PfWB PfWB LothWB RhWB RhWB räubereⁿ [raiwərə Str.; ræìwərə K. Z.] übermässig arbeiten, schwer und hastig schaffen. PfWB Räuberlis [Raiwərlis Obhergh.; Ræìwərlis Molsh. K.] n. Räuberspiel (s. Räuber). Kumm, mⁱr macheⁿ R.!
Gräub, s. Seite 267, dazu [Kraip NBreis.; Karèip, Kəraip Rapp.; Kraip Scherw.] n. Füsse und Kopf der geschlachteten Gans oder Ente NBreis.; Blutwurst in Schweinsdarm; Kaldaunen, Syn. Kuttleⁿ, Plätzer Rapp.; Unschlitt vom Rind Scherw.
PfWB LothWB RhWB Rëb, meist Pl. Rëbeⁿ [Rǽwə Dollern; Ráwə Su. Geberschw. u. nö. davon allg.; Rǽwə Str.; Rǽw Wh.] f. Rebe, Vitis vinifera Kirschl. 1, 147, als Sammelname im Pl. Weinberg. Klein. Well-n-ⁱʰr in d Rëweⁿ? Grussfrage Z. N-e Stück Rëweⁿ ein Rebland Su. Rëweⁿ grueweⁿ Senker einlegen allg. Jungi Rëwler junge, noch nicht tragfähige Weinstöcke Dü. Blindi Rëweⁿ bevor die Knospen treiben: Dⁱes Joʰr hän mⁱr d halwi Rëweⁿ aˡse blind niderzogeⁿ Geberschw. D Rëweⁿ zeruck schnideⁿ nach einem ertragsschwachen Jahr fast alle Schösse abschneiden, damit die übrigen kräftig wachsen können Mutzig. Böu [bj] du dinni Rëweⁿ, trink du dinneⁿ Win, zaʰl du dinni Schuldeⁿ Str. s is e Räw om Hus Wh. Bauernregel: Wann d Rëweⁿ vrfriereⁿ in dr Woll, ze wëren-alli Fässer voll Hf. An dr Pfingsteⁿ selleⁿ d Rëweⁿ grien in's Dorf schineⁿ [Bd. 2, Sp. 218b]
Wickersh. ‘Wä’ nome d'Räwe Ne bizzle besser halt ussähde, gieng's als guet. Der Maister isch by-n-üss der Herbst’ Co. Pfm. II 6. Rda. Die Rëweⁿ hän keⁱⁿ Hoseⁿ aⁿ diese Rebstöcke haben unten kein grünes Laub; man sieht, wenn man durch die Gassen blickt, nur Stöcke und Pfähle Rchw. ‘Den Reben und der Geiss Ist niemal zu heiss’ Gebw. Chronik 1540. Spw. s Fëld het Aüjeⁿ, d Rëweⁿ hän Oʰreⁿ Schlierb. — Basel 232. Bayer. 2, 5.
†Gundelreb Kirschl. 1, 635. ‘Hedera terrestris Gundelreb’ Gol. 429. s. auch Ingeⁿrëbeⁿ, Kunkelrëb. — Bayer. 921 Gundreb.
Ingeⁿrëbeⁿ [Ìəráwə Mittl.] f. Gundelrebe, Glechoma hederaceum.
PfWB RhWB Kunkelrëb, Kunkelrueb [Khùklráp Dü.; –ryəp Hf.] f. Gundelrebe, als Tee bei Brustkrankheiten beliebt.
PfWB Traubeⁿrëb [Tràùwəráp Schleit.] f. Weinrebe, Weinstock.
wildi Rëbeⁿ [wìlti Ráwə Bf.; wéli Ráwə Dunzenh.] f. Pl. wilder Wein, Jungfernrebe, Ampelopsis hederacea.
Rebu [Rèpy Uttenh. Ndhsn. Wh.; Repy Geisp.; Rpy K. Z., Zss. Rpytes] m. Ausschussware, insbes. Bodenblätter des Tabaks Uttenh. Ndhsn. Geisp. Han ⁱʰr dr R. schoⁿ agebrocheⁿ? Uttenh. ‘denn disz hässlich Wort het mer schunn lang in de Rebut geworfe’ Pick 1975, 47. — frz. rebut.
PfWB LothWB RhWB ribeⁿ [rípə Fisl.; ríwə Heidw. O. U. W.; ræìwə Ndrröd. N.; rèiwə Rosteig. — Ind. Präs. ríp, –, –t (ríwt Lutterb.), ríwə fast allg.; ríw, –, –t Altw.; ræìp, –, –t N. — Part. krîwə Heidw., krìwə Osenb. Dü. Heidolsh., kərìwə Bf. Barr Str., kərewə K. Z. Han., kərìw W.] 1. reiben. Er riwt d Händ vor Kälte Lutterb.; die Wäschegegenstände auslaugen: Mⁱr hann hüt Wäsch, denne-n-Oweⁿd muss ich hëlfeⁿ r. Altw.; den durch Knitscheⁿ vom Splint befreiten Hanfbast unter dem Mühlstein mürbe reiben allg. Homf r. od. schlechtweg r. K. Z. Wü welle-n-ⁱʰr anneⁿ, hene? In d Müʰl, r.! Hf.; scheuern: Si sin am Brunneⁿ un r. (näml. die Wasserkübel, gewöhnl. am Samstag Nachmittag) Su. Die Faʰrt Holz ribt diʰ ebd. 2. prügeln Osenb. Bildl. Rda. Eim deⁿ Wadl r. jem. im Spiel hereinlegen Hf. 3. refl. bildl. an etw. viel verdienen, grossen Vorteil [Bd. 2, Sp. 219a]
bei etw. haben, bes. von Advokaten und Gerichtspersonen bei Teilungen und Erbschaften gesagt: Do hän sich d Herreⁿ dran geriwweⁿ Str. Dëʳ ribt sich wider! Heidolsh. Auch ironisch: Do kaⁿⁿs diʰ mit r.! Barr. Jetz haw iʰ dr ganzeⁿ Winter gschafft un ha keⁱⁿ hundert Liwer (Francs) vrdient, do kaⁿⁿ-w-iʰ mich r.! Dü. Du hes dich awer emol geriwweⁿ! blamiert Lobs. — Basel 237. Schwäb. 429. Bayer. 2, 7.