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Begrenzung bis begrünen (Bd. 2, Sp. 234 bis 241) | |||
Begrenzung Begrenzungspunkt Begriff begriffen begriffslustig begrimmen begrinsen begründen Begründer Begründung begrünen begrüßen Begrüßung begucken Beguine begünstigen Begünstiger Begünstigung begüten begütert begütigen Begütigung behaaren Behaarung behaben Behaben behäbig Behäbigkeit behaftet Behagel behagen Behagen behaglich behaglich-dick behaglich-fördernd behaglich-frei behaglich-gastfreundlich behaglich-tätig behaglich-wohlwollend Behaglichkeit behalten behaltenswert Behälter Behältnis behämmern behandelbar behandeln behandelnswert behändigen Behandlung Behandlungsart Behandlungsweise behängen beharren beharrlich beharrlich-tätig Beharrlichkeit Beharrlichkeitsvermögen behauchen behauen behaupten behauptend Behauptung Behausung Behauung Behelf behelfen behelligen Behelligung behelmt behemdet Behen behende behendig Behendigkeit beherbergen beherrschen Beherrscher Beherrscherin Beherrschung beherzigen Beherzigung beherzt behexen behilflich behindern Behinderung behorchen Behörde behörig Behram Behramgur Behrisch Behuf behufig behufs Behülf behülflich behusten behüten | 1 konkr a zu begrenzen 1 a α Randzone; Umriß, Grenzfläche [üb Farbentstehung bei der Refraktion] ein Bild müsse dergestalt verrückt werden, daß seine helle Gränze über die dunkle [Fläche] .. das Bild über seine Begränzung, die Begränzung über das Bild scheinbar hingeführt werde N1,86,2f FlD 208 N12,220,9 Met Plp uö der Umriß als Bedingung körperl Existenz gibt es auch einen hohlen Fleck im Gehirn .. vertieft er [der Mensch] sich darin, so .. ahnet [er] hier Dinge aus einer andern Welt, die aber eigentlich Undinge sind und weder Gestalt noch Begränzung haben, sondern als leere Nacht-Räumlichkeit ängstigen 422,144,6 MuR(266) übertr für die nächste, unmittelbare Umgebung eines Menschen Gespr(He31,397) Grüner 3./5.8.22 β Eingrenzung auf eine best Ausdehnung (als nomen acti u nomen actionis) N3,352,22 FlH V N4,166,6 FlH VI uö b zu begrenzen 1 b α für den silhouettenartigen Abschluß eines Landschaftsgrundes, für die Grundstücksgrenze; auch im Bild der Musik [zur Proserp] zu gedenken .. als der See .. worauf jener künstlerisch ausgeschmückte Nachen getragen wird .. Die Symphonie eröffnet eben diesen weiten musikalischen Raum, und die nahen und fernen Begränzungen desselben sind lieblich ahnungsvoll ausgeschmückt 40,112,27 Üb:Proserp B35,11,15 Both [12.]7.21 uö β Beschränkung, Beschneidung (als nomen acti) Der Himmel ist in der Ebene des Meridians ungefähr 172° frei .. Die Begränzung des Meridians auf der nördlichen Seite hindert nicht, die Culmination der Capella .. zu beobachten N12,159,26 JenMuseenSternwarte 2 bezogen auf geistige Inhalte a in positiver Bewertung als individuelle, sittl, kulturelle u künstler Begrenzung durch hist od situative Bedingungen so hätte denn auch diese Darstellung [DuW III] .. zu einer günstigern Zeit unternommen, eine .. frohere Gestalt gewinnen mögen. Sie ist aber nun, wie es jedem Gewordenen begegnet, in ihre B. eingeschlossen, sie ist von ihrem individuellen Zustand umschrieben, von dem sich nichts hinzu noch hinweg thun läßt 28,357 DuW Plp [Jarno zu Wilh:] Es ist Ihre Sache zu prüfen und zu wählen .. Der Mensch ist nicht eher glücklich, als bis sein unbedingtes Streben sich selbst seine Begränzung bestimmt 23,218,16 Lj VIII 5 [die Jugend an den Universitäten] man verlange nicht nach einer abenteuerlichen hohlen Freiheit, sondern nach einer ausbildenden reichen Begränzung. Wo sei nun eine solche schönere zu finden, als in einer Stadt, die eine Welt in sich enthalte 341,89,20 KuARheinMain Köln Indessen veranlaßt ihn gerade diese Bühnenenge zu eigner Begränzung .. er legt