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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Inschlag bis Winschlag (Bd. 2, Sp. 456a bis 456b)
 
  PfWB  LothWB Inschlag [Elàk Wh.] m. Einschuß beim Gewebe.

Krüzschlag m. Kreuzschlag, Krankheit des Pferdes Hipsh.

Meiseⁿschlag m. käfigartige Falle aus Holunderstäbchen zum Fangen von Meisen: der Deckel klappt zu, wenn der Vogel an einer Nuß pickt und durch diese Erschütterung die Fallvorrichtung auslöst Dü. Rapp. Bf. ‘ein nusskern in einē meissen Schlack’ Geiler Narr. 38.

Tubeⁿschlag [Týwəlâ Str.; –lâj Bisch.; –làk Dunzenh. Ingenh.] m. 1. Taubenschlag. 2. Erker Bisch. Bayer. 2, 518.

 PfWB  RhWB Überschlag m. 1. annähernde Berechnung Bf. 2. Kalti Üwerschläj macheⁿ kalte Aufschläge machen Dü. K. Z. 3. Kragen, Bäffchen der Geistlichen und Gerichtsbeamten Str.; Aufschlag am Ärmel? ‘Un dass de ’s Iwwerschläjel glych mit

[Bd. 2, Sp. 456b]
Dinte duest versprizze wenn d’ ebbes underschrybst’ Pfm. IV 4. — Basel 290.

Ufschlag m. Aufschlag. Chalti Ufschleg: 1. kalte Aufschläge für Kranke; 2. eine tüchtige Tracht Prügel Olti. †3. ‘uffschlagk Verschiebung’ Geiler P. IV 9. — F. Schwäb. 413.

 PfWB  RhWB Umschlag m. 1. Umlegetuch, Band. Mach ⁱʰm e U. um dr Kopf! Hlkr. 2. im Kartenspiel die Karte, welche als Trumpf herumgeschlagen worden ist Hf. †3. Briefumschlag Wagner Km. 85.

Ummeschlag m. Vorstall, ein mit Brettern umzäunter Raum vor dem Schweinestall. Loss d Saü iⁿ dr U., s is schön Wëtter! Dollern.

Underschlag m. 1. Aufenthalt. ‘solle sein underschlag nehmen in stätten’ Str. 1659 JB. III 87. 2. trennende Mauer 1685 CS.

Usschlag m. 1. Hautkrankheit Str. Demin. Usschlägl Ausschlag bei Kindern ohne Rücksicht auf die Ausdehnung Hf. 2. Ausschlag der Wage, Mehrgewicht beim Krämer. E Teil Krämer wijeⁿ inständig oʰne U. Bf. ‘uf das es sinen fryen usslag haben möge’ Str. 1469 Brucker 221. — F. Schwäb. 506.

Winschlag m. Durchschnittspreis des Weines, welcher von dem Bürgermeisteramt aus dem Erlös zwischen der Weinlese und Weihnachten festgesetzt wird Habsh. Wattw. St.