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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Samstag bis Uffaʰrtstag (Bd. 2, Sp. 666a bis 667a)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Samstag, Samstig [Sàmtâk Bühl Ndrröd.; Sàmt Barr; Sàmtâ Str. Ingw. Betschd.; Sòmtâ Wh.; Sàmti Damb. K. Z. Hag. Rothb.; Samtik M. Mark.; Sàmtik Mü. Su. Dü. Co. Henry] Samstag, Sonnabend. Rda. Am e S. dörf s nit rëjⁿeⁿ, ass s Bëttlmaidle s Hëmb kaⁿⁿ trückleⁿ Dü. Var. Am Samsti Noʰmittau soll d Sunn schineⁿ, ass d Bëttllüt d Hëmder an deⁿ Heckeⁿ könneⁿ truckⁿeⁿ K. Z. ‘welche Magd des Samstags jhre Kunkel nit abspinnet, dieselbe Fäden bleichen sich nimmer weiss’ Mosch. in Als. 1851, 100; Als. 1852, 126. — Basel 249. Bayer. 2, 282.

Schnitzdunstig oder schmutziger Dunstig heisst der Donnerstag vor Estomihi, weil ein Hauptgericht dieses Tages gedörrte Birnschnitze mit Speck sind Rixh. JB. II 183.

Schnitzzistig m. Fastnachtsdienstag. Zum Abendessen werden Schnitz, gedörrte Äpfel oder Birnen, gekocht Liebsd. JB.

[Bd. 2, Sp. 666b]
VI 165. Obsteinbr. Masmünster JB. II 182. Über das Vorrecht der verheirateten Leute von Obsulzb. am Fastnachtsdienstag die Wirtschaften zu besuchen, wobei an der Höhe des Springens der Stand des Hanffeldes bemessen wurde JB. VIII 159.

Schurtig [ʿSýrti K. Z.] m. Scheuertag, Aschermittwoch. ‘an dem Eschermitwoch den man nennet den Schurtag’ Geiler S. M. Titel. ‘Schurtag’ Aschermittwoch Chron. Vgl. Els. Samstagsbl. 1859, 36. s. auch schlottereⁿ.

Spielta [ʿSpîltâ Str.] m. der Donnerstag, an dem in den Strassburger Schulen kein Unterricht erteilt wurde CS. 101.

Stëffeⁿstag Stephanstag (26. Dez.). U. Am S. macheⁿ d Knëcht di Bündl wechseln den Dienst.

Sträuweⁿtag m. Streutag; Dienstag und Donnerstag darf Streu geholt werden Su.

Suftag m. Sauftag, Tag, an welchem tüchtig getrunken wird. Dr Bündelestaj is e Suftaj Kaysersb.

 PfWB  LothWB  RhWB Sunntag, Sunntig [Sùntâk Bühl Ndrröd.; Sùnt Hf.; Sùntâ Str. Betschd. Wh. Dehli.; Sùntik Banzenh. Su. Co. Horbg. Dü.; Sùnti Bf. Dachstn. K. Z. Hag. Rothb.; Sti Hipsh.] Sonntag. Am S. Su. Wetterregeln: Was dr S. für Wëtter will haⁿ, zeigt er am Fritig z Oweⁿ schoⁿ aⁿ Dü. ‘Was der Suntig will ha, Fangt am Samstig scho a’ Mü. Mat. 4, 67. Wënn s am S. am Morjeⁿ rëjⁿt vor m Spruch, se rëjⁿt s d ganz Wuch Dü. U. Scherzh. wünscht sich der Faulpelz: Wënn s nur alleⁿ andreⁿ Taj S. wär un zwischeⁿ drin e Firtig! Dü. ‘Der wäscht sich alle Sundah, awer dann schēn’ Dehli. JB. XI 47. ‘Hemdschîsserle, Gâgâ, Uewwermorje-n-isch Sunnda!’ ruft man einem Kinde im Hemdchen zu Str. Stöber Volksb. 36. ‘Essele, Essele, I-a, Iwwermorje-n-isch Sunda!’ Str. JB. XIX 280. Essele, I-a, Morm is Sunndau! K. Z. Dr wiss S. der weisse S., der Sonntag nach Ostern Z. Hag. ‘Die Bauern benützen den S. nach dem Gottesdienste, um ihre Felder zu besehen, zum Notari zu gehen, Versteigerungen beizuwohnen oder mit den Juden einen Handel zu schliessen, wozu diese den Tag zuvor keine Zeit haben (!)’ St. in Als. 1851, 99. Besondere Eigenschaften der am S. geborenen Kinder Als. 1852, 124. Zss. Sunntifürtuech, –hals, –halstuech, –kleid, –kutt

[Bd. 2, Sp. 667a]
Sonntagsrock der Frauen und Mädchen K. Z., –nameⁿ, –staat. — Basel 285. Bayer. 2, 297.

sunntig [sùntik Su. Horbg. Dü.; sùnti Bf.] Adv. sonntäglich. Sich s. aⁿlegeⁿ den Sonntagsstaat anziehn Su. (als Subst. siⁿ S. aⁿ l. M.). — Basel 285.

Uffaʰrtstag [Ùfərtstâj Dü. Bf.; Ùfârtstâ M.; Ùffrtst K. Z.] m. Himmelfahrtstag. Der jetzt üblichere Name ist Christi Himmelfaʰrt Dü. Bf. s. auch Uffaʰrt Seite 144; Frank 58; Als. 1852, 133.