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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Damm bis Dammëll (Bd. 2, Sp. 681b bis 682a)
 
  Damm [Tàm Banzenh. Co. Dü.; Pl. Tam Co.; Demin. Tamli Banzenh., Tamlə Obhergh.] n. ( m. Co.) Damm, insbes. der Rheindamm oder auch der nächstgelegene Eisenbahndamm. Die Dämmle sin ganz voll Wideⁿ Obhergh. ‘Agger tha wr’ Gol. 42. — Basel 71. Bayer. 506.

dämmeⁿ, demmeⁿ [tamə Banzenh. Katzent. Ingersh. Bf. K. Z.; têmə Roppenzw.; tæmə Ruf. Su.; tèmə Geberschw.] 1. dämpfen, das Feuer oder eine Leidenschaft, einer Krankheit Einhalt tun. Jetz hän si s Für bold gedemmt Ruf. Kalti Ufschläj uf d Stirn d. s Kopfweʰ Bf. das geile, freche Fleisch demmen Geiler P. II 2. 2. refl. sich setzen, abnehmen. D Gschwulst dämmt siʰ nëtt Ingersh. Bayer. 506.

[Bd. 2, Sp. 682a]

dämmelich [taməlik S.] Adj. gezähmt, ruhig. Er is ganz d. wordeⁿ St.
 
 
Dam [Tàm Barr Bisch.; Pl. –ə Bisch.; Demin. Tamlə Roppenzw.] f. 1. Dame Barr. 2. Dame, Ober im Kartenspiel. Wer het di Dammeⁿ? Bisch. 3. Demin. Person, die sich wie eine vornehme Dame benehmen will Roppenzw. Basel 71. Bayer. 506.
 
 
Damm(e) [Tàmə Heidw.; Tàm Bf.] f. Stössel zum Feststampfen von Erde oder Steinen.

dämmeⁿ [tamə Bf.] den Boden mit einer Damm feststossen. — zu Bayer. 508 demmen bezähmen?
 
 
verdammeⁿ[fərtàmə allg., aber häufiger O.; Part. fərtàmt, frtànt Co.] verdammen, verfluchen. Häufig die Fluchformel (Gott) verdamm miʰ! O.; deshalb haben die Bewohner des S. und des sü. O. auch den Spitznamen Gottverdammi Rapp. Str., od. Gottverdammer U., auch Nbf. Gottverdeedmer Rapp. Von einem, der das W. oft in Flüchen anwendet, sagt man, er kann d Dammiʰ setzeⁿ Bisch. Vgl. verdeckel, verdoni. — Bayer. 506.

verdammt 1. Adj. verflucht. Verdammter Keib! verdammts Lueder! Bf. Schelte: Alti Söu, du verdammtichi! zu einem Pferd, das beim Striegeln nicht stillhalten will Ingenh. Dëʳ Ëntechrist mit sinere verdammteⁿ Schnurr seit, ich hab iʰre verdammti Soü gseit un Schand noʰgebrüelˡt Mark. 2. Adv. verstärkend: Das is n-e verdammt grosser Baüm! Heidw. s is v. woʰr! Steinb. Basel 106.

dammereⁿ verdammen. Fluch: Gott soll mich d.! Katzent.

verdammer Fluchw. Ës is, verdammer, trurig, wëⁿⁿ mr nix ziejt (keinen Lohn am Zahltag), wëⁿⁿ mr ghiroteⁿ is! Mark.
 
 
Dammëll [Tàmal Dunzenh. Z.; Pl. –ə; Demin. –ələ] f. kleine dunkelblaue Pflaume. s. Trockeⁿsteinle.