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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
schlëckig bis Schluckeⁿ (Bd. 2, Sp. 462a bis 462b)
 
  PfWB  RhWB schlëckig Adj. leckerhaft, wählerisch M.S. Swz. 2, 325. Schwäb. 466.
 
 
 PfWB  RhWB Schlick [ʿSlik Wh.] Lockruf für Enten; Demin. Pl. Schlickleⁿ junge Enten und Gänse. — Bayer. 2, 505.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Schluck [ʿSlùk allg.; Pl. ʿSlek Co. U.; Demin. ʿSleklə Co., –l u. –ələ U.] m. 1. Schluck, Zug. Nimm noch e S.! Ruf. E gueter S. haⁿ gut trinken können. Er het e S. wie e Kueʰ Dü. Ër nimmt Schlück wie n-e Ochs er trinkt gierig Ruf. s is für e S. un e Druck sehr wenig Ingersh. Wiˡˡˢt auʰ e S. Schnaps? Ingenh. E Schlückle Schnaps Co. Henry. 2. Schlund, Speiseröhre. Iʰ ha Weʰ am S. Liebsd. S. Swz. 2, 331. Basel 256.

 PfWB  LothWB  LothWB  RhWB  RhWB schluckeⁿ [lùkə allg.] schlucken. Dr Bodeⁿ schluckt Dü., schluckt s Wasser inneⁿ Su. saugt bei Trockenheit alles Regenwasser auf. Wënns eso stäubt, kaⁿⁿ mr eps Drëck s. Dü. Iʰ ha eps Zorn gschluckt Dü., müeˢˢn s. U. Wënn mr unter Fremdi is, muess mr eps s. a) muss man manches ertragen, b) Rda. wenn man seine Gäste zum Trinken auffordert jüd. Avolsh.Bayer. 2, 505.

abe schluckeⁿ hinunterschlucken Mü. ‘me schluckt d’ Mixtur awe, unn e paar

[Bd. 2, Sp. 462b]
Täg später isch me wider busper’ Mat. 5, 76.

verschluckeⁿ hinunterschlucken. Mëⁿ meint, dr woˡˡt eiⁿm v. so zornig tut er Su. Verstärkt: Mit Hut un Hor v. Ruf.

 PfWB  LothWB  RhWB  RhWB Schlucker [ʿSlùkər Liebsd. Roppenzw. Su. Scherw. Bf.] m. 1. Schlund Su. 2. armer Tropf. Dëʳ arm S. het nit emol gnue z ësseⁿ Liebsd. 3. minder fruchtbare Stelle im Acker Scherw. Bayer. 2, 506. Westerw. 193.

Halbmarkschlucker m. Spottname des Bannwarts, der von jedem Protokoll 50 Pf. erhält Roppenzw.

schlücklich [leklik Mütt.] Adv. klumpig (schlucklich, ruckweise herausfallend), von dicker geronnener Milch gesagt. s. dick s.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Schluck(e), Schlück [ʿSlùkə Liebsd. Roppenzw. Strüth Hi. Steinbr.; ʿSlykə Lutterb.; ʿSlùk Ruf. Co. Horbg. Katzent. Ingersh. M. Rapp. Breitenb. Barr Bisch.; ʿSlek Molsh. K. Z. Rothb. Lobs.; ʿSlìk Str.] f. 1. Öffnung, Lücke eines Zaunes allg. In dem Hag sin meʰr aˡs sechs Schluckeⁿ Liebsd. s. auch Schlutt. 2. Zahnlücke M. K. Z.; Zss. Schluckeⁿmul. 3. Messerscharte Rapp. Das Mësser is ganz voll Schluckeⁿ Ruf. 4. leeres, abgeerntetes Feld mitten zwischen bebauten Hf. 5. Schlupfwinkel Roppenzw.

Schluckeⁿ [ʿSlùkə Kerzf. Bf.] m. Scharte.