außermenschlich‘a-e Gegenstände’: für die Natur als Objekt der menschl Erkenntniswenn bei Behandlung der Wissenschaften .. die Alten sich schon in einer gewissen peinlichen Lage befanden, indem zu Erfassung der mannichfaltigen, außermenschlichen Gegenstände, eine Zertheilung der Kräfte und Fähigkeiten .. fast unerläßlich ist46,24,22 WinckelmAntikes
Brigitte Mattausch
[Bd. 1, Sp. 1235]
äußernIn den 70er u 80er Jahren noch selten u meist in amtl bzw offiziellen Schreiben. Nur einmal subst24,66,11 Wj I 4u einmal im Vers2,5 Vs 7 1kundtun, artikulieren; von rund 570 Belegen rund 100 in der prägnanteren refl Form (fast ausschließl in Pkt a) aseine Gedanken, seine Anschauungen, seine Empfindungen in sprachl Form vorbringen, bei meist unspezif Verwendung nur gelegentl iS des sich Offenbarens; überwiegend für die wohlbedachte Stellungnahme zu Sachfragen (häufig iVbdg mit ‘über’), mehrf ein amtl Votum abgeben, insbes jedoch seine natwiss u ästh Überzeugungen u Urteile in Schriften publik machen, selten als engagiertes (polem) Bekenntnis, im Hinblick auf die Wirkung vereinzelt skept beurteilt od verweigert (seit 1812)Die in Weimar .. lebenden Kunstfreunde dürfen ihres Verhältnisses zu dem größeren Publicum wohl erwähnen, indem sie, worauf doch zuletzt alles ankommt, sich immer in gleichem Sinn und nach gleichen wohlerprobten Grundsätzen geäußert46,9,7 Winckelm Vorredemuß man wünschen, daß sie [die Kunst] .. bedeutende Gegenstände behandle .. deswegen wir W.K.F. [Weimarische Kunstfreunde] auch in den Propyläen, da wir noch in dem Wahn stunden, es sey auf die Menschen genetisch zu wirken, uns über die Gegenstände so treulich äußertenB23,243,11Zelter15.1.13Daß manches im Literarischen vorgeht, was mir nicht gefällt .. daß ich mich manchmal darüber auch wohl ä. könnte und sollte, da ich denn doch auch ein public character bin, will ich nicht in Abrede seyn. Dieß ist nun aber einmal nicht meine Art, dagegen meine größte Lust, ein Schnippchen .. am Kamin zu schlagenB23,154,9Reinhard14.11.12Dem Deutschen fehlt .. das Bedürfniß, sich im geselligen Leben zu bilden, wogegen der Franzos ganz allein von und für die Gesellschaft existirt, daher denn auch was er schriftlich äußert gewiß immer von dem größten Einflusse gekrönt wirdB43,367Varnhagen[8.11.27] KDer Autor .. Er darf [am Ende seines Lebens] über sich und andere ein redlicher Bekenntniß aussprechen als an diesem oder jenem Tage, wo .. der Lebhafteste sich vollkommen zu ä. Bedenken trägt. Nur die Unvernunft beachtet nicht die Stunde in der sie sprichtSchrGG21,342 zu MuR 469/70A2,910,30 Votum 26.1.16B28,163,20JPLanger4.7.17B32,102,16u19Parthey24.11.19uöim geselligen od persönl-privaten Umgang, bes im Gespräch, mehrf charakterisiert durch Bestimmungen wie ‘lebhaft’, ‘ungebunden’, ‘aus dem Stegreif’ ua; ‘sich ä.’ mehrf absol iSv sprechen, reden, sein Inneres eröffnen (iGz schweigen); einmal im Ged idVbdg ‘Klage ä.’[der ‘Officier’:] daß die Erfahrung uns überzeuge, daß unsere besten Gedanken, Wünsche und Vorsätze unerreichbar seien, und daß man denjenigen, welcher dergleichen Grillen hege und sie mit Lebhaftigkeit äußere, vornehmlich für einen unerfahrnen Menschen halte27,147,11 DuW 7Die Unterhaltung ward allgemeiner, die beiden Gatten .. konnten daran Theil nehmen; selbst Ottilie ward veranlaßt sich zu ä.20,118,11 Wv I 10Sein [Eduards] Herz verschloß sich, und das Gespräch wollte sich anfangs nicht einleiten. Doch wußte Mittler nur zu gut, daß ein liebevoll beschäftigtes Gemüth das dringende Bedürfniß hat sich zu ä., das was in ihm vorgeht, vor einem Freunde auszuschütten20,186,14 Wv I 182,5 Sonette III Vs 718,104,3u24 Unterhaltungen20,266,6 Wv II 6uövereinzelt prägnant iSv (sich) sprachl ausdrücken, bes im Hinblick auf eine Unfähigkeit, best Sprachnormen u damit best gesellschaftl Normen gerecht zu werden[von dem jungen G wird in Lpz Anpassung an die dortige Sprechweise verlangt] Mir sollten die Anspielungen auf biblische Kernstellen untersagt sein, so wie die Benutzung treuherziger Chroniken-Ausdrücke. Ich sollte .. des Gebrauchs der Sprüchwörter entbehren .. ich fühlte mich in meinem Innersten paralysirt und wußte kaum mehr, wie ich mich über die gemeinsten Dinge zu ä. hatte27,59,15 DuW 6[Brief des Gehülfen:] Da ich .. weiß, wie wenig die gute Ottilie das zu ä. im Stande ist, was in ihr liegt