzug, Wesensmerkmal; koordiniert mit Negativbegriffen wie ‘Dünkel’, ‘Eigenheit’, ‘Albernheit’, ‘Plattheit’, ‘Kleinheit’, ‘Philisterei’, ‘Tagesflachheit’, ‘borniertes Wesen’; iUz ‘Weitsinn’, ‘Freimut’, ‘Edelsinn’ uä; iVbdg mit Adj wie ‘kalt’, ‘dumpf’, ‘ausschließend’, ‘sittlich-kümmerlich’, (positiv umwertend) ‘gutmütig’; konkretisiert iS einer inneren Bindung, Fesselung; mehrf PlWem es ein Bedürfniß ist, täglich an der menschlichen Natur nähern .. Antheil zu nehmen, wer nicht Noth hat, sich in eine kalte B. zu verstecken, nicht durch eine anhaltende Verachtung anderer sich empor zu halten nöthig hat 37,332,28 PhysiognFragmDarstellung einer Gesellschaft Nürnberger Handwerksleute [in dem Ged ‘Das Kränzlein’] .. Hier ist die B., Plattheit, Unart und Ungezogenheit mit dem Pinsel eines Ostade gezeichnet 40,246,6 Rez:Grübel,Ged[anläßl der Italienreise Augusts] Du mußt dir immer sagen:

[Bd. 2, Sp. 471]
deine Absicht sey, eine große Welt in dich aufzunehmen und jede in dir verknüpfte B. aufzulösen B47,115,11 August 29.6.3022,340,1 Lj VIN4,22,11 FlH VI als Charakteristikum einer Nation, einer Epoche uäDie Römer waren aus einem engen, sittlichen, bequemen, behaglichen, bürgerlichen Zustand zur großen Breite der Weltherrschaft gelangt, ohne ihre B. abzulegen; selbst das, was man an ihnen als Freiheitssinn schätzt, ist nur ein bornirtes Wesen N3,127,21 FlH IIB43,10,21 Kronprinz FriedrWilh 14.8.27 K Enge einer künstlerischen Haltung, Konzeption, Strenge einer Darstellungsweise; sowohl iUz idealisierenden wie zu naturalistischen Tendenzendas Ideale erhob ihn [den menschl Geist] über sich selbst; nun aber möchte er in sich selbst wieder zurückkehren, er möchte jene frühere Neigung, die er zum Individuo gehegt, wieder genießen, ohne in jene B. zurückzukehren, und will auch das Bedeutende, das Geisterhebende nicht fahren lassen 47,173,27 Samml 6ward Mahomet aufgeführt zu großem Vortheil für die Bildung unserer Schauspieler. Sie mußten sich aus ihrem Naturalisiren in eine gewisse B. zurückziehen, deren Manierirtes aber sich gar leicht in ein Natürliches verwandeln ließ 35,85,16 TuJGespr Eckerm 4.1.27
δ als persönl od gesellschaftl Situation, mBez auf Lebensverhältnisse, Zustände uä (zT mit räuml Komponente); in ambivalenter Wertung, positiv ua im Vorstellungsbereich einer Welt in nuceHeiliges Schicksaal du hast mir mein Haus gebaut und ausstaffirt über mein Bitten, ich war vergnügt in meiner Armuth unter meinem halbfaulen Dache .. du hast mir Dach und Beschräncktheit vom Haupte gezogen wie eine Nachtmüzze T1,52,25 v Nov 77[Wilh beschreibt die Umgebung des ‘nußbraunen Mädchens’] Häuslicher Zustand auf Frömmigkeit gegründet .. nicht zu eng, nicht zu weit .. hier ist B. und Wirkung in die Ferne, Umsicht und Mäßigung, Unschuld und Thätigkeit 24,350,15 Wj II 6 = 251,126,21 Wj III 5[Montan üb die päd Provinz:] In der Überzeugung, daß nur ein Einziges in vollständiger Umgebung getrieben .. werden könne, sind mehrere solche Punkte thätiger Belehrung über einen großen Raum gleichsam ausgesäet. An jedem Ort findest Du eine kleine Welt, aber in ihrer B. so vollkommen, daß sie jede andere Welt, ja sogar die große, abbilden und vorstellen muß 252,11 Wj [nur 1821]27,109,9 DuW 7422,81,1 Rez:Hinrichs,Wesen d antikTragödB24,317,20 Schlichtegroll 24.7.14
vgl zu 1 Enge zu 2 a α Bedingtheit Begrenztheit zu 2 a β Begrenzung Beschränkung Maß zu 2 b α Abgesondertheit Druck Eingeschränktheit zu 2 b β Beschränkung Bestimmtheit Bestimmung Determination zu 2 c Begrenzung Beschränkung Enge zu 2 c α Borniertheit Eingeschränktheit Einseitigkeit Wahn zu 2 c β Einfachheit Genügsamkeit Naivität zu 2 c γ Albernheit Borniertheit Dünkel Eigenheit Kleinheit Philisterei Plattheit

Gertrude Harlass


 
 
Beschränktsein-ey- zu beschränken 2 a β N(GOETHE28,280) Plp
vgl Begrenztheit Begrenzung Beschränktheit Beschränkung

Gertrude Harlass


 
 
