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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Schund bis Buebeⁿschënkel (Bd. 2, Sp. 420b bis 421a)
 
  Schund [ʿSûnt Ndhsn.] m. menschliche Exkremente. Pass uf, du tritts dene S. us! —  DWB DWB. 9, 2001.
 
 
Schang, Schangi, Schangel, Schängel [ʿSà allg.; Koseform ʿSài Mü. Stöber Mäder 108; Ensish. Su. Ruf. JB. XI 105; ʿSæ u. ʿSùkə Bisch.; Demin. ʿSàl K. Z., ʿSal u. ʿSaələ K. Z., ‘Sæl Str.] frz. Form des männl. Vornamens Johannes. Schang un Schakob die beiden Unterredner im humoristischen Wochenblatt »Das Elsass«. Scherzh. Gespräch zwischen 2 els. Soldaten im chinesischen Feldzuge von 1860: Schang, schint d Sunn schun? Antw. Jo, Schang, d Sunn schint schun lang! was den Franzosen chinesisch klang allg. Nach der Meinung der Leute ist und klingt Schang vornehmer als Hans K. Z. ‘Es isch e mol e Büewel g'sinn, I main ’s hett Schängel g'haisse’ E. Stöber 125.

Schangele m. membr. vir. Er het dr S. verbrennt Heidw.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Schangs [ʿSs in der frz. Ausspr. allg.; Pl. –ə] f. 1. Glück, Glückszufall. Du hes keⁱn S. bim Stockschlaueⁿ, sagt man zu einem, der kein Glück beim Spiel hat Ingw. Er het alli Schangseⁿ überall Glück Dü. 2. (unter jungen Leuten) der, die Geliebte. Ich will sëʰn, dass ich mini S. antrëff, ich hab si schon e par Ta nimmi gsëʰn Str.

[Bd. 2, Sp. 421a]

 
  schangschiereⁿ, schanschiereⁿ [à-, meist àn- Hi. Ruf. Su. Str. Hf. Brum. Lobs. Betschd.] 1. wechseln, ein Kleidungsstück, einen Platz, eine Beschäftigung. Ich muss s Hëmb s., ich hab gschwitzt Lobs. 2. abändern. Iʰ ha dr Rock s. lossen Bf. 3. sich ändern. s Wëtter schanschiert Z. D Ziteⁿ han gschanschiert Hf. D Krankheit schanschiert nimmt einen andern Charakter an ebd. — frz. changer.

 PfWB  LothWB  RhWB schanschieri Adj. bunt schillernd. s het Kleider an, dⁱe sin so s. Z.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Schank, Schang [ʿSàk Ingw. W.; †ʿSà u. ʿSàk Str.; Pl. ʿSæk] m. 1. Schrank. E nussbamener S. is e türes Stück Möwl Lützelstn. 2. Schänktisch. ‘So denkt d'r Knäecht, geht in de Schang’ Hirtz Ged. 194. —  DWB DWB. 8, 2160, wo auch ältere els. Beisp.

Frëssschank m. ( verächtl.) Magen, in der Rda. Er is krank am F. er hat sich krank gegessen Ingw. Vgl. Frëssbank.

Kücheⁿschank m. Küchenschrank W.
 
 
 PfWB  LothWB  RhWB Schënkel [ʿSakl fast allg.; ʿSækl Str. W.] m. Schenkel: 1. Teil des Beines. Er ist hera gheit un het dr S. gebrocheⁿ Co. Er het e por Ärm so dick wü min Schënkl Z. JB. VII 193. 2. beim Dreschen heissen S. die beiden Reihen, in welchen das Getreide ausgelegt wird. Mr leieⁿ zwanzig Garweⁿ aⁿ, zeʰn uf jedeⁿ S. Bf. Obsc. Rda. Vier S. on leieⁿ K. Z. 3. der starke Stamm des Rebstockes. Im e Rëbstück soll e jedeʳ Stock zweeⁿ ader drei S. haⁿ, un e jedeʳ S. ein ader uf s höchst zwo Gerteⁿ Dü. Wëⁿⁿ mr ze viel Baujeⁿ schnid, git's keⁱn S. Ingenh. 4. Demin. ‘Schènkele’ ein längliches Backwerk, wozu Eier- und Mandelteig, mit Rosenwasser übergossen, in Butter gebacken wird Stöber Mäder 109; ein Gebäck in Form kleiner Schenkel Co. Iʰ ha Schënkele gësseⁿ Froschschenkelkuchen Henfli. DWB DWB. 8, 2544.

Buebeⁿschënkel [Pŷwəækl Str.] m. längliche Birnenart. — Sonst ein Backwerk. Schwäb. 103. Bayer. 192. Pfalz. Westerw. Hess. 58.