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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Richtum bis Rochli (Bd. 2, Sp. 226a bis 226b)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Richtum m. wie hochd. M. U. W. Wënn die Sort Lit hiroteⁿ, luejeⁿ sⁱe nummeⁿ uf deⁿ R. Ingenh. ‘Richtum vergat, kunst bestat’ Geiler, s. Als. 1862/67, 154. — Bayer. 2, 19.

Rumrycheit f. Ruhm Geiler P. III 88. ‘fründ, sitz hinuff bas, denn so würt dir glory, eer und rumrycheit’ ebd.
 
 
Richeⁿwirer [Riχəwírər allg.] m. Wein aus Reichenweier, wo besonders der Riesling als feinere Marke geschätzt ist. Kettner Mais. 16. ‘Richewirer, Berker, Zeller, Luter gueti Winele!’ Schk. 46.

Riech, s. Rogeⁿ 2.
 
 
 PfWB  RhWB riecheⁿ [rìaχə Bf.; rîχə Str. Betschd.; riχə nur unpers. Hf.; rìèχə (sehr selten) Hf.] riechen, Dunst, Geruch von sich geben (dagegen schmeckeⁿ u. schmackeⁿ Geruch

[Bd. 2, Sp. 226b]
wahrnehmen). Rda. s riecht in dr Fëchtschuel es ist nicht ganz in der Ordnung Str. Noch (nach) Tanneⁿholz r. todkrank sein ebd. Wi riecht's do? wie sieht's hier aus? Wi riecht's mit dem Gëld, wo du mir schuldi bis? Str. s riecht es stinkt (z. B. von verdorbenem Fleisch) Hf. (vgl. raucheⁿ). — Bayer. 2, 20.

verriecheⁿ [fərìəə Fisl.; fərìaχə Su. Geberschw. Dü. Bf.; fəriχə M. Str. K. Z. — Ind. Präs. fərìəχt, fərìaχt, fəriχt; fəríχt Lohr. — Part. fəròχə; fəríχt Lohr] von Getränken, die den guten Geschmack verlieren, schal werden; auch vom Honig Fisl. Deck dr Wiⁿ, suⁿs verricht r M. Hätts dis bissl Win vollⁿs getrunkeⁿ, jetz ist er ganz vrrocheⁿ Ingenh.Schwäb. 435. Bayer. 2, 21.
 
 
rochatzeⁿ übel riechen Str.
 
 
rochleⁿ Iübel riechen, stinken: In dëreⁿ Stob rochlt's Rapp. vgl. muchleⁿ 3.
 
 
rochleⁿ II[rolə Fisl. Roppenzw.] 1. röcheln (schnarchen?): Los emol, wie d Soi rochlet! Fisl. 2. in tiefer Stimme reden Roppenzw — Bayer. 2, 85 röheln.

Rochle m. Mann mit tiefer Stimme (verächtl.) Dëʳ R. singt am gröbsteⁿ Roppenzw.

Rochli [Ròχli Henfli.] m. starker Husten. Hes dr R.?