| Wörterbuch der elsässischen Mundarten | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
siʰeⁿ bis useⁿ (Bd. 2, Sp. 339a bis 340a) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
siʰeⁿ versiʰeⁿ sëhn sëhneⁿ a(n) (g)sëh(n) dri(n) (g)sëh(n) durch sëh(n) ersëhn gsëh(neⁿ) übersëh(n) us sëh(n) useⁿ versëh(n) zu sëʰn Aⁿsëʰn Ussëʰⁿ ungsëhne Ansëhneⁿ Ansëhns Insëhns Ufsëhneⁿs Ussëhneⁿ Ufsëhner gsëhnig Gsicht säjeⁿ a(n)säjeⁿ i(n) säjeⁿ versäjeⁿ Lügeⁿsäjer ‘Lgensgerin Säjet Gërstsäjet Weiseⁿsäjet Sack Anhënksack Bëttelsack Brësteⁿsack Briefsack Brotsack Brusttüʰsäckel Bueseⁿsack Dicksack Dudelsack Düppelsack Emseⁿsäckel Flattiersack Flattütelsack Frësssack Fruchtsack Geduldsack Gëldsack Giffsack Gottsäckle Grumbeereⁿsack Habersack Hebammeⁿsack Hërdepfelsack Ërdepfelsack Hirnsäckel Hopfeⁿsack Hoseⁿsack Inneⁿwëndigsack Kautschisack Knöpflesack Kommiˢsack Kurzfuetersäckel Krüttersäckel Kuttleⁿsack Loʰsack Lupsack Maltersack Mëʰlsack Mutzeⁿsack Nebeⁿdssack Pfaffeⁿsack †Pfeffersack Plätzersack Plumpsack Pumpelsack Pflumpfsack Reissack Säjsack Samⁿsack Schëlleⁿsack Schilesäckel Schlampsack Schleppsack Schnappsack Scholleⁿbireⁿsack Schuelsack Seelsack Soüsack Spreuersack Stimmsack Straüsack Stumpeⁿsack Tornistersäckel Trabersack Tragsack | versiʰeⁿ [fərsejə Dunzenh. Z.] die Milch verlieren, trocken werden (von Kühen). Häufiger als Inf. ist das Part. vrsigeⁿ [fərsejə, frsèjə Wh.]; man sagt von einer Kuh sⁱe is v., seltener d Milich is iʰre v. Hf. ‘künnent die hexen die küe verseihen vnd inen die milch nemen?’ Geiler Em. 62. — Bayer. 2, 249. [Bd. 2, Sp. 339b] a(n) (g)sëh(n) ansehen allg. Mëⁿ gsiʰt ⁱʰm eppes aⁿ er ist ein klein wenig betrunken Su. Mëⁿ gsiʰt dⁱr's aⁿ deⁿ Aügeⁿ aⁿ dein Blick verrät's ebd. wie hochd. Dem sieʰt mr's on, ass r nit viel wërt is Ingenh. ‘Dem gesit mer am Gesicht an, was mit um ist’ W. JB. XI 46. Part. Er is aⁿgsëʰⁿ geachtet, beliebt O. — Bayer. 2, 245. dri(n) (g)sëh(n) 1. aus den Augen sehen, aussehn allg. Er gsiʰt driⁿ wie e gstocheni Geiss oder wie e Geissbock uf em Todsbett Dü. 2. ein Aussehen [Bd. 2, Sp. 340a] PfWB RhWB durch sëh(n) 1. hindurchschauen. Iron. Das is jetz emol schön wolleⁿ Tuech, meⁿ siʰt jo durch! Bf. 2. nachsehen allg. Iʰ hab sini Rëchnungeⁿ durch gsëʰⁿ, si sin rëcht ebd. PfWB ersëhn sehn Str. Hf. ‘denn diss fröüj i jetz glich, Wenn i eins uff der gass von wîttem nur ersich’ Str. 1815 Bergmann 122. 2. refl. Sich eps e. (von Schwangeren) sich versehen, durch Ansehen eines hässlichen oder erschreckenden Gegenstandes dem erwarteten Kind Schaden zufügen Hf. — Bayer. 2, 246. gsëh(neⁿ), gsiʰn [ksá Fisl. Mark.; ksánə Dü.; kəsin Dehli.; Ind. Pr. ksé, ksé, ksét Fisl. Dü., 3. Pl. kəsin Dehli.; ksiχ, ksiχ Str.; ìχ ksi Saarunion; Conj. ksìaχ Hlkr.; ksá Dü.; ksæχt Lohr; ksǽχt Wh.] 1. sehn. Ich hätt diʰ nur wotteⁿ gsëʰⁿ am Oweⁿ Fortelb. b. Mark. ‘damit jhn Gott nicht möcht gesehen’ Geiler Narr. 31 Kloster. ‘Wenn i ne gsych, ze-n-isch mer's wohl wie im e Fisch’ Pfm. I 3. ‘Wan ich die hend leg vff min aug, so gesihe ich di hend nit’ Geiler Em. ‘Schäl nuff — gsich'sch nit?’ Str. Ztg. 1902, Nr. 267. ‘Nach dem als das mittel geschickt ist, nach dem gesihest du’ Geiler Em. 56. ‘Der lasst sich gesinn’ lässt etwas drauf gehen Dehli. JB. XI 57. Iʰ gsiëch's, wënn de mⁱr im Wëg wärs Hlkr. Do gsächt mr doch nix Lohr. 2. ertragen. Iʰ kaⁿⁿ ni gsëʰⁿ, wëⁿⁿ meⁿ s Viʰ schindt Bf. — Basel 151. Bayer. 2, 247. PfWB LothWB RhWB übersëh(n) nicht beachten. Si hän iʰⁿ üwersëʰⁿ Dü. ‘Laster .. die sich albereit vbersehen haben’ Mosch. II 487. us sëh(n) 1. ein Aussehn haben. Er siʰt guet us gesund Dü. U. Iron. Das siʰt schön us! Su.; ebs. Do sieʰt's schön us! K. Z. Rda. Ussëʰn wü dr Tod blass aussehn Z. JB. VII 193; vgl. auch Ittene Seite 83. JB. IX 99. ‘s siehd uff e nidder us wie e Buddell’ E. Stöber Neujahrsbüchl. 1818, 36. 2. ausersehen. Iʰ ha mⁱr die schöⁿ Kapp usgsëʰⁿ Geisp. 3. es auf etw. absehen. Er het s druf usgsëʰⁿ Geisp. useⁿ gsëhⁿheraussehen. O. Er is eso gschwolleⁿ, ass er nimmʳ zue den Aügeⁿ useⁿ gsiʰt. [Bd. 2, Sp. 340b]
|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| © 2002—2010 by Kompetenzzentrum für elektronische Erschließungs- und Publikationsverfahren in den Geisteswissenschaften an der Universität Trier Home | Impressum | Kontakt | ![]() | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||