und was sie vermag; so war mir vor der öffentlichen Prüfung einigermaßen bange20,59,9 Wv I 5[Ottilie zu Charlotte:] mein Haupt lag auf deinen Knien, ich schlief nicht, ich wachte nicht; ich schlummerte. Ich vernahm alles was um mich vorging .. und doch konnte ich mich nicht regen, mich nicht ä., und wenn ich auch gewollt hätte, nicht andeuten, daß ich meiner selbst mich bewußt fühlte20,369,26 Wv II 1427,124,26 DuW 7B12,30,10Schiller4.2.97 bjdn von etw unterrichten: Absicht, Bereitschaft erklären, etw zu tun (mehrf für eine verbindl Absichtserklärung des Hzg); ein Faktum mitteilen (mehrf etw von sich selbst berichten)Ew. Durchl. hatten die Gnade in Ilmenau nach geendigtem Gewerckentage gegen Endesunterzeichneten zu ä., daß der bey dieser Gelegenheit gemachte Aufwand .. von fürstl. Cammer restituirt .. die .. Diäten ausgezahlt werden solltenB(Wahl 1,163) CarlAug 16.8.91Es haben Ihro Hochfürstl. Durchlaucht zu wiederholten Maalen geäußert: daß Sie willens seyen das Abzugsgeld, welches Unterthanen die aus einem Amte in’s andre ziehen, zu entrichten haben, aufzuhebenA(ADantz 49) Votum [25.2./3.4.85]die übersendeten Notizen [Francofurtensien für die Arbeit an DuW] .. über den Zweck, wozu ich sie gewünscht habe, werde ich mich nächstens umständlicher ä. könnenB22,130,18Schlosser10.7.1133,240,16 Camp29,156,16 DuW 19uö cin konventionellen Vbdgn wie ‘Wunsch ä.’ (häufig), ferner ‘Bedenklichkeit, Besorgnis, Zweifel, Teilnahme ä.’ uaDa man die von Herrn Werner [Kammermusiker am Weim Theat] in seinem eingereichten Schreiben geäußerten Wünsche weder jetzt noch künftig von Seiten fürstl. Commission erfüllen zu können glaubtB19,192,16JGWerner22.9.06die Frauenzimmer äusserten ihre Besorgniß wegen eines GewittersAA20,10 Werth Iuö dein Gefühl, einen Gemütszustand durch Verhalten, Gesten, seltener durch Worte bekunden, zeigen; stets mit näherer Bestimmungich konnte nicht sagen, daß Narciß auf irgend eine Weise Liebe oder Zärtlichkeit gegen mich geäußert hätte. Er blieb artig und verbindlich, aber zeigte keinen Affect22,272,12 Lj VIDie Frauen haben eine gewisse Zurückhaltung aus Bescheidenheit .. sie hindert sie, ihre Gefühle frei zu ä., und diese werden sie am wenigsten zu Tage legen, wenn Eitelkeit im Spiel ist9,160,4 Wette 318,110,1 Unterhaltungenuö(selten) 2(sich) realisieren, lebendig, tätig in Erscheinung treten, wirken; auch: auf etw, jdn einwirken; überwiegend im Sinne des Vitalismus, bes für organ Prozesse als gesetzmäßigen, spezif Manifestationen des ‘dynamischen’ Lebensprinzips, von G angewandt auf Daseinsäußerungen aller Art; nur refl u in Vbdg mit Akk-Obj wie ‘Wirkung’, ‘Kraft’, ‘Lebendigkeit’, auch in der metaphor Vbdg ‘Widerspruch ä.’; rund 100 Belege, sehr häufig mit näherer Bestimmung aim Bereich der Natur: vom Leben als
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bewegendem, produktivem Prinzip, von Wachstums-, Fortpflanzungs- u ‘Bildungs’-Prozessen; von physikal (bes opt), chem ua Phänomenen u Vorgängen bes idVbdg ‘Wirkung ä.’; selten von einem einzelnen Geschöpf, Organ uäZweierlei Vorstellungsarten. Dynamisch, atomisch. 1. Das Wirkende, sich Ä-de, Handelnde, Bewegende, Schaffende. 2. Das Erleidende .. Bewegte .. 1. Ein Unsichtbares, ein Daseiendes .. eine Kraftäußerung .. 2. Atome, wirkliche, sichtbareGespr(He2,66) Sophie Schardt [20.11.05]die unendliche Lebensmöglichkeit .. Daß aber diesem durchaus Unbedingten überall Maß und Ziel gesetzt ist, daß es sich nur gelegentlich hervorthun, nach gewissen Grundgesetzen ä. kann, das ist es was des Forschers Bewunderung erregtN13,166,14 Morph Plpdaß man eine Zoonomie aufzustellen versuchte und denen Gesetzen, wornach eine organische Natur zu leben bestimmt ist, nachzuforschen trachtete; mit völliger Befugniß legte man diesem Leben .. eine Kraft unter1) .. man mußte sie annehmen, weil das Leben in seiner Einheit sich als Kraft äußert, die in keinem der Theile besonders enthalten istN6,297,1 PhysiolPflWir nennen lebendig, was vor unseren Sinnen die Kraft äußert, seines gleichen hervorzubringenN7,8,24 Morph Vorarb 1eine Pflanze in sofern sie ihre Lebenskraft äußert .. zuerst durch das Wachsthum .. sodann durch die Fortpflanzung .. Diese sprossende, nach und nach sich ä-de Kraft ist mit jener, welche auf einmal eine große Fortpflanzung entwickelt, auf das genauste verwandtN6,89,13 