einen Begriff in den Mittelpunct und bezieht auf diesen die Welt .. Wie er alte und neue Geschichte in die Enge zieht 411,67,18 Shakesp u kein Ende 36,327,13 Zu brüderlAndenkWielands 1813 B15,227,17 An? 1.5.01 K B27,236,6 Zelter 14.11.16 B27,410 CarlAug 5.10.16 K uö b mit negativem Akzent: Beschränktheit [üb byzantin Kunst] die Religion .. einen diplomatisch-pedantischen Charakter .. Dieser Begränzung und Hartnäckigkeit ist es auch zuzuschreiben, daß selbst das [Bd. 2, Sp. 235] vgl Abschluß Bedingung 1Band Beschränkung Bestimmung Einfassung Einschränkung Grenze Kante Kontur Konzentration Limitation Mäßigung Rand Saum Umriß1) N11,376,25 Plp uö iSv Oberbegriff, mehrf auch idVbdg ‘allgemeiner B.’ jede Hypothese hat nur dann einigen Werth, wenn sie viele Phänomene unter Einen B. versammelt B10,287,20 Sömmerring 17.8.95 Die einfache Nachahmung .. je mehr sie das Ähnliche zu vergleichen, das Unähnliche von einander abzusondern, und einzelne Gegenstände unter allgemeine B-e zu ordnen lernet 47,82,27 Nachahmg,Manier,Stil wenn sie [die Dichter einer entwickelten Kultur] nach entfernten und immer entfernteren Tropen haschen .. bleibt zuletzt nichts weiter als der allgemeinste B., unter welchem die Gegenstände allenfalls möchten zusammen zu fassen sein, der B. der alles Anschauen, und somit die Poesie selbst aufhebt 7,103,8u10 DivNot UrElemente orientPoesie hatte ich mich an Fritz Jacobi und die Fürstin Gallitzin mehr angenähert; doch blieb es immer ein wunderbares Verhältniß, dessen Art und Weise .. nur durch den B. der ganzen Classe gebildeter, oder vielmehr der sich erst bildenden Deutschen einzusehen 35,38,3 TuJ B41,246,1 CarlAug 5.12.26 uö einschränkend: (nur) die wesentl od Hauptmerkmale, der allg od grobe Umriß einer Sache, mehrf mit dem Attr ‘allgemein’ [üb Kartenzeichner] welche sich darauf verstehen in solchen Darstellungen symbolisch zu verfahren, das heißt: das Detail der Idee, dem B., dem Zweck unterzuordnen B28,392,16 CarlAug [23.5.17] K [bei dem Studium der Partitur von Händels ‘Messias’] Mein Messias .. bringt mir auch Gewinn, der B. wenigstens wird lebendig und da ist für unsereinen schon viel geschehen B38,122,13 Zelter 28.4.24 N6,67,7 MetamPfl 79 uö 3 Vorstellung als Gedanke od Idee u (in spezifisch G-scher Akzentuierung) als sinnl-anschaul Bild a Vorstellung von etw, jdm α gedankl Vorstellung; sehr häufig durch phraseolog Vbdgn mit Verben Betonung des Auffassungsvorgangs u Erkenntnisprozesses, neben konventionellen Wdgn wie ‘(jdm) einen (..) B. (von etw, jdm) geben’, ‘(einen, keinen) B. (von etw, jdm) haben’, ‘sich einen, keinen B. (von etw, jdm) machen, bilden’, auch ‘einen B. (von etw) erlangen, gewinnen, fassen, mitteilen, überliefern, erregen’ u mit Attr wie ‘deutlich, klar, richtig, rein, hell, wahr, gut, voll, vollständig, vollkommen, bedingt, hinlänglich, annähernd, dunkel, unvollkommen, trivial, schlecht, falsch, übel’ Was beunruhiget die Menschen, als daß sie ihre B-e nicht mit den Sachen verbinden können .. daß alles Erreichte .. auf ihr Herz nicht die Wirkung thut, welche die Begierde uns in der Ferne ahnen läßt 21,128,18 Lj II 2 was ist die ganze Heberei der Gebirge zuletzt als ein mechanisches Mittel, ohne dem Verstand irgend eine Möglichkeit, der Einbildungskraft irgend eine Thulichkeit zu verleihen? Es sind bloß Worte, schlechte Worte, die weder B. noch Bild geben N9,257,17 GeologProbl So haben wir auch im Verstand nur unbestimmte B-e [des notions vagues]. Sprech’ ich das Wort Gesang aus, so habe ich davon keinen bestimmtern B., als Ihr und die meisten Euresgleichen wenn sie aussprechen: Reputation, Schande, Ehre 45,111,4f RamNeffe [Herder war totgesagt worden] Lebe wohl, du Wiederauferstandner. Es war ein verfluchter B., wenn ich mir einige Augenblicke denken mußte, daß du abgetreten seist B9,209,26 Herder 9.6.