Beschränkungauch -ck-; 125 Belege, s Vorbem zu ‘beschränken’
1 räuml
a Begrenzung: für die bei der Refraktion zur Hervorbringung der Farben erforderliche Begrenzung des Lichtstrahls bzw des prismat Bildes (s begrenzen 1 a)gelangt er [Descartes] zu der Haupteinsicht, daß eine B. nöthig sei, um die prismatischen Farben hervorzubringen .. Nun sucht er auch im Regenbogen jene nöthige B. und glaubt sie in der Gränze der Kugel, in dem dahinter ruhenden Dunkel anzutreffen N3,280,8u14 FlH VN52,54,14 ÜbFarbenerschRefraktionN2,72,18u21 FlP 120 Begrenzung einer Malfläche durch architekton GliederRaphael .. die herrlichen Bilder der Messe von Bolsena .. des Parnasses, wären ohne die wunderliche B. des Raumes nicht so unschätzbar geistreich zu denken .. wie in dem Organismus der Natur so thut sich auch in der Kunst innerhalb der genausten Schranke die Vollkommenheit der Lebensäußerung kund 32,175,24 ItR für die begrenzte Ausdehnung eines Organsda es [das Gehirn] sich nicht nach der Hirnschale, sondern diese nach jenem zu richten hat, und zwar dergestalt, daß die innere Diploe der Hirnschale vom Gehirn festgehalten und an ihre organische B. gefesselt wird 35,203,14 TuJ
b Einschränkung, insbes eines Ausblicks; mehrf konkretisiertin der Ferne eintretende Berge machten die Aussicht noch hoffnungsvoller, indem sie nur wie eine sanfte B. hereintraten 22,35,4 Lj IV 4Suchen Sie ja indeß die schönsten Plätzchen aus. Höhen, Gründe, Felsen, Bäume, Aussichten und B-en, alles müssen Sie in Betracht ziehen B16,277,7 SZiegesar 31.8.03
c räuml EngeWir setzen den Beobachter in’s Freie, ehe wir ihn in die B. der dunklen Kammer führen N1,164,1 FlD 393
2 in übertr Bed
a iSv Begrenztheit, Begrenzung
α für die Begrenztheit des menschl Individuums, seiner geistigen u schöpferischen Fähigkeiten, die Abhängigkeit von einer körperl-geistigen Dispositionich fühlte, daß ich Zeitlebens getrachtet hatte, mich zum Hypsistarier zu qualificiren; das ist aber keine kleine Bemühung: denn wie kommt man in der B. seiner Individualität wohl dahin, das Vortrefflichste gewahr zu werden? B48,156,15 Boisserée 22.3.31Wurden wir vorher bei dem Beschauen einzelner Farben gewissermaßen pathologisch afficirt .. so führt uns das Bedürfniß nach Totalität, welches unserm Organ eingeboren ist, aus dieser B. heraus N1,324,4 FlD 812ist .. die Geschichte der Kunst für den jungen Künstler von der größten Bedeutung, nur müßte er nicht in ihr etwa nur .. Vorbilder, sondern sich selbst auf seinem Standpunct, in seiner B. gleichnißweise gewahr werden 46,11,7 WinckelmVorrN6,290,11 PhysiolPfl46,53,6 WinckelmN11,132,13 MuR(579)in umfassender Bed: die Bedingtheit des Menschen durch äußere Faktoren mit einbeziehend (vgl 2 b α)wie Menschen nur dann klug und glücklich genannt werden können, wenn sie in der B. ihrer Natur und Umstände mit der möglichsten Freiheit leben 47,65,9 Theorie bildKünste24,124,6u10 Wj I 7 [Zit s v beschränken GWB Sp 466,59ff]  
β mBez auf die begrenzte Gestaltungsfähigkeit eines Organs od Organismus[üb die Wurzel] was habe ich mit einer Gestaltung zu thun, die sich in Fäden, Strängen, Bollen und Knollen und, bei solcher B., sich nur in unerfreulichem Wechsel allenfalls darzustellen vermag, wo unendliche Varietäten zur Erscheinung kommen, niemals aber eine Steigerung N6,332,17 UnbillFordergB29,25,22 CFBurdach [25.1.18]
γ als numerische Beschränkung N11,293,17 Tonlehre
b Einschränkung (nomen actionis u acti)
α Einschränkung der individuellen Freizügigkeit, des Handlungsspielraums, der Willensfreiheit durch bedingende Faktoren, gesellschaftl-sittl Normen, ökonomische Zwänge, Gebote u dgl; Reglementierung, Restriktion