u 90,11 MetamPfl 113den stillen Widerspruch, den jedes Lebendige zu ä. gedrungen ist, wenn ihm irgend ein bestimmter Zustand dargeboten wird .. Einathmen .. Ausathmen .. Systole .. Diastole. Es ist die ewige Formel des Lebens, die sich auch hier [bei der Reaktion der Netzhaut] äußertN1,15,18u23 FlD 38[Referat der Abbild-Theorie RBacons] so hat man auch den wirksamen Naturgegenständen, besonders denjenigen, die uns als thätige Bilder zu erscheinen pflegen, dem Lichte so wie dem Erleuchteten, welche beide nach allen Orten hin sich zu ä. bestimmt sind, ein Wollen, eine Intention gegebenN3,271,18 FlH V IntentFarbDie Refraction kann ihre Wirkung ä., ohne daß man eine Farbenerscheinung gewahr werdeN1,81,2 FlD 195weil dieses [Galvanische] Fluidum nur auf entblößte Nerven seine Kraft äußertB12,66,19CarlAug13.3.97 KN7,41,25 SpiralTendN1,13,12 FlD 33uö‘sein Dasein ä.’N(GOETHE14/15,143) Schönheit organNaturen bim menschl Bereich meist von Anlage, Fähigkeit, Eigenart (selten von einem Gefühl), auch iSv sich betätigen, beweisen; von geistigen Bestrebungen u ästh Phänomenen bes idVbdg ‘Wirkung ä.’Der feurigste Maler darf nicht sudeln .. das Organ, in dem die größte Gewalt und Geschwindigkeit sich ä. will, muß erst richtig sein. Wenn Raphael und Albrecht Dürer auf dem höchsten Gipfel stehen, was soll ein echter Schüler mehr fliehen als die Willkürlichkeit?B5,137,19Maler Müller21.6.81Weil aber in der Proportion gedachter Maaße [Breite, Länge u Höhe der Räume] des Baumeisters vorzüglichste Kunst sich äußert .. so wünschte, daß gedachter Mann darin sein Probstück ablegteB26,212,15MPaulowna3.1.16 KDas außerordentliche Talent dieses außerordentlichen Mannes [AHumboldt] äußert sich in seinem mündlichen Vortrag .. so sind die Abhandlungen .. wahrhafte RedenB49,106,5Zelter5.10.31Plane .. daß Weimar seinen alten literarischen Ruf erhalten und von dieser Seite bedeutende Wirkungen ä. möge .. Einer meiner angelegensten Wünsche .. daß eine Ausgabe der Winckelmannischen Werke von hier ausgehen mögeB19,316,25Voigt1.5.07jenes [BeitrOpt] macht mir mehr Freude als dieses [Gründung des Hoftheaters], denn ich kann hoffen dort etwas .. bleibendes zu leisten, wenn die vorübergehende Theater Erscheinung nicht einmal ihre Wirckung in dem Augenblick äußert für den sie bestimmt istB9,286,7Knebel5.10.91491,424,14 WeimPinakothek20,326,26 Wv II 10uö‘seine Tätigkeit ä.’; einmal ‘Handlung ä.’ für die aus dem ‘prägnanten Augenblick’ gedeuteten Bewegungen der Laokoon-Gruppe20,199,8 Wv II 1B20,389Kapp[23.1.09] K47,112,22 Üb:Laokoonvon einer Person iSv sein Wesen, seine Persönlichkeit entfalten, sich nach außen, in der Gesellschaft darstellen, produzieren (auch durch künstler Produktion), mehrf mit Betonung hemmender Bedingungen; bes autobiogr, mBez auf die jugendl EntwicklungIn dem Verhältniß der Kinder zu den Ältern entwickelt sich der sittliche Charakter der ersten eigentlich gar nicht .. Dankbarkeit .. Ehrfurcht halten die .. bedürftigen Wesen zurück, sich nach ihrer Weise zu ä.26,368,5 DuW 2 PlpJe freier und ungebundener ich lebte, und je froher ich mich gegen meine Gesellen und mit meinen Gesellen äußerte, wurde ich doch .. gewahr, daß uns die Umgebungen .. immer beschränken36,226,1 BiogrEinzh JugendepocheUnd so fand ich mich [zw dem Geniekult u seinen Gegnern] in der Mitte [KorrAA1,628,4 DuW 19], fast mehr gehindert mich zu entwickeln und zu ä., durch falsche Mit- und Einwirkung der Sinnesverwandten, als durch den Widerstand der Entgegengesinnten29,147,13 DuW 19B22,233,26Przin Solms30.11.1229,41,15 DuW 17uö‘sein Wesen ä.’20,397,16 Wv II 17 cfür räuml HervortretenDa nun die mächtige Quelle zwey Öffnungen hat, um sich zu ä.B23,10,18CarlAug10.5.12 K dvorkommen, auftretendieser .. in dem Dach- oder Zechgestein sich ä-de Gehalt [an Bleiglanz]A(LA I 1,179,36) 3. NachrBergbIlmenau 18.3.88 [Voigt BergwKomm]uö → GWBentäußern ver-vgl GWBausdrücken, ausdrucken aussprechen (sd) zu 2 andeuten GWBanzeigen zeigen ausüben betätigen beweisen erscheinen hervortun(sich h.) manifestieren offenbaren wirken 1) vgl besN7,71,73 Bildungstrieb,wo die Termini ‘vis essentialis’ u ‘nisus formativus’ behandelt sind
Rose Unterberger
