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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
ab wiseⁿ bis Wisses (Bd. 2, Sp. 868a bis 868b)
 
  PfWB ab wiseⁿ abweisen Breitenb.; von der Richtung abgehn, abweichen Horbg. Breitenb. K. D Kojl is am e Stein abgwist, sunst hätt si getroffeⁿ Horbg.

bewiseⁿ wie hochd. allg. Kanns du mir ’s b., ass ich dis gseit hob? Dunzenh.

überwiseⁿ [ewərwesə Ingenh.] Part. überführt. Wü s ˢ emol inggstangeⁿ he ghet, ist er jo ü. gewën Ingenh.

us wiseⁿ 1. bedeuten Dü. Bf. Was solleⁿ dënn dië Fäʰnleⁿ im Fëld u.? Bf. 2. zeigen, auch refl. Dis wurd siʰ schon u.! Ingenh. ‘wie das die artickel irer ordenung uswisent’ Str. 15. Jh. Brucker 366. — Basel 304.

 PfWB Abwiser [Àpwísər Lützelstn.; Âwísər M.; Ôwísər K. Ingenh.] m. Prellstein, den Torpfosten vorgelagert, damit dieselben nicht durch die Wagenräder verrückt werden K. Ingenh., oder an Strassenabhängen, um einen Absturz der Fahrzeuge zu verhindern Lützelstn.

Aⁿwiser [wísər M.] m. Anordner. Rda. E güuter A. is besser aˡs e schlëchter Schaffer. — F. Schwäb. 284.

 PfWB  RhWB Wëgwiser m. 1. Wegweiser allg. 2. Zichorie als Pflanze Hi.

Heimweisung f. ( neues Wort) fester Wohnsitz. Er het keⁱn H. er hat niemand, keine Angehörigen, er ist nirgends daheim AEckend.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Wis II [Wis Bühl] f. Wiese; das alem. W. ist Matte. ‘wise matte pratum’ Dasyp.Bayer. 2, 1030.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB wiss [wis fast allg.; wæìs N.; flekt. –ər, –i, –əs oder verkürzt wis, wæìs] Adj. weiss. W. wie e Wand Ruf. NBreis. Z. JB. VII 198. ‘s isch wyss wie der Doot, wie e Linduech’ Str. JB. XI 113. D Dächer sin w. mit Reif bedeckt K. Z. Wissi Strümpf un Küʰdrëck draⁿ, Bottines (frz. Ausspr.) un keⁱⁿ Soʰleⁿ draⁿ oben hui,

[Bd. 2, Sp. 868b]
unten pfui Ruf. ‘Wenn ich mit wysse Händschi kumm’ Froelich Holzh. 31. W. un schwarz gilt nur eine schriftliche Abmachung hat Wert Bf. s. auch schwarz. W. macheⁿ, was schwarz is lügen Str. ‘sich w. brenne’ sich gegen eine gegründete Anklage trügerisch rechtfertigen CS. 117. D Sunn schint widr so w. deneⁿ Morjeⁿ, s git noch meʰ Rëjeⁿ Ingenh. Dr wiss(e) Sunnti Sonntag nach Ostern Z., Sunnta Betschd. W. Dings Bauernkuchen: D Mannslüt ësse-n-aˡs nit so gëreⁿ w. D.; si welleⁿ liewer Fleisch un eins trinkeⁿ Hf. Scherzrätsel: ‘Werum han d’ Miller wissi Hüet? Dass si si ufsetze!’ Hag. Stöber Volksb. 355. E Wisser Bez. eines Weisshaarigen: Kumm mit mⁱr, W.! allg. E Wisses eine weisse Spielkugel: e W. gilt zwei steinigi! Obhergh. s Wiss vom Ei Dü., vom e Ei K. Z. = das Eiweiss. s W. in deⁿ Oigeⁿ zeigeⁿ zornig sein O. Wënn eini s W. in deⁿ Oigeⁿ zeigt [tsaikt], se is ’s e Scharfi Dü. ‘Der gunnt em s Wis in den Aue nit’ Dehli. JB. XI 42. — Bayer. 2, 1030.

Wisses n. trockenes Gras im Walde, das im Frühjahr gewöhnlich als Streu geholt wird Betschd. Syn. Ranschaub.