[Bd. 2, Sp. 472]
B., Pflicht [ΑΝΑΓΚΗ Hss u Erstdr MorphH; Αναγκη, Nöthigung Druck KuA u Ausg.l.H.] JbGG2,243 Urworte,Orphisch Strophentitel Var1)Lessing, der mancherlei B. unwillig fühlte, läßt eine seiner Personen sagen [Nathan I 3]: niemand muß müssen. Ein geistreicher frohgesinnter Mann sagte: wer will, der muß. Ein Dritter, freilich ein Gebildeter, fügte hinzu: wer einsieht, der will auch2) 422,182,20 MuR(542)Weil .. unser inneres sittliches Wesen in äußeren Bedingungen verkörpert ist, es sei nun, daß wir einer Familie, einem Stande .. oder einem Staate angehören .. da das Gemeinwesen, als dessen Glied er [Lavater] geboren war, in der genauesten und bestimmtesten B. einer löblichen hergebrachten Freiheit genoß 28,261,13 DuW 14Warum denn auch eine Reitbahn so wohlthätig auf den Verständigen wirkt, ist daß man hier, vielleicht einzig in der Welt, die zweckmäßige B. der That, die Verbannung aller Willkür, ja des Zufalls mit Augen schaut und mit dem Geiste begreift 35,96,24 TuJ131,322,18 Götz3 VGespr(He31,188) Lobe [Jul 1820]B45,183,28 WHumboldt 1.3.29 K als Machtbeschränkung 28,125,18 DuW 12‘jdn in B. halten’: unter päd AspektenDie .. gute Gesellschaft hält sie [die Söhne der engl Familie Hope] gleichmäßig in heiterer B., so daß alles Rohe, Unschickliche nach und nach beseitigt wird B43,242,4 Carlyle 15.1.28
β Beschränkung durch formalästhetische Regeln (dafür exemplarisch die Sonettform), durch theoret Festlegungen; in der Architektur: durch Bedingungen des Materials uäAls Musterbild dramatischer B. in Ansehung der Handlung, der Zeit und des Ortes, wie solche früher die Alten, späterhin besonders die Franzosen beliebt, kann diese Darstellung [G-s Übs des Voltaireschen Dramas] wohl gelten 16,239,5 Maskenz 1818 Progr [vgl beschränken GWB Sp 467,31ff]  [anläßl der Neubelebung der ital Sonettform durch die Romantiker] Sich in erneutem Kunstgebrauch zu üben, | Ist heil’ge Pflicht, die wir dir auferlegen: | .. Denn eben die B. läßt sich lieben, | Wenn sich die Geister gar gewaltig regen 2,255 Das Sonett 5jede Veränderung des Materials und des Mechanismus, giebt dem Kunstwercke eine andere Bestimmung und Beschränckung B9,7,23 Heyne 24.7.8847,199,10 Samml 8
γ naturgesetzl Beschränkung, Bestimmung, Determination; auch ‘B. auf etw’wie man Charaktere hervorbringen könne, ohne aus dem Kreise der Schönheit zu gehen, wie man B. und Determination aufs besondere, ohne der Freyheit zu schaden könne erscheinen lassen N(GOETHE14/15,145) Schönheit organNaturen [1794]N13,230,18 Morph Plp [Zit s v beschränken GWB Sp 467,45ff] N13,194 Morph Plp Var [> bestimmung N13,194,33]  
δ Selbstbeschränkung; nuanciert als Selbstgenügsamkeit, Selbstbescheidung, inhaltl od themat Konzentration, spezialisiertes Können, Selbstdisziplinierung, Mäßigung, prägnant als universelle Voraussetzung menschl Vervollkommnung, im Problemzshg Gesetz u Freiheitendlich siehet er [der Mensch] in seine Hände die ihm auch Gott gefüllt hat mit Krafft und allerley Kunst .. und kehret zurück zu seinem Erbteil, säet, pflanzt und begießt, und geniest sein und der seinigen in herzlich würckender Beschränckung B2,194,16 Jacobi 31.8.[74]wir kommen in Gefahr, uns in die Metaphysik zu verlieren, wenn wir uns nicht bescheiden, innerhalb des physischen Kreises unsere Bemühungen zu beschränken. Wie wir uns diese B. denken, suchen wir folgendermaßen auszudrücken N51,430,22 Physikal PreisaufgAllem Leben, allem Thun, aller Kunst muß das Handwerk vorausgehen, welches nur in der B. erworben wird. Eines recht wissen und ausüben gibt höhere Bildung als Halbheit im Hundertfältigen 24,227,4 Wj I 12Würde der junge Dichter freundlich drein sehen, wenn man ihm B-en zumuthete? Würde das Publicum zufrieden sein, wenn man sein augenblickliches Entzücken und Verwerfen zur Mäßigung heranriefe? 412,280,14 Neueste dtPoesieSo ist’s mit aller Bildung auch beschaffen. | Vergebens werden ungebundne Geister | Nach der Vollendung reiner Höhe streben. | Wer Großes will muß sich zusammen raffen. | In der B. zeigt sich erst der Meister, | Und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben 131,84,16 Was wir bringen = 4,129 Natur u Kunst 133) B21,296,6 Reinhard 14.5.10 vereinzelt negativ nuanciertDie hohe Freiheit eines angebornen und durchgeübten Talents wird wohl billig den guten Deutschen vorgeführt, welche wähnen in der B. liege die Kraft. Welches im strengsten Sinne wohl wahr seyn mag, aber die rollende Zeit will andere Umsichten B29,176,1 Uwarow 18.5.18N11,319,14 StudSpinoza131,117 ProlBln 1821 Vs 39
c iSv Eingeengtheit, Enge
α geistige Beschränktheit, Borniertheit, Einseitigkeit, Unzulänglichkeit; auch Pldeine dikhirnschaaligen Wissenschaftsgenossen in Zürich .. Unter dem republikanischen Druk und in der Atmosphäre durchschmauchter Wochenschriften .. würde ieder vernünftiger Mensch auf der Stelle toll. Nur die Einbildung, B. und Albernheit hält solche Menschen gesund und behaglich B4,260,17 Lavater 24.7.80Wer nicht überzeugt ist, daß er alle Manifestationen des menschlichen Wesens, Sinnlichkeit und Vernunft, Einbildungskraft und Verstand, zu einer entschiedenen Einheit ausbilden müsse .. der wird sich in einer unerfreulichen B. immerfort abquälen N11,75,14 Rez: Stiedenrothes scheint wunderbar, ist aber den B-en des menschlichen Geistes ganz gemäß, daß man die Consequenz der Idee nicht in der Erscheinung verfolgen mag, sondern daß man sich an Ausnahmen ergötzt B44,54,25 Nees 2.4.287,184,7 DivNot [Zit s v beschränken GWB Sp 468,6ff] 23,138,28 Lj VIII 1
β entwicklungsgebundene BeschränktheitIch .. durfte glauben die Autoren zu verstehen, weil mir am buchstäblichen Sinne nichts abging .. Glückliche B. der Jugend! ja der Menschen überhaupt, daß sie sich in jedem Augenblicke ihres Daseins für vollendet halten können 27,40,2 DuW 6
γ beschränkte Lebensverhältnisse, Zustände; in der Frühzeit (vereinzelt später) im Lob des einfachen, paradiesischen Lebens, in DuW mehrf in Kritik bürgerl-philiströser ZuständeWenn wir einen Platz in der Welt finden, da, mit unsern Besitzthümern zu ruhen; ein Feld, uns zu nähren; ein Haus, uns zu decken; haben wir da nicht Vaterland? .. haben das nicht .. tausende .. und leben sie nicht in dieser B. glücklich? AAJw3,99,9 FGA SonnenfelsÄrgerlicher Gegensatz der schweitzerischen bürgerlichen B. mit dem gehofften Naturleben 29,227 DuW 19 Schema19,204,23 BrSchweiz INatT 46229,133,24 DuW 19
→ Selbst-vgl zu 1 a Begrenzung Beschränktheit Grenze Kante Rand Saum Schranke zu 1 b Einschränkung zu 1 c Enge zu 2 a Begrenzung zu 2 a α Bedingtheit Begrenztheit Beschränktheit Bestimmung zu 2 b Einschränkung Gesetz Norm zu 2 b α Ἀνάγκη Bedingnis Bedingung Beschränktheit Eingeschränktheit Nötigung Pflicht

[Bd. 2, Sp. 473]
zu 2 b β und γ Bestimmung zu 2 b γ Determination zu 2 b δ Entsagung Konzentration Mäßigung zu 2 c Beengung Enge zu 2 c α Albernheit Beschränktheit Borniertheit Eingeschränktheit Einseitigkeit zu 2 c β Naivität zu 2 c γ Einfachheit Genügsamkeit
1) Die Formulierung findet sich ausschließl in einer Hs aus dem Nachl Maria Paulownas; sie soll offenbar der Verdeutlichung dienen.
2) vgl Zelters Br v 4.1.26 u G-s Antwort v 21., die die zweite u dritte Sentenz als Zelters u G-s Meinung ausweisen
3) G selbst hat das etwa 1800 entstandene Sonett nicht in seine Ged-Sammlung aufgenommen. Die strenge Form symbolisiert zugleich den Inhalt (vgl HA19,609f sowie 2 b β des Artikels).