außernatürlich anicht den Erscheinungsformen u Gesetzmäßigkeiten der Natur entsprechend[üb patholog Farben] Wir sprechen .. von krankhaften sowohl als allen widernatürlichen, a-en, seltenen Affectionen der Retina, wobei, ohne äußres Licht, das Auge zu einer Lichterscheinung disponirt werden kannN1,50,5 FlD 114vom Kunstwerk[Zuschauer:] warum erscheint auch mir ein vollkommnes Kunstwerk als ein Naturwerk? [Anwalt:] Weil es mit Ihrer bessern Natur übereinstimmt, weil es übernatürlich, aber nicht a. ist47,265,4 ÜbWahrh uWahrscheinlichk dKunstw bübersinnlich, dämonischindem er [WScott in ‘Letters on Demonology and Witchcraft’, 1831] den Wahn einer wirklichen Verwandtschaft, eines bestehenden Verhältnisses zu a-en phantastischen Wesen historisch gar anmuthig entwickeltTgb 1.1.31 Syn zu a abnorm zu b außerirdisch außerweltlich dämonisch übernatürlich
Brigitte Mattausch
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außerordentlichmehrf -s- (vor allem in Br); öfter subst, auch in Kleinschreibung (meist in frühweim Br) 1als qualitative Bestimmung; meist attr, selten präd aaußerhalb des Gewöhnlichen, Bekannten, Normalen auftretend αmBez auf Geschehnisse, Erscheinungen, Dinge; wiederholt idVbdg ‘a-er Fall’Durch ein a-es Weltereigniß [Erdbeben von Lissabon] wurde .. die Gemüthsruhe des Knaben .. im tiefsten erschüttert26,41,19 DuW 1die Frauen, gewohnt sich jederzeit zu bändigen, behalten in den a-sten Fällen immer noch eine Art von scheinbarer Fassung20,119,13 Wv I 10Galerie, wo Wilhelm sogleich die Bilder der zweiten heiligen Schriften erkannte .. [der Begleiter:] Durch Wunder und Gleichnisse wird eine neue Welt aufgethan. Jene machen das Gemeine a., diese das A-e gemein .. Es ist nichts gemeiner und gewöhnlicher als Essen und Trinken, a. dagegen, einen Trank zu veredeln, eine Speise zu vervielfältigen24,251,14u22 Wj II 2Die Entzückung junger Männer über das A-e [Fernsicht aus Bodmers Wohnung] .. schien ihm [Bodmer] zu behagen29,109,3 DuW 18B22,283,18Döbereiner19.2.12uömit dem Nebensinn: merkwürdig, seltsam[Hofrat Beireis in Helmstedt] der wie ein geheimnißvoller Greif über a-en und kaum denkbaren Schätzen waltete35,206,7 TuJKirchner. | 1646. | Jesuit, aus der aristotelischen Schule, Neigung zum a-en [> Sonderbaren N52,273,13], er macht auf schöne Phänomene aufmerksam, doch liebt er sie vorzüglich weil sie seltsam sindN52,273 FlH V Plp Var βmBez auf den Menschen u seine Eigenschaften, Verhaltensweisen, Fertigkeiten, mehrf idVbdg ‘a-er Mann, Mensch’; bes zur Kennzeichnung einer Ausnahmeexistenz, in der Frühzeit im Hinblick auf den Geniemenschen, später von bestimmten — vorwiegend singulär od ‘dämonisch’ empfundenen — Persönlichkeiten (zT in Berührung mit Bed 1 b)habe .. begreifen lernen: Wie man alle ausserordentliche Menschen, die etwas grosses, etwas unmöglich scheinendes würkten, von jeher für Trunkene und Wahnsinnige ausschreien müßteAA53,30 Werth I[Carlos zu Clav:] Möge .. die Gewißheit des großen Gefühls über dich kommen, daß a-e Menschen eben auch darin a-e Menschen sind, weil ihre Pflichten von den Pflichten des gemeinen Menschen abgehen11,104,2f Clav IVA-e Menschen als große Naturerscheinungen bleiben dem Patriotismus eines jeden Volks immer heilig. Ob solche Phänomene genutzt oder geschadet, kommt nicht in Betracht48,109,18 PolygnotA-e Menschen, wie Napoleon, treten aus der Moralität heraus. Sie wirken zuletzt wie physische Ursachen, wie Feuer und WasserGespr(He2,190) Riemer undatLord Byrons Gedichte, je mehr man sich mit den Eigenheiten dieses a-en Geistes bekannt machte, gewannen immer größere Theilnahme36,128,4 TuJDie Kantische Philosophie, welche das Subject so hoch erhebt, indem sie es einzuengen scheint .. entwickelte das A-e was die Natur in sein Wesen gelegt36,249,8 BiogrEinzh ErsteBekanntsch mitSchiller 1794 = N11,15,25 GlücklEreignGlücklicherweise hatte ich .. in mich das Dasein und die Denkweise eines a-en Mannes [Spinoza] aufgenommen28,288,3 DuW 14traurig anzusehen, wie ein a-er Mensch sich gar oft mit sich selbst, seinen Umständen, seiner Zeit herumwürgt, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen. Trauriges Beispiel Bürger422,116,5 MuR(76)7,32,5 DivNot Mahomet32,200,9 ItR PhNeri [für: singulière] 45,4,19 RamNeffeuö γin bes, meist dem amtl Bereich zugehörigen Verwendungen: außerhalb einer festgelegten Ordnung, außerplanmäßig, öfter iSv außerhalb des veranschlagten Etats[betr Neuwahl des Frankf Stadtschultheißen] ward um Mitternacht eine a-e Sitzung auf den