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Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Pfal bis pfilig (Bd. 2, Sp. 134b bis 135a)
 
  Pfal, Pfol [Pfól fast allg.; Pfûl Ndhsn.; Phól Lützelstn. Reipertsw.; Phôl Tieffenb. Wh. Lorenzen; Phâl Dehli.; Pl. Pfél Obhergh. Co. K. Z. Su.; Pfêl Dü. Bf. Illk. (Bed. 2) ; Pfèl Rchw., Pfál Bf. Geisp. Illk.; Phêl Lorenzen; Phǽl Dehli.; Demin. Pfálələ Co.] m. 1. Pfahl. Rda. Am P. Pranger steʰn Str. ‘Na, wenn die am Pfohl steht, geh’ i au uff de Paradeplatz’ Stöber Daniel 42. Du bis so dumm aˡs e P. Geisp. 2. dummer, schüchterner Mensch. Mit dëm P. is nix aⁿzfangeⁿ! Rchw. Dort sin iʰr gstangeⁿ wi e par Pfeʰl un do han iʰr großi Müler! Illk. 3. Tölpel, ungehobelter Mensch: ‘wyl .. e Pfohl mer's kennt in Üwwel neme’ Frœlich Holzh. = Jules Froelich, Strosburjer Holzhauerfawle .. Nancy 1885. Warnung. — Basel 29. Bayer. 423.

Haseⁿpfal m. Pfahl, an dem die Schlinge für den Hasenfang befestigt ist Obhergh.

Latërneⁿpfal m. 1. wie hochd. 2. scherzh. Nase Str. ‘’S Stadtmohlers Farwerywer wart Inne dernoch uf mit sym Laddernepfol’ Pfm. III 4.

Rëbpfal m. Rebpfahl Bf.

 PfWB Schandpfal m. 1. Pranger. Galeerensträflinge, Verbrecher wurden vor Antritt der Strafe an den Sch. gestellt Co. U. 2. Schelte für eine unverschämte Person Weilert.

Wildpfal m. wilder Obstbaum. Wenn ich Bäüm haⁿ will, se hol ich Wildpfeʰl im Wald un zwig si Geberschw.

an pfäleⁿ [ân pfélə Betschd.] mit Pfählen befestigen. s. Söutrögel.
 
 
Pfil, Pfiler I[Pfíl Su. Ingersh.; Pfil Dü. Bisch. Avolsh.; Pfilər Co. Dunzenh.; Pfílər Ingw.; Pl. ebenso Su. Ingersh., doch –ər Bisch. Avolsh.] m. 1. Pfeil zum Bogen, gewöhnlich aus Schilf mit einem Kopf aus Holunder Dü. Bisch., oder aus fester Wagenschmiere Dunzenh. ‘zwen ysen handbogen vnd zwey buchell pfil oder flitschen dorzu’ 1530 Als. 1858/61, 316. — Bayer.

[Bd. 2, Sp. 135a]
425.2. Flitzbogen Su. Ingersh. Zss. Pfilbogeⁿ.

Pfil [Pfíl Rapp.] f. Flitzbogen.
 
 
Pfiler II[Pfílər Logelnh.] m. Pfeiler einer Brücke u. dgl.
 
 
pfilig [pfílik Dessenh.] Adj. träge, langsam. Du hes e pfiligeⁿ Knëcht. — Basel 28 pfilig ‘abgeneigt(gegen eine Arbeit, Mühe), zu mhd.  Lexer mich bevilt.