Gertrude Harlass


 
  Beschränkungskreis Jeder Stand hat seinen eignen Beschränckungs Kreis, in dem sich Fehler und Tugenden erzeugen Tgb 19.1.82

Gertrude Harlass


 
  beschreiben630 Belege. — Häufigster Gebrauch des Wortes im natwiss Bereich iZshg einer an das Erscheinungsbild der Phänomene gebundenen Erfahrungsweise. Schwerpunkte in der Farbenlehre, Meteorologie, Mineralogie, vergleichenden Anatomie u Botanik. Der Beschreibungspraxis liegt die Forderung zugrunde, mit der sprachl Darstellung der äußeren Gestalt auch die innere Organisation, den genetischen u Funktionszusammenhang u die Betrachterperspektive zu vermitteln; von diesem morphol Konzept her werden rein empir Verfahrensweisen, die sich in der Wiedergabe zufälliger Erscheinungsbilder erschöpfen, kritisiert. — Im ästhetischen Bereich neben einer gewissen Vorliebe für das beschreibende Lehrgedicht einerseits Distanzierung von einer (seit Lessings ‘Laokoon’) als überholt angesehenen ‘beschreibenden Poesie’, wie sie in Anlehnung an engl Vorbilder bes von der schweizer Kunsttheorie (Bodmer, Breitinger) propagiert worden war, andererseits vielfältiges Bemühen um die beschreibende Vermittlung u dichterische Darstellung insbes von Landschaft, aber auch von Menschen, Szenen, Ereignissen; in Reflexionen üb das Beschreiben von Natureindrücken mehrf Berufung auf die im Landschaftszeichnen erworbenen Fähigkeiten bildmäßiger Darstellung u Auseinandersetzung mit antiken Kunstwerkbeschreibungen (Philostrat, Pausanias, Statius), die ebenso als Vermittler archäol Kenntnisse wie als Beispiele für die rhetor Gattung bzw Technik der Descriptio od Ekphrasis gesehen werden. — In der Handschriftenkunde Versuch einer Vereinheitlichung u Systematisierung der Manuskriptbeschreibung (1820, iZshg mit der durch den Frhn vStein angeregten Erfassung der älteren deutschen Geschichtsquellen).
1 konkret
a mit Schrift(zeichen) bedeckenWenn ich nun gleich das weiße Blatt dir schickte, | Anstatt daß ich’s mit Lettern erst beschreibe, | Ausfüllest du’s vielleicht zum Zeitvertreibe 2,12 Sonette X 2[Faust:] Auch was Geschriebnes forderst du Pedant? | .. ein Pergament, beschrieben und beprägt, | Ist ein Gespenst, vor dem sich alle scheuen. | Das Wort erstirbt schon in der Feder Faust I 1726B28,151,27 August u Ottilie 27.6.[17]Gespr Eckerm 18.2.29
b beschriften, mit Markierungszeichen versehen B8,35,27 Seidel 14.10.[86]
2 etw schildern, üb etw berichten
a etw Gesehenes, Erfahrenes (Landschaftsbilder, Reiseeindrücke uä), auch Vorgestelltes, Empfundenes auf anschauliche u vielfach auf bildhafte Weise in Worten vermitteln, ein Ereignis schildern, eine Person charakterisieren, mehrf idVbdg ‘Leben b.’; von etw Nachricht geben; auch subst u idWdg ‘mit Worten b.’; mit Charakterisierungen wie ‘anmutig, aufs reizendste, schön, lebhaft, mit Enthusiasmus, natürlich, richtig, gut, gewissenhaft, umständlich, im einzelnen, ausführlich, genugsam, lakonisch’Ich hatte kein Interesse als das Äußere der Gegenstände genau zu bemerken .. keine andere Absicht als nur alles recht gut zu sehen und zu fassen .. Ja ich beschrieb oft, indem ein solcher Zug vorbei ging, diesen Zug halb laut vor mir selbst, um mich alles Einzelnen zu versichern, und dieser Aufmerksamkeit und Genauigkeit wegen .. gelobt zu werden 26,314,10 DuW 5Italien .. das Land selbst .. hatte ich mir völlig eingeprägt .. Die schwachen Versuche eigenen Nachbildens hatten das Gedächtniß geschärft, ich konnte b. als wenn ich’s vor mir sähe .. so war jedermann von den lebhaft vorbeigeführten Bilderzügen zufrieden, manchmal entzückt 33,199,4 CampIch muß, um anschaulicher zu machen was ich b. will, etwas von der geographischen Lage der Gegend .. sagen 19,267,10 BrSchweiz II ~ B4,98,1 ChStein 28.10.79[G beschreibt ua den nächtl Anblick des Montblanc] Meine Beschreibung fängt an unordentlich und ängstlich zu werden, auch braucht es eigentlich immer zwei Menschen, einen der’s sähe und einen der’s beschriebe B4,129,10 ChStein 4.11.79 = 19,247,15 BrSchweiz IIJacobi .. Er war .. nach Holstein gezogen .. er beschrieb [> meldete 35,48,11] mir sein Behagen an den dortigen Zuständen auf’s reizendste, beschrieb verschiedene Familienfeste .. anmuthig und umständlich 35,288 TuJ Var u 35,48,12 TuJ[Knabe Lenker:] Herold auf! nach deiner Weise, | .. Uns zu schildern uns zu nennen; | .. [Herold:] Wüßte nicht dich zu benennen, | Eher könnt’ ich dich b. 151,1 Faust II 5534B1,17,13u19u26 u 18,5 Riese 30.10./8.11.65 [Korr DjG31,87,33]B3,265,12 Krafft 11.[12.78 Korr B7,378]B44,26,9 Carlyle 14.3.28 häufig in Ausdrücken sprachl Ohnmacht, bes in Wdgn wie ‘es ist nicht zu b.’, ‘etw läßt sich mit Worten nicht b.’[aus Rom] Mit keinem Worte aber kann ich ausdrucken wie ich dir das alles unmittelbar mitzutheilen wünschte. Alles Reden und b. hilft bey sinnlichen, ia auch bey moralischen Gegenständen nichts B8,73,7 ChStein 2.12.86Staubbach .. wenn man drunter ist, wo man weder mehr Bilden noch b. kann, dann ist man erst auf dem rechten Flek B4,75,2 ChStein 9.10.79[Knabe Lenker:] Du mußt ihn [Plutus] recht genau b. [Herold:] Das Würdige beschreibt sich nicht 151,1 Faust II 5561f31,26,16 ItR31,100,20 ItR
b (selten) als spezif Form dichterischen DarstellensEr [du Bartas] behandelte wichtige .. Gegenstände, wie z. E. die sieben Schöpfungstage, wobei er Gelegenheit fand, eine naive Anschauung der Welt und mannichfaltige Kenntnisse .. auf eine darstellende, erzählende, b-de, didaktische Weise zu Markte zu bringen 45,173,16 RamNeffeAnmEr [Milutinowitsch] .. fing dort an, die Heldenthaten der vorzüglichsten Bojaren dichterisch zu b. 412,285,14 SerbLit [G/Gerhard]4,201 Ein teures Büchlein 44 mehrf als terminol Prädikat iS der poésie descriptive: ‘b-de Poesie’, ‘b-de Gattung’, ‘b-des Genre’, ‘b-des Gedicht’, auch iVbdg mit ‘didaktisch’, ‘belehrend’, ‘reflektiert’ (vgl auch ‘didaktisch-beschreibend’), einmal substindem er [der Major] die Dichtart, in der er sich allenfalls geübt habe, für subaltern und fast für unecht wollte angesehen wissen .. daß er in demjenigen, was man b-d, und in einem gewissen Sinne belehrend nennt, einige Versuche gemacht habe. Die Damen .. nahmen sich dieser Dichtart an [folgt Charakterisierung] 24,296,22 Wj II 4 Mann v50Jahren [vgl das Schema

