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Teüfelabbiß bis useⁿ (Bd. 2, Sp. 99b) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Teüfelabbiß Bisse bisseⁿ ab bisseⁿ an bisseⁿ dri(n) bisseⁿ erbisseⁿ iⁿbisseⁿ uf bisseⁿ us bisseⁿ useⁿ verbisseⁿ zsämmeⁿ bisseⁿ Schisseⁿbisseⁿ Bisser Bulleⁿbisser Iseⁿbisser Krippenbisser Nid(eⁿ)bisser Rossiseⁿbisser Steinbisser Zungeⁿbisser bissig eigeⁿbissig eiterbissig Bissinger Bissingereⁿ Bissangel Bissangi Bisseli Bisserle pissi Bissem biseⁿ Pies Biesel Büsel Sechssubiesle (bos boshaft(i) bös Bös bitterbös boseⁿ erboseⁿ verböseⁿ bosgeⁿ Bosger Bosget(e) bosgneⁿ boß Posaun Boseⁿ Kornboseⁿ Weißeⁿboseⁿ Wurzboseⁿ boseⁿ ab boseⁿ Bosseⁿ Guckelbossen Narreⁿbössle bossig Bossel Bosel Bahnbossel Gotteswortsbossel Husbossel Kücheⁿbossel bossleⁿ ʰerum bossleⁿ ummeⁿ us bossleⁿ Gebossel Bossler Boser Bauscher posiereⁿ Bossierer Position Bus I Gemeinbus Bus buslich Busam Buser Busel Büsi Busi buseⁿ ummeⁿ Busel Dummbusel Busserle Bussert Busi(g) Bueß(e) büeßen verbüeßeⁿ büeßliʰ Lückeⁿbüeßer | [Bd. 2, Sp. 100a] Bisse, Bisseⁿ, Biss [Pìsə f. Fisl. Liebsd. Eschenzw. Hi.; Pesə f. Obsteinbr.; Pìsə m. Heidw. Ensish. Katzent.; Pìs m. Pfetterhsn.] f. Keil aus Holz oder Eisen zum Spalten großer Holzklötze oder auch zum Befestigen des Stieles einer Axt u. dgl. Trib e Biss in deⁿ Hammerstiel! Pfetterhsn. Wenn ein Kind ein großes Stück Brot hat, so sagt man im Scherz: Wenn die B. nit tribt, söll dr Teüfl dr Stock holeⁿ! Liebsd. — Schweiz. 4, 1695. Schwäb. 70. Bayer. 292. bisseⁿ [pisə fast allg.; pæisə N.; pèisə Rosteig; Part. pìsə, pesə O., kəpìsə, kəpesə Co. U. W.] 1. beißen. Rda. Er bißt keⁱⁿm toteⁿ Hund in deⁿ Wadl ist gutmütig Str. Großi Herreⁿ b. eⁱnander nit Geberschw. Aufforderung näher heran zu rücken: Du dorfs wol näter kummeⁿ, ich biß diʰ nit Dunzenh. Ingenh.; vgl. ‘ir möhtent sitzen nâher baz .... mîn vrouwe bîZet iuwer niht’ Iw. 2267 ff. Rda. I(n)s Gras b. sterben allg. Er het nix ze b., nichts zu essen Hf. Verbunden: nix z b. uⁿ nix z frësseⁿ Su., ze kracheⁿ Bf., ze naueⁿ nagen Str. Iⁿ dr Bëngl b. tüchtig arbeiten Su. 2. schneiden, von scharfen Werkzeugen. Grußfrage: Bißt sⁱe s? schneidet die Sense? Dollern. Zss. Bißzang. 3. kauen. Biß oüʰ e Sach zerst, öb ds ʰⁱnabschlucks! Dü. 4. bitzeln, jucken. Es bißt miʰ uf dr Hut Geisp. D Zung bißt, aber auch d Kälte bißt ebd. Spw. Wëⁿⁿs eineⁿ bißt, se kratzt mr Bf. ‘es beißt mich, wann ich ein andern jucken sihe’ Fisch. Garg. 66. 5. weh tun, schmerzen. Iʰ ha dr Kopf aⁿgschlageⁿ, meiⁿ! das het bisseⁿ! Liebsd. s bißt e er ist neidisch darüber Dü. [sal het kəpesə Verdruß hervorgerufen M.] 6. bissig reden. Biß nit so! Geisp. — Schweiz. 4, 1686. F. Schwäb. 812. Bayer. 290. PfWB RhWB ab bisseⁿ wie hochd. Rda. Um e Pfënni bißt er sich d Finger ab er ist sehr geizig Bf. Ebenso: Dëʳ gät sich um e halweⁿ Su dr Finger a b. Steinb. Do bißt keⁱn Mus keⁱnⁿ Faden a! so ist und so bleibt es! Hf. — Schweiz. 4, 1689. F. Schwäb. 5. an bisseⁿ wie hochd. Iʰr müeˢˢn d Äpfl nit alˡ on b. Ingenh. Er het nit welleⁿ aⁿ b. nicht recht an die Sache herangewollt Dü. D Fisch welleⁿ hüt nit [Bd. 2, Sp. 100b] dri(n) bisseⁿ 1. tüchtig drauf los essen allg. 2. eifrig arbeiten: Er will nit rëcht driⁿ bisseⁿ Su. erbisseⁿ mit Anstrengung vollständig kauen, beißen. Dⁱes Brot is eso hert, daß meⁿs nit e. kaⁿⁿ Bf. — Schweiz. 4, 1690. iⁿbisseⁿ [í pesə Mü.] Adj. eingedrückt, vom Charakter eines Menschen Stöber Mäder 88. uf bisseⁿ 1. aufbeißen, z. B. einen Knoten mit den Zähnen lösen Su., eine Nuss knacken Dunzenh. Ingenh. 2. auflösen, angreifen (von ätzenden Flüssigkeiten) Dü. s bißt eiⁿm d Händ uf Su. us bisseⁿ 1. ausbeißen: Iʰ ha mⁱr e Zaʰn usgebisseⁿ Bf. U. 2. beim Fressen auf die Seite drücken, vom Trog drängen. Di Söü is allewil kleiner gewëˢn aˡs jene zwo, s is von kleinem uf usgebisseⁿ woreⁿ Ingenh. Hag. 3. ausstechen, verdrängen Su. Dü. Str., auch ʰⁱnus b. Str. Aus dem Abschiedslied an die alte Straßburger Brauerei zum Riesen: ‘Was haw i gheert, du, alter Risse, Au du muesch furt, bisch usgebisse’ Schk. 34. 4. in einen Kothaufen treten. Do het einer usgebisseⁿ! wenn das Schuhzeug noch danach riecht Str. — Schweiz. 4, 1691. F. Schwäb. 153. useⁿ bisseⁿherausbeißen. Rda. Has ⁱʰne wider usen gebisseⁿ? hast du wieder den Stutzer gespielt? Habsh. — vgl. Schweiz. 4, 1691.
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