[90] wenn ich nicht persönlich aufwarte, aber ein Abschied in dieser Zeit ist schon peinigend im B., geschweige in der Gegenwart B23,314,1 Voigt 16.4.13 [üb frz Bearbeitung von G-s Anm zu RamNeffe] sieht man den Zweck, beiden Nationen einen wechselseitigen guten, obgleich bedingten B. mitzutheilen 45,243,22 RamNeffeNachtr II B43,123,18 Zelter 24.10.27 47,28,15 PropylEinl uö Begriff von jdm: klare, deutliche Vorstellung von einer Person, auch prägnant als positive Wertvorstellung; idVbdg ‘abstrakter B.’: Vorstellung ohne lebendige Anschauung Des Schweizerhauptmann Landolts Biographie von Weiß .. erneuerten Anschauung und B. des wundersamsten Menschenkindes 36,177,5 TuJ hast du ganz recht dir den Begriff von Napoleon nicht nehmen zu lassen; es hat uns zu viel gekostet dahin zu gelangen, als daß wir ihn um der Hänse willen aufgeben sollten B46,259,4 Zelter 7.3.30 Von der Kaiserinn von Östreich habe ich mir abgewöhnt zu reden. Es ist immer nur ein abstracter B., den man von solchen Vollkommenheiten ausdrückt B23,149,12 Reinhard 14.11.12 27,256,3 DuW 9 uö β sinnl-anschaul Vorstellung; mehrf (bes signifikant in ItR) idVbdgn ‘anschauender, anschaulicher B.’, auch ‘sinnlicher, lebendiger, lebhaftester, reizender, gar zu schöner B.’, neben häufig belegten konventionellen Wdgn auch charakterist Ad-hoc-Konstruktionen wie ‘einen B. faßlich, zu eigen machen, wegtragen, mit weg- od fortnehmen, in sich aufnehmen, sich vorbilden’ [üb geolog Beobachtung] Jede richtig aufgezeichnete Bemerkung ist unschätzbar für den Nachfolger, indem sie ihm von entfernten Dingen anschauende B-e gibt, die Summe seiner eigenen Erfahrungen vermehrt und aus mehreren Menschen endlich gleichsam ein Ganzes macht B5,24,26 Ernst II 27.12.80 [bei Betrachtung von Landschaftsgemälden des 17. Jh] Wenn man nun gleich wieder die Natur ansehn und wieder finden .. kann, was jene gefunden .. das muß die Seele .. reinigen und ihr zuletzt den höchsten anschauenden B. von Natur und Kunst geben. Ich will auch nicht mehr ruhen, bis mir nichts mehr Wort und Tradition, sondern lebendiger B. ist 32,7,17u20 ItR ohne die Sixtinische Capelle gesehen zu haben kann man sich keinen anschauenden B. machen, was Ein Mensch vermag 32,61,14 ItR [Mollers Riß vom Kölner Dom] das hat man hier, auf Leinwand gezogen, schattirt und illuminirt, wodurch denn ein sehr schöner B. uns entgegen kommt B31,259,8 Boisserée 7.8.19 vom menschlichen Körper .. habe ich nur einen allgemeinen B., der eigentlich gar kein B. ist. Meine Einbildungskraft stellt mir diesen herrlichen Bau nicht lebhaft vor 19,213,1f BrSchweiz I Im Ästhetischen thut man nicht wohl zu sagen: die Idee des Schönen; dadurch vereinzelt man das Schöne .. Vom Schönen kann man einen B. haben, und dieser B. kann überliefert werden 48,180,9f MuR(376) 32,289,24 ItR B26,8,8 August 8.6.15 uö b als bewußtseinsimmanente od durch die sinnl Erfahrung evozierte Bedeutungsvorstellung, als Charakter, Ausdruck einer Sache Effect .. der uns zugleich mit dem B. vom Weißen den B. von unbedingter Reinheit und Einfachheit eindrückt; so daß wir auch im Sittlichen den B. von [Bd. 2, Sp. 237] c als eine durch wiss, vornehmlich natwiss Abstraktion gebildete Vorstellung eines organ Typus od einer anorgan Abstraktionsklasse; mehrf idVbdg ‘allgemeiner B.’, einmal ‘transzendenteller B.’ was ist der allgemeine Charackter eines jeden Knochens damit wir nicht .. einem generi der Thiere besonders zuschreiben was der ganzen Klasse gehört .. Woher soll nun der allgemeine B. eines Knochens kommen N13,211,34 Morph Plp Allgemeiner B. vom Thiere, da steht auch der Knochenbau nicht fest sondern er kann erweitert und ausgebreitet oder verengert werden N13,210,21 