[Bd. 2, Sp. 474]
252,236,10]  Die didaktische oder schulmeisterliche Poesie ist und bleibt ein Mittelgeschöpf zwischen Poesie und Rhetorik .. sie ist so wie die b-de, die scheltende Poesie immer eine Ab- und Nebenart, die in einer wahren Ästhetik zwischen Dicht- und Redekunst vorgetragen werden sollte 412,225,17 Üb Lehrged ~ B40,143,5 Zelter 26.11.25 [Beilage]ich beharre streng auf der Forderung .. daß bey jeder Erzählung, besonders der b-den, die strengste Folge der abzubildenden Gegenstände .. immer so klar und scharf gezeichnet seyn müsse, daß der Hörer und Leser nothwendig so und nicht anders denken könne B42,30,21 Streckfuß 23.1.27 K21,187,19 Lj II 9B13,39,14 Schiller 26.1.98
c Werke der bildKunst, auch Bauten, Denkmäler, Parkanlagen sprachl vermitteln, zT in Auseinandersetzung mit klass rhetor Kunstwerkbeschreibungen, vereinzelt als schematisiertes Verfahren im Rahmen kunstwiss Dokumentationgedenk’ ich eines geistreich frei gemahlten Bildes von Rubens [Nachahmer] .. Eine Höckenfrau .. [folgt ausführl Bildbeschreibung] .. würden wir diesen Gegenstand, wie er hier beschrieben [< aufgesetzt] ist, als Preisaufgabe gesetzt haben 35,218,28 TuJDieses Bild .. b. wir nunmehr, den Pausanias auf einige Zeit vergessend, nach unsern eignen Einsichten. Oben .. erblicken wir Odysseus .. 48,110,19 Polygnot Odysseus in der Unterweltjene rhetorisch beschriebenen Bilder [< rhetorische Überlieferungen] .. welche uns durch die Philostrate überliefert worden .. jene .. freilich mehr besprochenen als beschriebenen Bilder als damals wirklich vorhandene zuzugeben 491,178,16 u 179,1 Zahn,Pompeji[Gespräch mit HMeyer iZshg des geplanten Italien-Werkes] Über die Nothwendigkeit, die Terminologie zuerst festzusetzen, wornach man Kunstwerke b. und beurtheilen will Tgb 24.9.97491,271,11 Mantegna,Triumphzug36,83,5 TuJ1) 32,333,10 ItRB25,244,4 Woltmann 31.3.15
d im Rahmen wiss Handschriftenkunde ein Manuskript nach Herkunft, Beschaffenheit, Erhaltung usw beschreibenVorschlag zu einem Schema, wornach alte Manuscripte vollständig zu b. wären, mit einem Versuche, hiernach Die Chronik Otto von Freysingen .. in ihren Einzelnheiten darzustellen 421,357 PlpB33,85,21 Büchler 29.6.20 K
e etw sachl genau, auch nach wiss Kriterien darstellen; häufig: Objekte od Phänomene der empir Forschung exakt u gegebenenfalls mit Hilfe einer ‘naturgemäßen’ Terminologie u Nomenklatur beschreiben (oft unterstützt durch Abbildungen); mehrf in paarigen Vbdgn wie ‘beobachten und b.’, ‘betrachten und b.’, ‘untersuchen und b.’, ‘messen und b.’, ‘erkennen und b.’, ‘benennen und b.’, ‘abbilden und b.’; häufig in rückverweisenden Wdgn wie ‘das oben beschriebene Objekt’, ‘die oben beschriebene Behandlungsart’
α als eine auf die äußeren, insbes morphol wesentlichen Merkmale gerichtete Wiedergabe einer Sacheda der Beobachter nie das reine Phänomen mit Augen sieht, sondern vieles von seiner Geistesstimmung .. und tausend andern Umständen abhängt; so ist ein Meer auszutrinken, wenn man sich an Individualität des Phänomens halten und diese beobachten, messen, wägen und b. will N11,39,6 ErfahrgWissenschWenn wir ein Phänomen vorzeigen, so sieht der andre wohl was wir sehen; wenn wir ein Phänomen aussprechen, b., besprechen, so übersetzen wir es schon in unsere Menschensprache N11,160,16 MuRwird man immer, je weiter und genauer man das Wesen und das Werden unorganischer Naturen b. will, die Unzulänglichkeit der Worte und Begriffe gewahr werden .. daß wir, indem wir die äußere Gestalt und die Beschaffenheit eines gewordenen Wesens b. wollen, wir oft genöthigt sind, uns solcher Ausdrücke zu bedienen, die der eigentlichen Natur des Gegenstandes zuwider sind .. daß selbst die hohe Ausbildung einer Terminologie .. für die wahre Einsicht gefährlich werden kann N9,349 AnLeonhard 25.11.07 Vardaß gerade jene wichtige .. zu Förderung der Wissenschaft höchst ersprießliche, mit bewundernswürdiger Genauigkeit durchgeführte Wortbeschreibung der Pflanze nach allen ihren Theilen, daß gerade diese so umsichtige und doch in gewissem Sinne beschränkte Beschäftigung manchen Botaniker abhält, zur Idee zu gelangen. Denn da er, um zu b., das Organ fassen muß, wie es ist und daher eine jede Erscheinung als für sich bestehend annehmen .. muß, so entsteht die Frage niemals, woher denn eigentlich die allenfallsige Differenz einer mit den anderen entsprang .. so wird alles Wandelbare stationär N13,58,20 Morph Plp [19.3.31] ~ N6,359,25Von diesem bedeutenden, so oft besprochenen, beschriebenen, bemessenen, berechneten und bemeinten Naturkörper [dem Doppelspat] N51,282,25 EntoptFarb 25[üb die nach unten abregnende, nach oben sich auflösende Wolkenart] mit dem Bilde hebet euren Blick: | Die Rede geht herab, denn sie beschreibt, | Der Geist will aufwärts, wo er ewig bleibt 3,100 Howard:NimbusN51,120,23 FarbSchattN7,112,23 JungiusN8,334 AllgKnochLehre 5 Plp mehrf subst, auch PartPräs substZahl und Maß .. heben die Form auf und verbannen den Geist der lebendigen Beschauung. Ich versuchte daher eine andere Art des B-s einzelner Knochen, jedoch im constructiven, in einander greifenden Zusammenhang N8,219,13 TibiaFibulaB50,48,13 Hüttner 3.4.21 [Beilage]N7,168,18 PrincPhilZool I in Vbdgn wie ‘b-de Lehre’, ‘b-de(r) Botanik(er)’ zur Bezeichnung der deskriptiven MethodeDie scharf unterscheidende, genau b-de Botanik ist in mehr als einem Sinne höchst ehrwürdig .. auch ein Beispiel .. wie weit man mit der Sprache, eben jenem in’s Einzelnste dringenden Beobachtungstalent, das kaum zu Unterscheidende .. zu benennen und zu bezeichnen vermöge N6,356,12 Morph AphoristA(GJb30,24) Bericht [22.]11.12 KN6,362,21 ÄsthetPflAnsicht 1828
β iSv definieren, ein Objekt nach seinen äußeren Merkmalen bestimmendas problematische basaltähnliche Gestein .. Möchten Sie mir dieses Gestein nach seinen äußern Kennzeichen genau b. B20,165,19 JGLenz 19.9.08Man hat die Knochen, nicht wie sie die Natur sondert, bildet und bestimmt, sondern wie sich solche .. zufällig .. unter einander verbinden, angenommen und beschrieben, ein Weg aus welchem selbst die besten .. Bemühungen kaum weiter als zu einer empirischen Nomenclatur führen konnten N8,270,24 VersGestaltTiere [1790] ~ N13,200,8 Morph PlpÄltere Eintheilung da man sie als einen Theil (partem petrosam) des ossis temporum beschrieb .. Nachfolgende Eintheilung als man partem petrosam vom osse temporum trennte und als os petrosum beschrieb N8,209,3u6 KnochGehörwerkzFaust I 193636,213,28 TuJ
f die symptomat Merkmale eines Zustandes, insbes eines Krankheitszustandes charakterisieren; auch iSv analysierenDie ganze Geschichte unserer Zeit steht buchstäblich in seinem [Montesquieus] Werke. So finden die Ärzte schon im Hippokrates

