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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
ab sufeⁿ bis Sufeⁿs (Bd. 2, Sp. 330a bis 330b)
 
  PfWB ab sufeⁿ 1. refl. durch übermässiges Trinken seine Gesundheit untergraben. Er het siʰ abgsoffeⁿ Obhergh. Part. Er is abgsoffeⁿ Su. 2. tr. nur in der Rda. Er het siʰ s Hërz (Ndhsn., deⁿ Krajeⁿ Bf.) abgsoffeⁿ sich zu Tod getrunken.

an sufeⁿ 1. refl. Ich suf miʰ hüt aⁿ Obherhg. 2. tr. Er het sich e Rusch aⁿgsoffeⁿ. D Küeʰ hen sich Wängst (dicke Bäuche) aⁿgsoffeⁿ Bf. 3. Part. aⁿgsoffeⁿ angetrunken Obhergh.

bsoffeⁿ [psòfə Gebw. Co.] Adj. präd. 1. betrunken. ‘Um e Besoffene soll e Hauwaue uswiche’ Dehli. JB. XI 54. 2. aufgebracht, wütend Gebw.

ʰⁱnin sufeⁿ in sich hineintrinken Bf.

umme sufeⁿ herum saufen, ohne zu arbeiten Su.

us sufeⁿ [yssyfə allg.] leer saufen, leer trinken. Jetz is s Kälwl widr los gewën an het d rot Kuʰ ganz üsgsoffeⁿ, keⁱnⁿ Tropfeⁿ me het sⁱe im Fass ghet Ingenh. Rda. s Bad u. s. büssen Str. ‘Uf denne muess merr's schaiwle, for dass er ’s Bad ussuft’ Pfm. III 4.

versufeⁿ O. U., versaufeⁿ N. 1. ertrinken (Part. mit sin) allg. Dr Sepp is in dr Kanal gheit un is drin versoffeⁿ Liebsd. ‘Der ander Nasezahn kummt her vom Beddelvogt wo isch im Rhyn versoffe’ Pfm. III 4. ‘wenn er sieht, dass einer versuffe will, se holt er ne’ E. Stöber III 200. Er versuft in deⁿ Schueʰⁿ sie sind viel zu gross für ihn Steinbr. Das is [tà] keⁱⁿ gueteʳ Acker, er versuft bi eineme nasseⁿ Joʰr er wird vom Wasser überschwemmt. Dr Hanf uf dëm Stück is versoffeⁿ in Folge der langen Überschwemmung abgestorben Dü. Do git's weni Gërst, bi dem vieleⁿ Rëjeⁿ is sⁱe halwer vrsoffeⁿ Ingenh. Spw. ‘Die maine, sie mien uff em druckene Bodde versüffe sie klagen ohne Not, nicht genug zu haben’ Str. CS. 108. ‘Nort wann dr unseräns versauft, Kummts nohder in de Himmel?’ Lauterbg. 2. durch Trinken verprassen (Part. mit haben). Er het sin Vermöjeⁿ hor-e-klein vrsoffeⁿ Z. Kinderlied mit sw. Verbalform: ‘Het s Ross

[Bd. 2, Sp. 330b]
verkauft, Het s Geld versauft’ aus einem Reitliedchen Hag. Stöber Volksb. 86. — Basel 113. Bayer. 2, 230.

versoffeⁿ Adj. 1. ertrunken. 2. dem Trunke ergeben und dadurch herabgekommen Heidolsh. 3. den Trinker kennzeichnend. Dëʳ het e versoffeni Nas rote Nase Obhergh.

versäufeⁿ [fərsaifə Str.] ersäufen. ‘D junge Kätzle dt mer versaiffe’ CS. 112. Syn. vertränkeⁿ U.

 PfWB  RhWB Suff [Syf f. Mark., m. Str.] Saufgelage. Ër is wider d ganz Stund uf dr S. Mark. ‘Im Suff het er sim beste Frind e Schimpf angedon’ CS. 107. ‘aus solchen hab ich einen gesehen, der soff ein solchen starcken suff, dasz das glass ein krach liess, vnd entsprang in der mit entzwey’ Geiler Narr. 59. — Basel 284. Bayer 2, 231.

 PfWB  RhWB Sufeⁿs Obhergh., Saufeⁿs [Saùfəs Ndrröd.] n. 1. Zecherei. Do iss an e S. gangeⁿ dann wurde ordentlich getrunken Obhergh. 2. Viehtränke. Bring dr Kuʰ Saufeⁿs! Ndrröd.