VglAnatomie 7 Plp Die vergleichende Anatomie hat einen allgemeinen B. über organische Naturen vorbereitet; sie führt uns von Gestalt zu Gestalten, und indem wir nah oder fern verwandte Naturen betrachten, erheben wir uns über sie alle, um ihre Eigenschaften in einem idealen Bilde zu erblicken 47,14,19 PropylEinl Hauptbegriff des Blatts .. da wir schon gewohnt sind, solches in so vielerei Gestalt zu sehen, so haben wir den Trivialbegriff beinah verloren, haben einen transcendentellen B. erreicht N6,316,8 Morph FrühEinl so entstehen solche Zweifelsfragen daher, daß man erst den B. des Granits zu eng gefaßt und ihn bei vielfacheren Erfahrungen nicht zu erweitern getraut N9,44,1 An Leonhard 25.11.07 N6,312,10 Morph uö d gleichbedeutend, ähnl od (in einem abgestuften Verhältnis) konkurrierend mit Idee α als metaphys, sittl od Kunstidee, selten im philos Sinne als reiner Verstandesbegriff; auch als ‘allgemeiner, reiner, höherer, höchster B.’ Nur durch den B. des Einen | Hat er [Mahomet] alle Welt bezwungen 6,289 DivNachl Süßes Kind 27 den reinen B. der Menschheit den er [Lavater] in sich trug 29,143,12 DuW 19 [Bodley an Baco:] die allgemeinen B-e [notiones], die dem Menschen eingeboren sind N3,231,2 FlH IV Übs [Notiz nach Schelling, System des transzendentalen Idealismus, 1800] transcendentaler Schematismus. | Wie scheiden sich die B-e von den Objeckten. | Urtheil. B-e werden auf Anschauungen bezogen. vermittelst des Schemas | Weise wie das Objeckt zu Stande kommt der B. | Diese angeschaut ist das Schema2) N13,452,5u6u8 Plp daß auch unser Geist mit den tiefer liegenden einfachern Kräften der Natur in Harmonie steht und sich solche eben so rein vorstellen kann, als in einem klaren Auge sich die Gegenstände der sichtbaren Welt abbilden. .. diese reinen B-e zu erlangen oder sie zu erhalten N52,330,16 Fl Plp setzen sie [der Maler u der Komponist] ihre Werke nicht zusammen, sondern sie entwickeln irgend eine inwohnende Erscheinung, einem höherem B. [< B-e, so wie] der Kunst gemäß [ein inwohnendes Bild, einen höhern Anklang natur- und kunstgemäß N7,208,8f]3) N7,266 PrincPhilZool II 1832 Var [Korr DKuhn 244] B39,240,18 Ludw I vBayern [6.]7.25 K uö mehrf im Wechselbezug zur Idee: als Manifestation der Idee, als erste Stufe der Ideation, als empir od praktikabler Aspekt der Idee Die Idee ist ewig und einzig .. Alles was wir gewahr werden .. sind nur Manifestationen der Idee; B-e sprechen wir aus, und insofern ist die Idee selbst ein B. 48,180,4f MuR(375) Napoleon, als die zum B. verkörperte Idee [der ganz in der Idee lebte 422,142,11] 422,326 MuR(263) Var alle Naturphänomene in einer gewissen Folge der Entwickelung zu betrachten .. Denn dadurch gelangte ich ganz allein zur lebendigen Übersicht, aus welcher ein B. sich bildet, der sodann in aufsteigender Linie der Idee begegnen wird N12,12,25 Wolkengest Die Versuche sind Vermittler zwischen Natur und B., zwischen Natur und Idee, zwischen B. und Idee. Die zerstreute Erfahrung .. ist .. hinderlich, auch nur zum B. zu gelangen. Jeder Versuch aber ist schon theoretisirend; er entspringt aus einem B. oder stellt ihn sogleich auf N3,119,1f u4f FlH II daß dem Ganzen eine Idee zum Grunde liege .. Anschauung, Betrachtung, Nachdenken führen uns näher an jene Geheimnisse. Wir erdreisten uns und wagen auch Ideen; wir bescheiden uns und bilden B-e, die analog jenen Uranfängen sein möchten N11,56,10 BedenkenErgebg Wer sich vor der Idee scheut, hat auch zuletzt den B. nicht mehr 422,121,20 MuR(128) uö in krit Akzentuierung als spekulativer Gedanke (vgl ‘Axiom’) Theorien sind gewöhnlich Übereilungen eines ungeduldigen Verstandes, der die Phänomene gern los sein möchte und an ihrer Stelle deßwegen Bilder, B-e, ja oft nur Worte einschiebt N11,146,13 