[Bd. 2, Sp. 475]
diejenigen Krankheiten genau beschrieben, an denen sie ihre Patienten immerfort sterben lassen B19,398,18 Reinhard 28.8.07er [Thibaut, Über Reinheit der Tonkunst] .. erscheint mir überhaupt wie ein Arzt, der eine unheilbare Krankheit deutlich zu b. und ihre Wirkungen aus einander zu setzen sucht B39,198,11 Zelter 21.5.25B13,196,7 Schiller [28.6.98]
g einen best Ort bezeichnen, einen Weg angeben, etw benennenKönig Emmerichs Schatz .. | Wo er liegt, beschreib’ ich euch nun [Reinke de Vos: Wyl ik yw seggen, wor he Iycht] ReinF V 205Faust I 452151,189,16 ThS III 1
3 eine Linie ziehen, bes eine Kreisbahn ausführen
a in der (ursprüngl, von ‘konstruieren’ abgeleiteten) math BedNun sollen .. kleine Cirkelchen in gewissen Proportionen beschrieben, Linien gezogen .. werden N2,263,4 FlP 593N52,68,12 Fl Plp
b metaphorso bestimmt, richtig, die einzige wahre Linie b-d sind seine [HMeyers] Worte 32,160,16 ItRJedes besondere Naturwesen beschreibt, außer dem großen Kreislauf alles Lebens, an dem es Theil hat, noch eine engere ihm eigenthümliche Bahn N7,81,28 Probl uErwiderg 1823N3,246,2 FlH V
GWB drchbeschreiben didaktisch-beschreibend obenbeschrieben unbeschrieben vorbeschrieben unbeschreiblichvgl zu 1 a vollschreiben zu 1 b bezeichnen beziffern zu 2 a anschaulich(a. machen) aussprechen behandeln charakterisieren darstellen schildern porträtieren zeigen zu 2 b ausmalen malen zu 2 e benamsen benennen bestimmen bezeichnen definieren zu 2 g benennen bestimmen bezeichnen
1) vgl dazu: Vide quam accurate depingat illum equum Domitiani Gespr(He2,787) Hand [28.3.13]

Horst Umbach


 
  Beschreiber
a zu beschreiben 2 aHalte man sich also an seine hohen Verdienste als Naturbeschauer und B. [> Schilderer] 422,449,26 Zu:Knebel,Lukrez-Übs Varder Wagenlenker weiß nur, ob Homer richtig spricht; der einsichtsvolle Rhapsode weiß .. ob er als Dichter, nicht als B. eines Wettlaufs, seine Pflicht erfüllt 412,173,18 Plato Mitgenosse christlOffenb
b zu beschreiben 2 eeinen sehr schönen Cölestin .. eine Lage Hornstein .. Ich bin kein glücklicher B. und Bestimmer, deshalb .. nächstens Musterstücke sende B27,178,26 Leonhard 28.9.16
GWB Grenzbeschreiber Natur- Reise-vgl zu a Darsteller Schilderer Wortschilderer

Horst Umbach


 
 
