Wörterbuchnetz
Wörterbuch der elsässischen Mundarten  
 
Iseⁿbäʰnler bis bäneicheⁿ (Bd. 2, Sp. 50a bis 50b)
 
  PfWB  LothWB  RhWB Iseⁿbäʰnler [Ísəpánlər fast allg.; Ísəpǽnlər Str. W.] m. 1. Eisenbahnbeamter. 2. Eisenbahnarbeiter; sie stehen nicht im besten Rufe: Den Iseⁿbäʰnlereⁿ is nit ze tröueⁿ, die han glich s Mësser in der Hand Dehli. Alli I. sin Lumpeⁿ! — Awer nit alli Lumpeⁿ sin I.! lautet die Antwort NBreis. Schweiz. 4, 1269.
 
 
Bann [Pân Hi. Ruf. Su. Dü. Mütt. Säsolsh.; Pàn M. Bf. Mutzig Str. Z. Lobs. Betschd. Buchsw. W.; Pl. Pán, Pan, Pæn; Demin. Pánlə, Panlə, Panl, Pænl.] m. Gemarkung eines Dorfes. Um dr B. geʰⁿ mit Prozession um den Bann gehn Hi. Su. (am Markustag), Mutzig (am Ostermontag). ‘Soll mann umb den Ban reythen wellen’ Merklen II 48. Rda. Der läft an eⁱⁿm Ta nün Bänn us er läuft viel herum Dehli. Er het gebrüelt, ass mr ⁱʰne üwer siweⁿ Bänn nus ghört het Lobs. Zss. ‘Bahnstein, Bahnpfad’ Mü. Rats-Prot. 1617, Bannbuech, –prozession, –scheid; Bann-eⁱn-Ënd [Pànəna Hf.] Gemarkungsgrenze. — Schweiz. 4, 1270. F. Schwäb. 616. Bayer. 242.

banneⁿ [pâna Dü.; pànə Felleri. M. U. W.] 1. bei Strafe gebieten oder verbieten; insbes. durch eine Verordnung der Forstverwaltung eine neu angelegte Waldstrecke für das weidende Vieh verschließen M. 2. hexen, bes. durch Zaubermittel an die Stelle bannen. Rda. iron. Ër kaⁿⁿ hëxeⁿ wie b. er kann beides nicht Dü. Bf. [r khâ haksə we pànə ùn trèə we wànə ùn ewər ə Hys nys præə we ewər ə ʿSír M.]; bes. ein Gespenst an einen bestimmten Ort weisen Bf. † Part. gebannen verboten: ‘got geb es sei gebannen oder gebotten, es sei fasten oder ostern’ Geiler Spin.; P. IV. Als Adj. ‘gebante tage, gebannen tage’ Feiertage, Festtage ders. S. M. = Das Buch der sünden des munds Von .. Doctor Keisersperg .. Str. Grieninger 1518. 88; ‘gebannen firtag’ der von der Obrigkeit gebotene (gesetzliche)

[Bd. 2, Sp. 50b]
Feiertag P. II 8 b. Als Subst. Gebannt [Kəpànt] n. zum Weiden verbotene Waldstrecke M. Schweiz. 4, 1277. Schwäb. 617. Bayer. 243.

verbanneⁿ [fərpânə Ruf., Part. fərpânt] 1. = banneⁿ 1 Felleri. 2. heimlich umbringen (selten), gew. eineⁿ v. Ruf. 3. †Part. als Adj. ‘an ... verpanndten firthagen’ an gebannten, d. i. obrigkeitlich befohlenen Feiertagen Wattw. 16. Jh. JB. III 61. — Schweiz. 4, 1279. Bayer. 243.

Teüfelsbanner m. Teufelsbanner, der den Teufel zur Rückgabe eines gestohlenen Gutes zwingen kann Bf.

verbannesiert [fərpànəsiərt M.] Part. verhext. s is wi v., sagt man, wenn eine Arbeit trotz aller Mühe nicht vorwärts schreitet. — Schweiz. 4, 1282. Bayer. 243.

bänneⁿ [pænə Lohr] böse Geister mittels geheimer B.-Formeln unschädlich machen: Dër kann Hëxeⁿ b.

bennig Adj. der im Bann ist. ‘der frumm kaufmann sol nit gemein haben mit bennigen lüten’ Geiler W. K. 93 b. — Schweiz. 4, 1283. F. Schwäb. 619. Bayer. 243.

hartbännig, s. hartbändig.
 
 
banapropo [pànàpropo Ruf.] für nichts. De bruchs nit alles b. dureⁿmacheⁿ zu verschwenden. — Entstellung aus bien od. mal à propos?
 
 
bäneicheⁿ [pánaiχə Obhergh.; pánæiχa Katzent.] bändigen, züchtigen. s. auch perneicheⁿ.