MuR(428) Er [der Physiker] soll sich eine Methode bilden, die dem Anschauen gemäß ist; er soll sich hüten, das Anschauen in B-e, den B. in Worte zu verwandeln, und mit diesen Worten, als wären’s Gegenstände, umzugehen N1,285,10f FlD 716 [üb die antike natwiss Methode in Hinblick auf Aristoteles] Zerstreute Fälle sind aus der gemeinen Empirie aufgegriffen .. nun tritt der B. ohne Vermittlung hinzu, das Räsonnement geht in’s Subtile und Spitzfindige [im Entwurf folgt: Wie bei allem die innerhalb des B-s verharren Var], das Begriffene wird wieder durch B-e bearbeitet, anstatt daß man es nun deutlich auf sich beruhen ließe, einzeln vermehrte .. und erwartete, ob eine Idee daraus entspringen wolle, wenn sie sich nicht gleich von Anfang an dazu gesellte N3,119,15u18 FlH II 29,174,1 DuW 20 uö β gedankl Gehalt eines ästh Objekts als Leistung der abstrahierenden (allegorisierenden) Vorstellungskraft u als eine die sinnl Erscheinung des Kunstwerks ergänzende Komponente den Punct .. wo die Productionskraft mit dem reinen Verstande zusammentrifft, und dem Beschauer ein Kunstwerk überliefert, welches .. den innern Sinn aufruft, das Andenken anregt und zuletzt einen B. ausspricht, ohne sich darin aufzulösen oder zu verkühlen 48,163,3 Ruysdael als Dichter Die Allegorie verwandelt die Erscheinung in einen B., den B. in ein Bild, doch so, daß der B. im Bilde immer noch begränzt und vollständig zu halten und zu haben .. sei 48,205,23f MuR(1112) Zeichnung | Nutzen .. Den Gegenstand in ein Bild verwandeln .. Die Formen erkennen .. Die Erscheinungen in B-e verwandeln 47,302,13 ÜbDilettantism Schema [G/Schiller] dem Künstler .. begreiflich zu machen daß man zu einer Idee zu einem B. nicht erst ein Bild suchen müsse, welches sie [Bd. 2, Sp. 238] γ als Konzept einer geistigen, insbes wiss Arbeit, auch als Thema, Sujet eines künstlerischen Werkes Bey jedem schriftlichen Aufsatz soll der vollständige, reine, klare B. dem Geiste schon vorliegen B28,62,13 Boisserée 17.4.17 daß ein richtiger, wohlgefaßter Hauptgedanke in der Ausführung mannichfaltigen Hindernissen .. unterworfen ist, in dem Grade, daß der erste B. beinahe verschwindet und für Augenblicke ganz und gar unterzugehen scheint 24,303,3 Wj II 4 [üb Raffaels Teppichkarton] Beschämung und Bestrafung des Ananias .. hier ist ein großer B., eine in ihrer Eigenthümlichkeit höchst wichtige Handlung .. auf das klarste dargestellt 32,24,19 ItR [mBez auf die Charon-Darstellung Leybolds] ein hoher B., meisterhaft dargestellt, muß für den Augenblick und in alle Zeiten sich wirksam erweisen B39,267,18 Schorn 31.7.25 uö δ als Theorem, Lehre, Regel; mehrf in Gegenüberstellungen wie ‘B. u Erfahrung’, ‘B. u Tat’, ‘B. u Technik’ iSv Theorie u Praxis Nur ein Hauch von Theorie erregte schon Furcht .. Niemand wollte gestehen, daß eine Idee, ein B. der Beobachtung zum Grunde liegen, die Erfahrung befördern, ja das Finden und Erfinden begünstigen könne N6,167,23 MetamPfl Nachtr die Einschachtelungslehre, der B. von Präformation, von successiver Entwickelung .. hatten sich selbst der besten Köpfe .. bemächtigt N6,16,7 Morph Einl Schelver geht aus von dem eigentlichsten B. der gesunden und geregelten Metamorphose, welcher enthält, daß das Pflanzenleben .. sich immer auf sich selbst erhöhe N6,189,18 VerstäubgVerdunstgVertropfg Dieser schöne B. von Macht und Schranken, von Willkür | Und Gesetz, von Freiheit und Maß, von beweglicher Ordnung, | Vorzug und Mangel, erfreue dich hoch 3,91 MetamTiere 50 die möglichen Abweichungen der Form theils aus dem B. theils nach der Erfahrung durchgehen N13,208,37 Morph Plp Er [Marat] verharrt auf dem alten B. der Decomposition des Lichtes in farbige Lichttheile N4,223,2 FlH VI daß er [Jan van Eyck] .. sich zugleich einer .. technischen Vollkommenheit entäußerte, des B-s nämlich der symmetrischen Composition 341,182,18 KuARheinMain B48,186,19 Zelter 24.4.31 uö iZshg einer aktuellen Erkenntnishandlung (mehrf idWdg ‘einen B. von etw fassen’) iSv Gedanke, Aperçu, Hypothese Vorwärts und rückwärts ist die Pflanze immer nur Blatt .. Einen solchen B. zu fassen, zu ertragen, ihn in der Natur aufzufinden ist eine Aufgabe, die .. 