Beschreibungähnl häufig wie ‘beschreiben’ (640 Belege) mit denselben Gebrauchsschwerpunkten (s Vorbem dort)
a zu beschreiben 2 a: Schilderung von Landschaften, Reiseeindrücken, Ereignissen, Vorgängen, Personen; mehrf auch iSv Bericht, NachrichtIn der menschlichen Natur liegt ein heftiges Verlangen, zu allem, was wir sehen, Worte zu finden .. Jeder bildende Künstler ist uns willkommen, der uns eine Gegend vor Augen stellt .. Eben so willkommen ist aber auch der Dichter oder Redner, der durch B. in eine Gegend uns versetzt 341,355,10 ReiseSchweiz 1797Es gibt im Publico manche Freunde, welche sich an B. einer interessanten Gegend ergötzen 47,42,15 PropylAnzdaß ich nicht Zeit und Geschick habe, die merkwürdigsten Gegenden auch nur linienweise zu zeichnen; es ist immer besser als alle B-en für einen Abwesenden 19,266,2 BrSchweiz II[üb die Schweizer Reise] Schwache Versuche nach der Natur gezeichnet und der Skitze gleich auf demselben Blatte mit B. nachzuhelfen, wodurch aus beyden nichts wird [vgl führte ich das Detail .. in Worten .. aus 29,133] 29,228 DuW 19 SchemaWie ekeln mich meine B-en an, wenn ich sie wieder lese! .. Ich las auch so viele B-en dieser Gegenstände, ehe ich sie sah. Gaben sie mir denn ein Bild, oder nur irgend einen Begriff? .. So geht denn hin, ihr B-en! betriegt meinen Freund, macht ihn glauben, daß ich etwas thue, daß er etwas sieht und lies’t 19,197,1u4u15 BrSchweiz IB11,48,1 FStein 15.3.96 [Korr B30,259] mehrf in der hyperbol Wdg ‘über alle B.’Wenn du nur einmal hier [bei Ilmenau] seyn könntest es ist über alle B. und Zeichnung B3,89,11 ChStein 22.7.76 in verbalen Wdgn wie ‘(jdm) eine B. machen’: (jdm) eine anschauliche Darstellung von etw geben, auch: ein Bild von etw od jdm entwerfenals er [Plessing] auf meine Frage: wie er sich denn die Höhle [Baumannshöhle] vorgestellt habe, eine B. machte wie kaum der kühnste Theatermahler den Vorhof des Plutonischen Reiches darzustellen gewagt hätte 33,225,10 CampDie B., die Antoni von der weiten Welt machte, riß die Einbildungskraft aller mit sich fort 24,136,6 Wj I 8 Wer ist dVerrät23,56,4 Lj VII 6
b zu beschreiben 2 b: schildernder Teil dichterischer Darstellung, mehrf korreliert mit ‘Bild’ u ‘Gleichnis’[aus Jones’ Charakterisierung der Moallakat] Das Lied Antara’s zeigt sich stolz, drohend, treffend, prächtig, doch nicht ohne Schönheit der B-en und Bilder [descriptionum atque imaginum] 7,11,15 DivNot Araberdas griechische Gedicht [Ilias] im hohen Styl, sich selbst darstellend, nur das Nothdürftige bringend und sogar in B-en und Gleichnissen allen Schmuck ablehnend 422,470,8 Zu:Eurip,Kyklops Plp ~ B38,230,21 Zelter 25.8.24daß man sich mit B. und Gleichnissen aufhält, die doch eigentlich der Tod des Dramas sind 51,134,22 ThS II 427,78,12 DuW 7
c zu beschreiben 2 c: Kunstwerkbeschreibung, bes im Rahmen kunsthist u archäol Dokumentation, als (kritisches) Instrument der sprachl Bildvermittlung u -beurteilung (ua Preisaufgaben, Rezensionen), als klass Descriptio in der Auseinandersetzung mit antiken KunstwerkbeschreibungenDie Tabellarische Methode finde ich auch in ihrer Ausführung fürtrefflich .. es verlangte doch mehr Stimmung und Anstrengung, zu einem jeden Bilde die eigenthümliche Formel der B. zu erfinden die dazu paßte und gehörte B10,328,5 Meyer 16.11.95Die genaue B. und kennerhafte Bemerkung der Kunstgegenstände alter und neuer Zeit verwahrten wir [G u HMeyer] als Schätze für die Zukunft 35,75,15 TuJdie Restauration verlorner Kunstwerke nach B-en 48,118,18 Polygnot Nachtragumständliche B. und Beurtheilung der eingesendeten Stücke [der Preisaufgaben in der ALZ 1803] 35,140,20 TuJin die Zeiten setzen, aus welchen die Philostrate ihre Halb- und Ganzfabeln, dichterische und rednerische B-en hergenommen 48,150,27 TänzerinGrab = B22,368,1 Sickler 28.4.12 Kdaß durch entdeckte, wahrhaft antike Bilder wir uns von der Grundwahrhaftigkeit jener rhetorischen B-en überzeugen dürfen 491,77,12 PhilostratB11,165,20 Meyer 17./18.8.9633,255,2 Camp
d zu beschreiben 2 d: HandschriftenbeschreibungVorbereitung und Schema zu B. alter Handschriften Tgb 15.6.20B42,207,22 SteinAltenst 3.6.27 K
e zu beschreiben 2 e: genaue, wiss od fachgerechte Beschreibung, mehrf mit Attr wie ‘kunst- und wissenschaftsgemäß’, ‘kunst- und handwerksgerecht’, ‘kunstmäßig’, ‘wissenschaftlich’
α sprachl Darstellung der äußeren Erschei-