andern Morgen durch den Gerichtsboten angesagt26,58,21 DuW 1Billige Remuneration für .. genau eingelieferte a-e Arbeiten soll auch in der Folge nicht fehlenB(Knittermeyer 77) JMFärber 2.10.24Friederike entließ mich froh .. Es war so leicht, [von Straßb] mit der Diligence nach Drusenheim zu fahren und sich .. durch ordentliche und a-e Boten, in Verbindung zu erhalten28,18,19 DuW 11von den a. verwilligten Geldern .. sind ansehnliche Bücherkäufe gemacht worden, die aus dem beschränkten academischen Fonds nicht hätten geleistet werden könnenA(Vogel 44) Promem 9.4.21 K[aus Jena, mBez auf den für diesen Aufenthalt aufgestellten privaten Haushaltsplan] Die Haushaltung geht immer ordentlich .. fort. Was ich a. genießen will, bezahle ich baar und so ist alles im GleichenB23,137,17Christiane13.11.12uö‘a-e Professur, a-er Professor’ uä, im Hinblick auf Lehrverpflichtung an der Universität, meist ohne feste Besoldung1)[Schiller] hat seine Erklärung dahin gegeben: daß er eine auserordentliche Professur auf der Jenaischen Akademie anzunehmen sich wohl entschließen könne, wenn auch selbige vorerst ihm ohne Gehalt konferirt werden sollteB9,65,12GehConsilium9.12.88Er [LRanke] unterschreibt sich als a-er Professor an der Universität von BerlinB45,200,4Perthes[etwa 16.]3.29 KB16,139,15Sartorius15.11.02 K‘a-er Abgesandter’, Titel des in besonderer Mission 1816/20 in Petersburg u anderen europäischen Hauptstädten weilenden kaiserl-pers BotschaftersMirza Abul Hassan Chan, von Schiras, während seines Aufenthalts in der Hauptstadt St. Petersburg, als a-er Abgesandter [Ambassadeur Extraordinaire] Sr. Majestät von Persien Fetch Ali Schah Catschar7,81,13 DivNot NeuereNeueste δmBez auf Naturerscheinungen: von der Norm abweichend, abnormes fing an zu schneien und regnete darauf. Dies wäre dem Barometerstande gemäß gewesen, allein es wehte zugleich Ostwind, welches als etwas a-es bemerkt wurdeN13,511,18 Met PlpNachbildung jenes a-en pathologischen Schädels .. ob es nicht gefällig seyn möchte .. gedachten Schädel dergestalt formen zu lassen, daß .. die abnorme Dicke der Hirnschale bewundert werden könneB25,90,8EChFSchleiermacher21.11.14 KN6,276,9 MetamPfl Wirkg 1830uö beine hohe Qualität bezeichnend: vorzüglich, trefflich; bes vom Menschen, öfter ‘a-er Mann, Mensch’Ausstattung an herrlichem Papier und schönem Druck ist a., fast an Verschwendung gränzend, aber dem redlichen .. durch das Ganze herrschenden Ernst .. angemessen492,184,18 Boisserée,AnsichtenRisse KölnerDom [G/Meyer]Die angekommenen Hackertischen Landschaften .. sind ganz a-e Werke, von denen man, wenn sich auch manches dabey erinnern läßt, doch sagen muß, daß sie kein anderer Lebender machen kannB17,14,13Schiller[14.1.04]Zelter .. dieser a-e Mann wird Sie als Künstler und Mensch in Verwunderung setzenB35,170,21Schubarth7.11.21 [für: grandissimo] 43,138,19 Cell I 10 [für: supérieur] 45,203,6 RamNeffeAnmuöironEuch ist nicht bekannt, wie es dieser a- e [rare] Mann [Bouret] anfing, einen kleinen Hund von sich ab- und an den Siegelbewahrer zu gewöhnen ..?45,73,16 RamNeffe
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2als Gradbezeichnung: überaus groß, in höchstem Maße; überwiegend adv, wiederholt idVbdg ‘a. schön’Der Elephant .. [Corpus des Zwischenkieferknochens] Von a-er Breite und HöheN8,144,11 BeschreibgZwKnochIhr Brief .. hat mir eine a-e Freude gemachtB2,115,5Langer27.10.73[Montblanc im Abendlicht] Es war die Schönheit dieses Anbliks ganz a.B4,128,25ChStein4.11.[79] = 19,247,2 BrSchweiz II [für: extrême] N4,123,5 FlH VI [für: inestimabile] 43,246,11 Cell II 5 [für: più sterminate] 43,279,6 Cell II 8 [für: oltremodo] 43,127,21 Cell I 9uö Syn ungemein zu 1 a abnorm besonder extraordinär ungewöhnlich zu b auszeichnen(ausgezeichnet) hervorragen(h-d) unschätzbar vortrefflich vorzüglich zu 2 Ausdruck(über allenA.) äußerst auszeichnen(ausgezeichnet) höchst Maß(über dieM-en) 1) An der Jenaer Universität waren die außerordentl Professoren auf die Kolleggelder der Studenten u Zuwendungen aus den Privatschatullen der landesfürstl Erhalter angewiesen; hingegen erfolgte ihre Vergütung an der neugegründeten Berliner Universität den Plänen WHumboldts entsprechend aus dem Staatshaushalt (nach Auskünften der Leiter der Archive der Friedrich-Schiller-Universität Jena u der Humboldt-Universität Bln).