32,44,20 ItR ~ N13,48,5 Morph Plp wie die um einen gemeinsamen Blüthenstand entwickelten Samen, wahre .. Augen seien. Fassen wir diesen B. fest, und betrachten in diesem Sinne mehrere Pflanzen .. so .. N6,78,8 MetamPfl 100 Die Metamorphose ist ein Phänomen das sich mir bey Betrachtung der Pflanzen jederzeit aufdringt und das ich nicht bemercken kann ohne daß zugleich der B. der Stetigkeit in mir entstehe N13,120,8 Morph Plp B23,312,5 Seebeck 13.4.13 K uö 4 Meinung, Ansicht, Auffassung; mit Attr wie ‘richtig, frei, hoch, naturgemäß, liberal, vorgefaßt, fix, ungehörig, falsch’; mehrf auch idWdgn ‘nach meinem B., nach meinen B-en’ eine Grundmeinung ..: bei allem was uns überliefert .. werde, komme es auf den Grund, auf das Innere, den Sinn, die Richtung des Werks an .. und in wie fern durch jene Lebenskraft die unsrige erregt .. werde .. Diese aus Glauben und Schauen entsprungene Überzeugung .. Durch diesen B. ward mir denn die Bibel erst recht zugänglich 28,102,17 DuW 12 daß der Bürger von dem regiert sein will .. der gleichen B. mit ihm von Recht und Unrecht gefaßt hat 8,269,14 Egm IV [Gutachten iZshg mit Carlyles Bewerbung um einen Lehrstuhl für Moralphilosophie] Die Meynungen eines Philosophen greifen sehr oft nicht in die Zeit ein, aber ein verständiger wohlwollender Mann, frey von vorgefaßten B-en .. B44,30,5 Carlyle 14.3.28 [Beilage] in solchen Menschen setzt sich leicht ein gewisser B. fest, den man als eine Gemüthskrankheit ansehen kann. Auf eine solche fixe Ansicht kam auch er immer wieder zurück 27,263,11 DuW 9 Im funfzehnten Jahrhundert .. hatten die Künstler von sich selbst und von der Kunst einen hohen B. 491,222,18 Bossi,Leonardo 341,241,6 ReiseSchweiz 1797 40,288,1 Rez:Winckelm,Br B9,109,10 Meyer 27.4.89 uö 5 sittl, relig, ästh, wiss Grundsatz; auch iWdgn wie ‘einen B. anwenden’, ‘aus einem B. deuten’, ‘auf einen B. zurückführen’, ‘jdn auf einen B. leiten’, ‘auf einem B. ruhen’ u iVbdgn wie ‘notwendigster, eingeborenster, unverwüstlicher, alter, großer, höchster, wahrer, guter B.’ [Bruder Augustin nach Aufdeckung seiner inzestuösen Verbindung mit Sperata] Der ungebundene freie Verstand sprach ihn los; sein Gefühl, seine Religion, alle gewohnten B-e erklärten ihn für einen Verbrecher 23,270,12 Lj VIII 9 daß nur Treue und Glauben die Menschen schätzenswerth mache, daß der Gute eigentlich leben müsse, um alle Gesetze zu beschämen .. ehe diese wahren und guten B-e bei ihm ganz klar wurden und zu herrschenden Entschlüssen führten 18,202,26 Unterhaltungen waren übereilte, gewaltsame, heimtückische Manifestationen ganz gegen meine B-e und Einsichten [meine B-e und Einsichten < meinen Sinn K] B41,147,19 Nees 11.9.26 [nach Augusts Tod] daß ich alle Lasten .. nunmehr selbst fortzuschleppen .. habe. Hier nun allein kann der große B. der Pflicht uns aufrecht erhalten B48,21,9 Zelter 21.11.30 Deine Mineral Bemerckungen .. du .. siehst auch wie nothwendig iene ersten grosen B-e sind auf denen ich ruhe und zu ruhen empfehle, um über grose und neue Gegenstände der Natur und Cultur richtig und leicht zu urtheilen B7,152,13 Knebel 30.12.