[Bd. 2, Sp. 476]
nung einer Sache, insbes die Wiedergabe der morphologisch wesentl Gestaltmerkmale, häufig ergänzt durch die (wiss) Abbildungnicht allein mit bildlichen Darstellungen, sondern auch mit wörtlichen B-en wollte man die Arbeit ausstatten; denn Bild und Wort wetteifern unablässig, Naturgeschichte näher zu bestimmen und weiter zu verbreiten. .. fing an .. zwar genaue, aber fließende und dem Styl nach wohlgefälligere B-en auszuarbeiten N8,125,2u15 ZwKnoch 1784daß der menschlichen Knochenlehre eine unendliche Genauigkeit in B. aller Theile des einzelnen Knochens, in der mannichfaltigsten Verschiedenheit seiner Ansichten nöthig sei N8,218,18 TibiaFibulaSollte es denn aber unmöglich sein .. nach ihm [dem Typus], als nach einer Norm unsere B-en auszuarbeiten und, indem solche von der Gestalt der verschiedenen Thiere abgezogen wäre, die verschiedensten Gestalten wieder auf sie zurückzuführen? N8,73,6 Vortr VglAnatomie 2 1796[1. Entwurf eines Aufsatzes üb CFMartius, Genera et Species Palmarum:] B-en die Sprache der Wissenden Meister unter einander .. [2. Entwurf:] B-en kunst- und wissenschaftsgemäß, esoterisch. | Die exoterische höchst wünschenswerth. | Ins Leben einführen schöner Beruf. | Das allgemein Faßliche des Wissbaren zu vereinigen N13,88,5 u 89,6 Morph PlpIch habe .. nicht aufgehört, mich mit Beobachtung jener wunderbaren Pflanze [Anthericum comosum] zu beschäftigen, seitdem ein bezeichnender Name, Abbildung und kunstgemäße B. sie noch werther gemacht hat B45,143,17 Sternbg 30.1.29B15,19,17 Knebel 30.1.00B46,279,15 FSVoigt 21.3.30 topograph, landeskundl Beschreibung; Regionaldarstellung unter best, zB mineralog/geolog od kunsthist GesichtspunktenIhre B. von Fiesole .. hat mich außerordentlich erfreuet, das wäre so ein Anfang, wie ich dereinst unsere Topographie ausgeführt wünschte, anstatt daß man die Leser mit Wiederholung der Straßen und Wegebeschreibungen ermüdet B11,247,25 Meyer 30.10.96lass’ ich eine mineralogische B. von Weimar, Eisenach und Jena machen. Er [JCWVoigt] bringt alle Steinarten, mit seiner B. überein numerirt, mit B4,247,10u12 Merck 3.7.80B21,167,2 NMeyer 11.1.1053,188,12 Üb verschZweige hiesiger Tätigk
β Bestimmung, Definition einer Sache aus den äußeren MerkmalenIn gedachter Ausgabe des mineralogischen Handbuchs, hat er [JGLenz] .. die B. der Körper nach den äußeren Kennzeichen durchaus revidirt, und an denen im Kabinet befindlichen Exemplaren wiederholt geprüft A(ZfBfr NF 9 II,1918,302) Bericht 7.11.11 KB27,213,11 JGLenz 4.11.16
γ iSv Erläuterung, ErklärungVorlegeblätter für angehende Steinmetzen und Zimmerleute .. mit der nöthigen B. [den nöthigen Erklärungen K] B45,410 Maria Paulowna 30.3.29 Vor-K341,318,16 ReiseSchweiz 1797
GWB Amtsbeschreibung GWB Erdbeschreibung GWB Festbeschreibung GWB Fronebeschreibung GWB Gemäldebeschreibung GWB Gutsbeschreibung GWB Halbbeschreibung GWB Himmelsbeschreibung GWB Jubelbeschreibung GWB Jubiläumsbeschreibung Kunst- GWB Kriegsbeschreibung GWB Lebensbeschreibung Münz- Natur- Park- Reise- Rhein- Straßen- Wege- Wort-vgl zu a Charakterisierung Darstellung Erzählung zu a, b Schilderei Schilderung zu a, d, e Charakteristik zu e β Benennung Benennungsweise Bestimmung Bezeichnung Definition zu e γ Erklärung Erläuterung Kommentar

Horst Umbach


 
 
Beschreibungsart zu Beschreibung e α, nur idVbdg ‘Bezeichnungs- und Beschreibungsart’eine Bezeichnungs- und B., die man durch Zahl und Maß zu bewirken gedachte, ließ .. sich eben so wenig benutzen. Zahl und Maß .. heben die Form auf N8,219,7 TibiaFibula

Horst Umbach


 
 
beschreienauch -ey-
1 tadeln, schelten, schmähenWas ihr sonst für euch genossen | Läßt in andern sich genießen. | Niemand wird uns dann b., | Daß wir’s uns alleine gönnen 6,21 Vs 21 DivSäng33,48,28 Campsprichwörtl
1), mBez auf den Autor als Gegenstand öffentl Interesses Wie ist dir’s doch so balde | Zur Ehr’ und Schmach gediehn? | Blieb’ der Wolf im Walde, | So würd’ er nicht beschrien 3,241 ZXen I 205
2 jdn herausstreichen, über Gebühr rühmenSo fuhr sie [die Witwe] fort den Vater auf Unkosten des Sohnes zu b. und zu loben 24,288,12 Wj II 3 Mann v50Jahren
3 in abergläub Vorstellung od daran anknüpfend
a bezaubern, verhexen; substruft er [Mérimée], als ein wahrer Romantiker, das Gespensterhafteste hervor .. die schädlichen Einwirkungen eines bösartigen Auges .. B. wohlhäbiger Kinder 421,282 NationDichtk Illyr Plp
b verneint iSv berufen, redensartlist mir mein Zuhausebleiben .. ganz wohl gerathen, wir wollen es aber nicht beschreyen B38,278,10 Zelter 30.10.24
vgl zu 1 rügen schelten schmähen schmälen tadeln verrufen verschreien verurteilen zu 2 herausstreichen zu 3 a behexen bezaubern verhexen zu 3 b berufen
1) vgl Wander, Dt Sprichwörter-Lex 5, 1880,350

Armin Giese


 
  beschreiten
1 schreitend betreten, (ruhig) begehen, auch als zeremonielle u magische Handlungjedermann suchte nach seinen gezeichneten Stahlschuhen, begierig die reine glatte Fläche .. als der Erste zu b. [durchschreiten Var] 24,329,11 Wj II 5[Krönungszug Josephs II] ein Breterweg aufgebrückt .. welchen der aus dem Dom zurückkehrende Zug b. sollte 26,318,3 DuW 5152,193 Faust II Plpim Bild[Evadne:] Die ersten Pfade liefst du spielend durch, | Und nun beschreitest [betrittst 11,376,25 Elp1 I 2] du den breitern Weg; | Da folge stets Erfahrenen 11,13 Elp2 242 [G/Riemer]
2 idWdg ‘die Decke b.’: die Ehe vollziehen, rechtsgültig schließen 37,228,21 FGA NeueSchauspiele [G/Merck?]
vgl begehen betreten

Armin Giese


 
 
beschuhen PartPrät: mit Schuhen angetan, bekleidetFiel es ihr [Luciane] ein, zu Fuße auszugehen, so fragte sie nicht, was für Kleider sie anhatte und wie sie beschuht war 20,229,1 Wv II 46,267 Div Siebenschläfer 20

Armin Giese