Brigitte Mattausch
außersinnlich‘a-e Einbildung’: iGz rein empirischer, mit den Sinnen kontrollierbarer NaturbetrachtungWeil nämlich die Präformations- und Einschachtelungslehre, die er bekämpft, auf einer bloßen a-en Einbildung beruht, auf einer Annahme die man zu denken glaubt, aber in der Sinnenwelt niemals darstellen kann; so setzt er als Grundmaxime aller seiner Forschungen: daß man nichts annehmen, zugeben und behaupten könne, als was man mit Augen gesehen und andern jederzeit wieder vorzuzeigen im Stande seiN6,155,23 Üb:CFWolff
Brigitte Mattausch
äußerstvereinzelt -s- (bes in frühen Br), subst gelegentl in Kleinschreibung, vorwiegend in verbalen Wdgn mit ‘aufs Ä-e’ (s unter a)zur Bezeichnung eines hohen Grades aattr: höchste, größte, schlimmste, geringste uä[Söller] in der äussersten Karikatur von VerlegenheitDjG31,388 Mitsch2 Regiebem vor 494 = DjG31,323 Mitsch1 vor 162Menschenleer war die Gegend, die ä-e Einsamkeit ahnungsvoll33,24,4 CampGeschäftig im Müßiggange, machten sie [die Schauspieler] gewöhnlich von den ä-en Kleinigkeiten großes Aufhebens51,61,19 ThS I 16 [für: extreme] 421,201,22 Carlyle,Schiller [für: più isterminati] 44,151,4 Cell IV 2uöidVbdgn ‘im ä-en (Not-)Fall, in ä-en Fällen’ u ‘ä-e Zustände’ iSv extremB19,238,11FAWolf28.11.0618,169,12 UnterhaltungenN1,3,10 FlD 8uöidWdg ‘das Ä-e, sein Ä-es tun’ iSv sein Möglichstes tun[betr Prof JFFuchs, Jena] wer alles von andern fordert, alles auf andre schiebt, von seinen Bemühungen gleich matt und krank ist, so schnell versichert, daß er sein ä-es thue .. dem ist nicht zu helfen und der Sache auch nichtB19,97,15Voigt17.1.0618,194,12 Unterhaltungenuöin Wdgn wie ‘jdn, etw aufs Ä-e bringen, treiben, kommen lassen’, ‘etw zu einem Ä-en treiben, ans Ä-e führen’, ‘etw steigt aufs Ä-e, kommt zum Ä-en’, ‘sich in ein Ä-es verlieren’ uä als Ausdruck eines Extremzustandes, einer höchsten Steigerungsstufe[Dämon des Krieges:] Und wär’ ich ja auf’s Ä-e gebracht, | Da fängt erst meine Kühnheit an411,35 Epimen 156pflegte ich den unter Menschen gewöhnlich entspringenden bornirten Streit durch gewaltsame Paradoxe aufzuregen und an’s Ä-e zu führen33,198,10 CampSeine Ungeduld stieg aufs ä-e23,51,2 Lj VII 620,167,5 Wv I 1620,218,13 Wv II 3uö bhäufig adv, bes bei Adj: im höchsten Maße, überaus; einmal ‘so ä.’Ä. wilder stürmischer RegentagTgb 8.8.28[innere Ausstattung des zum Empfang Marie Antoinettes bei Straßb errichteten Gebäudes] ä. empörte mich der Gegenstand. Diese Bilder enthielten die Geschichte von Jason, Medea und Kreusa, und also ein Beispiel der unglücklichsten Heirath27,239,20 DuW 9Höchst bemerkenswerth bleibt es immer, daß Menschen, deren Persönlichkeit fast ganz Idee ist, sich so ä. vor dem Phantastischen scheuen422,143,9 MuR(265)uömit qualitativem Einschlag iSv aufs beste, feinsteEine [Huri] führt dich zu der andern Schmause, | Den sich jede ä. ausersinnt6,250 Div Berechtigte Männer 42in der Wdg ‘aufs (auf das) ä-e’Andere [Meister] .. bevortheilten mich auf’s ä-e [grossamente]43,45,5 Cell I 323,96,16 Lj VII 8uö → GWBalleräußerstSyn ungemein zu a extrem zu b Ausdruck(über allenA.) außerordentlich auszeichnen(ausgezeichnet) höchst Maß(über dieM-en)
Brigitte Mattausch
außerstand(e)stets Getrenntschreibung, meist ‘außer Stand’; nur in Vbdg mit Verben: ‘außerstand(e) sein (sich finden, befinden, fühlen)’, ‘außerstand(e) setzen’; in meist förml Br (bes nach 1800) u in amtl SchrWir finden uns .. ganz außer Stande, sogleich ausreichende Vorschläge zu tunA(Vogel 73) Votum 30.10.17Gebrechen des Alters .. die mich außer Stand setzen, so viel aufgehäufte Gunst und Glück .. mit .. Dankbarkeit zu erwidernB26,67,9Frh vStein[10.8.15] Kuö
Brigitte Mattausch
*äußerstenfallsA(LA I 1,181,13) 3. NachrBergbIlmenau 18.3.88 [Voigt BergwKomm]
Brigitte Mattausch
außertheatralischmBez auf das Verhalten der Schauspieler außerhalb der Bühnentätigkeit, im PrivatlebenWir lehnen .. alles ab, was a. scheinen könnte; aber wenn ein Mann seiner Frau die Augen blau schlägt, so kann das sehr theatralisch werden, wenn sie gerade an demselben Abend eine Liebhaberinn zu spielen hatB21,21,24TheaterKomm1.8.09