[85] Nose über Basaltgenese, ein alter Gleichzeitiger, der auch noch an alten B-en hielt 36,159,11 TuJ B12,105,19 Schiller 28.4.97 N8,76,27 Vortr VglAnatomie 2 uö 6 (elementare) Kenntnis, Grundbegriff; auch idWdg ‘jdm die ersten B-e von etw geben’ Burns .. ohne Förderniß als die B-e [Kenntnisse Var; für: knowledge], wie sie in eines armen Mannes Hütte wohnen 421,198,19 Carlyle,Schiller ich möchte wenigstens einigen Dingen auf den Grund kommen, einige B-e, Fähigkeiten und Fertigkeiten ausbilden B8,243,16 Kayser 14.8.87 sie im Lesen, Schreiben und Rechnen vorzüglich zu üben; dabei ihnen auch wohl B-e beizubringen, die ihnen im Lebensgange nothwendig und förderlich sein könnten A(MPaulowna 94,23) Promem 18.5.29 daß du .. ihn eben in den B. leitetest, von dem was bey einem Rechnungs Amte vorkommt B8,345,6 Seidel 9.2.88 21,148,17 [Bd. 2, Sp. 239] 7 mit verbaler Komponente: Verständnis, Erkenntnis; mehrf in Gegenüberstellung od Verknüpfung: rationales Verstehen u/od sinnl-anschaul Begreifen Hier sind die Kegelschnitte [Darstellung der Kometenbahnen] zum leichteren B. des unbegreiflichen B5,34,11 ChStein 16.1.81 [Beurteilung mittelalterl Kunst in KuARheinMain] Es ist da viel Zeug unserer geläuterten Sinnlichkeit zuwider, das man nur durch den B. zu etwas machen kann, denn das Absurde freut uns auch wenn wir uns darüber aufklären B26,288,24 Zelter 11.3.16 Und dann steckt uns noch eine böse Logik in den Gliedern, die was dem Anschaun glücklich gegeben ist dem B. demüthig überliefern möchte 3,439 ZXen III Plp [iZshg mit einer geolog Karte Thüringens] Bei dieser Sache, wie bei tausend ähnlichen, ist der anschauende B. dem wissenschaftlichen unendlich vorzuziehen. Wenn ich auf, vor oder in einem Berge stehe, die Gestalt .. betrachte .. B5,25,25 Ernst II 27.12.80 [üb das geplante Werk zur Metamorphose der Pflanzen] dasjenige was ich im Allgemeinen aufgestellt, dem B., dem inneren Anschauen in Worten übergeben hatte, nunmehr einzeln .. darzustellen und auch dem äußern Sinne zu zeigen, daß .. N6,171,14 MetamPfl Nachtr [Meph als Vulkanist üb Gebirgsentstehung:] Wer gibt Erklärung solcher Schleudermacht? | Der Philosoph er weiß es nicht zu fassen .. | Zu Schanden haben wir uns schon gedacht. — | Das treu-gemeine Volk allein begreift | Und läßt sich im B. nicht stören 151,1 Faust II 10117 Ein guter Geist helfe uns zum Schauen, zum rechten B. B10,300,8 Schiller 14.9.95 N11,12,2 ErläutergNatur 1828 421,523,22 Carlyle,Schiller Plp Tgb 24.6.31 uö konkr-sinnl Hipparchus sagt: das Strahlen von beyden Augen sich erstreckend mit ihrem Aeußersten wie mit Händen die Gegenstände außer uns ergreifen, und diesen B. [ἀντίληψιν, apprehensionem] dem Sehvermögen ablieferten LA II 6,13,10 FlH I Plp Vermögen od Fähigkeit des Auffassens u Begreifens [üb das eigene Zeichnen] Ich .. treibe die Kunst .. immer ernsthafter. Wenn ich nur über einige Stufen im Machen hinwegkönnte! Im B., und zwar im ächten, nahen B. bin ich weit vorgeruckt B8,235,24u25 CarlAug 6./[7.]7.87 Im Zeichnen fahr’ ich fort Geschmack und Hand zu bilden .. es wird mir alles erstaunend leicht (das heißt der B., denn die Ausübung erfordert ein Leben) 32,28,4 ItR Wir haben bei uns einen Bildhauer [MKlauer], einen Mann von leichtem B. und schneller Hand .. dem es aber an Imagination fehlt B4,142,10 Lavater [3./5.12.79 Korr SchrGG16,89] T1,87,14 Anf Jul 79 uö idWdgn ‘über alle B-e’, ‘etw ist, geht über alle, jds B-e, übersteigt jds B-e’ uä: übersteigt die Fassungskraft Man trifft [in Rom] Spuren einer Herrlichkeit und einer Zerstörung die beyde über unsre B-e gehn B8,46,18 Weim Freunde 7.11.86 ~ 30,206,2 ItR Madame Szymanowska .. Pianospielerin über alle B-e, anmuthig über allen Preis B37,260,1 Schultz 5.11.23 Es ist über alle B-e was dieser Mann [Aristoteles] erblickte, sah, schaute, bemerkte, beobachtete B42,104,20 Zelter 23./29.3.27 30,136,8 ItR B23,327,15 Christiane 25.4.13 uö 8 in stereotypen Wdgn: ‘im B.’, ‘im B. sein, stehen, etw zu tun’; sehr häufig in briefl Einleitungsfloskeln wie ‘eben im B. ..’ [Lynceus:] die letzten Schiffe | Sie ziehen munter hafenein. | Ein großer Kahn ist im B-e | Auf dem Canale hier zu sein 151,1 Faust II 11145 Der Verfasser .. ist im B., sich einen eignen Platz auf dem deutschen Parnaß zu erwerben 40,297,6 Rez:Hebel,Ged ich war im B. [stetti in procinto] toll zu werden oder zu sterben 43,184,4 Cell II 1 [für: to be upon the point] 46,334,9 Hackert Nachtr Gore B33,238,4 Zelter 20.9.20 26,337,7 DuW 5 uö → GWB Auslegebegriff GWB Ekelbegriff GWB Elementarbegriff GWB Gartenbegriff GWB Gattungsbegriff GWB Grundbegriff GWB Handwerksbegriff GWB Hauptbegriff GWB Inbegriff GWB Kulturbegriff GWB Kunstbegriff GWB Lebensbegriff GWB Lehrbegriff Menschen- Mittel- Natur- Neben- Netz- Reflexions- Religions- Schicksals- Traditions- Trivial- Un- Verstandes- Vor- Zeichen- Zweck- vgl zu 1 a Ausdruck Fachwort Kunstname Kunstwort Name Terminus Wort zu 1 b Bedeutung Inhalt Sinn Wortsinn zu 2 Bedeutung Gehalt Wesen zu 3 a, d Abstraktion Abstraktum Gedanke Idee Vorstellung zu 3 b Ausdruck Bedeutung Charakter Merkmal zu 3 c Bild(allgemeines B.) Norm(allgemeine N.) Typus Vorbild zu 3 d Aperçu Axiom Hypothese Konzept Theorem zu 4 Ansicht Betrachtungsart Denkart Einsicht Meinung Sinnesart Überzeugung Urteil Vorstellungsart zu 5 Gesinnung Grundsatz Maxime Prinzip Standpunkt zu 7 Auffassung Erkenntnis Fassungskraft Verständnis 1) In dem Einleitungsabschnitt zur ‘Kritik der reinen Vernunft’ (‘Von dem Unterschiede analytischer und synthetischer Urteile’) bezeichnet Kant ‘Ausdehnung’ als ein mit dem Körper verknüpftes Prädikat u damit als ein analyt Urteil, ‘Schwere’ dagegen als ein außerhalb des Begriffs vom Körper liegendes Prädikat u damit als ein synthet Urteil. 2) Das Urteil löst die ursprüngl Einheit zw Objekt u Begriff auf, die Vermittlung zw der Anschauung u dem B. geschieht durch das ‘Schema’, das Schelling definiert als “die sinnlich angeschaute Regel der Hervorbringung eines empirischen Gegenstandes” (Werke, ed MSchröter, 2,510). Mit dem transzendentalen Schematismus greift Schelling auf Kant zurück. Für Kant ist das Schema eine in der reinen Einbildungskraft a priori vorhandene Vorstellung, durch die die Beziehung des Begriffs auf das anschaulich Gegebene möglich wird; das Schema verschafft dem Begriff ein Bild, ohne selbst Bild zu sein (Kritik der reinen Vernunft I 2,1.Abt, 2.Buch,1.Hauptstück). G-s Kenntnis dieser Begriff-Explikation wird belegt durch seine eigenh Abschrift des Inhaltsverzeichnisses der Kritik der reinen Vernunft mit der Analytik der B-e u dem hier angesprochenen Abschnitt Von dem Schematismus der reinen Verstandesbegriffe N11,378f 3) Die Verbindung ‘inwohnende Erscheinung’ u ‘höherer B.’ entspricht etwa der neuplaton Definition der künstlerischen Idee, die das aristotelische ἔνδον εἶδος als bewußtseinsimmanenter Vorstellung mit einer überindividuellen od metaphys Qualität verbindet (s Panofsky, Idea, 31975,11f)1) B37,280,6 Boisserée 12./13.12.23 1) Boisserée hatte in einem Vortrag vor der frz Akademie ua über die Frage der Abhängigkeit der got Baukunst von der arab gesprochen (s Boisserée an G, 3.12.23, ed MBoisserée, 2, 1862,362). 1) kaum genossen sie [alte Baumwurzeln] der belebenden Himmelsluft, als augenblicklich sie alle begrünt ein jugendlicher Busch erschienen N6,175,14 MetamPfl Nachtr [Faust zu Meph:] Was willst du armer Teufel geben? | Ward eines Menschen Geist, in seinem hohen Streben, | Von Deinesgleichen je gefaßt? | .. Zeig’ mir die Frucht die fault, eh’ man sie bricht, | Und Bäume die sich täglich neu b.! Faust I 1687 → GWB froh-begrünt vgl belauben ergrünen übergrünen 1) ATrendelenburg, G-s Faust, 1922,263 verweist auf den Unmöglichkeitssatz (τόπος ἐκ τοῦ ἀδυνάτου).
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