Äußerungauch -ss-, -s-; überwiegend Pl; nur in Prosa 1für verschiedene Aussage-, Mitteilungs-, Ausdrucksformen afür sprachl fixierte, in Publikation, Br od Gespräch vorgebrachte Gedanken, Anschauungen, Empfindungen; häufig die sachbezogene Stellungnahme u Darstellung eigener Überzeugungen in Form einer These od längeren Ausführung, auch für eine Publikation als Ganzes; mehrf die situations- od personenbezogene Bemerkung; Pl gelegentl allg als Teil des Erscheinungsbilds einer Person, mehrf in der beschreibenden CharakteristikSey mir nun erlaubt, allgemeine Betrachtungen [üb das Besondere u Allgemeine in den Nationalliteraturen] hinzuzufügen .. Verzeihen Sie mir .. diese vielleicht nicht ganz zusammenhängenden, noch alsbald zu überschauenden Ä-en; sie sind geschöpft aus dem Ocean der Betrachtungen, der um einen jeden Denkenden mit den Jahren immer mehr anschwilltB42,269,26Carlyle20.7.27Das mitgetheilte Blatt über meine Farbenlehre .. Gerade diese Art von unschuldigen augenblicklichen Ä-en sind
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mir unendlich werthB22,318,7Rochlitz7.4.12Wenn z. E. Purkinje .. ausspricht: daß man die .. Heautognosie bey Hypochondristen .. lernen solle, so ist dieses eine so gefahrvolle Ä. als nur irgend eineB43,156,28Varnhagen8.11.27als uns dessen [Fichtes] Ä-en über Gott und göttliche Dinge [‘Üb den Grund unsers Glaubens an eine göttl Weltregierung’ im Philosoph Journal von 1798], über die man freilich besser ein tiefes Stillschweigen beobachtet, von außen [dh außerhalb des Universitätsbereiches] beschwerende Anregungen zuzogen35,31,27 TuJdie Bedingung [bei einer Hamann-Ausgabe], daß die .. Schriften der Jahrzahl nach geordnet werden. Denn da die Hamann’schen Ä-en alle veranlaßt sind durch merkwürdige Literaturereignisse, so wird eine solche Stellung .. zum LeitfadenB31,15,20Dorow30.11.18[der zu Besuch weilende Lord hatte einen unabsichtl ‘Mißgriff in der Unterhaltung’ getan] nicht allein bedeutende Bemerkungen, sondern die trivialsten Ä-en können auf eine so mißklingende Weise mit dem Interesse der Gegenwärtigen zusammentreffen20,322,10 Wv II 10war er [Clodius] in seinen Bewegungen heftig, etwas fahrig in seinen Ä-en und unstät in seinem Betragen27,139,10 DuW 7A(JbGG12,39) Staatsminist Weim [25.]7.19 K [Oberaufs]N9,43,6 AnLeonhard 25.11.07uö(üb ein Drittel von insgesamt rund 560 Belegen)für vertrauliche, häufig bekenntnishafte Mitteilung, Unmutsausbruch, unverblümtes, nicht zur Veröffentlichung bestimmtes Urteil, gezielte Polemik uä; Attr: pikenhaft, arrogant, wegwerfend, mißbilligend, lebhaft, leidenschaftlich, vertraulich, hypochondrisch, launisch ua; vereinzelt für Dichtung als bekenntnishafte Rede[betr eingesandte Rez für die JALZ] wen sollte es nicht schmerzen, daß ein hohler Tageswahn hier als Urtheil .. auftritt .. .. Dem Übel ist indessen nicht zu steuern .. Verzeihen und secretiren Ew. Wohlgeb. diese meine vielleicht hypochondrischen Ä-enB25,226,28Eichstädt10.3.15daß wir überklugen Weimaraner immer die Narren von jedem Fremden sind .. Verzeihen Sie diesen Ä-en; aber wenn man immer leidet, so schreyt man einmalB23,143,14Kirms13.11.12Ich habe .. wenn zwischen Freunden .. sich einige Differenz hervorthat, immer lieber geschwiegen als erwidert .. bleibt ein jeder doch einigermaßen auf seinem Sinn, und so entstehen aus gewechselten Ä-en neue DifferenzenB43,120,23Cotta24.10.27seine [Schillers] höchst freyen brieflichen Ä-en sind als unbedingter augenblicklicher Erguß ganz unschätzbarB38,181,28Schultz3.7.24daß die Bogen welche Sie besitzen noch die gelindesten des Büchleins [Xenien] sind. Da wir voraussahen daß wir schon durch diese Ä-en uns Feinde .. zuziehen würden so hielten wir für das beste gleich .. dem Fasse den Boden auszustoßenB12,22,11Meyer19.1.97Dichterische Ä-en sind unwillkürliche BekenntnisseB45,241,8Ludw I vBayern[14.4.29] Kdie Gefühle jener Jahre .. als der Straßburger Münster mir Bewunderung abnöthigte, und mich zu seltsamen aber tief empfundenen enthusiastischen Ä-en [‘Von dt Baukunst 1773’] veranlaßte36,59,13 TuJB28,120,13Voigt5.6.17B45,411,8Stieler?[Ende März 29] Kuömit Betonung des rhetor-stilist Aspekts: Formulierung, Wendungdaß ein .. Brief [Dankbrief G-s an Gérard für einen Kupferstich] .. übersetzt vor mir liegt, er will mir aber in dieser Gestalt nicht gefallen, denn die deutschen treuen und gründlichen Ä-en nehmen sich im Französischen einmal allzu naiv und dann wieder amphigurisch ausB42,21,1Boisserée19.1.27Epoche .. wo die römische Dichtkunst den hohen Stil erreicht hatte .. den .. Punct .. wo Kraft und Ernst sich mit Anmuth, wo starke gewaltige Ä-en sich mit Gefälligkeit vermählen konnten411,362,7 Rez:Knebel,LukrezB19,54,16Zelter1.9.05uö(selten) bverbindl Aussage: für die Angabe eines Sachverhalts u für eine Absichtserklärung, Versicherung[betr Versuche mit Farbfehlsichtigen] Da mehrere, welche auf diese Weise in Untersuchung genommen, in ihren Ä-en übereinstimmtenN4,349,28 Fl Taf 1Wollten daher, nach schon gethaner gnädigster Ä. Ew. K. Hoheit die Zwey Hundert Thaler Timmlern .. aus Ihro Kammermitteln verwilligenA(Wahl 2,436) Promem 4.1.19uö (rund 50 Belege) cfür Anweisung, Aufforderung, BitteEw. Königl. Hoheit gnädigster Ä. zu Folge begebe ich mich heute nach JenaB27,14,18CarlAug11.5.16B21,48,18Meyer29.8.09uö(selten) dBekundung, Zeichen einer Empfindung, Demonstration eines Lebensgefühls; auch nichtsprachlUnverwandte Aufmerksamkeit ist der größte Beifall, den das Alter geben kann, das, ebenso empfänglich als die Jugend, nicht ebenso leicht zu Ä-en gereizt werden kann48,144,8 TänzerinGrabjene unbedingte Richtung nach einer verwirklichten Naturfreiheit .. den jungen Gemüthern [den Brüdern Stolbg] .. welche die Schweiz gerade als das rechte Local ansahen, ihre frische Jünglingsnatur zu idyllisiren .. scheint sich für solche poetische Ä-en das Baden in unbeengten Gewässern am allerersten zu qualificiren29,134,12 DuW 1929,89,16 u 90,12 DuW 18B42,55,22Leonhard13.2.27uö 2Manifestation, als spezif Ausdruck, gesetzmäßige Wirkung meist eines inneren Antriebs (vgl zu äußern 2), selten einer äußeren Ursache: für menschl Verhalten u Handeln als Aktualisierung einer inneren Anlage, eines Gemütszustands, einer LebenshaltungÜberzeugung daß alles was sey sich auch andeuten und zeigen müsse. Von den ersten physischen und chemischen Elementen an, biß zur geistigsten Ä. des Menschen lassen wir diesen Grundsatz geltenN6,446,4 Morph PlpSolche Naturen können als geistige Flügelmänner angesehen werden, die uns mit heftigen Ä-en dasjenige andeuten, was durchaus, obgleich oft nur mit schwachen .. Zügen, in jeden menschlichen Busen eingeschrieben ist44,350,7 CellAnh XII[Wilh zu den Schauspielern:] eine Kunst .. die noch viel zarter, als jede Art von Musik ist, da wir die gewöhnlichsten und seltensten Ä-en der Menschheit geschmackvoll und ergötzend darzustellen berufen sind22,22,8 Lj IV 2die Einwohner der Gebürge .. erhalten ein Gefühl von Selbstständigkeit und Freyheit, das offt in eine Art von Truz ausschlägt .. Ein .. Subaltern wie Heiligenstädt, mögte lieber gleich ein solch Gefühl unterdrucken, dessen Ä-en als Starrsinn und Meuterey verschreyenA1,359,2 Aktenausz 20.2.[85] [für: apparence] 45,86,17u19 RamNeffe24,272,19u26 Wj II 3uöfür das bildkünstlerische u literar Werk als Produkt meist einer individuellen od nationalen geistigen Potenz (mehrf ‘Ä. eines Geistes, einer Natur’ uä), vereinzelt biograph od hist GegebenheitenIch habe .. eine .. Sammlung von geistigen Handrissen .. zusammengebracht .. wenn du so ein Blat findest, woraus die erste schnellste unmittelbarste Ä. des Künstler Geistes gedrukt ist, so lass es ia nicht entwischenB4,191,4Lavater6.3.80Königingrätzer Handschrift .. solchen vorchristlichen und
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erstchristlichen Ä-en einer halb rohen und doch schon den zartesten Gefühlen offenen Nation412,289,2 BöhmPoesieDas .. Geschäft der neuen Ausgabe meiner Werke .. ein Heft Kunst und Alterthum .. Da ich meinen Freunden diese Ä-en meines Daseyns gar oft im Stillen .. zudenke, so kommt ich nicht dazu ihnen einige vertrauliche Worte .. zu widmenB42,84,5Reinhard12.3.[27]so sind die Klephten-Lieder gewissermaßen Ä-en des traurigsten Zustandes421,294,19 Litt grecque mod Plpuöim naturphilosoph-natwiss Bereich für die empir erkennbaren Lebensprozesse u Phänomene als Verwirklichungen bzw Spezifikationen eines Allgemeinen, Gesetzlichen, einmal: als Symptom einer hypothet angenommenen empir UrsacheWas ist das Sein? Es äußert sich durch Form und Bewegung oder Handlung .. Der Geist ist so gut wie die Materie das sich gestaltende und handelnde Sein in seiner Ä.Gespr(He2,68) Sophie Schardt [20.11.05]Physiologie diejenige Operation des Geistes .. da wir .. aus Bekanntem und Unbekanntem, durch Anschauen und Schlüsse .. ein Ganzes zusammensetzen wollen, das sichtbar und unsichtbar zugleich ist .. dessen Ä-en und Wirkungen uns immer geheimnißvoll bleiben müssenN6,290,7 PhysiolPfl[Farbphänomene an einer Napoleonbüste aus Opalglas] dem capitalen Urphänomen, welches hier in allen seinen Ä-en hervortrittB47,434,6Eckerm[Ende Okt 30] KN12,101,7 Witterungslehre 1825uö(selten) → GWBBeifallsäußerungGWBEmpfangsäußerungGWBEntäußerungGWBGeistesäußerungGWBKraftäußerungGWBKunstäußerungGWBLebensäußerung Meinungs- Natur- Sprach- Talents- Zorn-vgl zu 1 Aussage Ausspruch Bemerkung Betrachtung Erklärung Mitteilung Rede Reflexion Wort zu 2 Ausdruck (sd) Manifestation Wirkung